Nachzucht von Thor amboinensis

    Aus Gründen der Höflichkeit bitten wir das Geschriebene mit seinem Vornamen zu kennzeichnen. Danke, das Team der IG.

    • Die kleinen Thor sehen mittlerweile richtig aus wie die alten, nur in einer XXS-Version.


      Rechts ganz frisch umgewandelt, wobei es sein könnte, dass das sowas wie eine Postlarve ist, also ein Zwischending zwischen Larve und richtig fertiger Garnele, bei Krabben gibt es sowas häufiger. Leider gibt es für die Thor nichts, was das Larvenstadium in allen Stadien zeigt, zumindest nichts freizugängliches. Links sitzt schon eines der ganz fertigen Thorgarnelchen.

      Drei nebeneinander, wobei das ganz linke gerade "Verdauung" hatte , das erkennt man am gespreitzen Schwanzfächer und dem kleinen Fädchen, das davonschwimmt.


      Links eine Larve aus dem 2. Wurf, sie ist heute 1 Tage alt, rechts in unscharf eine, die heute 25 Tage alt ist.


      Larve und ein "Ghostshrimp", mittlerweile sind von den großen Larven die alten Klamöttchen so groß (und dick), dass sie nicht direkt sofort zerfallen.

      Nachher wird der Kreisel wieder gereinigt :P Und diesmal auch die innere Scheibe des Aquariums, in dem er steht!

      Die Larven bekommen mittlerweile nur noch 2 Tage alte Nauplien, die mit Inve gefüttert wurden.
      Viele Grüße,
      Steffi :Krabbe:
      Steffis Nanos
    • Moin Thomas,
      die sind ca. 5mm groß. Die Larven vorher sind etwas länger, aber das ist ja meistens so, dass -zumindest Krebstiere- nach der Umwandlung etwas schrumpfen.


      Heute früh im absolut versifften Kreisel, ich störe beim Umwandeln nicht so gerne. Aber heute war dann Großreinemachen! Die Cynaos aus den Ritzen bekomme ich da nicht raus, aber die haben bisher nie gestört.


      Die Ausbeute im Pippi-Becher :D Insgesamt waren es 34 oder 35 Garnelchen.


      Im neuen Zuhause, einer kleinen Breedingbox im Nano. Dort drin haben sie eine Rotalge zum bekrabbeln.
      Viele Grüße,
      Steffi :Krabbe:
      Steffis Nanos
    • Der Kreisel hat einen Durchmesser von 16cm und ist 13cm tief (war ein Restabschnitt). Das war mein erster Acryl-Selbstbau und die beste Idee ever. Die Strömung stelle ich so ein, dass die Larven in der Schwebe bleiben. Dazu muss man mit der Zeit die Luftzufuhr etwas erhöhen. Die größeren Larven setzen sich dann doch mal am Boden ab -> keine gute Idee. Den fertigen Garnelen ist das schnuppe, die setzen sich einfach, am liebsten direkt an die Verklebung, da ist am wenigsten Strömung.
      Viele Grüße,
      Steffi :Krabbe:
      Steffis Nanos
    • Steffi schrieb:

      Der Kreisel hat einen Durchmesser von 16cm und ist 13cm tief
      Bin erstaunt, wusste nicht dass so kleine Kreisel auch gehen.
      Bin mir schon lange am überlegen wie ich einen effizienten Kreisel bauen könnte. Wenn das auch mit so kleinen Dimensionen geht ist das super, da bekomme ich eher die Materialien hier.
      Ich hatte schon ein paar mal Gelege ( Bathygobius andrei) und irgendwelche frei schwimmenden Larven, könnten von den Schildbäuchen gewesen sein, da habe ich auch schon Eier gesehen, die würde ich gerne versuchen groß zu ziehen, es gibt hier in Ecuador nämlich tatsächlich an die 100 Meerwasseraquarianer, vielleicht hat dann einer Interesse. :D
      Was nicht ganz klar ist warum die Kreisel in einem Aquarium stehen und hat vielleicht jemand einen Bauplan/Skizze für Kreisel?

      VG
      Peter
    • Moin Peter,
      Kreisel gehen auch noch kleiner :D Für kleine friedliche Larven wie die von den Thor reicht auch ein 1-kg-Heringseimerchen ;) Da muss man allerdings alle 2 Tage einen fast 100% Wasserwechsel machen.

      Etwas größere Kreisel gingen dann mit den Haribo-Dosen. Die habe ich mit viel Silikon auf Glasscheiben geklebt. Diese recht wabbeligen Kreisel (Kunststoff (PP) mit Glas verkleben ist einfach doof) brauchten die Unterstützung von Wasser außenherum.
      Acrylkreisel sind sehr stabil. Für die Samtkrabbenlarven hatte ich sie in der Küche auch als "stand alone" stehen, aber im Wohnzimmer stehen die Thorlarven im Regal über Laminat und da ist mir das Aquarium drumherum lieber, außerdem kann ich so die Heizung im Kreisel vermeiden, denn an allem was im Kreisel ist, können Larven potentiell hängenbleiben.

      Eine andere Möglichkeit ist, hinten im Kreisel noch ein Sieb einzubauen, wenn der Kreisel in einem Aquarium steht, wechselt sich das Wasser mit dem umgebenden Aquarium ständig. Man muss dann nur noch mit dem umgebenden Aquarium das Wasser wechseln. Hatte ich auch mal, das Ergebnis war, Brachionus und Nauplien haben sich vertschüsst und sind im Aquarium umhergepaddelt und die Thorlarven im Kreisel haben am Hungertuch genagt. Feineres Sieb brachte auch nicht die Lösung, das war dann schneller zu als man gucken konnte. Die Thorlarven sind recht unempfindliche Larven solange sie schwimmen. Deswegen jetzt geschlossener Kreisel mit Wasserwechsel. Dabei putze ich jetzt alle 3 Tage den Kreisel mit einem Schwamm, das neue Wasser kommt aus dem Nanoaquarium, dort wird dann mit frischem Wasser nachgefüllt.

      Die Größe des Kreisels kann man nach Belieben ausführen. Für größere Kreisel würde ich dann mehrere Öffnungen für die Luftzufuhr einbauen. Die Löcher für die Luftzufuhr bohre ich immer bei 4 oder 8 Uhr. Das Röhrchen für die Luft sollte nicht so weit reingehen wie suf den Fotos. Das Röhrchen ist mit dem Acrylkleber noch weiter reingerutscht und war dann schon bombenfest, als ich das gesehen hatte. Mit dem Dremel komme ich auch nicht mehr in den Kreisel hinein :/ Egal, es funktioniert aber noch.

      Ich habe noch zwei Fotos angehängt, ganz aktuell.
      Bilder
      • 20210918_095842.jpg

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      • 20210918_100005.jpg

        3,27 MB, 3.264×2.448, 21 mal angesehen
      Viele Grüße,
      Steffi :Krabbe:
      Steffis Nanos
    • Gestern habe ich den Kreisel aufgelöst, weitere 15 Thörchen sind in die Breedingbox umgezogen (das war der zweite Wurf). Alle Thörchen zusammen sitzen jetzt in der großen 2,3-Liter-Breedingbox und die hängt im Algenaquarium (ein- und ausbruchssicher). Einbruchssicher wegen der Palaemon, die hätten zu gerne nachgeschaut, wer da drin wohnt :S

      Jetzt sind im Nachzucht-Aquarium erst mal wieder die Blauaugen am Zug. 4 Wochen bekommen sie für die Eiablage.
      Viele Grüße,
      Steffi :Krabbe:
      Steffis Nanos