Algenhaltung

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    Aus Gründen der Höflichkeit bitten wir das Geschriebene mit seinem Vornamen zu kennzeichnen. Danke, das Team der IG.

    • Hallo
      Ich hab mal eine Frage zu einem Typischen Phänomen.
      Man kauft sich neue Steine, tuht sie in ein neues Aquarium und in kürzester Zeit sprießen wunderschöne kleine Algen. Viele verschiedene Arten.
      Auch im Meer findet man "Rasenflächen" aus verschiedensten Algenarten.

      Und dann irgendwann verschwinden sie wider.
      Das ist jetzt auch in meinem Seepferdchenbecken der fall. Es werden immer weniger Algen. Ich habe extra darauf geachtet es Algenfresserfrei zu halten in der Hoffnung es würde sie so lange wie möglich am Leben erhalten.
      Aber nein......
      Kennt ihr irgendwelche Tricks um diese Algenarten villeicht dauerhaft zu erhalten?
      Ich habe mal gehöhrt Eisen solle helfen. Aber in welcher Dosierung?
      Liebe Grüße

      Stefan
    • Hi Stefan,

      Generell: Mikro/Makronährstoffe konstant halten.
      Makroalgen sollen eine N/P Ratio von ca. 30:1 behaglich finden.
      Also etwa 5-10mg/l N und 0,2-0,3mg Phosphat.

      OrganPlanerSee ist eine gute Unterstützung.
      Falls du eine Einzel-Eisen Dosierung durch ein anderes Produkt bevorzugst, würde ich anfangs einfach die Hälfte
      der empfohlenen Menge dosieren. Beobachtung und Steigerung ist dann immer noch möglich.

      Tschüß :)
      Edwin
    • Hallo Stephan,
      Algen sind besondere Pflanzen und benötigen neben den Hauptnährstoffen eine Menge anderer Sachen. Ich habe das hier ausführlich beschrieben, zwar für Phyto aber generell trifft das für alle Algen zu: Lebendfutter Teil 3
      Besonders die organischen Zusätze sind interessant.
      Man darf aber auch nicht vergessen, dass unter Algen ein Kampf um den Platz an der Sonne stattfindet und einige Arten überlegen sind. Das geringe Volumen im Aquarium hat eine Instabilität der Versorgung zur Folge, so dass irgendein Mangel und sei es ein einziges Element zur Limitierung führt.
      So hatte ich große Probleme mit Algen und Blütenpflanzen der Ostsee, die trotz aller möglichen Zusätze nicht auf Dauer am Leben zu erhalten waren. Unter anderem ist im Brackwasser eine Ionenverschiebung nur schwer auszugleichen und mit Sicherheit ist bei vielen Algen auch eine Kohlenstoffquelle erforderlich. Experimente mit meinem alten Seewasseraquarium und CO2 Zugabe hatten eine Stabilisierung der KH und des pH Wertes Tag und Nacht zur Folge und es ist mir gelungen damit tropische Tange zum Wachsen anzuregen. Allerdings muss die Regelung der CO2 Zugabe extrem genau geführt werden und täglich neu justiert werden. Zumindest der Dosierautomat den ich einsetzte erforderte das.
      Mit dem Algennährstoff F/2 sind um solche Probleme zu vermeiden Komplexbildner und Stabilisatoren zugefügt und es genügt i.d.R. das Aquarium mit etwas Luft zu versorgen um Kohlenstoff zuzuführen.
      LG Dietmar
      FG Meeresaquaristik Berlin-Brandenburg
    • Erst mal Algen sind keine Pflanzen :D Algen sind Algen.
      Seegräser z.B. sind Pflanzen.

      Ich hatte mein kleines 17-Liter-Algennano ziemlich dicht besetzt gehabt und habe da Bio-CO2 dran gehabt (die ganz normalen Buddeln aus dem Süßwasser, die Füllung kann man auch aus Zucker, Tortenguß und Hefe selbst basteln). Das blubberte Tag und Nacht, hat wunderbar geklappt. Ansonsten hatte ich den Organ Planer See, einen Süßwasser-Eisendünger, einen NPK-Dünger und einen Ammonium/Nitratdünger. Hat prima geklappt! Ich mußte halt täglich dosieren.
      Viele Grüße,
      Steffi :Krabbe:
      Steffis Nanos
    • Also ich habe es mal ausprobiert.
      Ich muss sagen... BEDINGT funktioniert es.
      Ich habe in meinem Haupt und Seepferdchenbecken mal den Pflanzendünger von Tetra ausprobiert. (ohne Phosphat und nitrat)
      Bei den korallen kann man keine änderung erkennen. Weder gut noch schlecht.
      Im seepferdchenbecken hatt sich ein dünner, grüner Algenfilm ausgebreitet. Der überwächst auch die anderen Algen auf den Steinen. Da werde ich wohl die Dosis senken müssen.
      Im Hauptbecken fängt die Caulerpa prolifera und Halimeda sp. mit einem unglaublich üppigen wachstum an.
      Vorher kümmerte die Prolifera ein wenig vor sich hin und die Halimeda wurde von unten her sehr schnell blasser und veralgte. So ein sattes Grün wie jetzt habe ich bei beiden Algen in meinem Becken noch nie erlebt. Leider war es nicht das ziel diese beiden Algen dazu zu bewegen alles zu überwuchern :D
      Aber es sieht trotzdem super aus. Und dann kommt das, worüber ich mich sehr freue!
      Ich hab schon oft probiert ulva sp. anzusiedeln. Ohne erfolg. Jetzt beginnt ein winziger Ableger aus dem Atlantik zu wachsen und sich sogar auszubreiten!!! ich habe ein kleines Aufzuchtbecken zum einhängen schon zur hälfte mit Ulva vollgewachsen :D

      Mein Doc freut sich :)
      Liebe Grüße

      Stefan
    • stefank schrieb:

      Ich hab schon oft probiert ulva sp. anzusiedeln. Ohne erfolg. Jetzt beginnt ein winziger Ableger aus dem Atlantik zu wachsen und sich sogar auszubreiten!!! ich habe ein kleines Aufzuchtbecken zum einhängen schon zur hälfte mit Ulva vollgewachsen :D

      Hi Stefan

      Das ist ja wirklich ein Erfolg. Ulva gelten ja als Recht anspruchsvoll.
      Beste Grüße
      Harald : fisch :

      Marine Nachzucht ist eine Chance, wenn man den Mut aufbringt sie zu nutzen.
      Ich entscheide mich für den Mut.
    • Hallo Stefan,
      das war bei mir auch so, dass sie überwiegend an Kunststoff sich ansiedelte. Findet sie in dem Substrat Wachstum fördernde Substanzen wie Kohlenwasserstoffe oder Metalle? Auf jeden Fall ist Ulva extrem Licht exponiert.
      Hier mal eine Aufnahme aus meinem Ostseeaquarium, die Alge wächst auf Plastikfels. Und auch nur, wenn genügend Nährstoffe verfügbar sind.
      LG Dietmar
      FG Meeresaquaristik Berlin-Brandenburg
    • So leute :D
      Endlich mal nen Bild.....
      Hier is meine Ulva nach 2 Wochen Wachstum :D (muss regelmäßig ernten)
      Dazu kam mitlerweile auch eine Tangart, die auch bisher langsam aber stätig wächst.




      Dazu hab ich ein Kunststoffseil gefunden, das die Ulva liebt. Ich hab ein stück hinten an die Scheibe gemacht.
      Es hat jetzt etwa einen Monat gedauert und jetzt erkennt man die ersten Blättchen :D
      Links am Seil hab ich auch etwas Tang befestigt. Mal schaun, ob es klappt.
      Liebe Grüße

      Stefan
    • Hallo Stefan

      Das freut mich, dass es bei dir mit den Algenwachstum klappt. :)

      stefank schrieb:

      Dazu hab ich ein Kunststoffseil gefunden, das die Ulva liebt. Ich hab ein stück hinten an die Scheibe gemacht.
      Es hat jetzt etwa einen Monat gedauert und jetzt erkennt man die ersten Blättchen

      Tja Ideen muss man haben. Super. :thumbsup:
      Beste Grüße
      Harald : fisch :

      Marine Nachzucht ist eine Chance, wenn man den Mut aufbringt sie zu nutzen.
      Ich entscheide mich für den Mut.
    • Hi Stefan,

      wirklich interessant!
      Ich spann mir ne Wäscheleine im Nordseebecken auf, vielleicht taucht mein Meersalat auch wieder auf... 8|
      Da scheint den Sporen wirklich etwas gut zu gefallen am Kunststoff...schon auffällig das alles.
      Und am Glas hattest du keine Besiedelung ? Oder vielleicht nur minimale ?

      Tschüß :)
      Edwin

      P.S. Der Brauntang ist eine Sargassum-Art. Der wird noch ordentlich zulegen...
    • Also 100% kann ich es nicht sagen, wo sie sich ansiedeln kann.
      Ich hab einen Hawai Doc und der freut sich über neue Ulva :D
      Daher wächst sie eh nur dort, wo er nicht hin will.
      Aber bei mir hat sie sich an folgenden Stellen angesiedelt.
      Der Ablegerkasten (Kunststoff)
      Diese Kunststoffschnur
      Der Schale einer Napfschnecke(Atlantische) und einer anderen Mittelmeerschnecke
      Auf einer abgestorbenen Montipora (hat dort aber nicht lange gehalten)
      Auf Glas gab es noch keine Spuren von ihr. Am Lebendgestein auch nicht.
      In den aufzuchtskasten hab ich mal Steine und Sinterglasröhrchen getahn. Auch da hat sie sich nicht angesiedelt.

      Also :D
      Kunststoffkorallen ins Becken :D
      Ich würde gerne wissen, wiso das so ist. Was hat kunststoff was die Steine nicht haben? (Die wären doch viel natürlicher?!)
      Liebe Grüße

      Stefan
    • Hallo Stefan,
      offensichtlich ist es so, dass sie an den Materialien Stoffe lösen können und wenig Konkurrenz haben. Nicht nur die Nährstoffe und das Licht spielen eine Rolle sondern, so ist meine Vermutung spezielle Biofilme, die sich an diesen Materialien etablieren. In meinem alten Aquarium haben sich bestimmte Algen genau auf solchen Materialien etabliert. Im Kaltwasser genau wie im tropischen Aquarium. Plastikstoffe geben unter anderem Phenole ab, die Algen und bestimmte Bakterien nutzen können.
      LG Dietmar
      FG Meeresaquaristik Berlin-Brandenburg
    • Hallo Dietmar

      Es ist ja bekannt, zu mindestens den älteren Aquarianern unter uns, warum zu seiner Zeit, vielleicht auch immer noch, mit Biobällen oder Deniballs gearbeitet wurde oder wird. Diese sind ja zu 100% aus biologisch abbaubarem Kunststoff, und eine hervorragende Futterquelle für die Bakterien.
      Beste Grüße
      Harald : fisch :

      Marine Nachzucht ist eine Chance, wenn man den Mut aufbringt sie zu nutzen.
      Ich entscheide mich für den Mut.
    • Also keine Riffkeramik mer sondern Plastiksteine :D
      Das is aber mal echt nen interessanter aspekt bei der Algenhaltung :D
      Ich glaub ich werde mal verschiedene Siedlungssubstrate ausprobieren. Und dabei auch verschiedene Kunststoffe.
      Da gibt es sicher auch unterschiede.
      Liebe Grüße

      Stefan