Vibrionen? Behandlung erfolgreich.

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    • Vibrionen? Behandlung erfolgreich.

      Beckengrösse: LxBxH =80x40x40
      Beleuchtung : T8
      Weitere Technik: Eiweißabschäumer, Aussenfilter, UVC, temporär Ozon
      Einrichtung : Bodengrund->Korallengrus,
      Pflanzen: Caulerpa,
      Überhänge aus Lebendgestein,
      Besatz: 1.1 H.erectus, 1.0 H.reidi, 1.1 P.kauderni, versch. Schneckenarten

      Anfang Mai 2015 musste ich feststellen das sich mein H.erectus Männchen anormal verhält. Bei der Fütterung kam es nicht zum Futterplatz sondern blieb im hinteren dunkleren Bereich des Beckens.
      Ich beobachtete das Tier daraufhin intensiv und bemerkte, dass sein Schwanz gestreckt war. Berührungen schienen zu schmerzen.
      Nachdem ich das Tier rausgefangen hatte und untersuchte, sah ich das der Schwanz graue Stellen und eine offene Stelle hatte. (Bild1)
      Nach den Anzeichen, eine bakterielle Infektion, wahrscheinlich Vibrionen.
      Da ich nicht genau wusste welcher Erreger es war, beschloß ich erst mal auf Antibiotika zu verzichten. Ich trocknete die betroffenen Stellen mit Toilettenpapier.
      Anschließend betupfte ich diese Stellen, mit in Jod getränkten Wattestäbchen.
      Bei der Überprüfung des Beckens mußte ich dann feststellen, dass die UVC –Anlage ausgefallen war. Sie war von mir leider sehr ungünstig platziert, so das ich den Ausfall nicht mitbekomme hatte.
      Bakterien aller Couleur gibt es ja in jedem Becken, bis zu einer bestimmten Individuendichte sind sie normalerweise auch nicht pathogen.
      Durch den Ausfall der UVC-Anlage konnten sie sich ungehindert vermehren und wurden nicht reduziert. In der Natur sorgen Wind und Strömung für eine Verdünnung der Individuendichte, im Aquarium muß man mit UVC nachhelfen.
      Die Jodbehandlung wurde zweimal am Tag durchgeführt, brachte aber keine Verbesserung.Bei der suche nach Behandlungsmethoden stieß ich auf ein mir bisher noch nicht bekanntes Mittel“ Wofasteril E 400“. Es wird erfolgreich in der Fischwirtschaft angewandt. Die Beschreibung des Mittels und auch die Berichte über seinen Einsatz waren sehr interessant.
      Nach der Anwendung zerfällt es in Essigsäure, Wasser und Sauerstoff, es bilden sich keine Resistenzen und es hat ein sehr grosses Wirkungsspektrum.
      Nachteil, es ist aggressiv und korrosiv. Beim Einsatz ist unbedingt auf die Einhaltung der Sicherheitshinweise des Herstellers zu achten.
      Mittlerweile hatte sich der Zustand des Tieres verändert. Es lag auf dem Boden und atmete schwer. Zwischenzeitlich traf auch das Mittel ein. Obwohl ich die Hoffnung schon aufgegeben hatte, dosierte ich es nach Vorschrift, 2,5 ml Wofasteril E400 auf 1000 Liter Wasser. Die Anwendung wurde alle 8 Stunden wiederholt. Am Morgen des 2. Tages sah ich das Pferdchen zwischen der Caulerpa stehen. Angebotene Frostmysis nahm es an. Die Behandlung wurde weitere 8 Tage, im 8 Stundenrhytmus, durch geführt. Der Zustand des Tieres verbesserte sich zusehends. Sicherheitshalber wurde die Behandlung für weitere 2Wochen, einmal täglich durchgeführt. Zum heutigen Tag schwimmt das Tier gesund und munter.
      (Bild2 bis Bild8 )
      Ich möchte trotzdem darauf hinweisen.
      Die Anwendung und Nutzung von Wofasteril E400 geschieht auf eigene Gefahr. Für eventuelle Schäden die, durch die Anwendung nach Lesen dieses Beitrages, entstehen übernehme ich keine Haftung.



      LG
      Ralf
    • Hi Ralf

      Das passiert mir selten, aber jetzt ist mir glatt die Spucke geronnen.

      Vielen Dank für diesen tollen Erfahrungsbericht. :good:
      Beste Grüße
      Harald

      Marine Nachzucht ist eine Chance, wenn man den Mut aufbringt sie zu nutzen.
      Ich entscheide mich für den Mut.


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    • Hi Sylvio,
      da hast Du recht bei falscher Anwendung gefährlich.
      Deshalb immer die Fachinformationen und das Sicherheitsdatenblatt lesen und vor allem sich streng danach richten.
      Ach so, zu ergänzen wäre noch. Die Schnecken und die anderen niederen Tiere haben keinen Schaden davon getragen.
      Das Männchen von P.caudernii hat im Behandlungszeitraum Jungtiere aus dem Maul entlassen.


      LG
      Ralf

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von tenrek ()

    • tenrek schrieb:

      Hallo Henning,
      ich konnte 1 Liter bestellen.

      Aber bitte immer Sicherheitsdatenblatt und Betriebsanweisung beachten, und dann noch etwas pingeliger sein.
      Nicht überdosieren, viel hilft hier nicht viel.

      LG
      Ralf


      Und achtet das es in Sicherheitsflaschen/Behälter mit Entlüftungdeckel geliefert wird.

      Wenn nichts dabei ist kann man auch eine Spritzenkanüle zur Entlüftung nehmen.

      Vor allen sicher vor Kindern und Tieren aufbewahren

      MfG Sylvio

      und nicht dran richen ,sonst ist das Gehirn platt :phat:
      Dem Tatendrang immer eine Spur voraus
    • Morgen .
      Ja toller Bericht.
      Woran machst du fest das es vibrionen waren?
      Heutzutage hat auch jeder cyanos.
      Deine Behandlungen ok aber du hattest angekündigt mit uvc vibrionen erfolgreich bekämpft zu haben.
      Nun du hast erfolgreich einen enttündungshert bekämpft . Dafür ein Lob.
      Aber woher kam der ?
      Ursache Wirkung.....
      Die Ursache sieht er nach einer Verletzung aus mit einer nachfolgender Infektion. Den schau mal wo die Infektion ist und wie hält sich ein Seepferd fest.

      Sorry wenn ich das so hart sage aber ich kenne Leute die würden dich jetzt durch den Wolf drehen.
      Ja die alten Hasen .
      Vibrionen treten am Anfang als blutflecken auf. Oft zu beobachten bei zebrasoma flavescence bedingt durch die gelbe Farbe gut zu sehen.
      Daraus entwickeln sich Geschwüre und oder flossenfäule . Dann ist aber alles zu spät.
      Sobald das Muskelgewebe und die Kiemen befallen sind heißt es tiergerecht töten.
      Das heißt vibrionen machen keine Löcher . Das sind sekundärinfektionen. Vibrionen sind also bakterien der von innen heraus die Tiere töten. Zu erkennen am blutigen After.
      Die Bekämpfung der Infektion geht in Ordnung der Rest ist sehr differenziert in meinem Augen. : licht aus :
    • Hallo Ronny,
      Hinter dem Vibrio steht ein Fragezeichen.
      Woher kommt meine Vermutung, weil alle Anzeichen dafür sprachen und es leider nicht die erste Vibrionen-Erkrankung war,
      die ich im Laufe meines Aquarianerlebens hinnehmen mußte.
      Da ich aber keine bakterielle Untersuchung durchführen ließ, deshalb das Fragezeichen.
      Ich erklär e
      s Dir gern nochmal.
      Vibrionen wie andere Bakterien sind in jedem normalen Aquarium vorhanden. Sie können durch Lebendgestein, durch Live-Sand,
      und durch Frost oder Lebendfutter eingetragen werden. Im Meer wird die Bakterienkonzentration durch Wind und Strömung verteilt.
      Im Aquarium ist das nicht möglich, das Wasservolumen ist zu gering. Hier kommt jetzt Ozon und UVC zu Wort. Ozon kann leider nicht auf Dauer ununterbrochen eingesetzt werden.
      Zu langen Ozoneinsatz merkst Du spätestens, wenn es riecht und Du Kopfschmerzen bekommst. UVC ist hier in meinen Augen besser, da es vor Ort wirkt,
      Wenn ich bemerkt hätte, daß mein UVC ausgefallen ist, hätte sich das Tier sicherlich nicht infizieren können.
      Ich habe auch keine Entzündung bekämpft wie auf Bild 1 eindeutig zu sehen ist.

      tenrek schrieb:

      Wie ich eine Vibrioinfektion behandelt habe werde ich gern beschreiben wenn ich wieder in Deutschland bin.


      Das schrieb ich.

      Ronny schrieb:

      Heutzutage hat auch jeder cyanos.


      Und die machen solch ein Krankheitsbild?

      Ronny schrieb:

      der Rest ist sehr differenziert in meinem Augen


      "differenziert = fein bis ins Einzelne abgestuft" das verstehe ich jetzt nicht. ?(

      Sorry, aber jetzt muß ich es hart sagen.
      Bei Dir sehe ich, sehr freundlich ausgedrückt, an vielen Stellen ein gefährliches Halbwissen.
      Etwas weniger Literatur zitieren und wenn dann richtig, dafür besser die Welt mit offenen Augen beobachten.
      Nebenbei, bei mir schwimmen derzeitig ca. 40 Pferdchen in drei Arten.Ich glaube also schon zu Wissen wie sich Pferdchen festhalten. Sehe ich ja täglich.
      Ja ja, die alten Hasen, ich rede ungern darüber wie lange ich mich schon erfolgreich mit der Aquaristik und Terraristik beschäftige.

      Damit Du es nicht falsch verstehst, ich mag Kritik, sie hilft eigene Denkfehler zu korrigieren und bringt weiter. Nur sollte sie nicht der bloßen Kritik wegen geäußert werden,
      sie sollte meiner Ansicht nach auch wenigstens von, etwas, Fachwissen getrübt sein. Es könnte sonst der Eindruck entstehen sie dient nur dem eigenem Licht.

      LG
      Ralf

      Dieser Beitrag wurde bereits 6 mal editiert, zuletzt von tenrek ()

    • Guten Morgen

      Habe den letzten Beitrag gelöscht. Bei aller Kritik, bitte die Sachlichkeit waren.

      Danke.
      Beste Grüße
      Harald

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    • Moin
      Wie kann man schreiben man hat vibrionen besiegt ohne einen Abstrich.
      Ja ich habe angelesenes Halbwissen da wirst du schon Recht haben.
      Aber das was du da hast ist eine sekundärinfektion. Wird dir jeder Veterinär auch sagen und keiner davon wird sich auf vibrionen versteifen ohne Analyse.
      Das nächste ist ich muss an deinen haltungsbedingungen zweifeln wenn das ausbricht.
      Und das was immer im becken ist sind Geißeltierchen . Das ist was anderes aber Gut du hast 40 Tiere und kannst vibrionen erkenne.
      Wenn du Verdacht geschrieb n hättest ok . Aber hast du nicht.
      Ich werd in Zukunft das spektrum mal schätzen .... Ist ungefähr das gleiche :fie:
    • Hallo Ronny

      Ich denke es reicht. Die Vibrionen sind ganz klar von Ralf mit einem Fragezeichen versehen worden.
      Beste Grüße
      Harald

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    • Hallo,

      mich suchen ja auch immer wieder mal kleine Katastrophen auf... aber so denken sicherlich viele.

      Als ich vor ein paar Wochen morgens in mein Seepferdchebecken schaute, war mir ganz übel, denn einer meiner Böcke hielt sich mit "steifen" Schwanz an der Dekoration fest und war am Schwanzende über ca. 1cm komplett weiß. Ob es sich tatsächlich um Vibrionen genhandelt hat, kann ich nicht sagen. Leider habe ich auch massig Borstenwürmer im Becken. Vielleicht war für die weiße Stelle auch ein fieses Würmchen schuld.

      Separieren wollte ich das Pferd nicht, denn meine Hausapotheke gab außer Salbeitee nichts wirklich Sinnvolles her und zusätzlicher Stress tut dem Wohlbefinden der Pferdchen bekanntlich ja auch nicht gut.
      Also erst mal meine UV heraus gekramt und angeschlossen, denn diese läuft bei mir nicht dauerhaft mit. Dann habe ich noch mal meine Schubladen durchsucht und von Aquarium Münster das Ektomor gefunden. Nun gut, schaden wird es sicherlich nicht, also rein damit. Das Pferdchen habe ich nun ganz genau beobachtet. Es hat die Tage immer gefressen und die weiße Stelle am Schwanz ist auch nicht größer geworden.Nach 1-2 Tagen konnte es sich auch wieder ganz normal mit dem Schwanz festmachen. Es ging also aufwärts. Ich habe das Ektomor insgesamt 6 Tage lang als "Dauerbad-Behandlung" dosiert und die UV ca. 3 Wochen laufen lassen. Und siehe da, dem Pferdchen geht es heute wieder prächtig.

      Vielleicht hilft es ja dem Einen oder Anderen bei einem ähnlichen Problem.


      Viele Grüße
      Betty
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    • Hallo Betty

      BettyT schrieb:

      Und siehe da, dem Pferdchen geht es heute wieder prächtig.

      Das ist eine sehr gute Nachricht. :yes:

      An Vibrionen mag ich aber auch nicht glauben, eher wie du beschrieben hast werden da wohl die Borstenwürmer im Spiel gewesen sein da Ektomor meines Wissens nach nicht bei einem Vibrionen Befall hilft.
      Beste Grüße
      Harald

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    • :hi: Betty

      BettyT schrieb:

      Und siehe da, dem Pferdchen geht es heute wieder prächtig.

      in ich froh gewesen nach deinem Bericht dies Worte zu lesen. :yes:

      Harald schrieb:

      An Vibrionen mag ich aber auch nicht glauben, eher wie du beschrieben hast werden da wohl die Borstenwürmer im Spiel gewesen sein da Ektomor meines Wissens nach nicht bei einem Vibrionen Befall hilft.

      So hätte ich dies auch gesehen Harald.

      BettyT schrieb:

      Vielleicht hilft es ja dem Einen oder Anderen bei einem ähnlichen Problem.

      Auf jeden Fall, den nur kommt man weiter.
      ><((((º> <º)))) ><

      Salzige Grüsse
      Henning