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Rudi

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Freitag, 8. Juli 2016, 13:34

Natürliche Produktion von Zooplankton im Aquarium

Hallo Zusammen,

Ich möchte hiermit eine, so hoffe ich, rege Diskussion zum Thema „natürliche Produktion von Zooplankton im Aquarium“ eröffnen.

Ich selber tauche schon seit vielen Jahren und betreibe u.a. auch deshalb ein Meerwasseraquarium, weil mich insbesondere die wahnsinnige Artenvielfalt und die Dichte der Organismen im natürlichen Riff fasziniert. Mein persönliches Ziel ist es, neben der Pflege von Korallen, Fischen und Wirbellosen auch einen Weg zu finden, wie ich dem natürlichen Riff in Bezug auf die Mikrofauna / Kleinstlebewesen möglichst nahe komme. Sollte dies gelingen, müsste es hierdurch möglich sein, eine umfangreiche Versorgung mit Larven usw. für das Aquarium zu erreichen. So zumindest der Plan.

Hier einige Fotos mit denen ich euch verdeutlichen möchte, was ich meine bzw. anstrebe:



In der Vergangenheit habe ich hierzu diverse Anläufe gestartet – z.B. Wodka-Methode, Phytoplankton-Reaktor, Zeolith-Methode, verschiedene Staub- und Flüssigfutter. Bislang konnte ich jedoch kein zufriedenstellendes Ergebnis hierdurch erzielen.

Seit einiger Zeit bieten nun verschiedene Hersteller Produkte an, die auf die spezielle Ernährung genau dieser Mikrofauna / Kleinstlebewesen abgestellt sein sollen. Hier sind mir bislang Sangokai und NYOS bekannt.

Insbesondere der Vortrag von Jörg Kokott (Sangokai) hat mir sehr gut gefallen und mir viele Antworten geliefert. http://meerwasserlive.de/fuer-euch-in-de…n-joerg-kokott/

Es gibt auch kritische Stimmen von Biologen anderer Hersteller, die der Auffassung sind, dass solche Zusatzmittel überflüssig sind.

Wie ist eure Meinung zu diesem Thema?

Habt Ihr Erfahrungen hierzu gemacht?

Bin gespannt auf eure Beiträge!
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Harald

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Freitag, 8. Juli 2016, 16:09

Hallo Rudi

Seit einiger Zeit bieten nun verschiedene Hersteller Produkte an, die auf die spezielle Ernährung genau dieser Mikrofauna / Kleinstlebewesen abgestellt sein sollen. Hier sind mir bislang Sangokai und NYOS bekannt.

Zunächst ist Sangokai ja in erster Linie ja ein Grundnährstoffsystem wie viele andere Systeme auch. Ich denke eine funktionierende Mikrofauna erreichst man auch ohne solche Systeme. Die Kunst dabei ist diese Fauna auch dauerhaft zu etablieren. Ob eine Nährstoffsystem dazu geeignet ist? Ich glaube eher nicht.
Beste Grüße
Harald

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Rudi

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Freitag, 8. Juli 2016, 16:56

Hallo Harald,

Ich meine natürlich nicht das Grundversorgungssystem für KH, Ca und Mg sondern z.B. von Sangokai das Basis System, welches sich im Speziellen mit der Ernährung des Gesamtaquariensystems beschäftigt. Wie bereits angedeutet wird von Jörg Kokott in seinem Vortrag sehr gut erklärt, worauf es hierbei ankommt. Für mich leuchtet dies ein. Ich werde übrigens morgen mit der Dosierung von den 3+2 Sangokai Produkten beginnen und natürlich auch über die Erfahrungen/Ergebnisse hier berichten.

Nur um es nochmals klar zu sagen, ich möchte versuche eine möglichst hohe Artendichte zu erreichen, die sich auf dem Gestein im Becken ansiedelt (Filtrierer, kleine Röhrenwürmchen, Seescheiden, Schwämme usw.), die dann auch für eine natürlich Versorgung mit Zooplankton im Wasser sorgen sollen. Das "übliche" Kleingetiers ist bereits im Becken und im Refugium reichlich vorhanden.

Ich glaube es liegt neben der Wasserqualität an der entsprechenden Ernährung bzw. an dem nicht ausreichend breiten Nahrungsangebot, dass sich im Aquarium nicht annähernd ähnlicher Bewuchs im Vergleich zum natürlichen Riff finden lässt.
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Harald

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Freitag, 8. Juli 2016, 17:32

Ich meine natürlich nicht das Grundversorgungssystem für KH, Ca und Mg

Hallo Rudi

Das meinte ich ja auch nicht denn das heißt ja Balance-System.

Bin schon gespannt was du berichtest, kann dir auf jeden Fall schon berichten das es bei meinen reinen Filtrierern nicht so wie gewünscht funktioniert hat.
Beste Grüße
Harald

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Guido

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Freitag, 8. Juli 2016, 18:13

Hallo Rudi,

was für herrliche Bilder, Danke fürs zeigen.

Nun zum Thema...

Was du hier anstößt ist doch eigentlich von uns allen gewünscht, jeder von uns hätte gerne ein natürliches Meerwasserbecken mit allem was da so an Microfauna zugehört, eben ein Stück Meer mit Korallenriff und seinen Bewohnern wie Mutter Natur es geschaffen hat.

Da ein natürliches Gewässer immer nach einem harmonischem Zustand seiner Kräfte strebt, stehen dort nahezu alle Vorgänge in einem biologischen Gleichgewicht.

Das Lebenselement Wasser und seine Bewohner organisieren sich in der freien Natur eigenständig, was wir hier mit unseren kleinen Pfützen wohl nie erreichen werden.

Ich ziehe Phytoplankton in einem Reaktor und da ich dieses zurzeit nicht für die Zooplanktonzucht brauche schütte ich es jede Woche ins Becken, davon ist am nächsten Tag nichts mehr zu sehen, von einer selbstständigen Vermehrung im Becken kann keine Rede sein, was sicherlich auch an Abschäumer und UV-C Anlage liegt.

Ohne diesen ersten Schritt der Nahrungskette dürfte es dann das Zooplankton auch schon sehr schwer haben, wobei ich dort sehr große Unterschiede zwischen meinem Becken und dem Algenrefugium im Technikbecken beobachten kann.

In letzterem wimmelt es zwar nur so von Kleinstgetier, aber hier gibt es auch keine Fressfeinde.

Wir haben unsere Becken von Mutter Natur abgenabelt, deshalb sind alle Tiere darin nun von uns abhängig und darauf angewiesen das wir ihnen geben was sie benötigen, aber dieses System regelt sich nur sehr bedingt selbstständig.

In den letzten Jahren sind sicherlich gute Fortschritte gemacht worden was die Versorgung unserer Miniriffe angeht, aber ich sehe das kommerziell gesehen auch durchaus kritisch und verfahre daher nach dem Motto:

So viel wie nötig, so wenig wie möglich.

So ist ja z.B. die Haltung von Federsternen / Haarsternen heute noch nahezu unmöglich, aber evtl. durch Versuche was die Fütterung angeht, in einigen Jahren durchaus denkbar.

In meinem Becken ist wahrscheinlich kein Tier was vor 10 Jahren nicht auch schon in anderen Becken gewesen ist, nehmen wir mal Modekorallen wie Shortcake usw. raus, daher frage ich mich schon ob wir das alles brauchen was der Handel uns heutzutage auftischt.

Für mich persönlich lautet die Antwort Nein und wenn man sich dann das eine oder andere Wundermittel mal näher ansieht stellt man auch noch enttäuscht fest das es sich um billigste Inhaltsstoffe handelt die sich Hersteller und Handel teuer bezahlen lassen.

Wenn die Vodkamethode nicht so bekannt und überall im Internet ausreichend beschreiben wäre, würde man die Kartoffelbrühe sicherlich auch unter irgendeinem Fantasienamen im Handel finden, mit 400% Aufschlag versteht sich.

Ich schätze z.B. Jörg Kokott sehr, obwohl ich noch nie seine Produkte verwendet habe, aber sein Support zählt für mich einfach zu den besten.

Leider produzieren einige Hersteller aber auch gerne an dem vorbei was wir und unsere Pfleglinge wirklich brauchen, ein krasses Beispiel dafür waren die ersten LED-Lampen, von daher finde ich fundierte Erkenntnisse aus Experimenten anderer Aquarianer viel wertvoller als vollmundige Versprechen durch den Handel.

Die heutigen Erfolge bei den Nachzuchten sind, für meine Begriffe, nahezu vollständig ambitionierten Aquarianern zu verdanken, die immer wieder bestrebt waren ihre Erfolge zu verbessern und ständig penibel daran gearbeitet haben.

Auch hier nimmt der Handel gerne.

Bevor der Bogen zu groß wird: Ich halte es in absehbarer Zukunft für ausgeschlossen das wir Becken haben werden die sich ähnlich wie die Vorbilder in der Natur selbst regulieren werden.

Eine höhere Artenvielfalt, insbesondere bei der Microfauna wäre aber sicherlich wünschenswert, was wahrscheinlich auch für das gesamte System positive Auswirkungen hätte.

Leider spricht in der Regel schon unser Besatz dagegen, das ist wie in der EU, es sind einfach zu wenig Geber und viel zu viele Nehmer.

Letztendlich schließe ich mich aber gerne deiner Hoffnung an das sich hier viele an einer Diskussion beteiligen werden, wie wir eine möglichst große Microfauna in unseren Becken etablieren können.

Gruß Guido
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Rudi

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Freitag, 8. Juli 2016, 18:47

:wow: vielen Dank Guido für Deine ausführlichen Worte und Gedanken - echt toll :thumbsup:

Natürlich auch an Dich ein großes Dankeschön Harald :thumbsup:

So hatte ich mir dass gewünscht und hoffe, es beteiligen sich noch ganz viele hier an Dr Diskusion und schreiben etwas ebenfalls dazu : pc:
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Freitag, 8. Juli 2016, 20:37

:will3: Rudi

Auf der Seite ist vieleich was zu diesem Thema.
PICO FOOD Xtra Korallen Nährstoff
Signatur von »DSB 05« Schöne Grüsse
Rolf :thumbsup: :drinks:

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Rudi (08.07.2016)

Guido

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Freitag, 8. Juli 2016, 21:10

Hallo Rolf,

ich kenne natürlich deinen Bericht über Pico Food Xtra und die mehrjährige erfolgreiche Haltung z.B. einer Gold-Seescheide spricht ja schon mal dafür es zu testen.

Kann man das über eine Dosierpumpe machen? Wahrscheinlich wohl nicht weil die Flasche wohl nach Anbruch ehr kühler gelagert werden sollte, oder?

Hast du auch bei deinen anderen Tieren klare Veränderungen wahrgenommen, seit dem du Pico Food Xtra dosierst und ist eine Vermehrung der Microfauna irgendwie belegt?

Gruß Guido
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Freitag, 8. Juli 2016, 21:34

Kennt eigentlich irgendwer eine Quelle, außer über frisches Lebendgestein, um sozusagen als Starthilfe entsprechende Populationenn zur Etablierung einer Mikrofaune ins Becken zu bringen? :xeno:
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Steffi

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Freitag, 8. Juli 2016, 21:47

Moin...
Ich verwende ja schon seit Jahren das Basis-System von Sangokai und ich bilde mir ein, daß sich damit speziell Schwämme und kleine Tierchen mehr vermehren als ohne. Ich kann mich aber auch täuschen.
Grundsätzlich sind in einem AQ ohne Fische mehr kleine Tierchen wie Copepoden, Isopoden etc. zu beoachten. Bevor ich damals meine kleinen Seenadeln einsetzte strotzte mein AQ mit allem möglichen "Kleinvieh", eine Woche mit den Seenadeln und es war wie leergefegt.
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Steffi

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Freitag, 8. Juli 2016, 22:49

:will3: Guido

Leider kann man nicht mit einer Dosierpume Füttern, es sei denn sie hat ein Rührwerk.Es muß auch nicht Kühl gelagert werden.
Bei den Seescheied ist kein Wachstum festzusetellen, Aber meine Menella die jetzt seit 1,5 Jahren im Becken ist wächst.
Ob Microskop untersuchungen vom Hersteller gemacht worden sind ist mir nicht bekannt.
Seit 2 Wochen ist noch eine Rote Swifta im Becken und ihre Tentakel sind 24 Stunden am Tag offen was von einem hohen Futteraufkommen zeugt.( Swifta ist ein reiner Filtrierer)
Es wird aber immer Korallen geben die wir einfach nicht halten können.
Signatur von »DSB 05« Schöne Grüsse
Rolf :thumbsup: :drinks:

Rudi

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Samstag, 9. Juli 2016, 09:09

Hallo Leute,

Habe bei meiner Suche im Netz noch ein paar interessante Berichte bzw. Informationen zum Thema Fütterung von azooxanthellaten Tieren gefunden, die sicherlich auch zum hier angerissenen Thema gut passen:

http://www.korallenriff.de/Sindelfingen2…lmeyer_2005.pdf

http://www.sangokai.org/fileupload/SANGO…latt_Nr.1.1.pdf

http://www.faunamarin.de/anleitungen/SeaFanManual-DE.pdf

Und hier auf dieser Seite werden gleich mehrere Becken vorgestellt, in denen erfolgreich azooxanthellate Tiere gepflegt werden - SEHR INTERESSSANT!!!
http://www.reefnews.eu/tag/azoox/
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Samstag, 9. Juli 2016, 09:23

Und noch ein interessantes Fundstück in diesem Zusammenhang

https://m.youtube.com/watch?v=vJ0qNlJpymk
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Samstag, 9. Juli 2016, 10:09

Moin Rudi,

auf www.riffnews.eu lohnt es sich immer mal wieder reinzuschauen.

Bin da gerade noch mal drüber geflogen und hab schon wieder so komische Ideen im Kopf was das hier leerstehende Fluval M40 betrifft. :whistling:

Kennt eigentlich jemand den dort erwähnten Herrn Ebert? : duckundweg :

Was deine Frage nach einer Quelle für Microfauna angeht, hat es die Kaltwasserfraktion hier natürlich etwas leichter, besonders die die zugang zum Meer haben.

Ich denke da kann uns Sven (SEG) bestimmt etwas mehr zu sagen, ob da einiges auch für unsere normalen Becken von infrage kommt.

Gruß Guido
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Donnerstag, 14. Juli 2016, 22:36

Und hier auf dieser Seite werden gleich mehrere Becken vorgestellt, in denen erfolgreich azooxanthellate Tiere gepflegt werden - SEHR INTERESSSANT!!!

Hallo Rudi

Doch leider muss man ehrlicher weise eingestehen, viele dieser Aquarien gibt es nicht mehr. Egal ohne auch nur einen Hersteller schlecht zu machen, ist es noch keinem gelungen sein ultimatives Futtermittel langfristig zum Erfolg zu bringen.

Auch kenne ich die Kühlschrank Methode war in dem damaligen Forum Azoox.org ein großes Thema, doch auch das ist früher wie heute noch nicht die Lösung.

Mike Cao mit dem ich lange in Kontakt war, hat mal geschrieben: Ob wir es jemals schaffen eine perfekte Versorgung unserer Lieblinge zu schaffen?

@Guido


Kennt eigentlich jemand den dort erwähnten Herrn Ebert?

Noch nie gehört den Namen, den kennst du :whistling:
Beste Grüße
Harald

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Freitag, 15. Juli 2016, 07:45

Hallo Harald,

klingt zunächst mal recht entmutigend : Drama : trotzdem vielen Dank für Deinen Beitrag, Du scheinst Dich ja ebenfalls schon länger damit zu beschäftigen.

Allerdings bin ich grundsätzlich ein Typ Mensch, dem es sehr schwer fällt etwas aufzugeben was ich mir einmal vorgenommen habe. Und ich habe mir definitiv zum Ziel gesetzt, die Mikrofauna und Kleinstlebewesen in meinem Becken deutlich zu steigern, auch um eine zumindest teilweise natürliche Versorgung des Beckens mit Zooplankton zu erreichen - eben so, wie auf den wunderschönen Bildern am Anfang des Treads. Ich denke dies kann auch nicht mit zum Teil recht steril aussehenden Becken gelingen, die aussehen wie frisch eingerichtet oder geputzt. Es dürfen und sollen sogar eine Menge Schwebeteilchen im Wasser sein! Auch im natürlichen Riff ist das Wasser nicht glasklar - da liegt glaube ich ein Hauptgrund, weil wir i.d.R. Geneigt sind unser Wasser im Becken schön klar und frei von Schwebstoffen zu halten. Sollte mein Vorhabne gelingen, wären sicherlich auch Azooxanthellate Tiere besser und auf Dauer haltbar. Die erfolgreiche Haltung von Azoox ist für mich aber zunächst zweitrangig, da es aus meiner Sicht erst der zweit Schritt sein kann. Vielleicht ist das auch genau der Schlüssel und es wurde bislang eher versucht gleich mit dem zweiten Schritt zu beginnen. Ich werde auf jeden Fall intensiv versuchen diesen ersten Schritt entsprechend voran zu treiben und natürlich auch hier über Erfolg und Misserfolg berichten.

Ich fände es toll, wenn die Diskusion hier weiterhin so rege weiter ginge. Es gibt bestimmt noch den einen oder anderen hier, der bzw. die etwas zum Thema beitragen oder aus gemachten Erfahrungen berichten kann. : danke :

Gruß Rudi
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Freitag, 15. Juli 2016, 08:10

Guten Morgen Rudi

Ich möchte dich auf keinen Fall entmutigen und ich finde deine Überlegungen im Ansatz auch völlig legitim sogar richtig.

Ja ich habe mich sehr lange und auch intensiv mit dem Thema, ich nenne es mal Futterversorgung, beschäftigt. Die besten Ergebnisse habe ich mit einem externen DSB Algenrefugium erreicht. Dort gelang es mir eine sehr große Population an Kleinslebenwesen zu halten, die dann regelmäßig in das Aquarium gespült worden sind. Aber im Aquarium selber keine Chance die wirklich wichtigen Kleinstlebewesen zu halten geschweige denn zu vermehren.
Beste Grüße
Harald

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Freitag, 15. Juli 2016, 10:01

Moin...
Das hatte ich auch schon festgestellt, es gibt nix besseres für Kleinstlebewesen als ein Algengärtchen (möglichst extern).
An meinem Nano hatte ich eine Breeding-Box als Algenrefugium angehängt, darin hat das Klein-Bio getobt, keine Freßfeinde :wink:
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Freitag, 15. Juli 2016, 13:32

Hi

Wenn man von der Allgemeinheit her geht ,sollte man sich die Nahrungskette im Meer anschauen.
An 1. Stelle steht das Phytoplankton.

Phyto ist der Schlüssel zu sehr vielen Vorgängen.

Man kann aber nicht von Phyto einer Art ausgehen den alle ernähren sich von unterschiedlichen Arten Phyto.

Also will man eine sehr breite Palette von Zooplankton braucht man mehrere Phytoarten.

Bei der Dosierung fängt das Grauen an .
Denn Wahllos reinkippen bring gar nichts , evl. nur schlechte Werte.

Der Erfolg beginnt dann wenn man ein ausgewogenes Verhältnis hinbekommt.
Also nur so viel Phyto was auch verbraucht wird.
Zu viel belastet das Wasser nur und andere Sachen laufen dann aus dem Ruder.

Kontraproduktiv laufen dann viele Abschäumer
stellt man den Abschäumer aus , steigen wieder die Wasserwerte.

Man kann da auch keine Regeln aufstellen da die Systeme zu verschieden sind.

Am Ende kann man nur versuchen alles unter einen Hut zu bekommen um die Natur
halbwegs nach zu ahmen .

MfG Sylvio
Signatur von »Sylvio« Dem Tatendrang immer eine Spur voraus

Harald

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Freitag, 15. Juli 2016, 16:43

Bei der Dosierung fängt das Grauen an

Das ist wohl war, mit Phyto im Aquarium habe ich selber die schlechtesten Erfahrungen gemacht.

Noch mal zum externen Refugium zurück, bei mir sah es damals so aus, und hat Top funktioniert.
»Harald« hat folgende Bilder angehängt:
  • Algenwanne 1 mit Maß.jpg
  • Algenwanne 2.jpg
  • Algenwanne 4.jpg
Beste Grüße
Harald

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