Acartia tonsa von CFEED/aquacops.eu (Sindelfingen 2018)

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    • Hoppekreps schrieb:

      Du solltest Bjørn wahrscheinlich zu einer neuen Reise nach Deutschland (er friert sowieso hier) mit 300 neuen kostenlosen Flaschen einladen und mit dir Styroporboxen mit schmelzendem Eis fertig sein!
      Das wäre doch der Hammer :thumbsup:

      Henning schrieb:

      Hiermit lade ich Bjørn gerne auf den 22. Juni 2019 nach Waltrop ein.
      und das der Oberhammer :thumbsup:

      Timon schrieb:

      Hier auch die versprochene Tabelle.
      Danke Timon sehr interessant : nicken :


      LG Dieter : Seepferd :
    • Nochmals: Danke für den sehr herzlichen Empfang in diesemForum! Ich stimme Bernd völlig zu, dass es besonders interessant ist, wenn wirdie Erfahrungen und Freuden von Aquarianern und Aquakulturern kombinierenkönnen. Da ich schon immer in der landgestützten Aquakultur gearbeitet habe,habe ich eigentlich viel von Meeresaquarianern gelernt. Ein Aquarium ist"die ultimative Umlaufanlage", und gerade jetzt denken die heißestenin Norwegen an landgestützte Umlaufsysteme (RAS).

      Henning wollte Informationen über die LEDs. Sie sind weiß,wie Sie im Video sehen können, und haben eine breite Abdeckungder Wellenlängen des sichtbaren Lichts. Leider habe ich die Spezifikationennicht, aber ich werde mich mit unserem technischen Direktor in Verbindungsetzen (erinnern Sie mich daran, wenn Sie keine Antwort erhalten). Wir habenauch einige LEDs für Gewächshäuser getestet, die rote und blaue LEDs enthalten,aber die weißen waren besser. Denken Sie daran: Die Farbe, die Sie von derAlgenkultur reflektiert sehen, ist die Farbe, die sie NICHT absorbiert undverwendet. Was vielleicht erklärt, warum die Verwendung von Rotlicht aufRhodomonas kein Erfolg war.

      Harald fragte sich, ob wir andere weniger empfindliche, abernahrhaft gute Algen als Rhodomonas untersucht hätten. Die kurze Antwort lautet:Ja. Die kritischsten Stadien von Acartia sind die 6 ersten (Nauplien-)Stadien,in denen die Nauplienlarven sehr kritisch für ihre Ernährung sind (what they accept as food). Wir habenviele Arten von Trockenfutter und Algenkonzentraten getestet, aber sie fressennur lebende Algen, von der gewählten Größe, und nur einige Algenarten.
      Was unsbei den von mir bereits erwähnten Arten ziemlich viel übrig gelassen hat unddie Sie auch auf dem Video sehen (Rhodomonas, Isochrysis und Tetraselmis).Isochrysis und Tetraselmis sind recht häufig "Aquakulturalgen", diean mehreren Orten auf der Welt eingesetzt werden.
      Wir könnten einige Kiselalgen(wie Thalassiosira etc.) verwenden, aber die meisten von ihnen könnenschädliche Chemikalien abgeben, wenn sie sich nicht wohl fühlen. Ich denkejedoch, dass wir immer auf der Suche nach anderen geeigneten Arten sein werden,wenn Sie also Acartia ausprobieren: Bitte senden Sie uns Ihre Erfahrungen dazu.

      Was mich zu Bernd bringt, der die Isochrysis mitunterschiedlichem Erfolg kultiviert und sich fragt, ob er von f/2 auf Conwaywechseln sollte. Ich bin kein großer Experte für Medien, aber ich habe dieIsochrysis sowohl auf f/2 als auch auf Conway (die wir jetzt verwenden)entwickelt und es hat bei beiden gut funktioniert, aber ich werde Maren (dieneben den Copepods der Hauptstar in unserem Video ist) fragen, wer ein besserer"Mediolog" ist. Ich werde Maren auch nach dem besten Weg zur Messung von Nitrat fragen müssen.

      Da wir Acartia jedoch weltweit testen, oft mit Isochrysis,sehen wir, dass es eine wirklich große Vielfalt an Sorten von Isochrysis galbanagibt, die sich sehr stark in der Schwierigkeit der Kultivierung und ich denkeauch in ihrem Nährwertgehalt unterscheiden.
      Wir haben einen Stamm namens "Isochrysis Tahiti"oder T-Iso ausgewählt, der von vielen Aquakulturern verwendet wird. Ich glaube,es war auf Tahiti isoliert. Es verträgt (tolerate) sehr hohe Temperaturen, aberman kann es auch bei Raumtemperatur anbauen.
      Dieser Stamm ist sehr hoch in essentiellen marinenFettsäuren wie DHA und EPA etc. Wir halten es für eine einfache Art, die an denmeisten Stellen zu kultivieren, also wäre es vielleicht eine gute Idee fürBernd, diese Sorte zu testen und zu sehen, ob sie einfacher zu züchten ist.Isochrysis ist eine kleine Alge: gute Alge für die Nauplienstadien, aber zuklein für die Copepoditenstadien. Wenn Sie sich an Bjørn wenden, sollte erIhnen ein Muster zur Verfügung stellen können.

      Tetraselmis ist eine größere Alge, die auch ihnen gefällt.Es enthält kein DHA, also wenn Sie es als alleiniges Nahrungsmittel verwenden,selbst wenn sie es essen, werden sie langsam wachsen und sterben nach einigenPhasen. Wenn Sie Tetraselmis mit Isokrysis und/oder Rhodomonas kombinieren,wachsen sie und überleben gut.

      Verena: Ich bin verwirrt von dem Mangel an Schraffierung.Glaubst du, sie sind geschlüpft und gestorben? Wie die von Ewald. Die kleinstenNauplien sind ohne eine gewisse Vergrößerung sehr schwer zu sehen, da sie fastfarblos sind.

      Mit freundlichen Grüßen von
      Yngve
      Übersetzt mit DeepL.com/Translator
    • Vielen Dank für deine Erläuterungen Yngve : daumen hoch :

      Werde dann wohl auch mal Iso ausprobieren müssen, Rhodomonas geht wegen der Temperatur bei mir nicht.

      Dieter.L schrieb:

      Hoppekreps schrieb:

      Du solltest Bjørn wahrscheinlich zu einer neuen Reise nach Deutschland (er friert sowieso hier) mit 300 neuen kostenlosen Flaschen einladen und mit dir Styroporboxen mit schmelzendem Eis fertig sein!
      Das wäre doch der Hammer :thumbsup:

      Henning schrieb:

      Hiermit lade ich Bjørn gerne auf den 22. Juni 2019 nach Waltrop ein.
      und das der Oberhammer :thumbsup:
      Das wäre wirklich der Oberhammer. : nicken :

      Müssen wir irgendwie hinbekommen.
      Beste Grüße
      Harald : fisch :

      Marine Nachzucht ist eine Chance, wenn man den Mut aufbringt sie zu nutzen.
      Ich entscheide mich für den Mut.


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    • Hallo zusammen,

      zunächst danke an Yngwe für die Infos zu Isochrysis.
      Ich weiss nicht, ob die Isochrysis, die ich habe ein Tahiti-Strain ist, aber sie funktioniert um Acartia zu füttern.
      Ich halte die Iso doch für weniger schwierig als die Rhodomonas. Bei mir funktioniert sie jedenfalls seit Jahren und vereinzelte Zusammenbrüche konnte ich mir meist im Nachhinein erklären.
      Wer also mit der Rhodo nicht klar kommt, vielleicht mal mit der Iso versuchen.
      Wer mit T5 oder so wie ich sogar T8 beleuchtet kann das Temperaturproblem auch durch einen Ventilator zumindest deutlich entschärfen. Ich hab ihn so angebracht, dass er die warme Luft von den Kulturgefäßen wegbläst und mit der Schaltuhr der Beleuchtung kombiniert ist.

      Noch ein Satz zur Dauerkultur von Acartia. Ich spreche hier natürlich für den Normal- Wohnzimmer-Züchter, der sich gerade freut, weil er seit Mai einen Zuchtkellerraum hat.
      Ja, die Dauerkultur funktioniert auch ohne 7000 liter Standzylinder. Ist aber etwas mühsam wg. der Kannibalistik. Ich habe das über 2,5 Jahre durchgezogen. Damals gab es noch keine Dauereier zu kaufen und ich habe mühsam täglich in meinen Kulturgefäßen die abgeworfenen Eier abgesaugt. Das waren natürlich keine Dauereier, aber sie liessen sich bis zu 6 Wochen im Kühlschrank lagern. Mit den dann ausgebrüteten Nauplien ist es mir gelungen Synchiropus splendidus großzuziehen. Gern beschreib ich Euch bei Interesse auch wie ich die Dauerhaltung von Acartia bewerkstelligt habe, aber wahrscheinlich haben Timo und natürlich Yngve mittlerweile viele professionellere Methoden.
      Beste Grüße
      Bernd
    • Guten Morgen Bernd

      aquabernd666 schrieb:

      Gern beschreib ich Euch bei Interesse auch wie ich die Dauerhaltung von Acartia bewerkstelligt habe, aber wahrscheinlich haben Timo und natürlich Yngve mittlerweile viele professionellere Methoden.
      Ich habe sehr großes Interesse an einer Beschreibung als "Wohnzimmerzüchter".

      Gerne auch wie du Iso kultivierst. Leider hat es bei mir nicht geklappt. N. okulata Tetraselmis und Synechococcus gehen mittlerweile problemlos.
      Beste Grüße
      Harald : fisch :

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    • Deine Kulturen sehen sehr gut aus Ewald. Ich freue mich, dass sie entsprechend meiner Erwartungen angegangen sind! Zeigt mir auch, dass wir mit dem Transport über mehrere Tage auf dem richtigen Weg sind. :)

      Im direkten Vergleich zwischen Rhodomonas und Isochrysis (Wir halten auch den Tahiti Strain), schneidet Rhodomonas bei uns schon deutlich besser ab.
      Der Grund ist vermutlich, dass Rhodomonas sehr ausgeglichen DHA und EPA enthält, während unsere T-Iso vor allem DHA enthält. Acartia können DHA in EPA umwandeln, wodurch sie immernoch gut auf Isochrysis wachsen können, aber die Umwandlung kostet sie Zeit und Kraft.

      Für eine Dauerkultur würde ich empfehlen eine Dose mit 100-200 µm Netz an den Boden des Kulturgefäßes zu legen (ähnlich wie bei Bärblingen im Süßwasser). In der Dose kann man so immer ein paar Eier ernten. Als Hobby ist das ganz schön, um später große Mengen Copepoden füttern zu können erreicht man aber leider nicht so schnell den richtigen Maßstab. Da ist eine Kultur von Apocyclops einfacher umzusetzen. Wie schon gesagt, sind die Acartia v.a. geeignet um schnell und platzsparend in der Lage zu sein auch eine große Brut gut zu ernähren und aufzuziehen.

      Ich habe am Freitag übrigens mal ein paar junge Seepferdchen im Zoo Duisburg mit A.tonsa anfüttern dürfen. Bisher kannten sie nur Brachionus und Artemia. Die A. tonsa haben sie aber mit großem Eifer und Erfolg gefressen. Habe versprochen diese Woche nochmal welche mitzubringen um auch die Seenadeln zu füttern. Bekomme dann hoffentlich bald einen Vergleich der Überlebensrate.
    • Timon schrieb:

      Ich habe am Freitag übrigens mal ein paar junge Seepferdchen im Zoo Duisburg mit A.tonsa anfüttern dürfen. Bisher kannten sie nur Brachionus und Artemia. Die A. tonsa haben sie aber mit großem Eifer und Erfolg gefressen. Habe versprochen diese Woche nochmal welche mitzubringen um auch die Seenadeln zu füttern. Bekomme dann hoffentlich bald einen Vergleich der Überlebensrate.
      Hallo Timon ! hier würde mich interessieren welche Art es ist !

      Timon schrieb:

      Bekomme dann hoffentlich bald einen Vergleich der Überlebensrate.
      Da freue ich mich schon drauf :D
      und Danke für die Lehrreiche info

      LG Dieter : Seepferd :
    • Hallo zusammen

      Hier ist ja richtig was los. Danke an alle für ihre Hinweise. Aquabernd666 auch wenn Yngve, Timon und ich durchaus Erfahrung in der Vermehrung von Acartia haben, interessieren uns natürlich gerade auch die Methoden für den Hausgebrauch und ich wäre dankbar für einen Bericht.

      Wegen der Kühlung im Sommer die bei Rhodomonas wichtig ist, überlege ich mir noch was. Pelletier ginge nur in der Kaskade.

      Mit Conway habe ich in der Regel für die Massenvermehrung bessere Erfahrungen gemacht als mit F/2. Verfügbarkeit als Fertiglösung kann ich für Januar zusagen.
      Viele Grüße
      Bernhard :thumbsup:
    • aquabernd666 schrieb:

      ich werde auf jeden Fall über meine Acartia Erfahrungen schreiben. Weiss aber noch nicht, wie schnell ich bin. Kommt auf jeden Fall dieser Tage.
      @ Bernhard
      Bezieht sich Deine Aussage, dass Du bessere Erfahrungen mit Conway als mit f/2 gemacht
      hast auch auf Isochrysis oder nur auf Rhodomonas?
      Grüße
      Bernd
      Danke erst einmal dafür das du über deine Erfahrungen Schreiben willst.

      Conway geht in der Regel besser bei allen Algenarten, die auch mit f/2 gezogen werden. Aufgrund der höheren Nährstoffmenge sollte auch mit mehr Kohlenstoff und Licht gearbeitet werden.
      Viele Grüße
      Bernhard :thumbsup:
    • Dieter.L schrieb:

      Hallo Timon ! hier würde mich interessieren welche Art es ist !
      Ich meine es waren Reidi. Bei den Seenadeln muss ich nochmal nachfragen.



      Wir kultivieren insgesamt 6 Arten, u.a. T-Iso und Rhodomonas erfolgreich auf f/2.
      Verfügbarkeit und Preis waren gut. Walnes Medium gibt auch gute Ergebnisse. Den direkten Vergleich konnten wir bisher leider noch nicht umsetzen. Wir sehen jedoch auch immer mal, dass keine offensichtliche Verunreinigung in einer Kultur ist, sie aber trotzdem nicht richtig dicht wird. Kann sein, dass andere Medien da stabiler laufen.

      Grundsätzlich enthält Conway mehr Nitrat und Phosphat als f/2, allerdings kein Biotin. Dafür enthält Conway zusätzlich Bor.

      Habe hier einen Artikel nach dem Isochrysis auf Conway höhere Dichten erreichen soll. Kann ihn leider nur lesen.
      Teraselmis soll dagegen auf f/2 besser laufen. Rhodomonas wurde nicht getestet. Alle Kulturen sind in China isoliert. Andere Stämme können also auch andere Ergebnisse liefern.