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Mittwoch, 13. April 2016, 19:29

Pellet- oder Zeolithfilter???

Hallo,

mein "altes" Becken (500l) läuft nun schon gute 4 Jahre und seit gefühlt einem Jahr bekomme ich meine Nährstoffe nicht in den Griff. Alle meine SPS sind mittlerweile eingegangen. Ein Wirbelbettfilter mit Diakat B läuft bereits seit geraumer Zeit mit. Aber das Austauschen und Schütteln des BM Mini nervt, wird dadurch auch mal aus Zeitgründen vernachlässigt und somit läuft auch das Phosphat ab und an aus dem Ruder. Phosphatdepots habe ich sicherlich auch.

Heute habe ich mal wieder die Wasserwerte gemessen, obwohl es mich schon vorher gegruselt hat. Die drei Affen lassen grüssen (nichts hören, nichts sehen, nichts sagen). Also muss jetzt mal was Neues, weniger Zeitaufwendiges, her. Ich hatte bisher weder Pellets noch Zeolith - ist also für mich Neuland. Ich kann mich nur nicht entscheiden und weiß auch nicht, was effektiver ist. Nullwerte möchte ich in jedem Fall nicht fahren. Denn auch an Weichkorallen und LPS habe ich Freude und auch meine H. crispa möchte sich wohlfühlen. Ein Foto ist anbei. Die grünen Cyanos sind allerdings Geschichte.
Und hier nun die Wasserwerte: PH 8; KH 6 (wird gerade angepasst); No3 70; Po4 0,3; Cal 562; Mag 1325.

Wie sind eure Vorschläge bzw. Erfahrungen? Ich möchte auch gerne mal wieder ein paar schöne SPS halten ;(

Ach ja, ab und an gebe ich Bakterien hinzu. Entweder Bio Digest oder FM Bakto Balance und Bakto Therapie. Und jetzt fange ich wieder mit dem Reef actif an. Im Technikbecken habe ich auch noch höhere Algen (C. prolifera und Drahtalgen, die nicht so recht wachsen wollen) und eine Mangrove.

Gruß
Betty
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Mario.R

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Mittwoch, 13. April 2016, 21:05

Hallo Betty
bei Zeo oder Pelletfilter kann ich dir nicht weiter helfen.
Aber was bei so einer Situation eigentlich immer hilft sind große Wasserwechsel.
Ich würde dir zu einem Reset des Beckens raten und wenn möglich 80 % Wasser auf einmal wechseln.
Signatur von »Mario.R« Mfg Mario :thumbsup:

Harald

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Mittwoch, 13. April 2016, 21:12

Hallo Betty

Einen Pelletfilter kannst du natürlich versuchen einsetzen, das Funktionsprinzip ist ja das sich an den Pellets Bakterien ansiedeln sollen und dann im Zuge ihres Wachstums Nitrat und Phosphat aufnehmen. Jetzt kommt aus meiner Sicht der entscheidende Knackpunkt, irgendwann liegt eine sehr große Bakterienbiomasse vor und diese Masse wird aus dem Pelletfilter irgendwann zu Teilen ausgeschwemmt und stirbt ab oder ist schon abgestorben. Daher bedarf es dann wieder eine sehr starken und guten Abschäumung vor allem ein sehr kurzen Weg zum Abschäumer, eventuell wird sogar ein anderer externer Filter benötigt um diese gelöste Biomasse heraus zu filtern. Passiert das nicht entsteht eine Menge Mulm oder Detritus was ja dann auch wieder zersetzt wird und es wieder zu einer Rücklösung von Nitrat und Phosphat kommt. Ich kann mir sogar vorstellen dass durch eine große entstehende organische Masse an Mulm oder auch Detritus es zu einer Sauerstoffzehrung kommt.

Ich würde dann wenn einen Zeofilter zum Einsatz bringen der ja zumindestens die Vorstufen von Nitrat bindet aber unwesentlich Phosphat miniminiert, daher brächtest du auf jeden Fall wieder einen Adsorber. Auch bildet sich auf den Zeosteinen ähnlich wie bei den Pellets eine organische Biomasse. Da wären wir dann auch wieder bei einer effektiven Abschäumung.

Mein Rat auf beides verzichten, den Bodengrund wechseln da ich vermute das schon eine Menge an Detritus vorhanden ist, und einen sehr großzügigen Wasserwechsel vorzunehmen. Eventuell noch die Abschäumung optimieren.
Beste Grüße
Harald

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Mittwoch, 13. April 2016, 21:42

Hallo,

ich dachte, beim Abschäumer bin ich schon gut ausgestattet. Ich habe den Tunze 9410 - der ist für Aquarien bis 1000 Liter. Wo kann ich denn da noch optimieren?
Die Probleme traten aber mit einem defekten BM NAC7 auf. Den Tunze habe ich seit rund einem halben Jahr.
Ich habe mir schon gedacht, dass das doch eine größere Aktion wird. Den Bodengrund zu tauschen, hatte ich schon geplant. Bringen dann eigenlich die Bodentiere etwas. Ich habe derzeit eine Baggergrundel und einen irregulären Herzseeigel. Ein Sandseestern ist mir im letzten Jahr leider irgendwann verhungert ;(
Ein paar Brocken Lebendgestein wollte ich dann auch noch tauschen. Nur mit dem großen Wasserwechsel habe ich ein Problem. Bei 400 Litern netto kann ich maximal 200 Liter leisten. Mehr bekomme ich da nicht hin.
Bei den garantiert vorhandenen Depots wird ein großer Wasserwechsel wahrscheinlich auch nur zeitweise Besserung bringen.

Auf Zeolithfilter bin ich gestossen, weil Martin Kuhn in seinen Wasserparameter FAQ diesen zur Nährstoffreduktion empfiehlt. Schade.

Meine bessere Hälfte freut sich bestimmt schon auf die Aktion... :sad:

Gruß
Betty
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natz

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Donnerstag, 14. April 2016, 07:47

Hallo Betty,
hast Du dir mal die Wodka Methode angeschaut? Auf der Seite von Michael Mrutzek ist dazu eine sehr gute Anleitung mit Dosierempfehlung. Ich hatte über mehrere Jahre ein Riffbecken mit den so genannten Haribo Farben. Erreicht habe ich die Werte mit Hilfe von „ALTEM“ Zeolith als Siedlungsfläche in einem Zeolithfilter der den Bak´s als Siedlungsfläche diente. Es geht auch jedes andere Filtermaterial was sehr Grob ist. Wichtig ist ein sehr langsamer Start mit dem Wodka um keine schnelle Änderung der Werte und keine Bakterienblüte herbei zu führen. Haben sich die Bak´s soweit vermehrt das die Werte OK sind dann das Zeolith jeden Tag reinigen. Dadurch werden abgestorbene Bak´s vom Filtermaterial gelöst und es entsteht Platz für Neue. Das Reinigen kann man auch später kostengünstig Automatisieren ;). Ich habe das in meinem Becken zweimal am Tag Automatisch machen Lassen und zu den Zeiten standen alle Korallen offen und haben sichtlich ihre Zusatzmahlzeit genossen.
Signatur von »natz« schöne Grüße

Michael :bye2:

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Donnerstag, 14. April 2016, 09:39

Hallo Michael,

die Wodka-Methode kenne ich. Allerdings tue ich mich damit ein wenig schwer.
Aber danke, dass du die noch einmal in Erinnerung rufst. Darüber kann ich mir ja noch mal Gedanken machen.
Das Grundproblem werde ich wohl trotzdem angehen müssen. Da führt wohl kein Weg dran vorbei...

Gruß
Betty
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