Phosphatreduzierung durch Lanthan Koralle 105

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    • Phosphatreduzierung durch Lanthan Koralle 105

      Hallo ihr Lieben!

      Ich dachte es ist Zeit, dass ich mich auch mal wieder melde ;)

      Ich studiere zur Zeit Aquakultur im Master und hab vor einiger Zeit ein Praktikum in einem Aquarium gemacht. In der Zeit habe ich auch ein Versuch zur Phosphatreduzierung in einem Aquarium mit 180000 Liter durchgeführt. Dabei ist es gelungen innerhalb kürzester Zeit ( ca. 3 Wochen ) den Po4-Wert von 5,1 mg/l auf knapp 1,5 mg/l zu reduzieren was unvorhergesehen schnell und nicht beabsichtigt war. Dabei wurde eine Bindekapazität von knapp 1:1 ermittelt.

      Kurz und knapp: Hat jemand von euch zufällig die Koralle 105 daheim rumfliegen und könnte mir den Artikel über die Lanthandosierung Zwecks Vergleich zukommen lassen? Leider ist es mir nicht über das Internet da schnell ran zu kommen, aber irgendwas interessantes soll in dem Artikel wohl stehen.

      Falls Interesse besteht, kann ich euch auch hier später mal meine Arbeit hochladen.

      Schöne Ostern euch,
      Arne
      Liebe Grüße,
      Arne
    • Hallo Arne

      Schön mal wieder von dir zu lesen. :)

      Die Zeitschrift habe ich nicht aber vielleicht hilft dir der Vortrag von Immo Gerber dauerhafte Phosphatkontrolle mittels Lathandosierung von der letzten Fisch und Reptil.


      Enra89 schrieb:

      Falls Interesse besteht, kann ich euch auch hier später mal meine Arbeit hochladen.
      Sehr gerne sogar. : nicken :
      Beste Grüße
      Harald : fisch :

      Marine Nachzucht ist eine Chance, wenn man den Mut aufbringt sie zu nutzen.
      Ich entscheide mich für den Mut.
    • Harald schrieb:

      Hallo Arne

      Schön mal wieder von dir zu lesen. :)

      Die Zeitschrift habe ich nicht aber vielleicht hilft dir der Vortrag von Immo Gerber dauerhafte Phosphatkontrolle mittels Lathandosierung von der letzten Fisch und Reptil.


      Enra89 schrieb:

      Falls Interesse besteht, kann ich euch auch hier später mal meine Arbeit hochladen.
      Sehr gerne sogar. : nicken :
      Danke dir. Das ist auf jedenfall sehr interessant und ich werde es mir heute Abend mal in Ruhe angucken!


      Henning schrieb:

      Enra89 schrieb:

      Kurz und knapp: Hat jemand von euch zufällig die Koralle 105 daheim rumfliegen und könnte mir den Artikel über die Lanthandosierung Zwecks Vergleich zukommen lassen?
      Werde ich dir Kopieren Arne : nicken :

      Enra89 schrieb:

      Falls Interesse besteht, kann ich euch auch hier später mal meine Arbeit hochladen.
      Sehr gerne Arne.

      Das wäre Klasse! Einfach per Mail an arne.lindner@uni-rostock.de , da würde ich mich sehr freuen.

      Ich stell die Arbeit, wenn sie dann mal fertig ist, hier ein und freue mich auf eure fachkundigen Meinungen :)
      Liebe Grüße,
      Arne
    • Hallo Arne

      Enra89 schrieb:

      Könnte jemand diesen Thread so einstellen, dass er von außerhalb des Forums für nicht angemeldete User nicht einsehbar ist?
      Das geht leider nicht, aber hier könntest du deine Arbeit einstellen und ist für Gäste nicht nicht sichtbar.
      Beste Grüße
      Harald : fisch :

      Marine Nachzucht ist eine Chance, wenn man den Mut aufbringt sie zu nutzen.
      Ich entscheide mich für den Mut.
    • Hallo Arne,

      danke für den Bericht, so bekommt man auch mal einen Einblick was hinter den Kulissen alles gemacht werden muss.
      was mich aber noch interessiert, wie habt ihr die Lanthan-Phosphat-Verbindung nun aus dem Wasser raus gefiltert. Wurde dies durch den Eiweißabschäumer oder Fließfilter oder durch beide Filter raus geholt.
      Gruß
      Berthold
    • Scopa1 schrieb:

      Hallo Arne,

      danke für den Bericht, so bekommt man auch mal einen Einblick was hinter den Kulissen alles gemacht werden muss.
      was mich aber noch interessiert, wie habt ihr die Lanthan-Phosphat-Verbindung nun aus dem Wasser raus gefiltert. Wurde dies durch den Eiweißabschäumer oder Fließfilter oder durch beide Filter raus geholt.
      Gruß
      Berthold
      Hallo Bertholt,

      wo du das fragst, fällt mir auf, dass ich das nochmal verdeutlichen hätte können. Bzw nochmal getrennt auflisten..
      Zunächst einmal: Ich glaube nicht, dass 100 Prozent dieser Verbindungen entfernt wurden. Eher ein Anteil zwischen 90 und 100 Prozent.

      Dieser Anteil wurde sicherlich durch eine Kombination der ganzen Verfahren entfernt. Gemessen habe ich nach den einzelnen Filtern nicht, sondern dies optisch betrachtet.
      Zum einen hat sich durch Sedimentation schon ein Teil in dem Reaktionsbehälter abgelagert. Diesen konnte man dann schon manuell ganz einfach absaugen. Der Rollermat hat hingegen recht wenig herausgefilter. Den Preis ist das Ding sicherlich auch nicht wert (dünnstes Plastik, "Edelstahl" - wellen, die schon nach 1 Woche anfingen zu rosten...). Für den Heimaquarianer zur Lanthananwendung würde ich diesen ignorieren. Letztendlich denke ich, dass der Rollermat nur dazu geführt hat, dass der nachgeschaltete Filter nicht mit anderen Verunreinigungen belastet wurde. Der nachgeschaltete Filter hingegen hat mit Abstand das Meiste rausgeholt. Nach zwei Tagen Durchlauf war das Spülwasser der Schwämme wie Dickflüssige Milch und am Bodengrund hatte sich regelrechter Schlamm abgesetzt.
      Die Abschäumer kann ich nicht beurteilen, da die Automatisch gespült und geleert wurden. Aber ich denke, dass diese schon noch den meisten Rest herausgenommen haben. Abschäumer werden auch von diversen Quellen empfohlen, um LanthanPhosphat zu entfernen.

      Also, wenn ich in einem Heimaquarium diese Anwendung durchführen wollen würde, würde ich folgendes verwenden:
      Einen großen Reaktionsbehälter (mind. so groß wie der vorgestellte), einen sehr geringen Durchfluss (um die Sedimentation im Reaktionsbehälter zu erhöhen und gleichzeitig die Filterwatten effekivität zu erhöhen) - evtl sogar mit nem Luftheber arbeiten um Kosten zu spaaren? (Bedenke den Durchfluss in der Arbeit im Verhältnis zu dem dortigen Beckenvolumen..). Und als Filter einfach einen bauen wie den Nachgeschalteten. Der war sehr günstig und maximal effektiv. Da lieber öfters neue Filterwatte kaufen. Die kann man übrigends auch außerhalb der Aquaristik günstiger bekommen...Polsterer und so.. Halt möglichst dicke, wie die in der Arbeit beschriebene.
      Letztendlich muss man zum Bau eines solchen Filters nur einen großen Eimer (ca 20-30 l) besorgen und unten seitlich eine verrohrung anbringen. Eine Verrieselung um den durchfluss zu verlangsamen war sicherlich auch sinnvoll ( einfach einen kleinen eimer mit vielen löchern oben draufstellen in den das Wasser fließt.
      Anschließend würde ich das Wasser einfach nochmal durch die Abschäumer leiten zur Sicherheit. Also die ganze Geschichte im Bypass zum Technikbecken ?
      (Wenn der Dame des Hauses eine Nutzung des Platzes im Wohnzimmer glaubhaft rüber gebracht werden kann ;)

      Um alles Abzukürzen und wie in der Arbeit auch schon erwähnt, Adsorber sind in der privaten Aquaristik sicherlich zu bevorzugen... ;)

      Ich hoffe ich konnte dir/euch weiterhelfen!

      Schönen Abend,
      Arne
      Liebe Grüße,
      Arne
    • Steffi schrieb:

      Ich fand gerade den Anfang sehr interessant, da ich das Aquarium in WHV kenne :D
      Hey Steffi,

      stimmt - du wohnst ja nun auch hier um die Ecke.
      Nun kannst du das Aquarium auch wieder angucken kommen, jetzt haben sie wieder geöffnet ;)
      Soviel ich weiß, sollen in absehbarer Zeit sogar Faultiere frei in die Tropenhalle kommen...;)
      Liebe Grüße,
      Arne
    • Hallo Arne,

      danke noch einmal für deine Ausführung. Ich denke auch das Adsorber für den Privatbereich besser ist. Sollte nur jemand sehr viele Phosphatdepots im Aquarium haben, verdeutlich das noch einmal den Aufwand den man betreiben muss um Herr der Lage zu werden. Aber um den ärger mit der Regierung zu Hause zu entgehen (da der Platz fehlt oder der Eimer dann nun doch zum putzen benötigt wird), kann ja nun jeder selber abschätzen wie groß der Aufwand ist. Man sollte auch bedenken, wenn ich hier zu viel Phosphat auf kurzer Zeit raus ziehe, ob das den Korallen, die sich ja ein höheres Niveau gewöhnt haben, gut tut.
      Gruß
      Berthold
    • Neu

      Hallo Arne,
      Vielen Dank, dass Du Deinen Bericht geteilt hast. Habe ihn mit viel Interesse gelesen und sehr informativ gefunden.
      Eine Anmerkung hätte ich aber: Deine Schlußfolgerung, dass für den Hobbybereich Absorber besser als die Lanthandosierung geeignet sind, weil nach Deiner Beobachtung der Rollermat das ausgefällte Lanthanphosphat nicht zurückhalten konnte, finde ich etwas zu pauschal.
      Ich benutze einen Clarisea 3000 Vliesfilter mit dem Vlies von Riffgrotte und habe nun schon öfters einen zu hohen Phospahtwert (ca. 0,2mg/l) durch die Zugabe von Tropic Marin Elimi Phos Rapid erfolgreich und zuverlässig absenken können. Dabei gebe ich die Lanthanchloridlösung direkt in den Ablaufschacht und sehe auch sofort eine Trübung und der Vliesfilter reagiert ebenfalls umgehend. Das zeigt mir indirekt dass das ausgefällte Lanthanphosphat schon im Vliesfilter zurückgehalten wird. Vielleicht war bei Deinem Rollermat einfach das verwendete Vlies zu grob.
      Auf jeden Fall finde ich die Phosphatreduktion mittels Lanthanchlorid bei vorsichtiger Verwendung auch für den Privatbereich äußerst praktisch und geeignet.
      Die Bemerkung soll aber nicht Deinen tollen Bericht schmälern - besten Dank nochmal dafür!

      Beste Grüße
      Bernhard