Pseudochromis fridmani

    Aus Gründen der Höflichkeit bitten wir das Geschriebene mit seinem Vornamen zu kennzeichnen. Danke, das Team der IG.

    • Pseudochromis fridmani

      Hallo zusammen

      Ich versuche mich zur Zeit in der Aufzucht von Pseudochromis fridmani.
      Was mich ein bisschen schockiert, ist die Menge an Futter, welche die Larven benötigen. Die Zucht scheiterte bis jetzt immer an der Futtermenge und langsam frage ich mich, ob die Aufzucht von Pseudochromis fridmani überhaupt für einen Hobbyaquarianer möglich ist, da anscheinend eine gigantische Menge an Brachionen vorhanden sein muss :S
      Kann mir vielleicht jemand von seinen Erfahrungen berichten?
      Liebe Grüsse
      Jaqueline
    • Hallo,
      ich versuche es gerade mit springeri. Ich habe mir einen 15l-Eimer mit Brachis angesetzt. Am Anfang waren es auch zu wenige, dann paßt sich Larvenzahl dem Futterangebot an. Da muss man leider durch. Mittlerweile kann ich 3x am Tag ernten und da ich noch keine passenden Algen habe werden diese dann noch geboostert.
      Ob es beim nächsten Mal besser läuft kann ich noch nicht sagen, muss auf Dienstreise und Filtereffekte ein bauen. Wünsch dir viel Erfolg.
      Gruß
      Berthold
    • Hallo Jaqueline,

      ich halte meine Brachis normalerweise in ein bis zwei 5 Liter Flaschen bei sparsamer Fütterung, quasi auf Standby.
      Ich brauche dann ca. 1 Woche um sie in zwei Salzeimern, also ca. 2x 15-20 Liter, "hochzufahren".
      Ich versorge also eine große Menge Brachionus nur in der akuten Larvenphase. Vielleicht ist etwas ähnliches für Dich ja auch praktikabler.
      Aber die Menge, die man bei Vielfressern (Pseudochromis und Amphiprion) braucht, ist schon heftig.
      Bei Ocellaris verfüttere ich über 30 Liter Brachionus in der ersten Woche.

      LG.
      Bernd
    • Hallo Berthold und Bernd

      Danke für eure Erklärungen.
      Ich habe insgesamt auch 15l Brachionen bereit, habe aber nicht ansatzweise das Gefühl, dass das ausreicht. Dann muss ich die Zucht wohl auch auf verdoppeln.

      Leert ihr das Wasser, aus welchem ihr die Brachionen abgeschöpft habt, jeweils zurück in die Eimer oder ersetzt ihr es mit Frischwasser?
      Liebe Grüsse
      Jaqueline
    • Hallo Bernd

      aquabernd666 schrieb:

      ich halte meine Brachis normalerweise in ein bis zwei 5 Liter Flaschen bei sparsamer Fütterung, quasi auf Standby
      Wie stellst du dieses an bzw. was heißt sparsame Fütterung und mit was?

      Mir ist das noch nicht gelungen. :/
      Beste Grüße
      Harald : fisch :

      Marine Nachzucht ist eine Chance, wenn man den Mut aufbringt sie zu nutzen.
      Ich entscheide mich für den Mut.
    • Harald schrieb:

      Hallo Bernd

      aquabernd666 schrieb:

      ich halte meine Brachis normalerweise in ein bis zwei 5 Liter Flaschen bei sparsamer Fütterung, quasi auf Standby
      Wie stellst du dieses an bzw. was heißt sparsame Fütterung und mit was?
      Mir ist das noch nicht gelungen. :/
      Hallo Harald,
      im Prinzip hat's Ewald schon gesagt.
      Normalerweise nehm ich Tetraselmis, Nannochloropsis geht natürlich. Auf Standby fütter ich so knapp, dass das Wasser nur ganz wenig Farbe bekommt. Vermehren tun die sich dann immer noch und man muss immer wieder teilen, aber wenigstens nicht so oft.
      Wenn ich dann auf Masse gegen will, mach ich richtig grün, womöglich 2x am Tag.

      LG.
      Bernd
    • Hallo Jaqueline

      Ich kann dir versichern das es durchaus möglich ist als normaler Aquarianer ein komplettes Gelege P. fridmani aufzuziehen.
      Bei Vanessa habe ich davon mal Bilder gemacht:
      Vanessas kleine Zuchtanlage

      Wenn man zu wenig Futter hat, dann muss man auch die Larvenmenge reduzieren.
      So habe ich das damals bei mir gemacht.
      Ist Anfangs schwer (und fällt mir gerade bei neuen Arten immer wieder selber aufs neue schwer) aber wenn du mal einem ganzen Wurf beim verhungern zugeschaut hast, dann merkst du schnell das es einfacher ist am Anfang weniger Larven abzuschöpfen und nur die kleine Menge an Larven in der Zucht mit ausreichend Futter zu versorgen.
      Das Problem bei zu wenig Futter ist ja, dass nicht nur ein paar wenige Larven darunter leiden, sondern gleich alle und das ist gerade in den ersten Tagen der Aufzucht ein Fehler den man später nicht mehr ausgleichen kann.

      So hart es ist aber weniger ist in diesem Fall einfach mehr.

      Brachionus lassen sich hervorragend auf den Punkt steuern, dazu haben die anderen ja schon geschrieben wie das funktioniert.

      MfG Torsten
      Schaut doch mal vorbei:
      Instagram
    • Vielen Dank euch allen für eure Antworten. Das macht Mut!
      Ich fahre jetzt die Brachionus Zucht hoch. Ich finde es wahnsinnig interessant, wie schnell die sich vermehren können. Hoffentlich kann ich dann nächste Woche wieder einen Versuch mit den Fridmani starten. Dann ist auch endlich wieder einer meiner Kreiseln leer, da die Thor bis dann alle umgewandelt sein sollten. ^^
      Liebe Grüsse
      Jaqueline
    • Hallo zusammen

      Nachdem wir unser Zuchtpaar verloren hatten, könnten wir letzten Samstag endlich wieder Larven abfischen. Bis heute, also 4 Tage später, kann ich keine nennenswerten Ausfälle erkennen. :dance:
      Die Kleinen befinden sich in einem 7l Kreisel Gefüttert wird mit einem Brachionen-Parvocalanus Mix.
      Ich werde weiter berichten.
      Liebe Grüsse
      Jaqueline
    • Hallo zusammen

      Es ist nun schon 17 Tage her, seit ich die Fridmani Larven abgeschöpft habe. Gefüttert wird seit Tag 10 mit Artemia Nauplien.
      Leider sind nur noch zwei Fischchen übrig. Die anderen sind vermutlich aufgrund eines Nährstoff Peaks eingegangen ;(
      Jedenfalls konnte ich am 11. Februar bereits die nächsten Larven abfischen. Zum heutigen Zeitpunkt sind noch keine grösseren Ausfälle feststellbar. Gefüttert wird immer noch mit Parvocalanus.
      Liebe Grüsse
      Jaqueline
    • Hallo Jaqueline

      Jaqueline schrieb:

      Leider sind nur noch zwei Fischchen übrig
      Schade, aber wenn du schon wieder neue Larven abgeschöpft hast geht es ja weiter. ;)

      Drücke die Daumen das die zwei Fischchen durch kommen. : nicken :
      Beste Grüße
      Harald : fisch :

      Marine Nachzucht ist eine Chance, wenn man den Mut aufbringt sie zu nutzen.
      Ich entscheide mich für den Mut.
    • Neu

      Hallo zusammen

      Vom ersten Schlupf ist leider keine Larve mehr übrig. ;(
      Vom zweiten sind nach 9 Tage etwa die Hälfte der Larven gestorben. Genau dasselbe ist bereits beim ersten Versuch passiert. Danach sterben jeden Tag ein paar weitere, obwohl sie volle Bäuche haben. Die Larven beginnen zuerst schief oder verkehrt herum zu schwimmen, dann schwimmen sie nur noch dem Boden entlang mit dem Kopf nach unten. 1 - 2 Tage später sind sie tot. Wasserwechsel nützt nichts sondern beschleunigt diesen Prozess nur. Die geschwächten Larven sterben meistens nach dem Wasserwechsel innerhalb von ca. 2 Stunden. Weiss jemand, was das Problem sein könnte? Nachfolgend ein paar Zusatzinfos:

      Becken: 9l Kreisel
      Fütterung: Bis Tag 5 Parvocalanus danach frisch geschlüpfte INVE Artemia Nauplien
      Wasserwechsel: Tägliches Absaugen alter Artemien und Wasser mit frischem ersetzen ca. alle 3 Tage.
      Temperatur: Konstant bei 25°C
      Beleuchtung: 24h Dauerbeleuchtung

      Wasserwechsel mit Frischwasser machen wir nicht jeden Tag, da wir bei den Lysmata bogessi und Doryrhamphus excisus bessere Erfahrungen damit gemacht haben, wenn der Wasserwechsel nicht jeden Tag gemacht wird.
      Liebe Grüsse
      Jaqueline
    • Neu

      Hallo Jaqueline,

      statt Wasserwechsel besser Bypass-System mit Broodstock-Becken (tropfenweise).
      Parvo nicht komplett absetzen. Wenn Artemia bewätigt werden, ist der Aufwand für die Verdauung trotzdem sehr hoch.
      Eventuell auch mit gut angereicherten Brachionus überbrücken.
      Ganz hochwertiges Trockenfutter (INVE Start oder Otohime A) kann Mängel eventuell ausgleichen.
      Ab wann setzt das Sterben ein ? Wie sieht Dein Kreisel aus ?
      Dreht er vertikal oder horizontal ?

      Grüße
      Bernd