Gorgonien aus Ecuador

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    Aus Gründen der Höflichkeit bitten wir das Geschriebene mit seinem Vornamen zu kennzeichnen. Danke, das Team der IG.

    • Hallo Peter

      Bild 1 ist eine Pseudoplexaura sp. welche genau kann man anhand des Bildes nicht sagen.

      Es sind vier Arten bekannt ,sp.crucis sp.flagellosa sp.porosa sp.wagenaari; Sie können aber nur anhand ihrer Sklerite unterschieden werden.

      Die Gorgonie ist buschig, wenig seitlich verzweigt und kann in der Natur bis zu zwei Meter hoch werden.Sie hat eine große Ähnlichkeit mit den Plexaurella Arten; Charakterisikum: kreisrunde Öffnungen, in die sich die Polypen vollständig zurückziehen können, während Pseudoplexaura Arten schlitzförmige Öffnungen haben. Die Farbe ist unterschiedlich meist aber grau bis graublau. Hervorragend im Aquarium zu halten, benötigt stärke Beleuchtung und mittelstarke laminare Strömung.

      Bild 2 ist eine Plexaura homomalla

      Diese Gorgonie wird zwischen 15 und 60 cm groß. Die Kolonien sind recht buschig, wachsen aber in flachen, vertikalen Flächen. Tendenz zur lateralen Verzweigung, nur gelegentlich dichotom verzweigt. Die Ränder der Polypenöffnung sind flach und nur wenig verdickt. Die Äste sind sehr stämmig und wiederstandsfähig. Eine mittlere bis starke Strömung ist zu bevorzugen. Unter viel Licht eine schnell wachsende Hornkorallen-Art. Eine klare Eigenschaft der Plexaura homomalla ist der blauschwarze, dunkelblaue oder schwarzbraune Hauptstiel, der zwischen den creme oder gelben (selten) Polypen gesehen wird, aber auch sind die Polypen hellbraun auf dunkelbraunen Coenenchym. Sehr gut Aquarium geeignet. Hervorragend im Aquarium zu halten. Benötigt starke Beleuchtung und mittelstarke Strömung, aber nicht turbulent. Gorgonien dieser Art benötigen immer eine laminare Strömung, sonst kann es vorkommen, dass sie nicht mehr öffnet.
      Beste Grüße
      Harald
    • Wow Harald, vielen Dank! Dein wissen sollte ich hier haben, beneidenswert.

      Es hat hier noch viel weitere Arten von Gorgonien, ein richtiges Mekka.

      Das mit der Strömung habe ich zu wenig und zu ungenau beachtet, muss mich da mal genauer einlesen. Kurz, wenn ich das richtig verstehe, um eine laminare Strömung im Becken zu erzeugen müssen die Pumpen eher die Wasseroberfläche bewegen? Und wie ist es mit der Fütterung? Ich habe zurzeit viel zu hohe Nitrit werte, kann sein dass ich zu viel Füttere.

      Zum Fundort, die habe ich alle am 14.01.2021 bei Ebbe entdeckt. Die auf dem Bild eins ragten aus dem Wasser heraus, waren freistehend der Brandung ausgesetzt. Wunderte mich dass die dort überhaupt Halt fanden. Die auf Bild Zwei waren ganz in der Nähe aber ehr an geschützteren Stellen in Steinspalten.

      Erwähnenswert ist noch dass die Plexaura homomalla am Tag nachdem ich sie ins Becken geholt habe, mit der Eiabgabe begonnen hat. Allerdings nur die mit den rosa Polypen, tags darauf wiederholte sich das Schauspiel und erstaunlicherweise zwei Wochen später nochmals, also immer den Mondfasen entsprechend. Allerdings waren es nach zwei Wochen dann nicht mehr so viele Eier. Die mit den weißen Polypen, den unterschied realisierte ich erst zuhause, ich hab sie aus zwei verschiedenen Grüppchen um nicht zu viel Schaden anzurichten, diese jedenfalls gab keine Eier ab. Ist es möglich dass es da männliche und weibliche Tiere gibt?

      Auf Bild eins hat es noch die Roten, waren mit den Pseudoplexaura sp. zusammen. Ich mach mal ein besseres Bild von denen.

      Beste Grüße
      Peter
    • Hallo Peter

      Gorpet schrieb:

      Kurz, wenn ich das richtig verstehe, um eine laminare Strömung im Becken zu erzeugen müssen die Pumpen eher die Wasseroberfläche bewegen?
      Eher das man die Gorgonien nicht direkt anbläst aber gut bewegt sind.

      Gorpet schrieb:

      Und wie ist es mit der Fütterung?
      Diese Art von Gorgonien brauchen nicht gefüttert werden, sie haben Zooxanthellen.

      Gorpet schrieb:

      Erwähnenswert ist noch dass die Plexaura homomalla am Tag nachdem ich sie ins Becken geholt habe, mit der Eiabgabe begonnen hat.
      Klasse, hast du Bilder machen können? Habe das mal bei einer Muriceopsis flavida beobachten dürfen.


      Gorpet schrieb:

      Ist es möglich dass es da männliche und weibliche Tiere gibt?
      Nein. Die allermeisten Gorgonien sind eingeschlechtich und die Eier werden nach der ziemlich gleichzeitig erfolgten Entleerung der Polypen im Wasser befruchtet.Bei einigen Arten ist aber Viviparität (Lebendgebärend) festgestellt worden. So stellten I. A. Thomson und V. D. Henderson (1906) folgende Liste viviparer Gorgonien auf:

      Gorgonia capensis (Hickson, 1900)

      Paramuricea indica (Thomson & Henderson, 1906)

      Chrysogorgia flexilis (Wright & Studer, 1889)

      Keratoisis grandis (Nutting, 1908)

      Isis hippuris (Linnaeus 1758)
      Beste Grüße
      Harald
    • Gorpet schrieb:

      Nein mache ich nicht. Sollte ich?
      Ob man das sollte weiß ich nicht ;)
      In Küstennähe ist das in Nordamerika und teilweise in Asien durchaus weit verbreitet, daher meine Frage. Du sitzt ja mehr oder weniger an der Quelle.
      Wir können den Wind nicht ändern, aber die Segel anders setzen! (Aristoteles)
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      Salzige Grüße
      Achim
    • Na dann mach ich das auch mal, bin gerade die ganze Zeit daran wie ich das technisch umsetzen werde…

      Wird nicht einfach, ich muss dazu etwas hinaus wo das Wasser klar ist und dann hätte ich es gerne von ein paar Metern unter der Wasseroberfläche, 2-3 m vielleicht.

      Dann sind da weitere Fragen, muss das Wasser mechanisch gefiltert werden, kann das Wasser aufbewahrt werden, natürlich mit Umwälzung, und wenn ja wie lange?
      Hat das jemand Erfahrungen oder weiß wie man es macht?

      Viele Grüsse aus Ecuador
      Peter
    • Ich hole das Wasser -soweit möglich- bei Flut aus dem Yachthafen (im Winter kann man Pech haben und beides mal ist es bei Flut stockdunkel, dann aber so viel Flut wie möglich). Je nach dem wie stürmisch es ist, ist das Wasser mit aufgewühltem Schlick versetzt oder auch nicht. Ganz klar ist das Wasser nur auf den Inseln.
      Ich fülle das Wasser vor Ort in Kanister ab und lasse die Zuhause erst mal 2-3 Tage ruhig stehen und kippe das klare Wasser vorsichtig in einen Eimer (mit Deckel) um. Anschließend werden die Eimer verstaut (dunkel und kühl im Keller).
      Viele Grüße,
      Steffi :Krabbe:
      Steffis Nanos
    • Hallo allerseits,

      ich habe gestern auf Anraten von vielen mal rund 100 Liter Wasser aus dem Meer geholt. War toll, Zeitaufwand 30 Minuten. Ich habe es bis anhin nicht gemacht weil ich bedenken hatte wegen der möglichen Belastung des natürlichen Meerwassers.

      Da Steffi erzählt dass sie es im Hafen an der Nordsee holt waren meine Bedenken verflogen, hier hat es keine Industrie außer einer Raffinerie wo schon ab und an Unfälle passieren aber das würde man sehen wenn da Öl wäre.

      Heute habe ich mal 50% wasserwechsel gemacht, das bisschen Sediment hatte sich schon über Nacht schön abgesetzt und eine Stunde nach dem Wechsel war das Wasser im Becken kristallklar. Danke Euch allen für diesen Tipp!

      Heute sind außerdem noch die ersten Bücher angekommen, nach über drei Monaten warten und nicht wirklich wissen was man macht (Jubel!!!), nun kann ich mich endlich etwas einlesen.


      Grüße aus Ecuador
      Peter