mancave-reef

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    Aus Gründen der Höflichkeit bitten wir das Geschriebene mit seinem Vornamen zu kennzeichnen. Danke, das Team der IG.

    • hallo forum,

      möchte mich gerne mal vorstellen nachdem ich den weg hierher gefunden habe.

      ich heisse sven, komme aus dem raum heidelberg und betreibe das hobby mittlerweile seit 12 jahren...

      mein aktuelles becken: 150x100x60; beleuchtet mit 4x ati straton. gestartet am 4.7.21. steht also noch nicht so lange, hat aber dafür schon einiges an problemchen gemacht...

      LG, Sven :dance:
    • hallo achim,

      fast richtig. die grundfläche ist relativ groß. weil ich mit der großen tiefe gestalterisch schön spielen konnte,habe ich eine zentrale sandfläche im inneren, die vom riff umschlossen ist. außen rum ist bare bottom. das soll mal alles von krusten, lps und montis zugewachsen werden.

      hier sieht man das beim start des beckens ganz gut, wie der aufbau ist:

      LG, Sven :dance:
    • hi,

      gerne schreib ich was zu meinen plagen... das meiste ist schon geschichte. war halt fordernd, weil alles irgendwie zusammen kam. und ein paar sind noch ungelöst bzw. in Arbeit.

      wie gesagt, ich mach das eigentlich schon recht lang. die auftretenden probleme hatte ich fast alle schon früher mal, aber nie alle zusammen fast zeitgleich in einem becken.

      ich hab das salzige "klassisch" als berliner system kennen gelernt und auch immer so gefahren. 100% ls, as, balling mit wasserwechsel, fischbesatz und gut war. nährstoffe waren meist im grade nachweisbaren bereich, aber korallen standen gut nachdem die becken eingefahren waren.
      im letzten becken, welches wegen haus-sanierung ein provisorium war, hat das nicht so funktioniert und ich habe erstmals mit einem versorgungssystem arbeien müssen. das hat ganz gut geholfen.

      jetzt mit dem neuen becken war alles anders.
      alleine der umstand, dass 100% ls nicht mehr machbar waren (teils preis, teils erhältliche qualität) verändert natürlich alles.von ca 55kg gestein, sind maximal 5 kg ls. der rest sind totgestein und künstliches.
      der zweite neue umstand war der einsatz einer reinen led-beleuchtung. bisher habe ich erfahrungen mit hqi und t5 und t5 + led. aber rein led ist für mich noch ein thema mit fragezeichen.

      da ich im prinzip tot gestartet habe, wusste ich, das nährstoffe ein thema sein würden. sangokai habe ich fest eingeplant. aber dennoch hatte ich hier massiv probleme.

      zu den auftretenden phasen/plagen:

      kieselalgen -- normal und von kurzer dauer; von tag 7 bis tag 10 --> erledigt

      fadenalgen -- normaler ausbruch, hilet sich aber lang und hartnäckig --> erledigt

      cyanos -- ausergewöhnlich starker befall; vorwiegend auf der künstlichen deko! ls und totes riffgestein nicht betroffen. sandzone stark betroffen mitlerweile wird das besser. nur noch wenige stellen, aber ein thema bei dem man dran bleiben muss. --> noch nicht ausgestanden. hier ist wirklich geduld der schlüssel. richtig besser wurde es erst, als po4 so ab 0,05 meßbar war.

      pünktchen -- das erste mal in 12 jahren überhaupt dass ich pünktchen hatte. eingeschleppt durch einen neuzugang trotz uv. geholfen hat der einsatz von protomor. allerdings waren zwei behandlungszyklen notwendig --> erledigt

      phenganax parrini -- eingeschleppt duch einen alten ls. aus dem vorherigen provisorischen becken. dort war das massiv. ich dachte zwar, ich hätte nur "saubere" steine übernommen, aber dem war wohl nicht so. den befallenen stein habe ich dann endgültig entsorgt und seit dem (ist schon paar wochen/monate her) nix mehr gesehen. --> erledigt

      nährstofflimitierung -- mir war klar, dass ich bei tot gestartetem becken hinterher sein würde. aber das ausmaß habe ich unterschätzt. mit sangokat START angefangen und nach zwei Wochen auf BASIC gewechselt. Danach noch START weiter dosiert. NO3 und PO4 dennoch immer an der Nachweisgrenze. dann zusätzlich PO4 plus dosiert. irgendwann wurde es dann richtig spooky, weil sich an den werten nix änderte (trotz gutem fischbesatz und großzügiger fütterung). als sich bei den korallen dann anfing eine nährstofflimitierung auszubilden, habe ich nochmal ordentlich fisch nachbesetzt in form eines diodon holocanthus (der auch die pünktchen mitgebracht hat). mittlerweile muss ich ansteigende po4 und no3 werte beobachten und dezent gegensteuern. aktuelle werte die ich gerne noch etwas senken möchte: no3=5, po4 0,1. --> erledigt zielwert ist no3 < 5 und PO4 0,05.

      dinoflagellaten -- im zusammenspiel mit den anfangs niedrigen nährstoffwerten und der neuen led-beleuchtung, kam es zu einem mäßigen dino-befall. das wiederum hatte ich eigentlich in fast allen meinen becken in der anfangsphase. mittlerweile bin ich der festen überzeugung, dass auslöser dafür immer die kombination niedrige bis kaum verfügbare nährstoffe und hohe beleuchtungstärke ist. ich halte dinos nicht für klassische erstbesiedler wie cyanos, auch wenn sie zumeist in den anfangsstadien der aquarien auftreten (so bei mir). sondern für ausgestossene zooxanthellen aus den gestressten korallen... wenig nahrung aber viel licht.
      helfen tut hier außer absaugen die beleuchtung etwas (!) reduzieren, absaugen und die dichte erhöhen. nach einer woche war das thema beendet --> erledigt

      bryopsis -- den mist habe ich mir entweder über frisches ls eingeschleppt, oder ich hatte irgendwo einen kleinen rest auf meinem alten ls. hatte das vor jahren mal und da erfolgreich mit der erhöhung von mg bekämpft. in em becken ist der mg dann aber nie wieder unter 1500 gefallen. jetzt aktuell haben sie leider schon gestreut. ein eingesetzer seehase hat sich über größten flächen hergemacht und auch sonst ordentlich gearbeitet. nur in die oberen etagen ging er nicht so gerne. leider hat er eine unheimliche begegnung mit einer strömungspumpe gehabt. hätte nicht gedacht, dass er da rankommt. habe zwischenzeitlich mg wieder angehoben. aber einen seehasen werde ich mir vermutlich wieder zulegen. das beste was es gegen algen gibt. --> problem noch nicht ausgestanden. hier gerne ein paar tips. ich hääte sie lieber heute als morgen los und möchte das auch nicht mehr latent im becken haben.

      glasrosen -- wer hat die nicht. früher half eine tangfeile. meine heutige schafft das nicht alleine. ich habe mit einempäärchen parachaeton occelaris aufgestockt... die schaffen das aktuell auch noch nicht. sind wohl noch zu klein bzw. meine glasrosen zu groß. dafür gehen sie an die polypen meiner sps...
      ich habe noch ein kleines nano in dem ich schnecken züchten wollte; hier wachsen ebenfalls glasrosen wie blöd. aber die sind kleiner. ich hab mal den völlig bewachsenen heizstab ins große becken gehängt. da sind die falter dann dran gegangen. innerhalb eine tages alles weggeputzt. in der zeit haben sie die korallen auch in ruhe gelassen. jetzt züchte ich im nano halt auch glasrosen und setzen den faltern alle zwei tage einen frischen stein vor die nase... --> lösbares problem; die großen gr muss ich halt wegspritzen. hoffe die falter gehen noch besser an ersatzfutter. artemia geht so grade. den rest schauen sie interessiert an, beissen rein und spuckens wieder aus.

      rtn -- ich hatte das immer mal, das sich frische ableger mal aufgelöst haben. also auch früher schon. das kennt glaube ich jeder. je kleiner und frischer der schnipsel, desto häher die wahrscheinlichkeit eines verlustes.
      deshalb kaufe ich eigentlich eher größere ableger und vor allem nur mit fußscheibe. im neuen becken ist es mir aber zu arg und da betraf es auch welche mit fußscheibe. da habe ich bisher 5 tiere verloren.
      bei einer größeren millepora hat es vor ein paar tagen auch angefangen. ich konnte noch vier ableger schneiden... was mich hier stutzig macht: das ist jetzt über eine woche her, und sogar der beschnittenen mutterstock ist noch da. bei rtn wäre das nicht der fall. ist vielleicht daher was anderes. im nachbarforum geht gerade eine thema mit ablegersteinen von indonesichen exporten. dem werde ich mal nachgehen. von der beschreibung her passt das so halbwegs --> warum hier rtn so gehäuft auftritt und was mit der millepora los ist (rtn oder was anderes) weiss ich noch nicht..

      so, mein leidensweg bisher... 10 plagen in 5 monaten. zum glück kannte ich das meiste und wusste wie damit umzugehen ist. dennoch bedeutet das so im schnitt ein bis zwei stunden pflegeaufwand am tag. ganz schön viel für den moment.
      LG, Sven :dance:
    • Jackrum schrieb:

      glasrosen -- wer hat die nicht
      Ich ;)

      Bevor mein Becken untergegangen ist hat ich jahrelang Ruhe.
      Ich hatte allerdings auch einen Chaetodon kleinii im Becken; der hat die restlos platt gemacht, so dass sie nie wieder gekommen sind.
      "Reefsave" war meiner allerdings nicht; Krustenanemonen u.ä. und anschließend einige LPS hatte der zum Fressen gerne :dash: .
      Da gibt's aber glaube ich echte Individualisten; ich scheue mich da, pauschale Aussagen zu treffen.

      Danke für deinen ausführlichen Plagen-Bericht; da kann sicherlich der ein oder andere Leser profitieren.

      Das mit der "Sandinsel" ist eine coole Idee. Bin mal gespannt, ob das mit dem "Zuwachsen" so klappt wie du dir das erhoffst.
      Wir können den Wind nicht ändern, aber die Segel anders setzen! (Aristoteles)
      -------------------
      Salzige Grüße
      Achim
    • amcc schrieb:

      Jackrum schrieb:

      glasrosen -- wer hat die nicht
      Ich ;)
      Bevor mein Becken untergegangen ist hat ich jahrelang Ruhe.
      Ich hatte allerdings auch einen Chaetodon kleinii im Becken; der hat die restlos platt gemacht, so dass sie nie wieder gekommen sind.
      "Reefsave" war meiner allerdings nicht; Krustenanemonen u.ä. und anschließend einige LPS hatte der zum Fressen gerne :dash: .
      Da gibt's aber glaube ich echte Individualisten; ich scheue mich da, pauschale Aussagen zu treffen.

      Danke für deinen ausführlichen Plagen-Bericht; da kann sicherlich der ein oder andere Leser profitieren.

      Das mit der "Sandinsel" ist eine coole Idee. Bin mal gespannt, ob das mit dem "Zuwachsen" so klappt wie du dir das erhoffst.

      mit nem chaetodon kleinii zählts nicht :D
      aber ja, wer zuverlässige gr-fresser hat, ist praktisch frei. aber irgendwo gibt es die viecher halt doch.

      bei den faltern gibt es halt solche und solche. ich konnte bei meinen kleinen zumindest gut beobachten, dass sie überhaupt drangehen. das ist schon mal gut. das mit dem reefsafe... naja, wenn die korallen nicht so sehr drunter leiden ist das ok. das muss ich jetzt noch beobachten. die hoffnung ist, dass sich das thema erledigt, wenn sie größer sind und hoffentlich auch ersatzfutter nehmen.
      LG, Sven :dance:
    • Hallo Sven

      Wow, da hast du ja wirklich nichts ausgelassen was Plagen angeht. Manch einer hätte da sicher das Handtuch geschmissen. Aber gut das du es aufgeschrieben hast, für den ein oder anderen sicher interessant zu lesen bzw. vielleicht sogar profitiert.

      Jackrum schrieb:

      warum hier rtn so gehäuft auftritt und was mit der millepora los ist (rtn oder was anderes) weiss ich noch nicht.
      Das würde mich auch sehr interessieren da ich auch schon mal so etwas in der Art hatte. Weiß aber auch nicht ob es RTN war, oder doch? Zumindest war es sehr schleimig. Die Gorgonie konnte nur durch abschneiden gerettet werden.

      Beste Grüße
      Harald
    • hallo harald,

      auf deinem bild sieht mir das nicht nach rtn aus. tatsächlich eher nach bakterienmatte. habe bei cyanos schon so richtig feste filzige matten erlebt. kannst das mikroskopieren?

      bei dem thema mit dem absterben der korallen im nachbarforum geht es ausschließlich um sps. hauptsächlich acroporen. die korallen sterben von unten her ab. teilweise auch die geschnittenen ableger.
      mögliche ursache sind wohl die ablegersteine bzw der zement aus dem die gemacht wurden. wenn man die steine von unten anschaut, würde man das schwarze, blaue und grüne einschlüsse sehen... ich schau heute abend bei meinen kandidaten mal nach und mach ggf bilder
      LG, Sven :dance:
    • Hallo Sven

      Jackrum schrieb:

      Auf deinem bild sieht mir das nicht nach rtn aus. tatsächlich eher nach bakterienmatte. habe bei cyanos schon so richtig feste filzige matten erlebt. kannst das mikroskopieren?
      Wie geschrieben, was es war weiß ich nicht. War aber äußerst aggressiv. Mikroskopiert hatte ich es nicht, das Bild ist auch schon ein paar Jahre her.
      Beste Grüße
      Harald