Meine derzeitige Nordseeaquaristik...

    • Meine derzeitige Nordseeaquaristik...

      ...ist im Umbruch! Zurzeit bekomme ich viele interessante Tiere rein; manches davon gibt mir sehr zu denken. Die Klimaänderungen kann man an den Kutterfängen der letzten Wochen und Monate klar erkennen.
      Hier ein paar Bilder aus meiner Anlage; das Hauptbecken links (hier nur in kleinen Ausschnitten abgebildet) hat ca. 450 Liter Bruttoinhalt, das kleine damit verrohrte Nebenbecken hat brutto 200 Liter. Gekühlt wird mit einem Monoblock-Kühlgerät, welches die warme Abluft aus dem Fenster nach draußen schickt(mein Beitrag zur Klimaerwärmung; dafür fahre ich kein Auto!). Gefahren wird die Anlage zurzeit bei Temperaturen von 15-16° Celsius.
      Hier ein paar Bilder: Zu 1: Einsiedler aus der Nordsee und Brassen des Mittelmeeres, die ich versuchsweise dazu setzte. Klappt bisher sehr gut. Zu 2 und 3: Hier sieht man Große Felsengarnelen und Schlangensterne. Zu 4 und 5: Gesamtansichten des kleinen 200 Liter-Beckens; in den Ablaichkästen sind Kleintiere wie etwa Gespensterkrabben, kleine Seeigel etc. . Zu 6: Dies ist die Samtkrabbe Necora puber, typisch sind die roten Augen. Leider stieg sie mir aus dem Becken aus. 7.: Ein Kaisergranat oder auch Scampi, der sich bisher sehr gut hält! Zu 8: Eine Seenelke, die sich an die künstliche Felsrückwand setzte. Sie ist etwas kräftiger gefärbt als das Exemplar vorne im Ablaichkasten.

      LG aus dem "hohen" Norden, Sven! ;)
    • Hallo Sven

      Vielen Dank für die Vorstellung deines Kaltwassers.

      @win schrieb:

      Welche gefangenen Kuttertiere sind denn aktuell Zeiger für die Klimaerwärmung?

      Das wäre auch meine Frage gewesen. :wink:
      Beste Grüße
      Harald : fisch :

      Marine Nachzucht ist eine Chance, wenn man den Mut aufbringt sie zu nutzen.
      Ich entscheide mich für den Mut.


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    • Hai,

      um Eure Frage zu beantworten: Da spielt sich etwas großes Komplexes ab, was man an vielen Indizien sehen kann. Die Große Felsengarnele Palaemon serratus etwa wird beispeilsweise vor der bretonischen Atlantikküste regulär und kommerziell befischt. Bei uns spielte sie bisher keine große Rolle, da sie nur relativ selten und dann in kleineren Stückzahlen gefangen wurde. Jetzt aber - Ende Oktober(!) holen unsere Fischer sie plötzlich in solchen Stückzahlen raus, dass der eine Kollege sich erstmal zwei Kilo davon kochte... Der andere brachte mir ca. 100 Stück lebend mit... Ich setzte versuchshalber einige Tiere in mein Wohnzimmerbecken, das ca. 20° Celsius warm ist. Und voila: Sie leben immer noch!
      Außerdem brachten mir die Fischer einen Roten Knurrhahn mit.... Die sollten eigentlich ab August hier nicht mehr präsent sein... Ähnliches gilt für die Vipernqueise Echiichthys vipera
      ...
      Das ist schon spannend. Offensichtlich ist die Nordsee zu warm geworden. Während nämlich auf der anderen Seite Dorsche kaum zu bekommen sind...

      LG, Sven!
    • Hallo Sven,

      ich kann Edwin nur voll zustimmen...

      @win schrieb:

      Hmmm....Schlangensterne auf Sand sehen ja irgendwie auch gut aus :)
      ...wenn Du noch welche über hast, würde ich gern welche für mein Becken nehmen. Welche Farben hast Du da noch von? Hatte einen aus dem Mittelmeer, der war dunkelgrau mit hellgrauen Streifen.

      Was ist das da für ein Seestern, der da halb im Bodengrund eingegraben ist? Kannst Du von den Seespinnen auch einmal eine Nahaufnahme machen?

      Gruß Oliver
    • Hai Oliver!

      Die Schlangensterne hier sind alle beige-rötlich-braun; mehr kann ich da leider nicht bieten. Habe aber noch einige da.
      Hier einige Bilder von Gespensterkrabben der Gattung Macropodia, es sei angemerkt, dass sie einen Körper von etwa 1-2cm Größe und eine Beinspanne von etwa 5-6cm erreichen; andere Angaben(etwa aus dem Mewalex bis 22cm) sind nicht zutreffend.
      Habe noch einige übrig und kann auch nach Geschlechtern sortieren. Zurzeit habe ich in einem 50er Becken sogar mindestens 5 davon, die ich bei Zimmertemperatur halte.

      LG, Sven!