Ankündigung 56. Ostsee Exkursion 1.9.-3.9.

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    • 56. Ostsee Exkursion 1.9.-3.9.

      Hallo Foris und Schwarzleser,
      ich möchte Euch einen Termin ansagen, der am ersten Wochenende auf der Insel Poel statt findet. Und zwar von Freitag, den 1.9. bis Sonntag, dem 3.9. fahren einige Freunde und Bekannte unserer FG auf den Zeltplatz Timmendorf um sich da zum 56. mal einzufinden. Ursprünglich fand die Veranstaltung statt um mit magerem Budget und mangelnder Beschaffung von Tieren durch den Handel Seewasser Aquaristik betreiben zu können. Heimische Tiere unserer Küstengewässer hatten damals großes Gewicht in der aktiven Aquaristik gehabt. In den langen Jahren der FG kamen dann Tierfänge im Schwarzen Meer und der Adria hinzu, bis hier immer wieder Einschränkungen die Seewasser Aquaristik zum Erliegen zu bringen drohten. In der Folge organisierten sich die Meerwasseraquarianer und die Ostsee Exkursion ist als ein immer noch beliebtes Relikt übrig geblieben, nachdem sich die Voraussetzungen in der Meerwasser Aquaristik der Beitrittsländer entscheidend veränderten.
      Es ist eine wirklich schöne Veranstaltung, zu der Interessenten herzlich eingeladen sind, vorbeizuschauen und vielleicht mitzumachen?
      Ein kurzer Überblick was wir so vorhaben:
      Freitag Vormittag treffen wir uns in Rostock bei der Fa. Korallenwelt um uns die Produktion keramischer Riffkonstruktion anzuschauen. Torsten Luther ist einer der aktiven Gestalter die Ostsee Exkursion und ein exzellenter Koch, der uns mit seinem Können über das Wochenende glücklich machen wird. Am Freitag Nachmittag fahren wir dann nach Poel und bauen das Veranstaltungszelt auf um der Witterung nicht schutzlos ausgesetzt zu sein. (Platz für 40 Personen ist da erst mal) und da drin machen wir einige Vorträge und zeigen Bilder und Filme unseres Hobbys. Das Schwerpunktthema ist dieses Jahr "Neozoen" und da gibt es mittlerweile eine ganze Menge!
      Am Samstag Vormittag treffen wir uns um 10.00 Uhr am Zelt um in Richtung Strand zu wandern. Nach etwa 20 min sind wir am Hundestrand wo wir mit Keschern, Dredsche und anderen Fanggeräten durch das Seegras auf Tierfang gehen. Die Tiere werden am Strand gezählt, bestimmt und wer mag nimmt sich Tiere für zu Hause mit. Aber auch das Schnorcheln im Seegras vermittelt ungewohnte Eindrücke, die man sich als Anregung ein Aquarium zu gestalten mitnehmen kann. Ein besseres Vorbild als die Natur gibt es aus meiner Sicht kaum auch wenn die Umsetzung mitunter schwierig sein kann und auch heute noch, trotz besserer Technik und Wissen als unserer Vorgänger zur Verfügung steht, sein kann. Das kann ich Euch versichern: Man nehme und setze in Behälter funktioniert nicht so einfach!
      Sonnabend Nachmittag treffen wir uns wieder am Zelt, kochen gemeinsam unser Abendbrot und nutzen die Zeit um unsere Beziehungen zu streicheln und so gestaltet sich das ganze als eine lockere und unverkrampfte Veranstaltung, die in erster Linie Spass macht und neue Impulse zur Aquaristik vermittelt, auch wenn ein oder zwei Vorträge zu sehen sind.
      Am Sonntag Vormittag haben wir in der Vergangenheit einen kleinen Spaziergang veranstaltet, so eine Besichtigung der Steilklippe oder der Besuch der Vogelschutzinsel o.ä. Anbetracht des fortgeschrittenen Alters einiger Teilnehmer nehmen wir etwas mehr Rücksicht und so treffen wir uns wieder am Zelt um das Fachgesimple fortzusetzen und neue Pläne für das kommende Jahr zu schmieden. Zelt abbauen, noch mal schön essen gehen und dann steht schon wieder die Heimreise an...
      Ich werde mein Mikroskop mitnehmen, da ich immer auf Planktonfang gehe und eine kräftige Taschenlampe weil es auch im dunkeln im Wasser viel zu entdecken gibt.
      Also wer mal mit von der Partie sein möchte, ist hiermit herzlich eingeladen dabei zu sein. Unterkunft muss sich selbst beschafft werden, Fewo, Zelt, Wohnwagen- es ist alles möglich, auch kurzfristig. Da ich schon ein paar Tage eher da sein werde, hinterlasse ich an der Rezeption eine Möglichkeit sich mit mir in Verbindung zu setzen.
      Bis dahin Euch allen ein paar sonnige Tage und wer hat einen schönen Urlaub.
      LG Dietmar
      FG Meeresaquaristik Berlin-Brandenburg
    • Hallo Dietmar,

      wir werden dieses Jahr zum dritten Mal dabei sein! Ich kann nur jedem empfehlen, dran teilzunehmen :thumbsup:

      Wir sind schon ein paar Wochen auf der Suche nach einem Wohnwagen, heute hat's geklappt! Also diesmal nicht im Kofferraum vom Kombi schlafen :D

      Auf das Plankton fangen freue ich mich besonders, bisher war ich noch nicht dabei.
      Gruß, Robert
      __________________________________________________________________________
      I) 460l Miniriff
      Algenrefugium, 180W LED (DIY), Mondphasen- und Strömungssimulation, DIY-Wavebox, Balling, DIY-Aquariencomputer
      II) 240l Nord-/ Ostsee / Mittelmeer - Anemonenaquarium
      35g/l Salz, je nach Jahreszeit 10...20°C, gekühlt über Erdleitung, 30W LED
      III) 200l Nord-/ Ostsee - Röhrenmäuler
      60W LED, Wasserkreislauf verbunden mit II)
    • Hallo Ihr´s
      puh, ich hatte schon gedacht, dass es niemanden interessiert.
      Robert, ich freue mich schon Euch wieder zu sehen. Seid ihr schon ein paar Tage eher da? Ich habe dieses Jahr einen Wohnwagen der Dauercamper erwischt. Am besten man reserviert sich gleich bei der Abreise einen Bungalow oder eine Fewo auf der Anlage für das kommende Jahr.
      Übrigens leben die Brackwassercopepoden recht lange in der heimischen Zucht. Mal schauen, welche Art dieses Jahr dominant sein wird. Das hängt neben dem Einstrom aus der Nordsee viel vom Wetter ab.
      Bis dahin, Euch ein paar schöne Tage.
      @ Robert, wenn Du mit nach Rostock möchtest, sprechen wir uns ab, wann und wo wir uns treffen. Ich melde mich noch mal.
      LG Dietmar
      FG Meeresaquaristik Berlin-Brandenburg
    • Hallo Foris,
      noch mal ein kleines Update. Am Freitag treffen wir uns um 12.00 Uhr in Rostock bei der Fa. Korallenwelt. Torsten wird uns eine Stunde durch seine Firma führen und anschließend wird gegrillt. Es gibt fangfrische Lachsforelle aus der Ostsee. Sehr lecker!
      Am Nachmittag werden wir auf dem bekannten Standort auf Poel das Zelt aufbauen und dann gehts auch schon los. Bis dahin,
      LG Dietmar
      FG Meeresaquaristik Berlin-Brandenburg
    • Hallo Gemeinde,
      hier noch mal ein Beitrag aus dem Mikroskop Forum. mikroskopie-forum.de/index.php?topic=29512.0
      Auch wenn meine Ausrüstung bei weitem nicht an das ranreicht habe ich mein Mikroskop mit. Ich freue mich schon sehr und bin gespannt, was mir dieses Mal ins Netz geht. Appendicularia hatte ich auch schon erbeutet.
      LG Dietmar
      FG Meeresaquaristik Berlin-Brandenburg
    • Hallo Achim,
      vielen Dank. Ich freue mich sehr auf ein paar entspannte Tage.
      Torsten hat einige Studenten angesprochen zum Thema Neozoen in der Ostsee einen kurzen Vortrag zu halten. Da hat sich in den letzten Jahren eine Menge getan. Nicht nur bei den großen Tieren, vielmehr noch sind kleinste Tiere in Massen verschleppt worden. Ob sie sich dauerhaft etablieren, steht freilich in den Sternen.
      LG Dietmar
      FG Meeresaquaristik Berlin-Brandenburg
    • Hallo Dietmar,

      nein, wir kommen erst Freitagabend an. Da wir nun einen Wohnwagen haben, sind wir nicht mehr auf Reservierungen angewiesen :yahoo:
      Wir bleiben aber vermutlich bis Dienstag auf der Insel.

      Jetzt, zum Ende der Saison, sind scheinbar meine Seepferdchen tatsächlich trächtig. Logisch, wo die Garten-Planktonzucht schon stark zurückgegangen ist und ich in die Urlaub fahre ... Kann also nicht schaden, mit ordentlich Plankton nach Hause zu kommen ;)
      Gruß, Robert
      __________________________________________________________________________
      I) 460l Miniriff
      Algenrefugium, 180W LED (DIY), Mondphasen- und Strömungssimulation, DIY-Wavebox, Balling, DIY-Aquariencomputer
      II) 240l Nord-/ Ostsee / Mittelmeer - Anemonenaquarium
      35g/l Salz, je nach Jahreszeit 10...20°C, gekühlt über Erdleitung, 30W LED
      III) 200l Nord-/ Ostsee - Röhrenmäuler
      60W LED, Wasserkreislauf verbunden mit II)
    • Hallo Foris,
      die Ostsee Exkursion ist schon wieder Geschichte und die nächste geplant... Es waren wundervolle Tage mit Freunden, unerwarteten Fängen mit erfreulichen Ergebnissen und vieles mehr. Ganz besonderen Dank bin ich Torsten Luther verpflichtet, der wieder einmal mit großem Engagement beigetragen hat uns eine schöne Zeit zu bereiten.
      Leider habe ich mit meiner Hast schnell zur Ostsee zu fahren meinen Planktonkescher vergessen, Wasserwerte erst zu Hause bestimmen können und die Fotoausrüstung war auch nicht optimal. So müsst Ihr mit dem vorlieb nehmen was ich Euch hier anbiete.
      Ich denke am meisten hat sich Robert darüber gefreut, einige selten (und vor allem selbst) gefangene Tiere in Besitz zu nehmen. Doch dazu komme ich noch etwas später bei der Auswertung der Fangergebnisse. Wassertemperatur 18°C, Lufttemperatur 25°C und viel Sonne, wenig Wind; es waren ideale Voraussetzungen für einen Kurztrip auf die Insel Poel.
      Das Motto der OSEX stand unter dem Thema invasive Arten; eine Zusammenfassung möchte ich Euch hier zur Verfügung stellen:

      Kurzvortrag Thema: Invasoren, Aliens, Einwanderer, Neozoen, Neophyten

      Die Ostsee ist als Arten armes Gewässer mit teilweise hohen Abundanzen bekannt. Spezielle Bedingungen erfordern von den sich etablierenden Organismen eine hohe Anpassungsfähigkeit hinsichtlich Temperatur- und Salzdichtegradienten und chemischer Parameter. Zudem findet ein stetiger Wandel der Arten ab.
      Die ersten Beobachtungen zu Vorkommen wurden ab dem Jahr 1500 gemacht. Diese Beobachtungen wurden bis in jüngster Vergangenheit von emotional geprägter Wahrnehmung beeinflusst. Erst in den letzten Jahren besteht zunehmendes Interesse an dem Artenspektrum der Binnen-, Nordsee- und Ostseegewässern.
      Auf Grund des weltweiten Rückgangs der Diversität hat die BRD 1993 ein „Übereinkommen zur Biologischen Vielfalt“ (Diversitätskonvention) ratifiziert. Ungeklärt trotz verschiedenster Erfassungen seit dem 18. Jahrhundert ist das genaue Ausmaß der Vorkommen. Mit dem Stand Februar 2011 sind 77 Arten des Makrozoobenthos benannt. In der Deutschen Nordsee und in den Brackwassergewässergebieten wurden bis jetzt 33 gebietsfremde Arten erfasst, davon 15 Arten in der Ostsee. Der größte Anteil mit etwa 3% der Vorkommen stammt aus dem kaspischen Bereich. Schwierig ist die Unterscheidung bzw. Differenzierung durch die ungewisse Klassifizierung und Erfassung der Lebensräume und der Unterscheidung zwischen natürlich vokommenden und durch menschliche Aktivität eingebrachter Organismen (Scheindiversität).

      Herkunft, Verbreitung

      Die sich etablierenden Arten sind geprägt durch vergleichbare Umweltbedingungen und der sehr guten Anpassungsfähigkeit an wechselne Umweltbedingungen. Im Vorteil sind die Organismen mit sehr großer Toleranz an physikalische und chemische Ausgangsbedingungen; sie sind für andere Arten ausgesprochen konkurrenzstark. Dabei genügt schon ein einziger Umweltfaktor um einer Art die Ausbreitung nicht zu ermöglichen. Unterschiedlichste Faktoren der Einschleppung sorgen für ständigen Nachschub. So durch die Schifffahrt, bei der täglich 2,7 Mio Tonnen Ballastwasser Austausch stattfindet- mit steigender Tendenz. Meist erfolgt eine schnelle Eliminierung durch ungünstige Umweltbedingungen. In der Deutschen Ostsee ist die Einschleppung durch Schiffe eher unbedetend.
      Nur in Ausnahmefällen ist eine lokale Bekämpfung erfolgreich gewesen. Meistens wird die Ausbreitung der Arten im allgemeinen toleriert, besonders bei Fischen. Der Status der Bewertung aquatischer Neobionten ist allerdings noch ausstehend.
      Die faunistische Erfassung der Organismen erfolgt in Datenbanken. Einige Dokumentationen reichen bis ins Jahr 1794 zurück, allerdings werden sie nicht berücksichtigt, da Angaben zu Fundorten und Naturräumen fehlen. Ein erster wissenschaftlicher Erkenntnisgewinn wird auf die Jahre 1860-1870 durch Heinrich Lenz datiert. Diese Untersuchungen bilden heute eine Referenz für nachfolgende Untersuchungen. Ab 1888 erfolgte erstmalig eine Checkliste der Wirbellosen in der Wismarbucht durch Maximilian Braun. Es wurden 55 Taxa publiziert. Nachfolgende Forschungen anderer Gewässer (Bodden) sind auf 16 Taxa beschränkt. Es handelt sich hier in erster Linie um Fischnährtiere. Ab 1928 erfolgte ein allmählicher Wechsel von Fischerei motivierten zu benthos- ökologischen Studien. Eine neue Periode intensiver faunistischer Untersuchungen erfolgte ab 1950-1960; es wurden 80 Taxa registriert. Ab 1970-1980 erfolgte eine sehr starke Zunahme meeresbiologischer Studien (Greifswald, Rostock). In dieser Zeit entstanden wichtige Bestimmungsschlüssel 1980-1989.

      Material und Methoden

      Die Untersuchungen erfolgen in festgelegten Naturraum Einheiten. In der Datenbank zur Erfassung der Taxa sind 26 Schlüsselbegriffe vorhanden. Die meisten Daten stammen aus der Mecklenburger Bucht. Ein Vergleich zur Datenmenge: Die Anzahl der Daten 1961-1980: 6842; 1981-2001: 31400 Zum Stand 2001 sind 385 Taxa bekannt (Meckelnburger Bucht). In der Kieler Bucht sind 719 Taxa bekannt, in der Wismarbucht immerhin 179 Taxa. Rainer berichtete von einer Führung durch einen Meeresbiologen die am Wochenende statt fand. Hier wurde explizit auf zwei neue Tierarten hingewiesen: Die Vierkantktabbe Hemigrapsus sp.? Und die Blasenschnecke Physa fontinalis (Linnaeus, 1758)? Leider wurden die wissenschaftlichen Benennungen falsch wiedergegeben daher die Fragezeichen hinter den Artnamen.

      Weitere Informationen zu invasiven Arten findet Ihr hier: www.aquatic-aliens.de
      LG Dietmar
      FG Meeresaquaristik Berlin-Brandenburg
    • Hallo Dietmar

      Vielen Dank für diesen Kurzvortrag.

      Interessant zu lesen. Ich hoffe es kommt noch etwas dazu. Dafür schon einmal : danke : im Voraus.
      Beste Grüße
      Harald

      Marine Nachzucht ist eine Chance, wenn man den Mut aufbringt sie zu nutzen.
      Ich entscheide mich für den Mut.


      Mein Hippocampus reidi Würfel und hier die Vorgeschichte dazu.
    • Selbstverständlich Harald,
      hier nun einige Bilder, deren Qualität leider meiner nicht so guten Ausrüstung einiges zu wünschen übrig lässt. Tut mir sehr leid und ich hoffe, Robert wird uns in nächster Zeit noch mit tollen Aufnahmen erfreuen, wenn die Tiere in seinem Aquarium sind. Ein Blick in die Landschaft so wie ihn die Urlauber sehen, die oft gar nicht wissen, mit wem und mit was sie in dieser Badewanne sind.
      ig-meeresaquaristik.de/index.p…f75cd192307a3fa51d4e3c4c1
      Als erstes möchte ich Euch zeigen, was an Tieren normalerweise in einem Büschel Blasentang herumwuselt. Etwa eine Handvoll habe ich an der Mole in Timmendorf in einer Schüssel geschüttelt. Diese Tierdichte zeugt von guten Nahrungsbedingungen und natürlich bleibt der Tang nahezu frei von aufsitzenden Algen.
      Das zweite Bild zeigt ein Seegrasblatt, welches von Algen besiedelt wird und was passiert wenn die kleinen Tierchen fehlen. Das Seegrasblatt war angespült und ich wollte eigentlich nur die Rotalge bestimmen. Dazu sind Betrachtungen mit dem Mikroskop unerlässlich weil sich viele Arten doch sehr stark ähneln. Es dürfte sich hier um Polysiphonia elongata handeln. Auf einem anderen Seegrasblatt fand ich eine Kolonie Moostierchen. Leider sind die Polypen nicht "ausgefahren". Aber im Internet wird man auf jeden Fall fündig, falls man das sehen möchte.
      Ingesamt waren sehr schöne Seegrasflächen bewachsen, an der Mole im Hafen wuchs der Blasentang in großen Mengen, einige Enteromorpha waren zu sehen, relativ viel Cheatomorpha, allerdings nicht als Seebälle wie man sie oft findet. Neophyten waren soweit ich sehen konnte noch nicht dabei. Allerdings war der Bereich relativ klein, den ich absuchte. Und unter Wasser habe ich nicht gesucht.
      FG Meeresaquaristik Berlin-Brandenburg
    • Dieses Jahr hatten wir unsere Fangausrüstung neu aufgebaut. Sozusagen eine jungfräuliche Dredsche und neue Fangleinen kamen zum Einsatz. Und das mit einem Erfolg, den wir lange nicht mehr hatten. So gingen gleich beim ersten Mal eine enorme Menge an Garnelen ins Netz. Vorwiegend Palaemon elegans, die mit einer phantastischen Zeichnung ein Schmuck für jedes Aquarium sind. Es waren überwiegend adulte Tiere, viele davon trächtig. Crangon waren wenig im Vergleich zu den vergangenen Jahren und einige wenige Palaemon squilla. Viele Strandkrabben gab es dieses Jahr auch, die durch ein Tier in der Ostsee vermehrt wurden. Robert hat seine zu groß gewordene in die Ostsee entlassen. Seestichlinge waren häufig, Dreistachlige Stichlinge selten und der Neunstachlige Stichling fehlte. Bei den Plattfischen konnten wir eine Flunder fangen, aber die sind ja nicht so sehr im Seegras zu finden. Ein Glücksfang sozusagen. Und wo ich schon bei Glücksfängen bin, 3 Klippenbarsche, 2 Aalmuttern und ein Skorpionsfisch gingen dieses Mal ins Netz. Bei den Klippenbarschen war die Freude besonders groß, denn die gehen sehr selten ins Netz. 1984, 1992 und 2017 ist das gelungen! Robert wird damit viel Freude haben, wobei die Barsche leider nicht zusammen haltbar sind. Quallen waren dieses Jahr keine zu sehen (zumindest nicht auf Poel).
      LG Dietmar
      FG Meeresaquaristik Berlin-Brandenburg
    • So noch ein paar Bilder:
      Torsten hat die Unterschiede der Seenadelarten genau erklärt und anhand der Körperzeichnung können die drei Arten die auf Poel zu finden sind gut unterschieden werden, wie man es auf dem Bild gut sehen kann. Nun muss es noch gelingen einen reproduzierbaren Weg der Seegraskultur zu finden. Licht, Licht, Licht fällt mir da ein, hatte Klaus Bischoff mal erwähnt. Aber es gehört noch mehr dazu; der richtige Besatz ist einer der vielen Punkte. Damit meine ich nicht die Fische sondern das Kleingetier, was sich in den Seegräsern etabliert und den Aufwuchs im Zaum hält.
      Bei den Seehasen sind es nur die Jungtiere die man im Seegras finden wird. Sie haben eine Größe von 1 cm und wandern später in tiefere Zonen ab.
      LG Dietmar
      PS. habe noch eine Statistik angehangen.
      FG Meeresaquaristik Berlin-Brandenburg
    • Hallo Dietmar,

      wie verhält es sich denn mit der Seegraswurzel und der Bodengrunddichte in einem Aquarium?
      Wäre gröberer Sand da eventuell förderlicher in Bezug auf die Sauerstoffverfügbarkeit der Wurzeln?
      Man müsste mal den Sand an einer Seegraswiese wegwedeln und schauen, ob das Wurzelwerk nur in hellen Sandbereichen fußt, oder ob
      es auch die anoxisch-schwarzen Stellen verträgt? :search:
      Bei mir war es damals schnell müffelig mit original Ostseesand. Einschränkend wäre natürlich zu sagen, das viel gefüttert wurde.



      Lieben Gruß :)
      Edwin