Nachzuchtversuch von Istigobius ornatus

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    • ....ganz ehrlich: ich halte davon nicht viel. Sind ja auch harpactoide und leben hauptsächlich benthisch.
      Ich hab in den letzten Jahren viel rumprobiert mit Thisbe, Nitocra, Copepoden aus meinem Becken, aus der Nordsee und aus dem Mittelmeer.
      Bin zum Schluss gekommen, dass zumindest ein Grund für die Erfolge der Amerikaner ist, dass sie freischwimmende Copepoden nutzen.
      Mittlerweile bin ich der gleichen Meinung, die Luis, ein Züchter der viele Arten erfolgreich nachgezogen hat, im Mofib schreibt:

      Of course harps swim and show occasionally.And yes,some very few species,like Tisbe holothuriae produce swimming nauplii that might be useful as larval food.
      And there is also a harp that is fully pelagic,small and very productive:Euterpina acutifrons,which could find a place in larviculture.
      But those are exceptions to the rule.It would be great if you find some good use for your harps.
      Other than that,breeding harps is an exercise in futility,because IMHO they are good for nothing.

      Der ganze Artikel lohnt sich zu lesen:
      marinebreeder.org/forums/viewtopic.php?f=144&t=508

      Ich halte es aber nicht für unmöglich mit Nitocra Nauplien ein paar Larven von Istigobius durchzukriegen.
    • Hai Bernd

      Grundsätzlich bin ich deiner Meinung, allerdings ist es ein Kreuz Parvocalanus crassirostris zu bekommen und daher werden wir hier in Deutschland wohl vorerst weiter mit den üblichen Verdächtigen arbeiten müssen.
      Wenn ich aktuell im genannten Shop schaue ist dieser Copepode leider nicht verfügbar!

      Ich habe die letzten Jahre immer das Glück gehabt bei Nachfragen meinerseits, genau den Zeitraum erwischt zu haben, an dem diese Art gerade leider nicht verfügbar ist.



      Heute habe ich ein kleines Starterpaket mit Nitokra lacustris und Brachionus rotundiformis erhalten. (Danke nochmals! ;) )
      Damit versuche nun einen Neustart und wenn es bis zum meinem Urlaub Mitte Juli gut läuft, würde ich mich auch für einen Zuchtversuch anmelden.
      Allerdings sehe ich dies als sehr straffen Zeitplan um bis dahin eine stabile Futterkultur aufzubauen.

      MFG Torsten
    • Guten Morgen,
      von der Größe her sind die Nitokra meiner Meinung nach definitiv interessanter. Problematisch ist aus meiner Sicht nur auch hier wieder, dass es keine frei schwimmenden Copepoden sind. Hattest du das Gefühl, dass die Grundellarven die Scheiben absuchen?
      Ich hatte es aus Ermangelung an Alternativen damals mit Tisben Nauplien probiert. Ich hab das Gefühl dass die in dem Stadium frei schwimmen, insbesondere im Kreisel.
      Viele Grüße,
      Vanessa
    • kleiner Tipp am Rande, in zwei Wochen
      gibt es bei uns wieder Parvocalanus crassirostris, da sollte meine
      Kultur wieder die richtige größe haben. (Wir haben jetzt schon eine Wartelist. Falls wer Intresse haben sollte, gerne schon einmal bei mir melden) Ich hatte leider nicht so
      viel Zeit, und das haben mir die Biester etwas übel genommen
      <img src="http://ig-meeresaquaristik.de/wcf/images/smilies/cursing.png" align="BOTTOM" />
      . Wenn ich etwas empfehlen darf. Würde ich wenn man eine wirklich einfach zu
      haltene Calanoide Copepode möchte, ganz klar zu
      Apocyclops panamensis raten. Frisst alles, vermehrt sich wie doof und
      verzeiht es auch einen, wenn man mal übers Wochenende nicht da ist
      und der Luftschlauch aus der Kultur rutscht :S .

      Acatia Tonsa finde ich persönlich etwas schwieriger in der
      Zucht bei einer sehr ähnlichen Größe. Das größte Problem ist
      wohl, dass die adult Copepoden liebend gern Ihre Jungen auffressen.
      Deswegen müssen die erwachsenen immer in einem Sieb Gehalten werden
      und alle 3-4Tage in ein neues Gefäß überführt werden.


      Deswegen wer sich keine große Arbeit
      machen möchte, Klare Empfehlung Apocyclops panamensis außerdem
      sind die Naupilen mit 70 µm auch sehr klein. Außer man hat wirklich viel Zeit, lust und genügend Isochrysis dann Parvocalanus :whistling: .
    • Harald schrieb:


      Ich finde diese/deine Gedanken eine sehr willkommene Bereicherung. : danke :

      Ich stelle es mir nur sehr schwierig vor die Larven unmittelbar nach der Geburt an Brackwasser zu gewöhnen, wenn dann müssten schon die Elterntiere an Brackwasser angepasst werden. Habe jetzt nicht die Salinität bei Ankunft der Larven gemessen, was vielleicht auch ein Fehler war.


      Hallo Harald,

      ich halte die Grundeln bei normaler Salinität. Also alles richtig gemacht.
      Sie leben schon mehr als ein halbes Jahr bei mir. Komischerweise wollte sie früher keiner kaufen. Seitdem sie ablaichen, waren schon mehrere Anfragen. Da ich jedoch so viel Freude mit ihnen habe, auch die Verfärbung eines Tieres in der Laichzeit und den ersten Tagen, wenn sie das Gelege bewacht ;) , bleiben sie jetzt bei mir.

      Sie sind auch gerne an der Scheibe und lassen sich bewundern.


      Ich finde die Ausführungen zum natürlichen Lebensraum auch sehr interessant.
      Aber das Futter dürfte die größere Hürde sein. Da bist Du ja dran.

      LG Elena