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efyzz

Elektroangler

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Montag, 27. Januar 2014, 16:54

Automatisierung der Phytoplanktonzucht und -Fütterung

Mahlzeit,

ihr kennt mich ja, wenn ich nichts zu Automatisieren habe, bin ich nicht glücklich.
Daher habe ich mir mal über die Automatisierung der Phytoplanktonzucht und -Fütterung Gedanken gemacht.

Ich denke dabei an 3 Plexi-Röhren, die in einem "Dreieck" dicht zusammen gestellt werden. In der Mitte befindet sich eine Leuchtstoffröhre und/oder über jeder Röhre eine LED. Siehe oberer Teil der Skizze.

Die drei Röhren werden miteinander so verbunden, dass jede Röhre jeweils oben einen Zulauf und unten einen Ablauf hat.
Zur besseren Übersicht habe ich die Röhren im Bild nebeneinander gezeichnet, obwohl sie natürlich wie oben erklärt stehen sollen.

Ganz links befindet sich ein Tank, in dem sich frisches Salzwasser mit Nährmedium befindet. Damit nicht schon hier irgendein Plankton gedeihen kann, könnte dieser Tank über eine UVC-Anlage mit Pumpe steril gehalten werden.
Eine zweite Pumpe springt für kurze Zeit zur Fütterung an. Somit wird frisches Wasser in die erste Röhre befördert, von da aus fließt es in die zweite Röhre, weiter in die dritte und am Ende schließlich ins Aquarium.

Meine Theorie ist, dass die Zelldichte von Röhre zu Röhre immer höher und die Nährstoff-Konzentration immer niedriger wird, sodass in der letzten Röhre das Phyto seinen Höhepunkt erreicht hat und das Nährmedium möglichst verbraucht ist.

Alles, was man nun noch tun muss, ist den Tank regelmäßig auffüllen und ab und zu die ganze Anlage reinigen.

Eure Meinung dazu? :popcorn:
»efyzz« hat folgendes Bild angehängt:
  • PhytoAutomatik.JPG
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2

Montag, 27. Januar 2014, 17:06

nach meiner bisherigen erfahrung könntest du probleme bekommen, da ja die zeit zur zunahme der zelldichte in jeder röhre unterschiedlich groß ist. aber ein versuch ist es wert. musst halt nur aufpassen, dass du so wenig wasser reinpumpst, dass am ende nicht noch nährstoff ins becken gelangt. auf der anderen seite so viel, dass die kultur nicht abschmiert. vllt noch mit einer weiteren röhre mit eigener pumpe. aus den 3 röhren in die 4te. dort einen tag zwischenlagern. dann ins becken pumpen und erst nach der fütterung die pumpe für die kaskade starten. vielleicht reicht auch eine fütterpumpe an röhre 3.

Wenn du mit der nährstoffpumpe ins becken drückst, würdest du vermutlich immer, wenn auch kleine mengen, nährstoff ins becken pumpen.

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Montag, 27. Januar 2014, 19:30

Hallo Robert!

In jede Röhre müsste mindestens 1 Luftblubber der eine kleine Strömung in der Röhre erzeugt sonst wird sich das Plankton am Boden absetzen und absterben.

Gruß Josef.

Holger

nitroxatmer

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Montag, 27. Januar 2014, 21:07

>Das ist ein Thema nach meinem Geschmack :yahoo:

Bei meinen rudimentären Versuchen mit der Planktonzucht schien es mir, dass die Dichte der "Suppe" zum Ende hin deutlich schneller zu nahm, als zu Beginn (was gemäß Zellteilung und bla auch irgendwie logisch ist)

So kann man also davon ausgehen, dass am "Ende" mehr Nährstoff verbraucht wird als am "Anfang".

Und da sehe ich in Deinem Ablauf ein Problem.

Zum anderen warnte Sylvio immer vor der früher oder später immer auftretenden Verschmutzung- dann wäre mit der Kaskade auch immer gleich alles hin ;(


Vielleicht wäre eine art "Revolvermagazin" mit vielen einzelröhren, welche turnusmäßig über zB 4 oder 7 Tage oder was weiß ich ?( komplett entleert werden.
Ist dieser eine Behälter dann entleert, wird er gereinigt (von Hand) und neu angesetzt.
Fütterung erfolgt automatisch- letzte Fütterung 1 Tag vor Beginn der Entleerung...


Na das macht ja schon in der Theorie 1000 Leitungen und 300 Pumpen :thinking: -eieiei...


Bin die Woche auf Montage und werde mal weiter grübeln...
Vielleicht meldet sich der Sylvio ja mal.


BG







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Henning

...........

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5

Montag, 27. Januar 2014, 21:13

Zum anderen warnte Sylvio immer vor der früher oder später immer auftretenden Verschmutzung- dann wäre mit der Kaskade auch immer gleich alles hin

Sehe hier auch ein Problem
Ein weiteres wo du mir noch erklären musst ist mit deiner Zugabe erhöhst du ja kontinuierlich die Dichte, hast du hierfür auch eine Idee wie du diesem Entgegenwirken möchtest?
Signatur von »Henning« ><((((º> <º)))) ><

Salzige Grüsse
Henning


Holger

nitroxatmer

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6

Montag, 27. Januar 2014, 21:14

Da fällt mir ein:
ich hab mal so einen Phyto-Breather oder wie das Ding heißt beim Händler gesehen (is aber auch schon 5-6 Jahre her).

Das war "bloß" ne 20cm Acrylröhre , ca. 30 hoch mit ner Leuchtstoffröhre senkrecht in der Mitte.
Eine Dosierpumpe hat da direkt Beckenwasser reingepumpt und der Händler und ich waren uns sicher, dass das gar nicht gehen kann.

Lief aber prima- vielleicht geht das Ganze ja wirklich leichter als wir denken

Allerdings weiß ich nicht mehr, wie in dem Teil umgewälzt wurde.Auf jeden Fall gab es keine Ablagerungen.
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Fischerjoe

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Montag, 27. Januar 2014, 21:31

hallo zusammen,

henning du kennst ja das,hihi ist schon eine alte idee und funktioniert solange man keine ciliaten etc.hat.

gugst du.



efyzz

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Montag, 27. Januar 2014, 21:34

Ein Luftausströmer ist natürlich für jede Röhre geplant. Der müsste allerdings während der "Fütterung" aus sein, damit das jeweils frischere Gemisch zunächst oben in der Röhre bleibt und das alte unten abfließt.

Julian, Deine Aussage mit der unterschiedlichen Zunahme der Zelldichte in jeder Röhre verstehe ich nicht. Oder meinst Du dasselbe wie Holger?

Holger, ein Revolver verringert ja nicht den Arbeitsaufwand. Oder wo siehst Du da einen Unterschied zu Einzelröhren?
Wenn die Zelldichte zum Schluß schneller zunimmt und somit mehr Nährstoffe verbraucht werden, so wäre das ja nur von Vorteil, denn die letzte Röhre muss ja nahezu Nährstoff-frei sein.

Habe übrigens selber Versuche mit gebrauchtem Aquarienwasser gemacht. Konnte nur sehr wenig Wachstum erreichen, da mein Becken ja extrem nährstoffarm ist. Jedoch wurde das Phyto auch nicht weniger, also scheint kein Zooplankton vorhanden zu sein. Habe sogar in einem weiteren Versuch etwas Bodengrund aus dem Algenbecken dazu gegeben, trotzdem bleibt das Wasser grün. Also auch hier kein Zooplankton :(
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9

Montag, 27. Januar 2014, 21:35

Ich dachte schon das Thema Phytoplanktonzucht gibt es nicht mehr. In den anderen Foren läuft dort kaum noch was. Aber hier bei den "Freaks" ist das sogar ein Schwerpunkt..
Das freut mich sehr. Bekomme zur Zeit von einem Biologen auch immer frisches Phyto.... Da ich zur Zeit auch auf Montage bin komme ich auch nicht richtig dazu es wieder selber zu züchten. Was aber nichts ist wird aber bald wieder werden.Dünger habe ich schon mal bestellt.
( Cell-Hi F2P).Freue mich immer wenn es berichte über solche Sachen gibt. Macht halt Spaß
Lg Bernd

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Montag, 27. Januar 2014, 21:39


Harald

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Montag, 27. Januar 2014, 21:40

das sieht aber sehr professionell aus :good: :good: :good:

Würde ich wohl auch meinen. :)
Beste Grüße
Harald

Marine Nachzucht ist eine Chance, wenn man den Mut aufbringt sie zu nutzen.
Ich entscheide mich für den Mut.


: seepferd : Mein Hippocampus reidi Würfel und hier die Vorgeschichte dazu. : seepferd :

Fischerjoe

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Montag, 27. Januar 2014, 21:48

hallo zusammen,

da ich ja für den bodensee fische züchte damit ich mein brot verdiene entwickle ich sachen was die erstnahrung anbelangt.
ein paar leute kennen mich von meiner planktonzucht her.
dieses aquarium haben wir so gebaut das es sich selber ernährt. zugabe wird von meinem dünger nachdosiert nach dem becken und direkt in die erste röhre geleitet.
mittlerweile hat die anlage mehr reaktoren und wird mit epa und dha phyto kultiviert und weiter an das zooplankton abgegeben mit öffnungen für leitung zu dem was man will.
es war eine lange arbeit.die anlage funktioniert seit 6 jahren.

Henning

...........

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Montag, 27. Januar 2014, 21:49

henning du kennst ja das,hihi ist schon eine alte idee und funktioniert solange man keine ciliaten etc.hat.

Jepp
kenne ich Joe ;)
Habe nur die Bilder nicht gefunden.
Die Anlage gibt es aber auch nicht mehr oder?
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Salzige Grüsse
Henning


Fischerjoe

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14

Montag, 27. Januar 2014, 21:53

hallo henning,

doch die ist bei ömer wo mal ableger holte bei dir. die läuft.hab noch 3 anlagen von der ist aber sau teuer wen ich die verkaufe.ist halt ein funktionierender prototyp wie vieles wo ich habe.

efyzz

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Montag, 27. Januar 2014, 22:40

Das sieht auf jeden Fall spannend aus. Magst Du mal erklären, was da genau abläuft?
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Dienstag, 28. Januar 2014, 10:36

Ja ich meine das gleiche wie Holger. Das Problem ist: der Zeitpunkt für die Übergabe der Planktons von Phase 1 zu 2 und von 2-3 muss eigentlich unterschiedlich lang sein. Bei deinem Aufbau wird Röhre 3 zunehmend nährstoffreicher und heller oder wenn du Röhre 2 stabil halten willst, dann wird dir langfristig die 3 absterben, da entweder die zelldichte zu hoch wird oder das Plankton verhungert ist.


Hier ist eben die Wachstumsrate ein Problem, dass du in der Kaskaden nur mit dem richtigen Verhältnis an Behältergrößen lösen kannst, dazu muss auch das Verhältnis Futtermangel und Behältergrößen passen. Es ist halt ein grßer Unterschied ob du bei 500ml täglicher Fütterung 1l oder 5l Behälter Hast


Verunreinigung sehe ich eig nicht als großes Problem. Im vorratsbehälter mit Uvc alles killen und die Luft für die Sprudler durch nen Filter ziehen.. Dann sollte das ziemlich gut gehen.

Sylvio

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Dienstag, 28. Januar 2014, 13:25

Hi

Wenn ihr die Sache Voll automatisieren wollt müsst ihr in eine ganz andere Richtung denken
und euch an Bsp einer Industrieanlage orientieren .
Dort wird das Phyto durch Glas Röhren mittels Pumpe gejagt.
Industrieanlagen haben dann Wege von mehreren km .
Pumpen werden dort eingesetzt die minimalste Scheerwirkung haben.
Das sich nichts ablagert werden kleine Plastikkugeln den Kreislauf beigemischt.
Im Ausgleichsbehälter wird dann geerntet und Frischwasser mit Dünger zugegeben.

Da Großanlagen vom Sonnenlicht leben müssen sie dann auch mit Wasser gekühlt werden.

Solch Anlagen gibt es auch in Kleinformat zu kaufen (Ausland)
Ich find den Link aber nicht mehr.

MfG Sylvio
Signatur von »Sylvio« Dem Tatendrang immer eine Spur voraus

efyzz

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18

Dienstag, 28. Januar 2014, 13:48

Aah, jetzt verstehe ich das Julian :)
Also verschiedene Behältergrößen einplanen.

Obwohl es für mich persönlich auch kein Problem darstellt, wenn etwas Dünger im Aquarium landet. Vielleicht komme ich dann endlich mal auf einen nachweisbaren Nitratwert ;)

Das sich nichts ablagert werden kleine Plastikkugeln den Kreislauf beigemischt

Interessant! Funktioniert das auch in unseren Ein-Behälter-Anlagen?
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