Bilder von 1974 bis 1989 (Dias)

    Aus Gründen der Höflichkeit bitten wir das Geschriebene mit seinem Vornamen zu kennzeichnen. Danke, das Team der IG.

    • Hallo,
      schaut Euch mal die Größenunterschiede der Amphiprion bicinctus im Roten Meer an. Der kleine spielt den Mann. Allerdings muß der wohl noch etwas
      wachsen. Übrigens habe ich dort Anemonen gesehen, die nur mit einem Fisch besetzt waren. Wenn die dann auf einer größeren Sandfläche stehen, dann wirds auch schwierig für jüngere Fische die zu finden, oder überhaupt zu erreichen. Zu viele Räuber sind da unterwegs.
      Der auf dem zweiten Bild ist so ein Einzelkämpfer und schaut mich flehend an, ob ich nicht kuscheln kommen will.
      LG Helmut
    • Hallo,
      nun mal ein paar Bilder von Fischen, die im Aquarium nix zu suchen haben. Es sind die Naso-Arten. Einige davon, wie der N. unicornis erreichen schon mal 70 Zentimeter. Alle Naso haben im Gegensatz zu den Acanthurus zwei Stilette an der Schwanzwurzel, die auch nicht in einer Scheide verborgen
      werden können.

      1- Naso unicornis im Roten Meer. 2- N. unicornis mit den Stiletten. 3-
      N. vlamingi 4- N. lopezi (juvenil) 5- N. lituratus in einem viel zu
      kleinen Aquarium. 6- N. lituratus im Roten Meer.
    • Goldseescheide Polycarpa aurata

      Seescheiden sind interessante Tiere, denn sie zählen allem Aussehen zum Trotz zu den Wirbeltieren. Seescheiden oder Tunikaten sind simultane Hermaphroditen in denen Eier und Spermien beinahe gleichzeitig reifen. Die Eier werden ausgestoßen, wenn die Seescheide durch ein chemisches Signal informiert wird. Eine Selbstbefruchtung der Eier wird somit ausgeschlossen. Die Eier werden von anderen Artgenossen befruchtet. Später stößt die Seescheide auch ihr Sperma ins Wasser und befruchtet die Eier anderer Artgenossen. Aus den befruchteten Eiern entwickeln sich Larven, die mit Hilfe einer Chorda dorslis und einem kräftigen Ruderschwanz schwimmen können. Diese Chorda dorsalis ersetzt gemeinsam mit einem Neuralrohr und einem Gehirnbläschen in ihrer Funktion eine Wirbelsäule und somit werden die relativ unscheinbaren Tiere zu Wirbeltieren. Bei den höheren Wirbeltieren entwickelt sich aus den drei Organen die Wirbelsäule. Im gesamten indopazifischen Raum ist die Goldseescheide Polycarpa aurata zu finden und sie ist die häufigste Tunikate im Indopazifik. Entsprechend oft wird sie im Handel angeboten, aber sie ist natürlich auch ein Filtrierer und somit kaum längere Zeit am Leben zu halten. Diese Art wird im Aquarium schwarz, wenn sie abstirbt. Ob heute geeignetes Futter für Tunikaten im Handel angeboten wird, kann ich nicht sagen. Es ist auf jeden Fall schwierig mit den Tieren. Dabei sind das natürlich Prachtexemplare die in vielen Farben vorkommen und es dem Aquarianer schwer machen nein zu sagen. Wenn die schon mal gesammelt wurden, dann kann man sie auch kaufen. Das führt leider dazu, dass immer wieder neue Tiere importiert werden, obwohl man weiß, dass sie nicht haltbar sind. Heute isst ja wohl kein Europäer mehr Schildkrötensuppe, oder Haifischflossensuppe. Das hoffe ich zumindest! Bei Meerestieren für das Aquarium sollte man gleiche Maßstäbe anlegen. Und da gibt es eben eine ganze Reihe an Tieren, die im Aquarium nicht überleben können. Und doch gibt es noch einige Aquarianer, die glauben, dass es bei ihnen klappt. Wird es aber nicht, wie die Erfahrungen zeigen. Die Seescheiden gehören zu den nicht haltbaren Meerestieren, so bedauerlich das auch ist!
      Die Goldseescheide vermehrt sich wie die anderen Tunikaten. Da gibt es keine gravierenden Unterschiede. Auch diese Art resorbiert ihre Chorda dorsalis und was dazu gehört. Eben auch des Hirnbläschen, aber das soll ja auch bei einigen Menschen vorkommen. Wo ist denn jetzt der Smiley?
      Ach da! :lachen: