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Pat_2015

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Montag, 19. Dezember 2016, 19:54

Versehentliche Überdosierung von Microbe Lift Phosphat Remover

Hallo zusammen,

Ob das hier die richtige Kategorie ist? Sowas wie ein versehentlicher Toxozitätstest vielleicht :blush: Aber vielleicht ist das Ergebnis auch für andere nützlich zu wissen....

Ich mache in meine Becken je nach Bedarf mehr oder weniger regelmäßig den oben genannten Phosphat Remover rein, immer am Abend vor dem schlafen gehen, dann ist das Wasser am nächsten morgen wieder schön klar. Am Samstag war's spät, und ich hatte es eilig und hab nicht im kleinen Messbecher abgemessen, sondern direkt aus der Flasche was reingekippt. Und wie es so kommen muss, es ist mir ein bisschen entglitten und schwups war deutlich zu viel drin. Statt 1 ml wie üblich vielleicht so ca 5 ml? Im Becken war absolut dichter Nebel :scare2: Das Zeug fängt dann recht schnell an, in weißen Fetzen auszufallen. Es sah wirklich schlimm aus.

Ich hatte zufällig für einen wasserwechsel am nächsten Tag schon frisches Salzwasser angesetzt. Damit hab ich auf die Schnelle 10 l ausgewechselt. Und dann nochmal 5 aus dem großen Becken. D.h. 15 l sofort getauscht. Mehr hab ich mich erst mal nicht getraut, weil ich weiß, dass die kupferanemone schon nach nem normalen 10% Wasserwechsel erst mal ein bisschen mau rumhängt.

Nachlesen auf der Flasche und im Netz hat ergeben, dass das Zeug selbst wohl nicht giftig sein soll. Ein plötzlicher phospahtsturz soll wohl empfindlichen Tieren / Korallen schaden. Also hab ich die Nacht erst mal abgewartet.

Am nächsten morgen war immer noch dichter Nebel. Meine Neopetrolisthes maculatus sitzt so nah an der Scheibe, dass ich schonmal sehen konnte, dass diese noch lebt. :flag of truce: ich hab dann nochmal 10 l Wasser mit dem großen Becken ausgetauscht. Nach ein paar Stunden konnte ich so tief reinschauen, dass ich die Fische gesehen hab. Die Clowns sahen gut aus, der kleine Ecsenius bicolor hatte zwar wirklich einen weißen Belag auf dem Körper und das Zeug schien sogar aus den Kiemen zu hängen, aber er lebte.

Ich hab mehrfach alles gereinigt, so gut es ging. Die Beläge abgewedelt, Pumpen und abschäumer mehrfach gereinigt, die filterwatte getauscht. Jetzt sieht es inzwischen so aus wie auf dem Bild. Es ist immernoch ein weißer Belag sichtbar, die tubipora musica sieht noch ein bisschen mitgenommen aus, und die kupferanemone hängt noch ein bisschen durch. Aber sie erholt sich auch wieder.

Fazit also: alles hat überlebt :yahoo: alle drei Fische, die neopetrolisthes, die petrolisthes, und anscheinend auch alle Korallen und Anemonen.

Ich empfehle nun wirklich niemandem, denselben blöden Fehler zu machen. Aber wenn's passiert, scheint es zumindest für die meisten Tiere nicht ganz so katastrophal zu sein. Das Zeug ist also wohl recht unbedenklich :good:

Jetzt bekomme ich schon wieder das Bild nicht richtig rum gedreht. Harald, Henning, vielleicht kann bitte nochmal einer von euch...? Und mir dann bei Gelegenheit mal erklären, wie das geht? Danke!
»Pat_2015« hat folgendes Bild angehängt:
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Harald

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Montag, 19. Dezember 2016, 21:11

Hallo Pat

Wie das so ist Murphys Gesetz, und ich schreibe mal verdammt viel Glück gehabt. :yes:

Filterst du jetzt kurzzeitig über Kohle?

Auch wenn ich jetzt Haue bekomme und es ist bestimmt nicht böse gemeint, aber ich persönlich kann nicht verstehen das allerlei Mittelchen in ein Aquarium gekippt werden nur um irgendwelche Werte zu korrigieren, wo aber das eigentliche Problem nicht behoben wird.

Und auch nicht immer alles schlucken was einem ein Händler weiß machen möchte. :wink:

Ein guter Phosphatadsorber in geringer Menge im Dauerbetrieb ist deutlich entspannter zu handhaben als irgend ein Zaubermittel. :smile:
Beste Grüße
Harald

Marine Nachzucht ist eine Chance, wenn man den Mut aufbringt sie zu nutzen.
Ich entscheide mich für den Mut.


: seepferd : Mein Hippocampus reidi Würfel und hier die Vorgeschichte dazu. : seepferd :

Pat_2015

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Montag, 19. Dezember 2016, 22:47

Hallo Harald,

Meinst du Kohle ist hier hilfreich? Ich hab welche da, vielleicht tu ich gleich einfach mal welche rein... Bin nicht drauf gekommen, weil das Zeug ja mit dem Phosphat (und auch Silicat) einen komplex bildet, der groß genug ist, dass der schnellfilter und der abschäumer das rausbringen. Aber wie gesagt, schadet auch kurzfristig nicht, die Kohle...

Und für das andere bekommst du von mir sicher keine Haue, bin ja immer froh über solche Meinungen. Ich hab das große Becken damals schon mit den ganzen Microbe Lift Mittelchen übernommen, inkl. Pflegeplan von dem, der es vorher gepflegt hat. Und ganz nach dem Motto "Never Change a Running System" hab ich wenig daran geändert, auch aus Unsicherheit und Unwissenheit. An dem flüssigen Absorber gefällt mir grundsätzlich gut, dass man ihn besser dosieren kann. Bei einem, der dauerhaft drin ist, hab ich Bedenken, dass er am Anfang womöglich stark absorbiert und mit der Zeit dann nachlässt. Aber bin da ja immer offen für solche Tipps, kannst du einen bestimmten empfehlen?

Im Nano brauche ich ab und zu Phosphat Absorber, ich denke, weil der kleine Abschäumer nicht so zuverlässig funktioniert. Die Pumpe ist da wirklich nicht so leicht einzustellen. Frisch gereinigt blubbert sie manchmal so stark, dass alles überschäumt. Und wenn man bisschen runter dreht, ist es zu wenig... Ein Nachteil am Komplettsystem.

Also gleich noch die Frage dazu: kann jemand nen guten abschäumer für ein 60 l System empfehlen? :D
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korallenfarm joe

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Dienstag, 20. Dezember 2016, 09:22

hi,

bei überdosierungen können in der regel sps schaden nehmen. alles andere eher weniger bis gar nicht.
Signatur von »korallenfarm joe« ansonsten schönen gruß
joe

Olli

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Dienstag, 20. Dezember 2016, 10:55

Also gleich noch die Frage dazu: kann jemand nen guten abschäumer für ein 60 l System empfehlen? :D


Ich habe knapp 1 1/2 Jahre ein Dennerle 60L Cube gehabt der von Anfang bis Ende ohne AS lief, was für mein Empfinden super funktioniert hat.

Kurze Eckdaten:

Besatz: 2 Clowns, Zitronenwächtergrundel mit Knallkrebs und kurze Zeit noch zwei Chromis.
Korallen: 2 Kupferannemonen, Weiche (scheiben und Röhrenkorallen) und zwei LPS.

Versorgung durch Wöchentlichen WW (10L) mit Red Sea Coral Pro

Technik: 4in1 Circulator, Hydor 900l/h Strömungspumpe und Heizstab, Lampe: ATI Sirius X1

Damit lief das Becken sehr Stabil mit akzeptablen Werten für Weiche und LPS, ich habe lediglich die kleine Strömungspumpe an die Wasseroberfläche gerichtet, damit etwas mehr Gasaustausch stattfinden kann.
Den 4in1 Circulator hatte ich mit einem kleinen Rohr (45Grad Bogen) Richtung Boden gerichtet, damit da auch genug Bewegung ist.

Daher lehne ich mich mal aus dem Fenster uns sage, dass dein Becken bei normaler Fütterung auch ohne AS auskommen sollte, bei wöchentlichen WW von 10L...
Damit würdest Du dir den Ärger sparen mit dem aktuellen AS, den Strom dafür, den Platz und die Suche nach einem neuen..
Es kommt natürlich auch drauf an wie das Becken aktuell steht, ob irgendwo vllt Phospat oder Nitrat Depots sind etc.
Habe selber viel hantiert und das beste war am Ende eine gute Strömung mit regelmäßigen Wasserwechseln..

Den einzigen AS für die Größe der auch fast nur gute Bewertungen hatte war damals der Sander Piccolo mit Lindenholzausströmer..

Pat_2015

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Dienstag, 20. Dezember 2016, 21:59

Hi Olli, wo lag denn dein Phosphatwert ohne abschäumer? Waren ja auch einige Fische für die Größe... Und warum hattest du das Becken nicht länger?
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