Jod Dosierung

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    • Jod Dosierung

      Hallo Fories,

      habe zum Thema Jod ein paar Fragen:
      Mein Becken hat 60 Liter = 40er Würfel drin sind ein paar Caulerpa und Garnelen und 2 kleine Fischlein.

      1. Wie schädlich ist eine Überdosierung?
      1 Tropfen täglich soll für 200 Liter reichen - ich verwende das von Tropic Marin - Klick

      2. Meine Idee, damit es nicht zu hoch wird 60 ml Osmosewasser einen Tropfen rein und nur 20 ml ins Aquarium. Den Rest verwerfen oder kann ich den am nächsten Tag noch verwenden? Soweit ich weis ist Jod sehr flüchtig oder?

      3. Welches Jod verwendet ihr und wie sind da die Dosierungen / wie Zufrieden seit ihr?

      Vielen Dank schon mal

      Klaus
      langsam ist sicher ;) + sicher ist schnell :thumbsup:
    • Hallo Klaus

      Ich benutze schon immer die Betaisodona Lösung. Dosieren, mh nach Gefühl ein bis zwei Tropfen die Woche.

      In wie weit das von dir verlinkte Iod verdünnt werden kann weiß ich nicht.
      Beste Grüße
      Harald : fisch :

      Marine Nachzucht ist eine Chance, wenn man den Mut aufbringt sie zu nutzen.
      Ich entscheide mich für den Mut.


      Bitte stellt keine Haltungsfragen per PN! Das Forum dient zur Information für ALLE User!
    • Jod sollte im Aquarienwasser mit ca 60-80 Microgramm pro Liter vorhanden sein, vor allem auch für die häutende Fraktion. Algen sind ebenso Jodverbraucher wie Korallen (Xenien z,Bsp. besonders). Betaisadona ist kein reines Jod, sonder enthält noch andere zum Teik keimtötende Stoffe:
      • Glycerol
      • Nonoxinol-9
      • Dinatriumhydrogenphosphat
      • Citronensäure
      • Kaliumiodat
      • Natronlauge zur pH-Wert-Einstellung
      Das nur zur Information.

      So, und nun zur Frage der Überdosierung. Eine leichte Überdosierung ist in der Regel unbedenklich, Jodmangel dagegen schädlich für viele Organismen. Wichtig bei der gezielten Jodzugabe ist, dass man weiß, welchen Wert in Microgramm/Liter die Zugabe hat. Für Riffaquarien gibt es bei Sangokai den Erfahrungswert von ca. 20 Microgramm/Liter Verbrauch pro Woche.
      Die Angabe von TM in 'Tropfen' finde ich ungefähr so wie das Lesen im Kaffeesatz oder Karten legen. Sorry - meine Meoinung.
      Gruß
      Burkhart
    • Fellnase schrieb:

      Jod sollte im Aquarienwasser mit ca 60-80 Microgramm pro Liter vorhanden sein, vor allem auch für die häutende Fraktion. Algen sind ebenso Jodverbraucher wie Korallen (Xenien z,Bsp. besonders). Betaisadona ist kein reines Jod, sonder enthält noch andere zum Teik keimtötende Stoffe:
      • Glycerol
      • Nonoxinol-9
      • Dinatriumhydrogenphosphat
      • Citronensäure
      • Kaliumiodat
      • Natronlauge zur pH-Wert-Einstellung
      Das nur zur Information.

      So, und nun zur Frage der Überdosierung. Eine leichte Überdosierung ist in der Regel unbedenklich, Jodmangel dagegen schädlich für viele Organismen. Wichtig bei der gezielten Jodzugabe ist, dass man weiß, welchen Wert in Microgramm/Liter die Zugabe hat. Für Riffaquarien gibt es bei Sangokai den Erfahrungswert von ca. 20 Microgramm/Liter Verbrauch pro Woche.
      Die Angabe von TM in 'Tropfen' finde ich ungefähr so wie das Lesen im Kaffeesatz oder Karten legen. Sorry - meine Meoinung.
      Hallo Burkhard,

      sehr interessant. Ich nutze auch auf Empfehlung Betaisodona. Hast Du die Quelle für die Angabe der Inhaltsstoffe ? Würde gern darüber nachlesen.
      Was ich über Nonoxynol 9 gelesen hab, macht etwas nachdenklich aber schwer einschätzbar.
      LG.
      Bernd
    • Betaisadona ist super zum Desinfizieren, da es zu weniger Reizungen führt. Bei Fischverletzungen oder frischen Schittflächen bei Korallen würde ich immer diese Rezeptur nehmen. Eine spermizide Verbindung direkt ins Aquarium zu geben, würde ich nicht machen: Nonoxinol-9, auch wenn die Konzentration im Aquarium wohl keine negativen Erscheinungen geben wird - aber gemessen hat's glaube ich keiner.

      Für die Aufrechterhaltung der Iodkonzentration im Aquarium gibt es zwei Möglichkeiten:
      1. Iodid-Lösungen: gerade wenn man wenig oder gar nicht misst oder für Anfänger ist dieses Produkt anwendungssicher. Auch Nanoaquarien würde ich nur mit dieser Lösung versorgen. Die Iodidform wandelt sich nur sehr langsam zur Iodform, so dass es kaum zu Vergiftungen kommen kann - nicht einmal bei drastischer Überdosierung.
      2. Iod-Iodkalium-Lösung: ist sehr effektiv (meist in kleinen Flaschen), kann aber auch sehr schnell zur Überdosierung führen. Wichtig: es sollte kein Alkohl in der Lösung sein (die Apotheken-Lugolsche Lösung ist meist auf Alkoholbasis). Die Lösung ist ohne weiteres mit RO-Wasser verdünnbar. Iod ist zwar sehr flüchtig, im Wasser hält es sich länger. Das Gefäß sollte auf jeden Fall geschlossen sein. Die Lösung sollte dunkel oder in braunen Flaschen gelagert werden, weil es durch Sonnenlicht langsam an Wirkung verliert; bei Versuchen haben wir einen Verlust von ca. 10% pro Jahr gemessen.
      LG Burkhard
    • Hallo Burkhard,
      hallo Burkhart,
      hallo Dieter,
      hallo Klaus,
      hallo Forum,

      danke für die rege Diskussion zum Thema Jod.

      Dann bleibe ich jetzt erstmal bei meiner ein Tropfen Lösung alle 2 Tage für die Garnelen.

      Sehr interessant finde ich den Inhalt von Betaisadona, der nicht nur gutes beinhaltet sondern auch negatives.

      Zum Abschluss noch eine letzte Frage, sind Caulerpa oder Drahtalgen - Chaetomorpha linum eigentlich auch Verbraucher von Jod oder trifft das nur auf Braun- und Rot-Algen zu?

      Viele Grüße

      Klaus
      langsam ist sicher ;) + sicher ist schnell :thumbsup:
    • Hallo Klaus

      coffeebox schrieb:

      Sehr interessant finde ich den Inhalt von Betaisadona, der nicht nur gutes beinhaltet sondern auch negatives.
      Ist es wirklich negativ ?(

      Kann mir kaum vorstellen das A. Glaser etwas empfiehlt was negative Auswirkungen in unserem Aquarium hat. Und wie geschrieben benutze Betaisodona schon seit ewigen Zeiten ohne negative Begleitumstände.

      coffeebox schrieb:

      Zum Abschluss noch eine letzte Frage, sind Caulerpa oder Drahtalgen - Chaetomorpha linum eigentlich auch Verbraucher von Jod oder trifft das nur auf Braun- und Rot-Algen zu?
      Kann mir schon vorstellen das auch grüne Makroalgen von Jod profitieren und meinen Garnelen und Rotalgen tut es mit Sicherheit gut.

      Beste Grüße
      Harald : fisch :

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    • Hallo Harald,

      das blöde bei diesen Sachen ist ja, dass man in so komplexen Systemen wie unseren Riffbecken kaum Ursache und Wirkung einander zuordnen kann.
      Wenn man über Nonoxinol 9 nachliest,
      de.m.wikipedia.org/wiki/Nonoxinol_9
      ist das sicherlich nicht der Stoff, den man in einem Zuchtbecken haben will. Vor allem auch als Dauerzugabe. Vielleicht macht es in der Konzentration, die wir verwenden auch nichts. Sehr schwer einzuschätzen.
      LG.
      Bernd
    • coffeebox schrieb:

      Zum Abschluss noch eine letzte Frage, sind Caulerpa oder Drahtalgen - Chaetomorpha linum eigentlich auch Verbraucher von Jod oder trifft das nur auf Braun- und Rot-Algen zu?

      Viele Grüße

      Klaus
      Hallo Klaus, ich gehe mal davon aus, dass fast alle Algenarten von Jod abhängig sind, wie die meisten Lebewesen im MW. Ich prüfe, zerreibe Gewebe zwischen den Fingern und rieche daran, da kann man schon ziemlich genau feststellen, ob Jod enthalten ist.
      Gruß
      Burkhart
    • aquabernd666 schrieb:

      Hallo Harald,

      das blöde bei diesen Sachen ist ja, dass man in so komplexen Systemen wie unseren Riffbecken kaum Ursache und Wirkung einander zuordnen kann.
      Wenn man über Nonoxinol 9 nachliest,
      de.m.wikipedia.org/wiki/Nonoxinol_9
      ist das sicherlich nicht der Stoff, den man in einem Zuchtbecken haben will. Vor allem auch als Dauerzugabe. Vielleicht macht es in der Konzentration, die wir verwenden auch nichts. Sehr schwer einzuschätzen.
      LG.
      Bernd
      Hallo Bernd

      ist das vieleicht die Ursache, das ich einige Blindgänger in den Zuchtbecken schwimmen habe ? : gruebel : : gruebel : : gruebel :
      Gruß
      Ewald : :duck:
    • Ewald schrieb:

      aquabernd666 schrieb:

      Hallo Harald,

      das blöde bei diesen Sachen ist ja, dass man in so komplexen Systemen wie unseren Riffbecken kaum Ursache und Wirkung einander zuordnen kann.
      Wenn man über Nonoxinol 9 nachliest,
      de.m.wikipedia.org/wiki/Nonoxinol_9
      ist das sicherlich nicht der Stoff, den man in einem Zuchtbecken haben will. Vor allem auch als Dauerzugabe. Vielleicht macht es in der Konzentration, die wir verwenden auch nichts. Sehr schwer einzuschätzen.
      LG.
      Bernd
      Hallo Bernd
      ist das vieleicht die Ursache, das ich einige Blindgänger in den Zuchtbecken schwimmen habe ? : gruebel : : gruebel : : gruebel :
      Hallo Ewald,
      was da tatsächliche welche Auswirkungen hat, lässt sich ja garnicht feststellen.
      Ich glaub aber nicht, dass sich das Nonoxinol grundsätzlich auf die Fruchtbarkeit der Tiere auswirkt.
      Aber wenn es die Membranen der Spermien angreift, könnte das natürlich zu weniger befruchteten Eiern führen.
      Letzlich alles Spekulation. Ich werd jedenfalls in Becken mit Zuchttieren (und das sind bei mir alle) nach Alternativen suchen.
      LG.
      Bernd
    • Und damit es noch komplizierter wird: Betaisodona ist nicht gleich Betaisodona. Der Hauptwirkstoff ist Povidon-Iod also eine Mischung aus Iod-Iodkalium und Polyvinylpyrolidon (PVP). Also wenn Apotheken Betaisodona, dann nur Produkte, die keine weiteren Wirkstoff enthalten. Natronlauge, Ascorbinsäure u.ä. sind zu vernachlässigen. Oder gleich ein aquaristisches Produkt, in dem keine unnötigen Wirkstoff enthalten sind. Eine Liste der verwendeten Stoffe sollte aber auch hier zur Verfügung stehen.
      LG Burkhard