Doryrhamphus excisus - Starter benötigt Infos und Hilfe

    • Doryrhamphus excisus - Starter benötigt Infos und Hilfe

      Hallo,
      dann will ich mal anfangen.
      Mein Ziel ist es den Nachwuchs meines „Doryrhamphus excisus“ Pärchens groß zu ziehen.
      Bisher habe ich es versucht mit Nannochloropsis salina und Artemia-Nauplien die kleinen groß zu bekommen, jedoch ohne Erfolg.
      Mein Rekord lag bei einer Woche, nicht ganz 7 Tage.
      Jetzt will ich radikal alles umstellen.

      Darum gibt es jetzt erst mal ein paar Fragen:

      Mit welchem Phytoplankton sollte ich mich versuchen?
      Zur Verfügung steht ein KnePo Planktonreaktor (6 Liter) und diverse 5 Liter Wasserflasche die zur Zucht verwendet werden können.
      Aufgrund meiner Recherchen tendiere ich zu Tetraselmis suecica und vielleicht Isochrysis galbana.
      Hier lasse ich mich jedoch gerne noch von den erfahreneren Züchtern beraten.

      Zum Zooplankton?
      Hier tappe ich noch ganz im Dunklem. Artemia-Nauplien sind scheinbar nicht das Richtige.
      Doch was soll ich nehmen. Es sollte sich auch ohne riesen Aufwand herzustellen sein.
      Jedoch habe ich hier noch keine Ahnung was ich nehmen soll.
      Copepoden? Wenn ja welche und wo bekomme ich die her und wie werden die Vermehrt?
      Thisben? Wenn ja welche und wo bekomme ich die her und wie werden die Vermehrt?
      Oder doch Artemia?

      Bitte helft mir bei dem Thema.
      Wenn ich mal so weit bin, dass ich das Futter für die Zucht zur Verfügung habe, würde ich noch einen Versuch starten.
      Allerdings ist das noch ein langer Weg.
      Liebe Grüße aus der Eifel

      Christoph
    • Neu

      Hallo Christoph,

      ja das ist die bittere Pille in der Zucht, aber wenn es erst einmal läuft hat man seinen Weg gefunden.
      Und das ist das wichtigste, ein Rezept gibt es hier und auch irgendwo anders nicht, jeder muss seinen eigenen Weg finden. Hier bekommst du aber Hilfe und Anregungen.
      Wie Ewald schon sagte, das mit dem Phyto stimmt so und die copepoden, wie auch das Phyto bekommst du bei Aquacopa.
      Beim Phyto musst du nur auf passen das sich beide Arten nicht mischen oder besser gesagt gegenseitig verseuchen. Auch musst du sehr steril arbeiten damit du keine Bakterien da rein bekommst.
      Wenn sich die Cops dann vermehren kann es auch schon los gehen.
      Ich wünsch dir viel Erfolg.

      Gruß
      Berthold
    • Neu

      Hallo Berthold, hallo Ewald,
      dann hoffe ich mal, dass die Pille nicht zu groß ist. : fisch :
      Ich werde mir jetzt erst mal das nötige Equipment und die Starterkulturen besorgen und starten.
      Dabei kommen bestimmt genug Fragen die ich noch stellen werde.
      Erst mal Danke für eure Hilfe.
      Zum Glück gibt es ja schon einge Erfahrungsberichte im Netz.
      Ich bin erst mal Optimistisch.
      Liebe Grüße aus der Eifel

      Christoph
    • Neu

      Da bin ich ja beruhigt, dann habe ich direkt welche die ich Fragen kann. :D
      Momentan habe ich das Problem, dass ich nie weiß wann ich Düngen muss und wieviel.
      Zurzeit vermehre ich Nannochloropsis salina und habe den Dreh noch nicht richtig raus.
      Ich dünge immer wie ich meine. Bisher scheinbar mit Erfolg, weil die Suppe immer dunkler wird. Obwohl es gefühlt sehr lange dauert. ?(
      Es wurde mir gesagt ich soll für eine stabile Zucht einfaches Spülmaschinen Salz ohne Zusätze nehmen. (momentan benutze ich Somat Salz ohne Zusätze) und täglich20ml Sprudelwasser für die extra CO2 Ration.
      Außerdem beleuchte ich das Plankton mit einer „LED Grow Light“ Lampe.
      Was sagt ihr zu dem Setup, geht es so oder was soll ich eurer Meinung nachändern?
      Liebe Grüße aus der Eifel

      Christoph
    • Neu

      Hallo Christoph

      Gut das du noch N. salina hast. Ist auch ein gutes Futter für die Copepoden.
      Salz ist ok.
      Was für einen Dünger verwendest du?
      Statt dem Sprudelwasser lieber eine Stammlösung mit 5 g Traubenzucker auf 1l Wasser herstellen und dan davon 20ml in die Zucht geben.
      Wann man nachdüngen sollte kann man ganz gut am NO3 oder K Wert sehen. Proben vor dem messen filtern. Das Ernten sollte bei Nannochloropsis max 1/3 nach 4 Tagen umfassen.
      Viele Grüße
      Bernhard : gruebel : :thumbup: : Seepferd : :Krabbe:

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    • Neu

      Bernhard Quirbach schrieb:

      Statt dem Sprudelwasser lieber eine Stammlösung mit 5 g Traubenzucker auf 1l Wasser herstellen und dan davon 20ml in die Zucht geben.
      Wann man nachdüngen sollte kann man ganz gut am NO3 oder K Wert sehen. Proben vor dem messen filtern. Das Ernten sollte bei Nannochloropsis max 1/3 nach 4 Tagen umfassen.
      Cool das habe ich noch nie gehört. Die Stammlösung werde ich mir direkt mal anmischen. :thumbup: (Ist das ein brauchbarer Traubenzucker?)

      Als Dünger verwende ich zurzeit „Aqua Connect Phytostabil (f/2)“ werde mir aber für den Neustart von Tetraselmis suecica und Isochrysis galbana den Dünger „Phytodünger nach Guillard’s (F/2)“ und „Phytodünger nach Walnes“ von Aquacopa besorgen.
      Als Teststreifen Nitrat habe ich mir jetzt mal die von Merk (Link) besorgt die sollten doch funktionieren, oder? ?(
      Was ich noch nicht wusste war, dass ich das Wasser vorher filtern soll. Funktiniert dafür ein einfacher Kaffeefilter oder besser ein Sieb. (Wenn Sieb welche Maschenweite?)
      Danke für all die Informationen. Wirklich klasse hier. :thumbsup:
      Liebe Grüße aus der Eifel

      Christoph
    • Neu

      MrKrise schrieb:

      Bernhard Quirbach schrieb:

      Statt dem Sprudelwasser lieber eine Stammlösung mit 5 g Traubenzucker auf 1l Wasser herstellen und dan davon 20ml in die Zucht geben.
      Wann man nachdüngen sollte kann man ganz gut am NO3 oder K Wert sehen. Proben vor dem messen filtern. Das Ernten sollte bei Nannochloropsis max 1/3 nach 4 Tagen umfassen.
      Cool das habe ich noch nie gehört. Die Stammlösung werde ich mir direkt mal anmischen. :thumbup: (Ist das ein brauchbarer Traubenzucker?)
      „Phytodünger nach Walnes“ von Aquacopa besorgen.
      Als Teststreifen Nitrat habe ich mir jetzt mal die von Merk (Link) besorgt die sollten doch funktionieren, oder? ?(
      Was ich noch nicht wusste war, dass ich das Wasser vorher filtern soll. Funktiniert dafür ein einfacher Kaffeefilter oder besser ein Sieb. (Wenn Sieb welche Maschenweite?)
      Danke für all die Informationen. Wirklich klasse hier. :thumbsup:
      Der Trabenzucker ist ok. Viele Algenstämme lassen sich heterotroph ernähren.
      Die Streifen von Merck sind ok. Das mit dem Filtern hat den Hintergrund, dass man in der Probe keine Algenzellen haben will die das Messergebniss ziemlich verfälschen würden. Bei Kaffeefiltern und NO3 müstest du eine Referenzmessung manchen, da manche Filter auch NO-Verbindungen im messbaren Bereich abgeben.

      Als Dünger würde ich wenn nur den nach Walnes bestellen.

      Nachtrag (ja leider in english aber die Medienrezepte sind nachvollziehbar)

      sciencedirect.com/science/article/pii/S2215017X16300030
      Viele Grüße
      Bernhard : gruebel : :thumbup: : Seepferd : :Krabbe:

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    • Neu

      Hallo Christoph

      MrKrise schrieb:

      Es wurde mir gesagt ich soll für eine stabile Zucht einfaches Spülmaschinen Salz ohne Zusätze nehmen.
      Wer sagt so etwas? Ich persönlich bin da nicht so überzeugt von das dieses auf Dauer gut ist.

      Hallo Bernhard

      Bernhard Quirbach schrieb:

      Das mit dem Filtern hat den Hintergrund, dass man in der Probe keine Algenzellen haben will die das Messergebniss ziemlich verfälschen würden
      Jetzt wird es aber wohl doch etwas zu wissenschaftlich, meine Meinung. Ich denke eine Nitratmessung bei Phyto muss bei uns Privatanwendern nicht so genau sein. Die Meßstreifen für uns sollen ja eigentlich nur eine Tendenz abbilden ob nachgedüngt werden muss oder nicht.
      Beste Grüße
      Harald : fisch :

      Marine Nachzucht ist eine Chance, wenn man den Mut aufbringt sie zu nutzen.
      Ich entscheide mich für den Mut.


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    • Neu

      Harald schrieb:




      Hallo Bernhard

      Bernhard Quirbach schrieb:

      Das mit dem Filtern hat den Hintergrund, dass man in der Probe keine Algenzellen haben will die das Messergebniss ziemlich verfälschen würden
      Jetzt wird es aber wohl doch etwas zu wissenschaftlich, meine Meinung. Ich denke eine Nitratmessung bei Phyto muss bei uns Privatanwendern nicht so genau sein. Die Meßstreifen für uns sollen ja eigentlich nur eine Tendenz abbilden ob nachgedüngt werden muss oder nicht.
      Ja, wird es. Messstreifen und Erfahrung reichen gerade für Tendenzmessungen schon. Ich sag ja nur was man machen kann um genauere Ergebnisse zu bekommen.
      Viele Grüße
      Bernhard : gruebel : :thumbup: : Seepferd : :Krabbe:

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      aquabernd666 schrieb:

      Bernhard Quirbach schrieb:

      Hallo Christoph

      Gut das du noch N. salina hast. Ist auch ein gutes Futter für die Copepoden.
      Hallo BernhardNannochloropsis salina für Apocyclops halte ich aber nicht für so gut geeignet.
      Hast Du das schonmal über einen längere Zeitraum praktiziert?
      LG.
      Bernd
      @Bernhard Quirbach
      Hallo Bernhard,

      ich wiederhole hier meine Frage nochmal, weil es mich sehr interessiert,
      ob Apocyclops wirklich ertragreich mit Nannochloropsis funktioniert. Am Leben erhalten kann man sie ja mit vielem, auch Algenkonzentraten, aber wirklich erfolgreich konservieren....
      LG.
      Bernd
    • Neu

      aquabernd666 schrieb:

      aquabernd666 schrieb:

      Bernhard Quirbach schrieb:

      Hallo Christoph

      Gut das du noch N. salina hast. Ist auch ein gutes Futter für die Copepoden.
      Hallo BernhardNannochloropsis salina für Apocyclops halte ich aber nicht für so gut geeignet.Hast Du das schonmal über einen längere Zeitraum praktiziert?
      LG.
      Bernd
      @Bernhard QuirbachHallo Bernhard,

      ich wiederhole hier meine Frage nochmal, weil es mich sehr interessiert,
      ob Apocyclops wirklich ertragreich mit Nannochloropsis funktioniert. Am Leben erhalten kann man sie ja mit vielem, auch Algenkonzentraten, aber wirklich erfolgreich konservieren....
      LG.
      Bernd
      Hallo Bernd

      Jetzt wird es kompliziert, entweder werde ich zu wissenschaftlich oder ich versuche es einfach zu halten.
      Einfache Variante. Mit so wenigen, möglichst einfach zu vermehrenden Algenstämmen, so viel wie möglich an Zooplankton züchten.
      Dann sind die Nannochloropsisarten die erste Wahl und würde ich persönlich auch für die Basis halten.
      Will ich es gesicherter und basierter angehen, Nannochloropsisarten für die Naplienstadien und für größere Tiere Tetraselmisarten und Chaetoceros calcitrans. Bei beiden Varianten wird zusätlich mit deaktiverter Bäckerhefe zugefüttert.

      Ja auch "nur" nur mit Nannochlorpsisarten und Bäckerhefe kann man gute Zuchtergebnisse erzielen. Mengenmäßig nicht ganz so gut wie bei der größenabhängigen Fütterung aber das ist dann wieder eine Frage des Aufwandes den man betreiben will. Ich bin durchaus jemnd der für die Vielfalt in der Algenzucht und Fütterung ist aber versuche auch manchmal noch das Spagat zu schaffen, wie kann man es im kleinen Rahmen einfach machen.
      Viele Grüße
      Bernhard : gruebel : :thumbup: : Seepferd : :Krabbe:

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