Meine Erfahrungen mit freischwimmenden Copepoden

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    • Bernhard Quirbach schrieb:

      Scopa1 schrieb:

      Hallo Bernd,
      .... Nicht nur wie züchte ich die passenden Cops sondern auch warum andere Länder schon weiter sind. ....
      Berthold
      Hallo Berthold
      Dafür gibt es mehrere Gründe

      In Deutschland bleibt man gerne beim ..Haben wir immer schon so gemacht... (ich hoffe dafür bekomme ich hier keine verbale Prügel)
      In vielen Ländern wird entwedr selbst in die Richtung Forschung geschaut oder auch aktiv geforscht. Bekomme ich seit einiger Zeit ganz massiv bei Garnelen, auch Süßwasser mit.
      In der Aquakultur gibt es schon sehr gute Ergebnisse mit verschiedenen Lebendutterarten und auch Fertigfuttern. Siehe Norwegen, GB, Japan, USA
      Das mit dem Neuen wagen und auch mit dem konstruktivem Austausch funktioniert in vielen Ländern einfach besser. Wenn ich oft genug lese einer weiß wie es unbedingt geht oder wie was ist ohne den Punkt ausreichend begründen zu können und zu wollen, vergeht mir ehrlich gesagt die Lust an einer weiteren Diskusion. Und das mit dem Hintergrund, dass ich meine Aussagen idR durchaus fachlich belegen kann
      Du triffst es auf den Punkt !
      Da könnte ich auch manche Episode nach dem Motto "das haben wir immer so gemacht" erzählen.
      Will jetzt aber hier nicht weiter ablästern.
      Treten wir also an, es anders zu machen.
      LG.
      Bernd
    • aquabernd666 schrieb:

      Bernhard Quirbach schrieb:

      Scopa1 schrieb:

      Hallo Bernd,
      .... Nicht nur wie züchte ich die passenden Cops sondern auch warum andere Länder schon weiter sind. ....
      Berthold
      Hallo BertholdDafür gibt es mehrere Gründe

      In Deutschland bleibt man gerne beim ..Haben wir immer schon so gemacht... (ich hoffe dafür bekomme ich hier keine verbale Prügel)
      In vielen Ländern wird entwedr selbst in die Richtung Forschung geschaut oder auch aktiv geforscht. Bekomme ich seit einiger Zeit ganz massiv bei Garnelen, auch Süßwasser mit.
      In der Aquakultur gibt es schon sehr gute Ergebnisse mit verschiedenen Lebendutterarten und auch Fertigfuttern. Siehe Norwegen, GB, Japan, USA
      Das mit dem Neuen wagen und auch mit dem konstruktivem Austausch funktioniert in vielen Ländern einfach besser. Wenn ich oft genug lese einer weiß wie es unbedingt geht oder wie was ist ohne den Punkt ausreichend begründen zu können und zu wollen, vergeht mir ehrlich gesagt die Lust an einer weiteren Diskusion. Und das mit dem Hintergrund, dass ich meine Aussagen idR durchaus fachlich belegen kann
      Du triffst es auf den Punkt !Da könnte ich auch manche Episode nach dem Motto "das haben wir immer so gemacht" erzählen.
      Will jetzt aber hier nicht weiter ablästern.
      Treten wir also an, es anders zu machen.
      LG.
      Bernd
      Nur zu gerne.
      Viele Grüße
      Bernhard :thumbsup:
    • Ja leider kochen manche ihr eigenes Süppchen, dabei ist die Dunkelrate recht hoch, denke ich. Es wäre schön wenn sich mehrere beteiligen würden, nicht nur der Erfahrungsaustausch würde was bringen. Ich denke auch daran das Sammelbestellungen einfacher und günstiger wären.
      Aber das ist ein anderes Thema, ich bin schon gespannt auf deinen Nächsten Beitrag.
      Gruß
      Berthold
    • aquabernd666 schrieb:

      Wie ist das denn eigentlich bei den Reidi-Neonaten ? Fressen die in den ersten Tagen schon sehr viel ?
      Ja Bernd.

      aquabernd666 schrieb:

      Falls Du wieder Junge hast, könntest Du ja für die erste Zeit von mir Parvos bekommen oder/und Du gibst mir ein paar Pferdchen zum Aufziehen.
      Weiss nicht, ob das realisierbar ist.
      Reidis habe ich leider keine mehr.
      Beste Grüße
      Harald : fisch :

      Marine Nachzucht ist eine Chance, wenn man den Mut aufbringt sie zu nutzen.
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    • Dieter.L schrieb:

      Was sie Fressen ?
      Jupp.

      Dieter.L schrieb:

      man sagt das ein Neonat am tag ca. 2000 Cops verdrückt
      Cops ist ja ein weiter Begriff :whistling:
      Und ich denke das es genau in den ersten Tagen auf die Richtigen drauf an kommt. ;)

      Dann sieht dies nehme ich auch an mal wieder anders aus ob es Reidis und Kudas sind oder Erectus, Barbouri, Comes oder Fuscus :whistling:
      ><((((º> <º)))) ><

      Salzige Grüsse
      Henning
    • Dieter.L schrieb:

      Henning schrieb:

      Und was Dieter?
      Was sie Fressen ?oder andere Arten wie Kuda , Comes , Fuscus u.s.w. man sagt das ein Neonat am tag ca. 2000 Cops verdrückt : nicken :

      LG Dieter : Seepferd :
      ...das ist ja mal ne Hausnummer.

      Harald schrieb:

      aquabernd666 schrieb:

      Wie ist das denn eigentlich bei den Reidi-Neonaten ? Fressen die in den ersten Tagen schon sehr viel ?
      Ja Bernd.

      aquabernd666 schrieb:

      Falls Du wieder Junge hast, könntest Du ja für die erste Zeit von mir Parvos bekommen oder/und Du gibst mir ein paar Pferdchen zum Aufziehen.
      Weiss nicht, ob das realisierbar ist.
      Reidis habe ich leider keine mehr.
      Schade !
    • Acartia tonsa
      hatte ich dann mehrere Jahre in Kultur.

      Vorteile:
      Alle Stadien (Nauplien, Copepoditen und Adulte) sind komplett freischwimmend.

      Nauplien sind ziemlich klein (65 - 120 Mikrometer)

      Sie sind vollwertige Nahrung für Larven und müssen nicht angereichert werden.

      Sie sind eierabwerfend. Deshalb kann man ihre Eier sammeln und lagern. (Anleitung folgt)

      Sie sind in der Lage Dauereier zu produzieren.

      Die Hürden bei der Haltung:

      Sie benötigen eine gute Wasserqualität.

      Sie brauchen hochwertige Algen,
      mindestens Isochrysis.

      Sie sind kannibalistisch.
      ----------------------------------------------------------------
      Wenn man Acartia halten will und vorher Erfahrungen mit Thisbe, Tigriopus oder anderen benthischen Cops hatte, muss man radikal umdenken.
      Ich hatte auch immer wieder gehört und gelesen, dass man Cops-Behälter nicht zu gründlich säubern sollte. Freischwimmende Copepoden und benthische Copepoden haben da komplett andere Bedürfnisse.
      Benthische sind auf Bakterien angewiesen, die sie auch aktiv jagen. Freischwimmende ernähren sich von Algen. Wenn die Dichte an Bakterien oder anderer Konkurrenz-Plankter ansteigt, bricht die Kultur unweigerlich zusammen. Deshalb ist regelmäßiges, aber sehr dosiertes Füttern angesagt. Als Futter funktionieren nur lebende Algen, was ja auch logisch ist, weil die Cops nur aufnehmen können, was frei im Wasser schwebt.
      Algen-Konzentrate funktionieren auch nicht.
      Ich vermute, weil sie zu schnell absinken.
      Dies durch eine stärkere Belüftung zu verhindern geht leider auch nicht.
      1-2 Blässchen / sec. sollte man eher nicht überschreiten, da man die Copepoden sonst verletzt. Meist werden die langen Fühler beschädigt und die Tiere können sich dann nicht mehr paaren.
      Entsprechend muss man auch beim Aussieben aufpassen. Wenn man sie durch ein Sieb absaugt, dann sollte man den Wasserstrahl nicht direkt auf das Siebgewebe, sondern eher auf den Siebrahmen lenken. Die Kulturgefäße müssen in Abständen erneuert und gereinigt werden.
      Am besten setzt man nach ein paar Wochen komplett um in ein gereinigtes Gefäß mit neuem Wasser.
      Ich hatte zwei Gefäßformen benutzt.
      Das eine waren 3 liter Plexigläser, in denen ein Plexizylinder stand. Um den herum war noch genügend Raum, weil das äußere Glas etwas bauchig war. Unten hatte der Zylinder einen Gaze-Boden. Oben war ein Griff. (Siehe Fotos). Die Acartia-Kultur befand sich im inneren Zylinder. Mehrmals täglich zieht man den Zylinder hoch bis die Gaze nur noch knapp unter der Wasseroberfläche ist. Eier und Nauplien können dabei durch die Gaze in den äußeren Raum gelangen und sind vor den kannibalistischen Alttieren geschützt. Mit etwas Geschick lässt sich ähnliches auch für größere Behälter bauen.

      Die andere Version waren kleine Glasaquarien. Diese Version ging auch auf Vorschläge von Louis aus dem Mofib zurück.
      Dabei habe ich täglich die Böden der Kulturgefäße abgesaugt. Ging eigentlich ganz leicht:
      Mit Gummischieber ganz langsam nach vorne ziehen, dann einmal mit dem Schlauch entlang - fertig.
      Das abgesaugte wurde in einem verschliessbaren Tuppergefäß im Kühlschrank aufbewahrt. Einmal in der Woche wurde das ganze von überschüssigem Wasser und offensichtlichem Schmutz, Algenfetzen etc. grob befreit und in einem kleinen Schraubglässchen mit Datum untergebracht.
      Ziel war es dadurch möglichst viele Eier zu sammeln um diese dann schlüpfen zu lassen und eventuelle Mandarinlarven in den ersten Tagen damit zu versorgen. Ein Probeansatz verlief gut. Der abgesaugte Inhalt von einer Woche wurde mit frischem Meerwasser in einer Blubberflasche bei Zimmertemperatur angesetzt. Am nächsten Tag waren die ersten Nauplien da.
      Ich saugte jetzt noch mehrere Wochen die Gefäßböden ab und startete dann einen Zuchtversuch. Ich nahm für den ersten Füttertag das frischeste Glas und ging von Tag zu Tag weiter. Ich benutzte also jeden Tag soviel Eier wie ich in einer Woche abgesaugt hatte. Die Gläser ab der 7. Woche ließen in der Schlupfrate sehr nach, so dass ich 2 Gläser pro Tag brauchte. Alles in allem funktionierte es und ich hatte mit freischwimmenden Copepoden auf Anhieb Erfolg, was ich vorher in einem Dutzend Versuche mit Brachionus und benthischen Cops nicht hatte. Immerhin wurden 14 Mandarinfische groß, von denen ich noch jetzt nach 6 Jahren ein Päärchen hab.
      Anbei ein paar unscharfe Bilder, die ich noch gefunden hab.
      Nächstes mal noch ein paar Detaills zur Acartia-Kultur und mehr zu Parvocalanus.
      LG.
      Bernd

    • Hallo Bernd

      Herzlichen Dank. Prima erklärt. : daumen hoch :

      Und natürlich Glückwunsch zur Nachzucht der Mandarins. :respekt:

      aquabernd666 schrieb:

      Nächstes mal noch ein paar Detaills zur Acartia-Kultur und mehr zu Parvocalanus.
      Kann es kaum erwarten und freue mich schon drauf. : nicken :
      Beste Grüße
      Harald : fisch :

      Marine Nachzucht ist eine Chance, wenn man den Mut aufbringt sie zu nutzen.
      Ich entscheide mich für den Mut.


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