Lysmata amboinensis

    Aus Gründen der Höflichkeit bitten wir das Geschriebene mit seinem Vornamen zu kennzeichnen. Danke, das Team der IG.

    • Helmut schrieb:

      Ja, L. amboinensis!
      Hallo Horst,

      auf meine Fragen bist du leider nicht eingegangen. Deine Haltungsbeschreibung wäre ein interessanter Tipp für andere Aquarianer, die es mal mit mehr als zwei überlebenden L.amboinensis versuchen wollen. Denke deine 4 Tiere sind 2xPärchen geworden und leben bei 750 Litern räumlich getrennt mit ausreichend Versteckmöglichkeiten?

      Da ich bisher keine wirklichen Beweise für ein friedliches dauerhaftes Zusammenleben von mehr als 2 adulten L.amoinensis und schon gar keinen Nachweis für Putzerstationen dieser Garnelen mit mehr als zwei Tieren finden konnte, bleibe ich erst mal bei dem was wir aktuell in Erfahrung bringen konnten.

      Dann wünsche ich dir noch viel Freude mit deinen Shrimps.

      lg von Siglinde
      Erfahrung ist wie eine Laterne am Rücken,
      sie beleuchtet nur den Teil des Weges, der schon hinter uns liegt. (Konfuzius)

    • Muelly schrieb:

      Hallo Horst,

      auf meine Fragen bist du leider nicht eingegangen.
      Hallo Siglinde, entschuldige , völlig vergessen, tut mir leid.
      Nun all zu viel kann ich da auch nicht so detailliert Berichten, da ich sie nicht so intensiv Beobachtet habe. Die Haltungsbedingungen siehst du ja in meinen Beitrag zum 750L Becken, meistens halten sie sich auf der rechten Seite auf. Anzicken tun sie sich meist nur wenn es Futter gibt, da ich das meiste immer in Richtung Aale gebe sind hier auch alle Garnelen irgendwann zu finden. Sind dann aber mehr mit fressen beschäftigt als mit kämpfen. Auch sehe ich fast durchgängig immer mindestens zwei die die Larven tragen, ob es immer die gleichen sind keine Ahnung.Werde bei Gelegenheit mal genauer Beobachten, aber im Moment ist es Zeitlich eher schlecht, ich müsste auch nochmal neue Fotos einstellen (vielleicht dann speziell mal die Garnelen), aber wie gesagt ..........
      nochmal Sorry Siglinde : rot werden :
    • Horst schrieb:

      ber im Moment ist es Zeitlich eher schlecht, ich müsste auch nochmal neue Fotos einstellen (vielleicht dann speziell mal die Garnelen),
      Hallo Horst,
      danke dir für die Info. Das eilt doch alles nicht!

      lg von Siglinde
      Erfahrung ist wie eine Laterne am Rücken,
      sie beleuchtet nur den Teil des Weges, der schon hinter uns liegt. (Konfuzius)

    • Hallo Helmut,
      ich habe aktuell Kontakt zum Taucher Alan Sutton mit eigener Webseite aus Tanzania, der Informationen aus der Literatur zusammenträgt und eigene Erfahrungen, Fotos und Videos postet.

      Zum Thema Lysmata amboinensis hier ein Teil übersetzt:

      Weißband Putzergarnelen (Lysmata amboinensis) werden meist ziemlich tief gesichtet, üblicherweise um die 20-Meter-Marke. Selten sieht man sie in tansanischen Gewässern flacher. Sie sind meist in einer großen Gruppe am Eingang zu einer kleinen Höhle anzutreffen. Die Mitglieder der Gruppe sind in der Regel zu zweit oder einzeln und halten Abstand zueinander.

      Obwohl es zwanzig bis dreißig Garnelen in der Gruppe sein können, sind sie meist 20 bis 30 cm voneinander entfernt. Gelegentlich sieht man nur ein Paar zusammen, aber häufiger gibt es eine Gruppe. Es gibt oft andere Garnelenarten mit ihnen und sie werden oft in Verbindung mit der Durban Tanzenden Garnele (Rhynchocinetes durbanensis) gesehen, mit der sie ziemlich friedlich zusammenzuleben scheinen.

      Lysmata amboinensis sind im gesamten Indo-Pazifik-Gebiet verbreitet. Sie kommen von Südafrika entlang der ostafrikanischen Küste bis nach Australien und Neuseeland und bis nach Japan und hinüber nach Hawaii vor. An der tansanischen Küste findet man sie aus Tiefen von 20m Metern abwärts.

      Sie ernähren sich von Parasiten und abgestorbener Haut von Kundenfischen sowie von Detritus.

      Lysmata amboinensis sind simultane Hermaphroditen und jedes Individuum ist in der Lage, Eier zu tragen. Es scheint einige Diskussionen darüber zu geben, ob sie in der Lage sind, Spermien zu speichern, aber die überwiegende Anzahl von Beweisen scheint darauf hinzuweisen, dass sie dies nicht können. Wenn man all die widersprüchlichen Artikel liest, scheint es, dass die Befruchtung nur nach einer Häutung erfolgen kann.

      Wenn die Eier schlüpfen, durchlaufen die Larven mehrere Larvenstadien. Es scheint mindestens zehn dieser Stadien zu geben, und die Entwicklung zum Adulten Tier dauert mindestens drei Monate, möglicherweise aber auch etwas länger. Sie brauchen ungefähr 6 Monate, um 4 cm groß zu werden.

      Diese Shrimps werden für Meerwasseraquarien gesammelt und in einigen Gebieten hat dieses Sammeln die Population erheblich reduziert. Sie wurden in Gefangenschaft gezüchtet, sind aber aufrgund ihres langen Larvenstadiums von drei Monaten schwer zu züchten und selbst die besten Programme haben nur eine Erfolgsquote von 11 %.

      Aufgrund ihrer vorteilhaften Reinigungsgewohnheiten von Fischen und Becken sind Lysmata amboinensis bei Aquarianern sehr beliebt. Auf engstem Raum eines Aquariums ist es angeblich nicht möglich, mehr als ein Paar zu halten, da sie sich gegenseitig angreifen und töten. Möglicherweise resultiert das durch den Wettbewerb um eine begrenzte Menge an Nahrungsmitteln. In freier Wildbahn haben wir sie in Gruppen von zwanzig bis dreißig Tieren in ziemlich kleinen Höhlen beobachtet. Wir haben noch nie eine Aggression zwischen den Garnelen in diesen Höhlen gesehen, aber sie halten Abstand zueinander.

      Sie sind riffsicher und haben zweifellos eine positive Wirkung auf ein Aquarium. Es ist möglich, dass sie Anemonen zerpflücken und versuchen, deren Nahrung zu stehlen, aber außer gelegentlich über Korallen zu laufen, werden sie nicht an ihnen herumpicken. Da sie im Aquarium problemlos zu einer fleischigen Standardnahrung passen, sind sie pflegeleicht. "

      Hier ist der Blog von Alan Sutton Pacific Cleaner Shrimp-Facts Photographs and Video | Seaunseen

      Und hier das sehr interessante Video, wo man gut die Weißband Putzergarnelen in der Natur sehen kann.

      Fazit: Es kommen größere Gruppen vor, Immer schön Abstand halten (mindestens 30cm) und max. 2 eng zusammen (Paar).

      Getting A "Deep Cleaning" with Cleaner Shrimp - YouTube

      lg von Siglinde
      Erfahrung ist wie eine Laterne am Rücken,
      sie beleuchtet nur den Teil des Weges, der schon hinter uns liegt. (Konfuzius)

    • Hallo Siglinde,
      da muß ich mich nicht wundern, daß ich die Garnelen im Roten Meer nur insgesamt zwei Mal geshen habe. Als Schnorchler kommen ich keine 20 Meter tief. Aber das ist schon interessant, daß sie in Gruppen und doch paarweise leben. Das erinnert an die großen Schulen von Doktorfischen, die auch immer zu zweit schwimmen und Abstand zu anderen halten.
      Zur Voratsbefruchtung kann ich auch was beisteuern. Ich glaube sie können das. Als eine Garnele bei mir nach langer Zeit starb, hatte das zweite Exemplar noch etwa ein halbes Jahr immer wieder Larven unter dem Abdomen. Also nicht nur Eier.
      Die Larvenentwicklung zieht sich tatsächlich über einige Monate hin. In der DDR wurde sie ja 1987 nachgezogen. Es hat etwa sechs Monate bis zur ersten richtigen Garnele gedauert. Und das ist für den Züchter nicht gerade lukrativ. Aber vielleicht machen wir auch was falsch. Ein Aquarianer aus Berlin hatte bei seinen Reisen immer wieder Garnelenlaven in Fluttümpeln gefunden, die durch die Sonneneinstrahlung Temperaturen jenseits der 35°C. hatten. Vielleicht wäre das mal einen Versuch wert. Daß die Tiere in einigen Gebieten durch den Fang arg dezimiert werden, kann ich gut nachvollziehen. Die Angebote in den Zoogeschäften sind ja duchaus nicht selten und es sind eben Wildfänge.
      LG Helmut
      Nochmal ein paar Fotos von der Nachzucht.
    • Muelly schrieb:

      Hallo Helmut,
      ich habe aktuell Kontakt zum Taucher Alan Sutton mit eigener Webseite aus Tanzania, der Informationen aus der Literatur zusammenträgt und eigene Erfahrungen, Fotos und Videos postet.

      Zum Thema Lysmata amboinensis hier ein Teil übersetzt:

      Weißband Putzergarnelen (Lysmata amboinensis) werden meist ziemlich tief gesichtet, üblicherweise um die 20-Meter-Marke. Selten sieht man sie in tansanischen Gewässern flacher. Sie sind meist in einer großen Gruppe am Eingang zu einer kleinen Höhle anzutreffen. Die Mitglieder der Gruppe sind in der Regel zu zweit oder einzeln und halten Abstand zueinander.

      Obwohl es zwanzig bis dreißig Garnelen in der Gruppe sein können, sind sie meist 20 bis 30 cm voneinander entfernt. Gelegentlich sieht man nur ein Paar zusammen, aber häufiger gibt es eine Gruppe. Es gibt oft andere Garnelenarten mit ihnen und sie werden oft in Verbindung mit der Durban Tanzenden Garnele (Rhynchocinetes durbanensis) gesehen, mit der sie ziemlich friedlich zusammenzuleben scheinen.

      Lysmata amboinensis sind im gesamten Indo-Pazifik-Gebiet verbreitet. Sie kommen von Südafrika entlang der ostafrikanischen Küste bis nach Australien und Neuseeland und bis nach Japan und hinüber nach Hawaii vor. An der tansanischen Küste findet man sie aus Tiefen von 20m Metern abwärts.

      Sie ernähren sich von Parasiten und abgestorbener Haut von Kundenfischen sowie von Detritus.

      Lysmata amboinensis sind simultane Hermaphroditen und jedes Individuum ist in der Lage, Eier zu tragen. Es scheint einige Diskussionen darüber zu geben, ob sie in der Lage sind, Spermien zu speichern, aber die überwiegende Anzahl von Beweisen scheint darauf hinzuweisen, dass sie dies nicht können. Wenn man all die widersprüchlichen Artikel liest, scheint es, dass die Befruchtung nur nach einer Häutung erfolgen kann.

      Wenn die Eier schlüpfen, durchlaufen die Larven mehrere Larvenstadien. Es scheint mindestens zehn dieser Stadien zu geben, und die Entwicklung zum Adulten Tier dauert mindestens drei Monate, möglicherweise aber auch etwas länger. Sie brauchen ungefähr 6 Monate, um 4 cm groß zu werden.

      Diese Shrimps werden für Meerwasseraquarien gesammelt und in einigen Gebieten hat dieses Sammeln die Population erheblich reduziert. Sie wurden in Gefangenschaft gezüchtet, sind aber aufrgund ihres langen Larvenstadiums von drei Monaten schwer zu züchten und selbst die besten Programme haben nur eine Erfolgsquote von 11 %.

      Aufgrund ihrer vorteilhaften Reinigungsgewohnheiten von Fischen und Becken sind Lysmata amboinensis bei Aquarianern sehr beliebt. Auf engstem Raum eines Aquariums ist es angeblich nicht möglich, mehr als ein Paar zu halten, da sie sich gegenseitig angreifen und töten. Möglicherweise resultiert das durch den Wettbewerb um eine begrenzte Menge an Nahrungsmitteln. In freier Wildbahn haben wir sie in Gruppen von zwanzig bis dreißig Tieren in ziemlich kleinen Höhlen beobachtet. Wir haben noch nie eine Aggression zwischen den Garnelen in diesen Höhlen gesehen, aber sie halten Abstand zueinander.

      Sie sind riffsicher und haben zweifellos eine positive Wirkung auf ein Aquarium. Es ist möglich, dass sie Anemonen zerpflücken und versuchen, deren Nahrung zu stehlen, aber außer gelegentlich über Korallen zu laufen, werden sie nicht an ihnen herumpicken. Da sie im Aquarium problemlos zu einer fleischigen Standardnahrung passen, sind sie pflegeleicht. "

      Hier ist der Blog von Alan Sutton Pacific Cleaner Shrimp-Facts Photographs and Video | Seaunseen

      Und hier das sehr interessante Video, wo man gut die Weißband Putzergarnelen in der Natur sehen kann.

      Fazit: Es kommen größere Gruppen vor, Immer schön Abstand halten (mindestens 30cm) und max. 2 eng zusammen (Paar).

      Getting A "Deep Cleaning" with Cleaner Shrimp - YouTube

      lg von Siglinde
      Meine wurde tatsächlich von einer Kupferanemone gefressen ;( . Danke für den Bericht.
      Die Formel meines Glücks:
      ein JA,
      ein NEIN,
      eine gerade Linie
      ein Ziel
      Friedrich Nietsche
      BESTE GRÜßE
      MARTINA
    • Datura schrieb:

      Meine wurde tatsächlich von einer Kupferanemone gefressen . Danke für den Bericht.
      Och nö, das tut mir leid Martina.

      Ich hatte auch mal drei, die gingen allen Beckeninsassen auf die Nerven, so dass ich nicht böse war, als meine Nervensägen nach einem Sommerurlaub weg waren. Eigentlich schöne Tiere, aber es muss eben genug Platz für sie vorhanden sein und auch genug große Brocken zum putzen geben. Das denke ich zumindest heute nach allem was wir so zusammengetragen haben. Und wenn man sieht was sie für große Fische im Meer putzen, denke ich, sie sind eher eingeschränkt bis gar für das "normale" Aquarium geeignet.

      lg von Siglinde
      Erfahrung ist wie eine Laterne am Rücken,
      sie beleuchtet nur den Teil des Weges, der schon hinter uns liegt. (Konfuzius)