Artikel von „Harald“ 6

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Aus Gründen der Höflichkeit bitten wir das Geschriebene mit seinem Vornamen zu kennzeichnen. Danke, das Team der IG.

  • Gefangen in der Welt der Hornkorallen, habe ich mir nachfolgend Gedanken gemacht, wie entstehen neue Hornkorallen? Diese Frage ist einfach gestellt, und eigentlich auch einfach zu beantworten, wenn man die Zusammenhänge kennt. Aber genau darin liegt des Pudels Kern. Also habe ich mich auf die Suche gemacht. Unzählige Seiten im Internet durchstöbert. Übersetzungen gemacht, Fachbegriffe studiert, nach Bildern gefragt, und raus gekommen ist dieses hier. Wie die Überschrift schon sagt, die wundersame Vermehrung der Hornkorallen.


    Die erste Entwicklung einer Hornkoralle hat E. B. Wilson (1883) erstmals beschrieben. Die Untersuchung erfolgte an den sich entwickelnden Eiern von Leptogorgia virgulata,


    und diente ihm zum Vergleich mit der in den ersten Stadien sehr ähnlichen Entwicklung von Renilla reniformis einer atlantisch karibischen Weichkorallenart. Siehe Bild unten.


    Leptogorgia ist eingeschlechtich und die Eier werden nach der ziemlich gleichzeitig erfolgten…
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    Gorgonien und/oder Hornkorallen, Kalkachsenkorallen genannt, gibt es in etwa geschätzt 1200 Arten in vielen unterschiedlichen Farben und Formen. In fast allen warmen Meeren der Welt sind diese wunderschönen und faszinierenden Geschöpfe zu finden. Ungefähr zwei drittel der Arten bewohnen das Küstengebiet, dringen aber niemals bis ins Brackwasser vor. Über 10 % findet man in Tiefen unter 1000 Meter. Auch unterhalb 3000 Meter hat man noch Hornkorallen gefunden.


    Es gibt eine große Anzahl im Aquarium ziemlich gut haltbarer Gorgonien, von denen ich einige Arten schon längere Zeit gepflegt und zum Teil auch schon vermehrt habe. Dabei handelt es sich, um Gorgonarien, die mit Zooxanthellen in Symbiose leben. Die Zooxanthellen versorgen die Korallen mit den wichtigsten Nährstoffen, hauptsächlich mit Glyzerin, Zuckerverbindungen und Aminosäuren. Obwohl diese Hornkorallen oft „nur" gelbbraun bis dunkelbraun gefärbt sind, die Stämme können…
  • Einige haben es vielleicht noch in Erinnerung, im Jahre 1992 kam es zu einem großen Gorgoniensterben in der Karibik. Besonders betroffen war Gorgonia ventalina. Aber nicht nur die Seefächer waren betroffen, sondern auch viele andere photosynthetische Korallen. Lange hat man gerätselt. Warum nur photosynthetische Korallen? Alle anderen nicht photosynthetischen Korallen standen gut. Auch Schwämme und andere Filtrierer, nichts vom großen Sterben.


    Des Rätsels Lösung war eine Schnecke mit dem Namen Tritonia hamnerorum. (Siehe Bild oben) Diese Schnecke die nur in der Karibik vorkommt, hat das lebende Korallengewebe gefressen. Eigentlich hat sie das schon immer getan, doch die Population ist so sprunghaft angestiegen, dass es zu einem wahren Korallensterben geführt hat. Man hat bis zu 1700 Schnecken auf einer einzigen Gorgonie gefunden. Jene Schnecke hat sich dann zu kilometerlangen Fraßfronten zusammengeschlossen und weidete systematisch ganze Korallenstöcke ab.


    Bild: juvenile
  • Für diejenigen die nicht vertraut sind mit einer Anthogorgia sp. hier ein Bild wie sie aussehen muss oder sollte wenn sie gesund ist.

    Zweifelsfrei eine wunderschöne Gorgonie. Leider kommen sie aber sehr selten so in den Handel und immer wieder wird dem Kunden, der vor solch einem Tier im Verkaufsladen steht erzählt, aufgrund ihrer großen Polypen sind sie sehr einfach haltbar. Das ist mit Nichten so. Die größeren Tentakeln dienen lediglich der Oberflächenvergrößerung. Je größer die Oberfläche, desto mehr kann pro Zeiteinheit gefressen werden. Entscheidend sind die Siphonoglyphen (gleich Schlundrinnen) Diese müssen groß genug sein, dass die Gorgonien das Futter auch in den Gastralraum führen können. Sind die Schlundrinnen einmal verklebt oder verstopft, kommt es zu einem inneren Fäulnisprozess. Auch ist ausschlaggebend wenn man diese Gorgonie kaufen möchte sich zu informieren, oder nach Möglichkeit zu erfahren, wie lange sie zwischen gehältert wurde. Leider ist
  • Anthogorgia sp. Haltungserfahrungen

    Seit November 2011 pflege ich in einem speziell für die Haltung azooxanthellater Gorgonien geplanten Becken eine Hornkoralle, die mit Hilfe des Buches Soft Corals and Sea Fans (Fabricius, K. and P. Alderslade. 2001) als Angehörige der Gattung Anthogorgia bestimmt wurde.

    Die Koralle besitzt vergleichsweise große Polypen und erweist sich im Hinblick auf die Ernährung von Anfang an als wenig empfindlich. Ich verfüttere morgens und abends einen Mix aus Frostfutter (abwechselnd Hummer- und Austerneier) und Staubfutter (Phytoplan, UltraSeaFan und UltraClam).

    Sehr sensibel reagierte sie allerdings, als mit dem Anstieg des Einfallswinkels im Frühjahr plötzlich für ein, zwei Stunden Sonnenlicht direkt auf die Gorgonie fiel. Aufmerksam wurde ich zunächst durch einen spontan einsetzenden Rückgang des Coenenchyms. Nach wenigen Tagen waren bereits ganze Astpartien abgestorben.


    Den direkten Sonnenlichteinfall als mögliche Ursache erkannte ich aber erst…