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Henning

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Freitag, 30. Dezember 2016, 20:12

LED TECHNIK in der SALZWASSERAQUARISTIK

  • LED Module
  • Probleme


LED Module

Ich habe diverse LED Module mal dem gemittelten Spektrum aus dem Beitrag Messungen aus der Natur mit Auswertungen hinterlegt.

Diese möchte ich euch mal als kleinen Film zeigen.



Die meisten Module wurden nach meiner Meinung hier noch nach einer Chlorophyll Kurve erstellt.
Warum hier noch immer Rot verbaut wurde, obwohl es nach bekannten Unterwassermessungen gar nicht mehr vorhanden ist für mich nicht ganz verständlich.
Auf der Interzoo 2016 hat mich ein Modul aus Taiwan überrascht. Hier wurde ein Unterwasserspektrum auf 5/10/15/20m nachgebildet. Fand ich einen guten Ansatz.


Beleuchtungsart

Die auf dem Markt erhältlichen LED Module, schliesse hier mal Bewusst die Hybrid aus, sind meistens Module, die Punkt mässig, ihr Licht abgeben. Hier werden auch Cluster aneinander gereiht. Dieses Thema hatte ich am Vortrag in SIFI 15 bei einer Livedemonstration probiert dem Verbraucher aufzuzeigen was dies für die Tiere im Becken bedeuten kann.
Nach den Messungen unter Wasser gibt es nun sogar Resultate, die klar aufzeigen, das der Energieeintrag seitlich am Morgen sowie am Nachmittag höher sind als über die Mittagszeit.
Der Grenzpunkt hier lag am Morgen bei ca. 10:00Uhr. Hier habe ich bei Messungen gegen die Oberfläche, respektive um 45° abgeneigt die fast identischen Werte erhalten. Wen ich da auf den Nachmittag schaue, habe ich hier ab 14:00Uhr wiederum eine Abnahme vom Energieeintrag von der Oberfläche und einen Anstieg von der Seite.
Aus diesem Grund sollte mal also eine vollflächige Beleuchtung über dem Becken einsetzen und von Punktbeleuchtungen absehen.

Hier mal ein Beispiel für eine „kleine Flächige“ Beleuchtung.
Muss nicht einmal nur ein Cluster sein.



Im Vergleich zu einer Flächigen Beleuchtung.



Mit dieser Variante wird viel mehr Gewebe mit Licht versorgt und ich denke wir würden hier einer natürlichen Beleuchtung einiges näher kommen.
Für die Koralle ist es sehr wichtig, wie das Licht auf sie trifft (Anstellwinkel). Je mehr wir diffuses Licht haben, desto mehr vermeiden wir dunkle Flächen auf den Korallen (Selbstbeschattungseffekte) und je mehr unsere Korallen das vorhandene Licht mit ihrer vollständigen Oberfläche nutzen können würde ich mal gleich setzen mit
Mehr brauchbares Licht für SPS Korallen.
Denke sie werden uns mit dem Wachstum und der Farbausbildung dankend zurückgeben.


Probleme

Hier möchte ich mich noch auf ein Thema kurz einlasen, dass mir bei all den diversen Modul die ich über die vielen Jahr schon vermessen habe aufgefallen ist.
oder bei alten Röhren Fehrnsehern konnt man auch kein Bild schiessen.

Probleme Flackern
Definition Lichtflackern
Quelle Wikipedia

Das Lichtflimmern beschreibt Schwankungen in der Leuchtdichte eines elektrisch betriebenen Leuchtmittels, welches durch Aufbau und Konstruktion des Leuchtmittels bedingt ist. Es ist von dem Begriff Flicker abzugrenzen, dessen Leuchtdichteänderung durch im Regelfall ungewollte Schwankungen der Netzspannung im Stromnetz hervorgerufen wird.

Definition Flicker
Quelle Wikipedia

Unter Flicker versteht man laut Internationalen Elektrotechnischen Wörterbuchs den subjektiven Eindruck einer Instabilität der visuellen Wahrnehmung, hervorgerufen durch einen Lichtreiz, dessen Leuchtdichte oder Spektralverteilung mit der Zeit schwankt. Flicker ist also der subjektive Eindruck von Leuchtdichteänderungen, das, was man umgangssprachlich als Flackern oder Flimmern des Lichtes bezeichnet.

Den menschlichen und Tierischen Körper setzt das Lichtflimmern unter Stress. Der Körper des Betrachters eine Lichtquelle versucht sich jeweils an dieses Lichtflackern anzupassen. Diese Anpassung belastet das Gehirn und die Muskeln erheblich. Leider findet dieser Prozess auch statt, auch wenn der Betrachter es gar nicht aktiv wahrnimmt.
Beim Menschen können Kopfschmerzen, Müdigkeit, Erschöpfung, Migräne und schlimmstenfalls sogar epileptische Anfälle die Folge sein.
Wie es bei Fischen, Krusten-, Weichtieren und Stachelhäuter oder bei Korallen Auswirkungen hat, entzieht sich leider meinen Kenntnissen. Möchte hier aber nicht in der Haut eines Knallkrebses stecken.


Fazit
Werden Fluoreszenz-Leuchtstoffröhren oder auch LED-Lampen mit einer AC-Wechselspannung oder mit einer verzerrten DC-Gleichspannung (z. B. PWM-Dimming) betrieben, resultieren hieraus üblicherweise mehr oder minder wahrnehmbare Licht-flimmereffekte.
Die Flimmer-Qualität von LED- oder Fluoreszenz-Lampen ist im hohen Masse abhängig von der schaltungstechnischen Qualität der zugehörigen Treiber-Elektronik und als weiteres auch von dem gewählten Helligkeits-Dimmverfahren.
Hohe Flimmerwerte zeigen sich häufig bei Billig-Importlampen im Low-Cost-Verkaufsbereich und/oder auch durch Lampenbetrieb mit ungeeigneten Dimmer- bzw. Steuergeräten.
Hierzu habe ich auch einen kleinen Detaillierten Bericht verfasst, den man sich im Detail hier noch anschauen kann.

Lichtflackern Henning Wiese.pdf



Schlusswort



In SIFI habe ich da immer meine Weihnachtswünsche an die Hersteller offen.

Hier möchte ich mich aber als erstes Mal bei meiner Familie bedanken. Sie muss mich beim Tauchen ertragen, wen ich am Messen gewesen bin und im Anschluss dann die vielen Stunden wo ich mit den Auswertungen, Grafiken etc. aufgewendet habe und nicht für sie zu Verfügung stand.

Ich hoffe mit diesem kleinen Beitrag unser Hobby mal wieder ein Stück weiter gebracht zu haben.
Freuen würde es mich, wen wir hier auch in den nächsten Monaten von Seiten Hersteller Reaktionen finden die uns wieder Freude mit der LED bereiten und nicht den Weg zurück zur T5 bringen.

Genügend Unterlagen die uns in der Beleuchtung weiter bringen, wurden glaube ich dieses Jahr mal wieder mit sehr viel Motivation und Fleissarbeit der Allgemeinheit aufbereitet und zu Verfügung gestellt.

Fragen und Diskussionen können hier geführt werden.
Signatur von »Henning« ><((((º> <º)))) ><

Salzige Grüsse
Henning


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