H.zosterae mit Gasblase im Brutbeutel

    • H.zosterae mit Gasblase im Brutbeutel

      Hallo,
      im Februar bemerkte ich ein H. zosterae Männchen das an der Wasseroberfläche trieb.

      Wie man sehen kann hatte es einen prall gefüllten Brutbeutel. Deshalb fing ich das Tier raus und separierte es in ein kleines Becken L=15; T=8; H=15(cm), normaler Weise wird es zum fotografieren genutzt. Eigentlich hatte ich gehofft, daß sich die Gasblase von allein zurückbildet. Das hatte in der Vergangenheit schon funktioniert, diesmal jedoch leider nicht. Also versuchte ich die Gasblase abzusaugen. Bei großen Seepferdchen-Arten funktioniert das ja sehr gut, aber bei dem kleinen Kerl hatte ich leider keinen Erfolg. Aufgeben wollte ich ihn aber nicht. Also nahm ich eine kleine Spritze und die feinste Kanüle, desinfizierte den Einstichbereich mit Jod. Dann durchstach ich den Brutbeutel und saugte das Gas vorsichtig ab. Danach setzteich das Tier zurück. Heute, also nach ca. zweieinhalb Monaten, ist das Tier immer noch wohl auf.
      Bleibt die Frage nach der Ursache der Gasblase. Das Tier war mit mehreren Männchen zusammen im Becken, damit scheidet eine Gasübersättigung des Wassers wohl aus. Da es auch keine Weibchen im Becken gibt, scheiden vergammelte Eier wohl auch aus. Es gab aber Cyanos im Becken, die hatte ich mit einer Rotalge eingeschleppt und das Tier war im Brutbeutelbereich mit Cyanos bewachsen. Cyanos geben aber auch kleine Gasbläschen an das Wasser ab. Deshalb vermute ich das solche Bläschen sich im Laufe der Zeit im Brutbeutel angesammelt haben. Oder hat jemand eine andere schlüssige Erklärung?
      LG

      Ralf

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Henning ()

    • Hallo Ralf

      tenrek schrieb:

      Heute, also nach ca. zweieinhalb Monaten, ist das Tier immer noch wohl auf.
      Das freut mich sehr das Behandlung erfolgreich war.

      tenrek schrieb:

      Oder hat jemand eine andere schlüssige Erklärung?
      Nein habe ich auch nicht. Aber Cyanos bzw. die Bläschen würde ich erst mal ausschließen. Ich hatte ja auch solch einen Fall, allerdings bei einem weiblichen Tier (was an sich ja sehr ungewöhnlich ist). Behandlung erfolgte damals auf deinen Rat hin mit Glaupax und Bauchmassagen. Danach ging es dem Tier wieder gut. Noch zwei Bilder von damals. Vor der Behandlung und nach der Behandlung.
      Bilder
      • Gasblasenkrankheit.jpg

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      • Gasblasenkrankheit2.jpg

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      Beste Grüße
      Harald

      Marine Nachzucht ist eine Chance, wenn man den Mut aufbringt sie zu nutzen.
      Ich entscheide mich für den Mut.


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    • Hallo Harald,
      • bei Gasblasen im Gewebe nehme ich Glaupax, bei einer Gasblase im Brutbeutel hilft das nicht so richtig. Das Tier hatte aber bei Untersuchung mit einer starken Lupe keine weiteren erkennbaren Gaseinschlüsse.

      Harald schrieb:

      Aber Cyanos bzw. die Bläschen würde ich erst mal ausschließen.
      Eine andere Erklärung fällt mir aber zur Zeit leider nicht ein. Darüber hinaus hatte ich solche gasgefüllten Brutbeutel bisher nur bei männlichen Tieren auf denen sich Cyanos tummelten.
      LG
      Ralf
    • Hallo Ralf !
      das ewige Thema Gasblasen :dash: dem werden wir wohl nie aus dem weg gehen können :!: kann jetzt leider nicht mit reden da ich keine Zwerge habe , aber Cyanos schließe ich ebenfalls aus !
      habe einen älteren Erectus Mann der schon ca. 7-8 mal Gasblasen hatte ! weiß nicht mehr genau wie oft : gruebel : auf jeden fall spüle ich die Bruttasche mit schwacher Dosis Diamox ,dazu nehme ich eine Plastikkanüle
      dann Massiere ich den gefüllten Beutel , das mache ich so drei-vier mal :!: natürlich in einem separaten Gefäß , da bleibt er auch ein paar Tage mit schwacher Diamox Dosis und Belüftung drin hat bis jetzt immer geholfen und Fruchtbar ist er auch noch ;) nicht mehr so wie früher ,aber ist ja auch kein Jüngling mehr
      hoffe das alles gut wird mit deinen Zwergen :thumbup:



      LG Dieter : Seepferd :
    • Hallo Dieter,
      Männer habe ichausreichend, Weibchen auch. Bei anderen Arten mache ich es genauso wie Du. Für die Zwerge, besonders für dieses Tier, es ist noch nicht ausgewachsen, finde ich leider keine so feinen Plastikkanülen. Deshalb habe ich diesen Weg gewählt, obwohl er risikobehaftet war.
      LG
      Ralf