300l-Seepferdchenbecken

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    • H.Comes schrieb:

      Meinst du keine frischen Artemia nauplien?
      Die habe ich immer meinem H.Comes Babys gegeben .... war das falsch :O
      Frisch geschlüpfte Nauplien haben zwar den höchsten Nährwert, aber keine Körperöffnungen. Die Nauplien nehmen erst nach ca. 40h Nahrung auf weil sich erst dann After und Mund gebildet haben. Da sie also zum Anfang wie ein verschnürter Sack sind kommt der Darmmagen der Pferdchen sehr schwer an die Nährstoffe heran. Wenn sie, die Nauplien, dann anfangen zu fressen haben sie ihre Reserven fast verbraucht. Also müssen sie angereichert werden.


      JohannesZ schrieb:

      dass man gerade besonders die frischgeschlüpften Artemien füttern soll, je frischer desto besser. Denn je älter sie sind, desto mehr Nährwert würde verloren gehen,wenn sie nicht angereichert werden. Da der Nährwert vor allem aus den Dottersäcken der Artemia-Nauplien kommen würde und dieser nach einigen Stunden aufgebraucht sei.
      Das mit dem Nährwert stimmt, ohne Zweifel. Jeden anderen Jungisch würde ich auch mit frisch geschlüpften ernähren und sicher kann man auch Seepferdchen mit frisch geschlüpften Artemien durchbringen. Die Frage ist doch aber, ist das optimal? Gerade in den letzten Jahren, hat sich das Angebot an Copepoden auch hier in Deutschland erheblich verbessert. Ich füttere meine Jungen und meine Zwerge auch mit Artemiennauplien, die Betonung liegt hier aber auf auch. Der Hauptteil des Futters besteht hier aus den verschiedensten Copepoden.



      JohannesZ schrieb:

      "Aufzucht mit anderen Fischlarven: Eine gemischte Aufzucht der Seepferdchen mit anderen Fisch- und/oder Garnelenlarven ist vorteilhat. Wasserverschlechterungen werden dabei schneller erkannt. Ich habe auch beobachtet, dass die Futterverwertung und sogar die Ausnutzung der Stoffwechselprodukte durch einen solchen Mischbesatz günstig beeinflusst werden. Garnelenlarven fressen z.B. Exkremente der jungen
      Mai ist ohne Zweifel ein erfahrener Seepferdchenkenner, ich glaube aber man muß seine Aussage differenziert betrachten. Er spricht ja auch davon, daß Wasserverschlechterungen schneller erkannt werden, sie entstehen natürlich auch schneller, denn schließlich sind mehr Tiere da die Stoffwechselprodukte abgeben. Bei meinen großen Pferden schwimmen auch einige Schwebegarnelen mit rum die den Kot und Futterreste mit vernichten. Nun bin ich nicht der Garnelenspezialist, aber die Larven meiner Lysmata amboinensis leben die erste Zeit planktisch, (ich habe auch noch keine durchgebracht :( ) da zweifel ich wohl das sie die Exkremente der jungen Pferde fressen. Vielleicht gibt es aber auch Garnelen deren Junge nach der Geburt schon weiter entwickelt sind und es dann machen.


      JohannesZ schrieb:

      Aber vermutlich ist es einfach wie so oft in unserem Hobby. Man stellt die gleiche Frage drei verschiedenen Personen und bekommt vier Antworten
      Da pflichte ich dir bei, es liegt zum einen daran, daß schon ein geringer unterschied in den Bedingungen ganz andere Ergebnisse erzeugen kann und zum anderen daran das die Entwicklung der Meerwasseraquaristik eigentlich immer noch in den Kinderschuhen steckt, die Entwicklung glücklicherweise aber voran schreitet. Wenn ich nur das Buch "Das tropische Meerwasseraquarium" von Frank de Graaf nehme, damals meine Meerwasserbibel, und dann mit heute vergleiche, da hat sich doch einiges entwickelt und verändert.

      LG
      Ralf
    • tenrek schrieb:

      und du bist dir da auch sicher das es wirklich, reine reidis sindund keine Mischlinge?
      Hallo Tenrek
      bin mir da 100 % sicher.
      1. Habe ich die Eierübergabe gesehen
      2 ist eine Vermischung der Arten meines Wissens noch nicht vorgekommen

      Jetzt sind wir endlich mal bei dem richtigen Tema. " Erstfutter "

      Es kommt natürlich auf die Art an
      Aber wenn wir mal bei den Reidis sind, sieht man wie Johannes schrieb

      JohannesZ schrieb:

      Aber vermutlich ist es einfach wie so oft in unserem Hobby. Man stellt die gleiche Frage drei verschiedenen Personen und bekommt vier Antworten
      hier noch meine Meinung zur Diskussion
      Artemia Nauplien haben kurz nach der Geburt den größten Nährwert ( Dottersack)
      Wenn sie ein paar Stunden alt sind haben sie schon eine Schale die die Reidis nicht verdauen können
      Zum anderen belasten die abgestorbenen Nauplien das Wasser doch sehr
      Brachionus erkennt das Pferdchen nicht als Futter somit wird es nicht gefressen
      Moinas werden erst nach dem 4. Tag gefressen
      Die drei Meinungen decken sich mit der Aussage von Elena und meinen Erfahrungen
      Mit Cops und deren Junge habe ich jetzt die beste Erfahrung gemacht
      Nicht zu viele sonst gehen sie an die Pferdchen. Alternativ etwas Füttern bzw.

      Harald schrieb:

      Aussieben mit einem 40 µm Sieb.
      Bei 40 my fallen einige Artemia Nauplien durch. Diese fange ich mit dem 20 My Sieb auf und füttere diese.
      Die großen Nauplien anreichern mit Vitaminen oder Phyto Konzentrat und gleich in den Kühlschrank damit sie nicht weiter wachsen.
      Dies aber erst nach einer Woche.
      Wie gesagt ich meine die Reidis die bei der Geburt 6,8 mm groß waren.
      Meine Barbouris waren dagegen 15 mm

      tenrek schrieb:

      Es werden Unmengen umkippen. Also ist es da nicht vernünftiger, sich gleich auf eine gewisse Zahl zu begrenzen und denen die besten Bedingungen zu bieten?
      sicherlich hast Du recht.Aber es ist halt sehr sehr schwer
      Deshalb auch meine 6 verschiedenen Becken. Darunter auch 3 Kreisel
      Wobei ich bisher nicht wirklich einen Unterschied feststellen konnte ob Kreisel oder 20 ltr Becken
      Ich habe einfach ein 60 litr Becken mit 2 Trennscheiben geteilt
      Selbst habe ich einige Tierchen in das Aufzuchtbecken des gemischten Zooplankton ( Brachionus, Cops, Moinas ) gegeben
      Jetzt mal Hand aufs Herz.
      Wieviel % bringt Ihr im Hobbybereich so durch?
      Ich denke 10 % wäre für mich schon ein großer Erfolg
      Einen Leitfaden für das ganze wird es aber kaum geben. Erfahrungen über Eckpunkte für Reidis, Erectus, Barbouris und co wäre aber nicht schlecht
      Wäre das nicht eine Aufgabe für Dich Tenrek ???
      Hast sich die größte Erfahrung hier im Forum.
      Dein Horizontaler Kreisel ist sicher besser mit der ganzen Filterung / UV usw.
      Bin gespannt wie er sich bewährt. Schick mal mehr Detailbilder wenn Du ihn fertig hast..
      So etwas brauch ich auch in XXL
      Bin schon neugierig auf die Anregungen von allen Seiten
      Grüße
      Heiner.
    • Hallo Heiner,

      Für mich ist ein Erfolg wenn ich 2-3 Stück groß kriegen würde. Hatte mal ein Baby gehabt was 10 Wochen alt war und dann leider gestorben ist.

      Dann kann man sich ja weiter steigen. Wenn der Erfolg da ist.

      Bin auf jeden Fall mal gespannt was die anderen sagen.
      Grüße Donovan
    • Hallo Heiner,

      Heiner schrieb:

      Einen Leitfaden für das ganze wird es aber kaum geben. Erfahrungen über Eckpunkte für Reidis, Erectus, Barbouris und co wäre aber nicht schlecht
      Wäre das nicht eine Aufgabe für Dich Tenrek ???
      Wenn Du Dich hier im Forum mal umschaust wirst Du merken, ich mache aus meinen Erfahrungen, ob positiven oder negativ kein Geheimnis.
      Ein Kochrezept für die Haltung von Seepferdchen wirst Du sicher nirgends finden ^^ Einen Leitfaden und Eckpunkte findest Du wohl.
      Pete Giwojna, Dan Underwood, Tami Weiss, Felicia Mc Caulley, Wolfgang Mai, Benn Kimmich, Fischer Joe und viele andere haben schon eine Unmenge Eckpunkte gesetzt und Leitfäden vorgestellt. Seit die Seepferdchen durch Fangbeschränkungen für die Erwerbsfischzucht interessant geworden sind gibt es auch eine Unmenge wissenschaftlicher zu diesem Thema. Die Zucht mariner Lebewesen und die Kenntnisse über ihre Lebensweise verbessert sich glücklicherweise stetig. Das bringt es natürlich auch mit sich das einige Kenntnisse im Lauf der Zeit revidiert werden,
      wie z.B. 2016 die Liste der rezenten Arten iucn-seahorse.org/2016/08/22/p…-revision-of-hippocampus/

      Einige einfache Eckpunkte zur Haltung findest Du z.B. hier seahorsesource.com/?page_id=821.


      Heiner schrieb:

      Wieviel % bringt Ihr im Hobbybereich so durch?
      Ich denke 10 % wäre für mich schon ein großer Erfolg
      Die Erwerbszucht hat derzeitig auch noch sehr viele Ausfälle, das liegt vor allen an der Verfügbarkeit des entsprechenden Futters.
      10% sind ein hehres Ziel, und was machst Du dann mit den vielen reidis im Jahr?


      Heiner schrieb:

      Brachionus erkennt das Pferdchen nicht als Futter somit wird es nicht gefressen
      Das ist etwas zu absolut, Harald füttert die reidis doch mit Brachionus, wenn ich es richtig verstanden habe. Sie sind meiner Auffassung nach auf Grund ihrer schwebenden Fortbewegung nicht das günstigste Erstfutter.

      LG
      Ralf
    • Hallo Donovan

      H.Comes schrieb:

      Für mich ist ein Erfolg wenn ich 2-3 Stück groß kriegen würde.
      Du hast Erectus ( glaube ich )
      wieviel % sind die 2-3 Stück?
      Habe auch ein 17 Monate junges Päärchen im Becken.
      Haben bisher kein einziges mal gebalzt

      tenrek schrieb:

      10% sind ein hehres Ziel, und was machst Du dann mit den vielen reidis im Jahr?
      Wieviel in % sind es denn bei Dir Ralf
      Es gibt noch genug Händler die NZ aus Indonesien importieren
      Es geht mehr um den Erfolg bzw. Ehrgeiz nicht aus finaziellen Gründen
      Aber die Frage stellt sich dann wenn es mal soweit ist. Da ist aber der Weg das Ziel.
      Ich gebe zu daß ich die letzten beiden Würfe gegen die Wand gefahren habe
      Denke das problem waren die Artemias Nauplien
      Meine älteste Nachzucht (nur eines) das ist mein Reidi Bock der mir jetzt die letzten 3 Würfe schenkte
      Daneben noch 3 Barbouris von 6-12 Monaten
      Das ist schon alles. Da mache ich mir keine Gedanken wohin mit den Tierchen.
      Bin da Deiner Meinung daß der Futternachschub bei der Hobbyzucht ein großes Problem ist.
      Speziell im Winter
      Ich werde mir im Sommer einen Gartenteich besorgen um den Nachschub zu sichern
      Kann mir jemand sagen wie lange bzw. wie oft das so geht mit 1 Pärchen?
      Im Sommer als ich genug Freiland cops hatte war leider kein Nachwuchs da.
      Danke für die Links die ich mir mal heute abend durchlesen werde.
      Grüße
      Heiner
    • Hallo zusammen

      Interessante Diskussion die sich hier entwickelt hat. Gefällt mir. ;)

      Heiner schrieb:

      Brachionus erkennt das Pferdchen nicht als Futter somit wird es nicht gefressen

      tenrek schrieb:

      Das ist etwas zu absolut, Harald füttert die reidis doch mit Brachionus, wenn ich es richtig verstanden habe.
      Nun habe gerade noch mal das Buch von Mai herausgesucht, und er schreibt: Das Zooplankton sollte aus gut angereicherten Brachionus und Copepoden bestehen. Und weiter In der ersten Tagen muss kleinstes Zooplankton zur Verfügung stehen. Hier setzt man einen Mix von Copepoden, Eupolotes und Brachionus ein. Steht Artemia in der Platinium Qualität zur Verfügung werden ab dem zweiten Tag schon ganz frisch geschlüpfte Artemia Nauplien gefressen.

      Leider wird nicht auf die Art der Copepoden eingegangen.
      Beste Grüße
      Harald

      Marine Nachzucht ist eine Chance, wenn man den Mut aufbringt sie zu nutzen.
      Ich entscheide mich für den Mut.
    • Heiner schrieb:

      Ich denke 10 % wäre für mich schon ein großer Erfolg
      Das habe ich gerade noch vergessen, man erfreut sich auch riesig wenn es keine 10% sind. Das ist eine Aufnahme von gerade wo der Nachwuchs drei und zwei Monate alt ist. :love: Für mich persönlich ist entscheidend überhaupt mal wieder Tiere groß zu bekommen.

      Beste Grüße
      Harald

      Marine Nachzucht ist eine Chance, wenn man den Mut aufbringt sie zu nutzen.
      Ich entscheide mich für den Mut.
    • Heiner schrieb:

      Denke das Tema Artemia Platinium hatten wir schon
      oder ist ein Größenunterschied zu den micro Artemia.
      Das kann ich dir so nicht sagen, Mai hat sie so beschrieben. Später kann man dann auch Siver Artemia nehmen, so schreibt er.

      Die Tiere oben im Video sind mit Artemia von Anfang an gefüttert worden zusammen mit Nitokra. Diese Cops sind aber nicht so gut geeignet da sie mehr an der Scheibe kleben als das sie schweben.

      Füttern tue ich diese Artemia.
      Beste Grüße
      Harald

      Marine Nachzucht ist eine Chance, wenn man den Mut aufbringt sie zu nutzen.
      Ich entscheide mich für den Mut.
    • Harald ! hab ich das jetzt richtig verstanden du hast 2 und 3 Monate alte junge noch im Kreisel ?(
      also bei mir kommen die jungen bei ca. 2,5cm in einem alter von 7-8 Wochen in ein größeres Becken von ca. 20 Liter ! mit reichlich Futter ! ( ich denke das sie da besser wachsen ist meine Meinung und Erfahrung )








      LG Dieter : Seepferd :
    • Hey an alle

      Die diversen Beiträge sind sehr spannend aber auch sehr verwirrend für ?( mich
      Was mache ich jetzt mit meinen vielen ?( Brachionen??
      Mir wurde gesagt das wenn man die Hälfte des Kreisels schwarz bemalt die Babys die Brachionen sehen und somit gerne essen? Was halten ihr von dieser Aussage?
      Ich habe auch Copeoden Tispe gezüchtet. Dir Vermehrung war aber sehr langsam und leider ist mir das Becken gekippt.

      Was züchtet ihr für Copeoden und mit welchen Futter?
      Herzliche Grüsse Verena
      : Seepferd : : Seepferd :
    • Hallo Verena,

      Verena schrieb:

      Mir wurde gesagt das wenn man die Hälfte des Kreisels schwarz bemalt die Babys die Brachionen sehen und somit gerne essen? Was halten ihr von dieser Aussage?
      Das ist schon richtig, durch das Schwarze hinterlegen können die Tiere das Futter besser wahrnehmen und zum anderen fühlen sie sich sicherer und haben weniger Stress. (Würde ich meinen.)
      LG
      Ralf