Möchte ich Meerwasseraquarianer werden?

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    Möchte ich Meerwasseraquarianer werden?

    Welche Tiere würden mich besonders interessieren?

    Zunächst möchte ich mich selber kurz vorstellen und auf meine Motivation diesen Artikel zu Schreiben eingehen.

    Eigentlich haben mich Tiere und deren Beobachtung schon immer interessiert. Als Mädchen hatte ich schon ein Süßwasseraquarium und habe bis auf wenige Unterbrechungen auch bis Weihnachten 2010, als ich den Einstieg in die Meeresaquaristik gefunden habe, immer mindestens ein Süßwasserbecken besessen.

    Seit Oktober 2010 habe ich mich mit der Materie Meerwasser beschäftig, damit für Weihnachten die richtige Technik beschafft werden konnte. Mit den Tieren und deren genauen Ansprüchen hatte ich mich noch nicht so sehr beschäftigt.

    Inzwischen hat mich der Meerwasservirus ergriffen. Bisher hatte ich diverse Becken, zurzeit betreibe ich ein 360 Liter Becken mit einigen Filtrierern und ein 1.500 Liter Becken mit Mischbesatz (LPS, SPS, Weichkorallen, Krusten, Zylinderrosen, Anemonen, Schnecken, Krebstiere, Röhrenwürmer, Fische …).

    In meinem großen Becken bilden LPS-Korallen (Großpolypige Steinkorallen) den Hauptbestand. Meine größten Fische sind zwei Zebrasoma xanthurum (Rotmeer Doktorfische) die kleinsten sind Trimma rubromaculatum (Grundeln).

    Besonders interessieren mich die kleinen Lebewesen im Becken, also muss ich beim Gesamtbestand darauf achten, dass diese nicht als Futter angesehen werden können.

    Die Vermehrung von LPS-Korallen betreibe ich regelmäßig.

    Da ich die besonders farbigen LPS-Korallen bevorzuge, ist die Pflege auch mit einigem Aufwand (Wasserkontrolle mit anpassen der Mineralienwerte, Nährstoffwerte und Mineralienzugabe zur Erhaltung der schönen Farben) verbunden.

    Mit diesem Artikel möchte ich auch den Zusammenhang von schönen Becken und dem Aufwand, den ansprechende Aquarien erfordern greifbarer zu machen.

    Seit ich jetzt einige Zeit Erfahrung mit der Meerwasseraquaristik gesammelt habe und auch gerne in verschiedenen Foren meine Erfahrungen an andere Mitglieder weitergebe, stelle ich fest, dass immer wieder Meerwasserneulinge aufgeben. Gerne würde ich helfen, diese unnötigen Meerwasserversuche auf ein Minimum zu reduzieren.

    Für die Neuaquarianer sind erfolglose Versuche äußerst unbefriedigend, und für die betroffenen Tiere sind diese unnötigen Versuche quälend oder unter Umständen sogar tödlich.

    Keinem möchte ich vorschreiben, wie er/sie die Meerwasseraquaristik angehen sollte, aber ich möchte dazu anregen, sich selbst einige Fragen ehrlich zu beantworten und daraus die richtigen Schlussfolgerungen zu ziehen.

    Für meine Person kann ich sagen, dass es kein schöneres und interessanteres Hobby gibt als die Meerwasseraquaristik. Es ist aber auch so, dass diese Aquaristik nicht eben nebenbei betrieben werden kann; sie erfordert viel Zeit, Geld und auch Wissen.

    So habe ich einige Punkte zusammen gesucht, die helfen sollen, die eigene Meerwassereignung einzuschätzen.

    Eigenbeurteilung


    Bitte überlegt Euch, wie Ihr zu den folgenden Aussagen steht:

    • Ich finde die Optik toll.
    • Ich finde die Tiere interessant.
    • Ich habe Geduld und kann auch einmal einen oder mehrere Rückschläge überstehen.
    • Ich kann und möchte viel Zeit investieren für ein schönes Aquarium.
    • Ich kann auch einmal zusätzliches Geld einsetzen, um Tiere zu retten oder das Leben dieser zu verbessern.
    • Ich habe mich informiert, welche Kosten auf mich in der Anschaffung zukommen.
    • Ich habe mich informiert, welche Kosten auf mich im Unterhalt zukommen.
    • Ich bin mir im Klaren darüber, dass meine Stromrechnung (unter Umständen stark) steigen wird.LINK Stromrechnung
    • Ich bin bereit, mich über Technik und Tiere rechtzeitig vor der Anschaffung zu informieren.
    • Bevor ich mir das Aquarium anschaffe, kenne ich die groben Bedürfnisse der von mir gewünschten Tiergruppe oder des im weiteren Text beschriebenen Aquarientyps. (Dies ist auch wichtig um die passende Technik zu ermitteln.)
    • Bevor ich ein Tier anschaffe, kläre ich die Bedürfnisse dieses Tieres und der angestrebten und vorhandenen Lebensgemeinschaft ab. (Hierbei solltest Du Dich nicht blind auf Verkäufer verlassen, die vom Verkauf leben müssen. Ein gutes Forum wie ig-meeresaquaristik.de kann helfen!)LINK: https://www.ig-meeresaquaristik.de
    Wenn ich mich mit den einzelnen Tiergruppen etwas beschäftigt habe, weiß ich selber am besten welche Tiere mich am meisten interessieren. Entsprechend prüfe ich ob diese auch harmonieren. Aus diesen Recherchen ermittele ich meine Tiergemeinschaft. Bitte keine Spontankäufe! Ich habe auch die Geduld auf ein bestimmtes Tier einmal ein Jahr zu warten, bis ich es bekommen kann.


    Wenn nur die Optik im Vordergrund steht, gibt es sicher einfachere und günstigere Möglichkeit einer schönen Gestaltung der Wohnung.

    Wenn die Tiere, deren Verhalten und das Interesse daran im Vordergrund stehen, ist es das schönste denkbare Hobby.

    Es sind verschiedene Aquarientypen denkbar:

    Die Korallen sind nach ihren Ansprüchen in aufsteigender Reihenfolge aufgeführt.

    1.Gruppe

    Weichkorallen: Es gibt viele einfacher zu haltende Arten. Bei einem reinen Weichkorallen-Aquarium können regelmäßige Wasserwechsel für die Nährstoffversorgung reichen. Es gibt aber auch unter den Weichkorallen Arten, die besondere Nahrungsansprüche haben und daher nur für „Fortgeschrittene“ geeignet sind (z.B. Dendronephtya sp.)LINK: Dendronephthyameerwasser-lexikon.de/tiere/3720_Dendronephthya_sp04.htm

    LINK Beispiele für Einsteiger-geeignete Weichkorallen:

    meerwasser-lexikon.de/tiere/565_Capnella_imbricata.htm

    meerwasser-lexikon.de/tiere/2954_Lobophytum_sp_06.htm

    meerwasser-lexikon.de/tiere/2572_Sarcophyton_ehrenbergi.htm

    meerwasser-lexikon.de/tiere/556_Sinularia_brassica.htm

    meerwasser-lexikon.de/tiere/3125_Sinularia_asterolobata.htm

    Hornkorallen (Gorgonien): Es gibt leichter zu haltende und richtig anspruchsvolle Arten. Dies hängt davon ab, ob die entsprechende Art symbiontische Zooxanthellen hat oder nicht (sogenannte „Azooxanthellate“). Letztere sind sehr schwer mit den richtigen Nährstoffen zu versorgen und daher für Anfänger nicht geeignet.

    LINK: gorgonien-lexikon.com/

    meerwasser-lexikon.de/kategorie/67.html#katID67

    Krustenanemonen: Es gibt viele auffällig gefärbte Tiere, die größtenteils recht leicht zu halten sind und sich unter Umständen stark vermehren können. Aber Achtung: Alle Krustenanemonen können giftig sein, deshalb informiert Euch gut, bevor ihr Euch entscheidet, solche Tiere zu kaufen.

    LINK: meerwasser-lexikon.de/kategorie/61.html#katID61

    Röhrenkorallen:

    LINK: meerwasser-lexikon.de/kategorie/109.html#katID109

    Scheibenanemonen: Scheibenanemonen gehören zu den klassischen Einsteiger-Tieren. Sie können sehr schöne Farben haben, sind in der Regel leicht zu halten und vermehren sich sogar im Aquarium.

    LINK: meerwasser-lexikon.de/kategorie/70.html#katID70

    2.Gruppe

    LPS-Korallen: Benötigen in der Regel nicht ganz so sauberes Wasser, denn sie lieben Nährstoffe. Für diese Tiere halte ich Wasseranalysen für nötig. Die Werte für Ca, Mg, KH, PO4, NO3 sollten wöchentlich kontrolliert und angepasst werden.

    LINK: meerwasser-lexikon.de/kategorie/94.html#katID94

    Vorsicht bei dieser Gruppe, die Tiere, die vom Plankton und nicht von Licht leben, gehören zu den Spezialistentieren! (z.B. Tubastraea faulkneri)

    LINK: meerwasser-lexikon.de/tiere/629_Tubastraea_faulkneri.htm

    Die meisten LPS-Korallen benötigen hauptsächlich Licht mittlerer Stärke. Geeignetes Futter wird gerne genommen.

    3.Gruppe

    SPS-Korallen: Benötigen für klare Farben unbedingt sehr sauberes/nährstoffarmes Wasser. Viele halten sich auch im Aquarium nur bei geringen Nährstoffen. Für diese Tiere halte ich Wasseranalysen für unabdingbar, mit gelegentlichen Kontrollen in einem Labor. Die regelmäßige Zugabe / Nachdosierung verbrauchter Mineralien, Spurenelemente und Mikronährstoffe ist sicher nötig.

    LINK:meerwasser-lexikon.de/kategorie/95.html#katID95

    Starke Strömung und starkes Licht ist für die meisten optimal.

    Natürlich kann man in seinem Aquarium auch Tiere verschiedener Kategorien mischen. Hier gilt natürlich das anspruchsvollste Tier als Maßstab. Einige Tiere haben aber auch so unterschiedliche Ansprüche, dass eine Vergesellschaftung nicht möglich ist (z.B. azooxanthellate Gorgonien, die ein hohes Futterangebot benötigen, zusammen mit SPS, die sehr nährstoffarmes Wasser brauchen).

    4.Gruppe

    Es gibt natürlich neben den Korallenaquarien auch Artaquarien, die speziell auf die Bedürfnisse besonderer Tiere eingerichtet werden. Einige dieser Aquarientypen schließen dann evtl. sogar die gängige Korallenhaltung aus. (z.B. Seepferdchen-Becken)

    LINK: meerwasser-lexikon.de/kategorie/93.html#hippocampus

    Bisher habe ich die Korallen als Maßstab für die Festlegung der verschiedenen Aquariengruppen heran gezogen, aber die folgenden Tiergruppen gehören natürlich auch zum möglichen Besatz.

    Fische: Hier gibt es eine sehr umfangreiche Auswahl. Auch zu den Fischen ist Information über die richtigen Haltungsbedingungen der Schlüssel zum Erfolg.

    NANO-Becken sind nur für ganze wenige besonders kleine und ruhige Fische geeignet!

    An Fischen gibt es eine große Palette zur Auswahl.

    Einfacher zu haltende Arten oder Fische, welche sich nur für Aquarianer eignen, die sich genau mit den Ansprüchen der Tiere auskennen und bereit sind entsprechende, Artbecken einzurichten und zu pflegen.

    Bitte nicht einfach nur „haben wollen“ und dann später versuchen, die ungewollten Tiere wieder los zu werden. Es kann nämlich sehr schwierig werden, für ungeliebte oder inzwischen sehr vertraut gewordene Tiere ein neues, gutes Zuhause zu finden.

    Bitte auch nicht verleiten lassen, besonders leicht zu haltende Fische zu holen. Einige dieser Fische neigen dazu, später zu „Stinkstiefeln“ zu werden. Bitte vor der Anschaffung entsprechende Infos in diese Richtung ernst nehmen.

    LINKS: meerwasser-lexikon.de/tiere/124_Chrysiptera_hemicyanea.htm

    meerwasser-lexikon.de/tiere/108_Dascyllus_melanurus.htm

    Die empfohlenen Beckengrößen (z.B. MeWaLex) bitte beachten! Es ist nicht immer gleich ersichtlich, warum ein bestimmter Fisch für das große Wasservolumen empfohlen wird. Es gibt unterschiedliche Gründe für diese Angaben: Endgröße, Schwimmverhalten, Sozialverhalten, Reviergröße… Im Zweifelsfall könnt Ihr Haltungserfahrungen in einem guten Forum erfragen.

    Stachelhäuter: Alle beim Einsetzen gut an die fremden Wasserwerte anpassen, sie sind empfindlich gegen Dichteschwankungen (unterschiedliche Salzgehalte) und können daran eingehen.

    Seesterne: Dürfen beim Umsetzen nicht an die Luft kommen. Sind allgemein sehr schwer zu halten und sterben oft kurz nach dem Einsetzen, weil sie keine oder nicht ausreichend passende Nahrung im Becken finden.

    meerwasser-lexikon.de/kategorie/76.html#katID76

    Seegurken: Können giftig sein.

    LINK: meerwasser-lexikon.de/kategorie/77.html#katID77

    Schlagensterne: Dürfen nicht an die Luft kommen.

    LINK: meerwasser-lexikon.de/kategorie/194.html#katID194

    Seeigel: Vorsicht vor den Stacheln! Seeigel dürfen beim Umsetzen nicht an die Luft kommen, sind gute Algenfresser, viele Arten vergreifen sich auch an Korallen oder an Dichtungen, deshalb vor der Anschaffung unbedingt über die in Frage kommende Art informieren!

    LINK: meerwasser-lexikon.de/kategorie/73.html#katID73

    Krustentiere: Sind empfindlich gegen Dichteschwankungen, deshalb beim Umsetzen vorsichtig eingewöhnen.

    Einsiedler: Benötigen für den Wohnungswechsel zusätzliche leere, größere Schneckenhäuschen. (Weitere Hinweise siehe unter Krabben) Ich persönlich ziehe die besonders Kleinen (< 3 cm) farbigen vor, Große werfen gerne etwas herunter.

    LINK: meerwasser-lexikon.de/kategorie/51.html#katID51

    Krabben: Bei der Auswahl unbedingt beachten, dass es Pflanzenfresser und Fleischfresser gibt. Bitte die Endgröße beachten. Hier ist auch oft nur die Panzergröße und nicht die Gesamtgröße mit Beinen angegeben.

    LINK: meerwasser-lexikon.de/kategorie/121.html#katID121

    meerwasser-lexikon.de/kategorie/58.html#katID58

    Garnelen:

    meerwasser-lexikon.de/kategorie/55.html#katID55

    Knallkrebse:

    meerwasser-lexikon.de/kategorie/143.html#katID143

    Krebse: Zählen meisten zu den Tieren für Spezialaquarien

    Muscheln: Im Aquarienwasser dürfen keine Luftblasen sein. Benötigen sehr sauberes Wasser. Das Becken sollte schon eine Standzeit von ca. ½ Jahr haben. Hier gelten weitgehend die gleichen Gründe wie bei den Anemonen.

    Link:korallen.center/info-haltung-p…ltungsempfehlung-tridacna

    faunamarin.de/berichte/moerdermuscheln-pdf/a-24638/

    Schnecken: Die meisten sind harmlos und sind gut zur Algenbekämpfung. Daher werden sie oft als „Putztrupp“ und Erstbesatz verkauft. Im Meer leben aber auch Schnecken, die giftig sein können (z.B. Kegelschnecken). Diese gelangen in der Regel nicht in den Handel. Einige Schnecken (meist Nacktschnecken) können Schädlinge sein, weil sie Korallenpolypen fressen; diese gelangen manchmal als „Blinde Passagiere“ in unsere Becken. Verlockend sind manchmal sehr bunt gefärbte Nacktschnecken, die selten in den Handel gelangen. Diese sind in der Regel Nahrungsspezialisten, die nicht haltbar sind und in unseren Becken schnell verhungern.

    Einige Beispiele für übliche Gehäuseschnecken (alles Nützlinge)LINK:

    meerwasser-lexikon.de/tiere/2460_Columbella_mercatoria.htm
    meerwasser-lexikon.de/tiere/3076_Euplica_sp02__diverse.htm

    meerwasser-lexikon.de/tiere/2468_Monetaria_moneta.htm

    meerwasser-lexikon.de/tiere/6488_Nassarius_incrassatus.htm

    meerwasser-lexikon.de/tiere/3053_Nerita_polita.htm

    meerwasser-lexikon.de/tiere/74…cula_Stomatella_varia.htm

    meerwasser-lexikon.de/tiere/3000_Turbo_bruneus.htm

    meerwasser-lexikon.de/tiere/3915_Trochus_radiatus.htm

    Anemonen: Nicht in ganz frisch laufende Becken nehmen, Laufzeit mind. ½ Jahr-siehe im Link Punkt 2.6.

    Link: mathgame.de/Aqua/Anemonen-FAQ_Deutsch.pdf

    Röhrenwürmer: Hier sind die Gekauften gemeint. Röhrenwürmer sind Filtrierer, daher mussentsprechendes Futter (Plankton im Becken) fast stets vorhanden sein. Es ist zu beachten, dass keine Tiere im Becken geplant sind, welche diese belästigen können, z.B. neigen manche Fische dazu, an Röhrenwürmern zu zupfen, so dass diese sich fast immer in ihre Röhren zurückziehen oder gar gefressen werden.

    Falterfische Link: meerwasser-lexikon.de/kategorie/8.html#katID8

    Lippfisch LINK: meerwasser-lexikon.de/kategorie/29.html#katID29

    LINK: meerwasser-lexikon.de/kategorie/68.html#katID68



    Algen:

    In Korallenbecken werden meist keine höheren Algen gehalten.

    LINK: meerwasser-lexikon.de/tiere/967_Caulerpa_taxifolia.htm

    Die grösseren Caulerpa lassen sich gut halten, die kleinen, filigranen können zur Plage werden.

    Kalkrotalgen sind angestrebt und wachsen bei guten Wasserwerten und wenig Eintrag (Lebendgestein, Korallenableger mit Substrat…) hiervon spontan.

    In der Einlaufphase kommt es leicht zu unerwünschtem Algenwuchs. Hier gilt es durch zu halten!

    usw.

    Dann gibt es noch die unbeliebte Gruppe der Trojaner:

    Link:

    mathgame.de/Aqua/FAQ_Plagegeister-AlgenBakterien.pdf

    mathgame.de/Aqua/FAQ_Plagegeister-Kreaturen.pdf

    Interessante Lebensgemeinschaften, auch artüberschreitend.

    Anemonenfisch und Anemone (Siehe unter Anemonen-Link)

    Anemone und Krebs oder Garnele

    LINK:

    meerwasser-lexikon.de/tiere/85…locaris_brevicarpalis.htm

    meerwasser-lexikon.de/tiere/81…etrolisthes_maculatus.htm

    Symbiosegrundel und passender „Knallkrebs“

    LINK: marubis.de/fileadmin/_migrated…n_Assoziationspartner.pdf

    usw.

    Bitte auch über Giftigkeit und Gefährlichkeit einzelner Tiere informieren!

    (Krustenanemonen, giftige Fische, wie z.B. Kaninchenfische, Kofferfische, Feuerfische etc., giftige Schnecken, Seegurken, Seeigelstacheln usw.)

    LINK: korallenriff.de/artikel/1590_K…n_Claude_Schuhmacher.html

    Es gibt auch viele ungiftige Tiere!

    Bekannte Gefahren verlieren ihr Risiko, deshalb kann man mit dem richtigen Wissen vorsichtig mit den entsprechenden Tieren umgehen.

    Der Meerwasseraquarianer vereinigt viele verschiedene Berufe:

    (Ist nicht ganz ernst gemeint, mehr als Denkanstoß.)

    Kanalreiniger:Abschäumerreinigung (alle 2-3 Tage)

    Gärtner: Diverse verschiedene unerwünschte Algen mit viel Aufwand jäten.

    Detektiv: Ermittlung von Problemursachen.

    Techniker: Für den Einbau und zum Betrieb der Technik. Gegebenenfalls jährlicher Beleuchtungswechsel. Für technisch interessierte gegebenenfalls der Bau von Eigenkonstruktionen.

    Chemiker: Zur Durchführung von Wassertests. Ansatzweise sollten die Bedingungen für Meerwasser verstanden oder einfach nur die wichtigen Parameter umgesetzt werden. (Wichtig für LPS- und SPS-Korallen)

    Tierpfleger: Beobachtung der Tiere. Scheibenreinigung, zu Beginn auch gerne einmal täglich. Aquarienreinigung nebst Wasserwechsel von 1x wöchentlich bis 1 x monatlich. Tägliche Fütterung. Tägliche Kontrolle des gesamten Besatzes im Becken.

    Aquarienjäger: Krabben, Würmer, Fische usw.

    Biologe: Ermittlung der Lebensbedingung für die verschiedenen Tiere und deren Verhältnisse zueinander.

    Millionär: Zur Deckung den Anschaffungskosten und der Unterhaltskosten. (Stromkosten, die plötzlich mit der ersten Jahresabrechnung „unerwartet“ und verspätet ins Haus kommt. Salz für den regelmäßigen Wasserwechsel, Mineralienzugaben, gegebenenfalls Leuchtstoffwechsel jährlich, Futter, Adsorber, Wasstertests (im Labor oder mit verschiedenen Test-Kits), und all die schönen Tiere die ins Becken passen würden ……….

    Es gibt sicher die Möglichkeit, einige Tätigkeiten machen zu lassen (z. B. die Technik aufstellen, technische Beckenplanung). Die meisten wird man aber selber machen müssen.

    Nicht zu vergessen: Geduld, Geduld und Geduld!!!

    „Bei Problemen google ich das eben!“ Diese Aussage ist Teil von vielen verschiedenen missglückten Meerwasserversuchen.

    Wissen – gern auch über die Erfahrung anderer - ist der Schlüssel zum Erfolg als Meerwasseraquarianer!!!

    Buchtipps für den Anfang:

    Das Riffaquarium: Praxis für Neueinsteiger
    Rüdiger Latka
    Rüdiger Latka Verlag

    oder

    Riffaquaristik für den Einsteiger
    Daniel Knoop


    Dähne Verlag

    Das heißt nicht, dass man erst anfangen kann, wenn man alle Bücher gelesen hat! Ein Grundstock an Wissen ist aber unverzichtbar. Mit diesem Basiswissen kann dann gerne das Internet (Google oder Foren) als Informationsquelle heran gezogen werden. Ohne entsprechendes Basiswissen kann man nicht unterscheiden, welche Informationen im Internet oder in Foren „Hand und Fuß“ haben. Eine gute Portion Menschenverstand kann auch nicht schaden.

    Überlegungen an Rande:

    Der optimale Fußboden für dieses Hobby sind Fliesen.

    Die Lautstärke der Pumpen kann stören. (Lieber gute Pumpen wählen.)

    Die Mitbewohner sollten dieses Hobby ebenfalls unterstützen.

    Je nach Intensität des Hobbys kann Urlaub schwierig werden.

    Bei großen Becken kann die Statik des Hauses / der Wohnung zum Problem werden.

    Bei größeren Becken gibt es im Winter das Problem der Luftfeuchtigkeit. Durch die Temperaturunterschiede kondensiert das Wasser an den Fensterscheiben usw.

    Der Raum des Aquariums sollte sich im Sommer nicht längere Zeit über 30 C Grad erwärmen. Bei Temperaturen über 30 Grad wird eine Kühlung nötig.

    Ich hoffe, dass ich an alles gedacht habe und so eine gute Entscheidungshilfe bieten konnte.

    Bin mir aber fast sicher, dass dieses Thema in so einem kurzen Text nicht erfasst werden kann.

    Falls es zu viele Bedenken geben sollte, freue mich auch über jeden, der/die dieses Hobby zunächst nicht angeht.

    Die Meerwasseraquaristik kann auf einen passenderen Zeitpunkt verschoben werden.

    Es kann auch richtig sein, von der Meeresaquaristik komplett Abstand zu nehmen.

    Den zukünftigen Meerwasseraquarianern wünsche ich viel Freude an diesem tollen Hobby.

    In vielen Meerwasserforen wird gerne geholfen. Es können gerne Frage zum geplanten Besatz oder der Verträglichkeit einzelner Tiere gestellt werden. Je präziser die Fragen, desto genauer die Antworten.

    Wenn man sich für die Meerwasseraquaristik entscheidet, kann der Eintritt in einen entsprechenden Verein sehr hilfreich sein, denn das bedeutet Tausch von Informationen, Tausch von Tieren/Korallen-Ablegern und sicher Unterstützung durch die weiteren Aquaristikfreunde (z.B. auch als Urlaubsvertretung).

    Herzlich Willkommen an jeden engagierten/e

    Meerwasseraquarianer/in.

    Elisabeth

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    Beste Grüße
    Harald : fisch :

    Marine Nachzucht ist eine Chance, wenn man den Mut aufbringt sie zu nutzen.
    Ich entscheide mich für den Mut.


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