Angepinnt Gasblasenkrankheit

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    • Gasblasenkrankheit

      Hallo zusammen

      Jeder der Seepferdchen hält sollte sich auch mit der Gasblasenkrankheit bei Seepferdchen beschäftigen.

      Es gibt einige interessante Links im Netz dazu.

      Zum Beispiel die Seite FusedJaw: Seahorses, Pipefish & Seadragons. Auf dieser Seite bin ich regelmäßig unterwegs um zu lernen. Hier der Link zur Gasblasenkrankheit.

      Das Video dazu können wir uns auch schon hier anschauen.

      [video]www.youtube.com/watch?v=EoQU7Ez4Okw[/video]

      Einen weiterer Link von Ben Kimmich seiner Seite.
      Beste Grüße
      Harald

      Marine Nachzucht ist eine Chance, wenn man den Mut aufbringt sie zu nutzen.
      Ich entscheide mich für den Mut.


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    • Sylvio schrieb:

      Gasblasenkrankheit ist immer ein bakterielle Infektion

      Du hast vollkommen Recht, ein Aufstechen hilft dem Seepferdchen wieder beim aufrechten Schwimmen, jedoch genügt das natürlich nicht, ...

      Man muss bei der Gasblasenkrankheit auch mit einem antibiotischen Mittel spülen.

      Furan-II oder Trimarin haben sich bewährt, aber auch Medikament Diamox kann helfen! :good:

      Liebe Grüße aus Wien, :hut:

      Herbert
      --------------------------------------------------------
      Zucht von H. reidi, H. barbouri, H. erectus & H. zosterae
    • Hallo Sylvio,

      Sylvio schrieb:

      Gasblasenkrankheit ist immer ein bakterielle Infektion



      da liegst Du leider daneben, nicht immer ist die Gasblasenkrankheit auf eine bakterielle Infektion zurückzuführen.
      An Gilber hat dazu einen interessanten Artikel geschrieben. seahorse.org/library/articles/gbd/gbd.shtml
      Sie führt drei Arten von Gasblasenkrankheit an. Gasblasen in der Haut, Gasblasen im Körper und Gas im Beutel.

      Ich gebe sie hier mal sinngemäß wieder.

      Da mein english nicht besonders gut ist, hier das sinngemäße Zitat.

      Die Blasen in der Haut sind gasgefüllte und geben positiven Auftrieb.
      Sie ist nicht zu verwechseln mit den flüssigkeitsgefüllten Zysten und Granulomen
      die mit anderen Erkrankungen der Seepferdchen wie Vibrio und mykobakteriellen
      Infektionen in Verbindung gebracht werden.
      Die EGBK ist wahrscheinlich das Ergebnis eines Fehlers bei der Hydratisierung von Kohlendioxid zu Kohlensäure durch das Enzym Carboanhydrase
      Gassättigung in ihrem Umfeld oder einer bakteriellen Infektion, bei der CO2, von den Bakterien freigesetzt und in der Haut eingeschlossen wird.
      Die Gasblasen in der Haut wurden schon erfolgreich durch die Verwendung von Antibiotika, Carboanhydrasehemmer und Änderungen an der Haltungsbedingungen,
      einschließlich der Entfernung des Skimmers behandelt.
      Es ist wichtig zu beachten, dass die EGBK ist ein Symptom ist, und jeder Fall eine andere Ursache haben und unterschiedliche Behandlungen erfordern könnte.

      Die Interne Gasblasenerkrankheit beschreibt das Vorhandensein von Gas in den Körper des Seepferdchens, die zu Blähungen und positiven Auftrieb führen.
      Dies ist nicht zu verwechseln mit der Aufblähung von Ödemen, die dazu führen würden das,das Pferdchen sinken und nicht schwimmen würde.
      IGBK deutet sich in der Aufblähung des Körpers und / oder des Schwanzes des Seepferdchens an. Dadurch erhält das das Seepferdchen positiven Auftrieb.
      Das führt oft dazu das, das Pferdchen unfähig ist , seine Bewegungen zu lenken oder Abzutauchen. In fortgeschrittenen Fällen kann IGBK schwere Schäden
      an den inneren Organen der Seepferdchen verursachen.

      IGBK ähnliche Symptome können das Ergebnis eines Fehlers bei der Hydratisierung von Kohlendioxid zu Kohlensäure, Gasübersättigung in der Umwelt,
      oder bakterielle Infektion, ähnlich wie bei der EGBK sein. Allerdings könnten die Symptome, die mit IGBK in Verbindung gebracht werden auch das Ergebnis
      anderer nicht-GB-Krankheiten wie Beschädigung oder Infektion der Schwimmblase sein. Wie bei der EGBK haben sich, Antibiotika, Carboanhydrasehemmer und Umweltveränderungen
      als wirksam gegen IGBK erwiesen, aber die erforderliche Behandlung hängt von der zugrunde liegenden Ursachen der Erkrankung ab.

      Das Beutel Emphysem entsteht durch Luft die in den Beutel der männlichen Seepferde eingeschlossen ist. Dieser Zustand kann dazu führen führen das, das Seepferdchen seine Fähigkeit zu schwimmen verliert, Die Ursachen für das PE sind vermutlich in Mikrobläschen im Aquarium und Fehler bei der Hydratisierung von Kohlendioxid zu Kohlensäure zu suchen.
      Diese Mikroblasen sind nicht die, die durch Sprudelsteine und Wasserüberläufe erzeugt werden , sondern es sind Mikrobläschen, die unter Druck von einigen Skimmern oder durch Leckagen vor Wasserpumpen erzeugt werden.

      In den meisten Fällen können Beutel Emphysem mit einer einfachen Beutel Evakuierung behoben werden.
      BE können erfolgreich durch die manuelle Entleerung des Beutels erreicht werden. Bei anhaltende oder wiederkehrenden Fällen von PE wurden durch das Spülen des Beutels mit Carboanhydrasehemmer und die Behandlung mit Antibiotika, sowie Änderung der Umgebung, um Mikrobläschen zu verhindern Erfolge verzeichnet. Wie immer, müssen um ein erneutes Auftreten zu verhindern, alle Anstrengungen unternommen werden, nicht nur, die Symptome zu behandeln, sondern die Ursache des Problem zu erkennen und beheben.

      Ende des zitierten Teils.


      Das Aufstechen der Blasen, häufig von Tierärzten angeraten, ist meines Erachtens nach kontraproduktiv.
      Durch das Aufstechen der Blasen können sich Sekundärinfektionen bilden.
      Da auch das benötigte Mittel bei der nicht bakteriellen Gasblasenkrankheit verschreibungspflichtig und recht teuer ist, empfehle ich,
      das kranke Tier nicht in 20 Liter sondern in 5 Liter zu behandeln.

      Und "Bitte" Antibiotika nur bei genauer Kenntnis der Krankheitsursache oder besser noch nur nach ärztlicher Diagnose und genau nach Vorschrift anwenden.

      LG
      Ralf

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von tenrek ()

    • okay ,
      die zählen wenn zu viel übersättigte Gase im Wasser sind mit

      das hatte ich in der Beziehung nicht auf den Schirm

      Eine Übersättigung des Wassers durch Gase ist auch ein Thema in ganz normalen Riffbecken
      wenn Fische ohne ersichtlichen Grund einfach sterben.

      MfG Sylvio
      Dem Tatendrang immer eine Spur voraus
    • Hallo Leute...

      die Gasblasenkrankheit wird oft erkannt an kleinen Bläschen, welche auf der Oberhaut der Seepferdchen zu sehen sind. Leider gibt es auch Formen von Vernesselungen, welche dann die gleichen äußerlich erkennbaren Bläschenbildungen nach sich ziehen.

      Bei den Gasblasenerkrankungen werden doch sehr oft die bakteriellen Erkrankungen diagnostiziert. Doch eine konkrete Diagnose kann kaum ein Tierarzt etc. nachvollziehen, da diese Krankheiten doch schon einige Erfahrungen im Umgang mit den "Pferden" voraussetzt. Hier kann man auch mit viel Aufwand einige Erfolge erzielen!!!

      Das öffnen von Glasblasen sollte nur außerhalb des Beckens erfolgen, so dass man ein betroffenes Tier eigentlich in Quarantäne setzen sollte. Hierzu wird die stelle mit einer "sterilen Nadel" geöffnet und mit Hilfe eine Wattebausches kann man die austretende "Luft du teilweise Flüssigkeit" aufnehmen. Danach kann man die Stelle mit etwas 10 Prozentiger Jodlösung abtupfen um weiterhin zu desinfizieren. Die entnommene Probe kann dann in einem Labor untersucht werden. Bisher hat dies bei mir keinerlei Probleme gegeben, wenn ich in unserer Tierklinik alles abgegeben habe. Für einen kleinen Obolus kann man dann schon mal eine Fachauskunft bekommen und weiß welche "Erreger oder Bakterien" hier überhaupt behandelt werden sollen.

      Wer die Möglichkeit nicht hat kann sich über einen Tierarzt oder Tierfachklinik Diamox besorgen. Dieses Medikament ist Verschreibungspflichtig und sollte nur gering dosiert angewendet werden. Hierbei hat sich bisher folgende Anwendung positiv bewehrt. 1 Tablette enthält 250mg Acetazolamid und sollte in ca. 20 Liter Wasser aufgelöst werden. Eine Anwendung sollte mindestens für ca. 5-7 Tage erfolgen. Hierzu sollte das Quarantänebecken gut umgewälzt werden und eine gute Sauerstoffversorgung erfolgen.

      Bisher war unter einigen Züchtern bekannt geworden, dass die Gasblasenkrankheit oft mit belastetem und schlecht umgewälzten Beckenwasser zutun hat. Hier kommt es zu bakteriellen Verunreinigungen. Eine gute Heilung besteht daher bei einer guten Umwälzung und der Einsatz von Ozon in Verbindung mit einer UV-Anlage, um die Bakterien im Freiwasser abzutöten.
      Gruss Michael

      Der Neid und Frust der Anderen, macht jede vernünftige Kommunikation kaputt !!!
    • Hallo tenrek...

      danke für die Informatonen und die Übersetzung aus dem Englischen!

      Bei der Behandlung von Gasansammlungen im "Brutbeutel" des männlichen Seepferdchens sollte man verschiedene Dinge beachten:

      1. keine metallischen Gegenstände zum Ablassen der Gase einsetzen (Verletzungsgefahr kann nicht ausgeschlossen werden)
      2. nur mit desinfizierten Händen arbeiten, um weitere Infektionen zu vermeiden
      3. bei einem Eingriff eine Gummiflexüle benutzen
      4. das Spülen des Brutbeutels mit Jod oder ähnlichem Mittel unterlassen (hier werden die Eier befruchtet und es kann eine Unfruchtbarkeit die Folge sein)
      5. jeder Eingriff oder Behandlung bedeuten Stress für die Pferde und können die Sache verschlimmern
      6. das Ablassen von Gasen behebt nicht die Ursache... also Beckenwerte kontrollieren und ggf. großen Wasserwechsel 50% (hierbei Wasserzulauf über 1-2 Stunden)
      7. Spülungen des Beutels niemals im Zuchtbecken vornehmen, da hier Bakterien eingespült werden aus dem Brutbeutel und im Freiwasser verteilt werden
      Gruss Michael

      Der Neid und Frust der Anderen, macht jede vernünftige Kommunikation kaputt !!!
    • Hallo zusammen

      Schön das in diesem Thread so viele Informationen zusammen kommen.

      Vielen Dank an die Beteiligten. :yes:
      Beste Grüße
      Harald

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