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coffeebox

hippofan

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Dienstag, 9. Februar 2016, 13:36

Entfernung von Caulerpa

Hallo Algenfreunde,

bei verschiedenen Caulerpaarten gibt es ja die eine oder andere, die beim Abbrechen ausbluten.

Der Saft der austritt ist ja nicht unbedingt von Vorteil bzw. ab welcher Menge treten Schäden bzw. Vergiftungen auf? Wenn ich größere Mengen entferne, dann reiße ich so ca. 10 - 15 Pflanzenstänge ab, die dann weis milchig ausbluten. C. taxifolia + C. prolifera

Algen sind in einem 250 l Becken mit Eiweisabschäumer und mittlere Strömung. Tiere: Seepferdchen, Seenadeln, Schnecken, Einsiedler, Seehasen, ev. Lippfische.

Wie am Besten die Algen entsorgen bzw. reduzieren?
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Dietmar

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Dienstag, 9. Februar 2016, 15:55

Hallo Klaus,
sind die auf Gestein oder im Sandboden? Gestein herausnehmen und dann die Algen entfernen, im Sandboden nach Möglichkeit ohne sie zu zerreißen komplett herausnehmen. Hängt auch ein wenig vom Substrattyp ab, ob man das erfolgreich hinbekommt. Einzelne Stränge kneife ich vor der Trennstelle mit dem Fingernagel zusammen. Bei den Caulerpa setze ich auf die C. prolifera, die ist nicht da ganz so unangenehm wie die C.taxifolia. Etwas Aktivkohle bei der Hand zu haben ist sicher auch nicht verkehrt.
LG Dietmar
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korallenfarm joe

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Mittwoch, 10. Februar 2016, 13:52

hi,

ich halte das nicht für wirklich "gefährlich".

beim rausreissen großer büschel bleibt ein rest zum ggfls. ausbluten übrig.

die größte menge wird ja entfernt.

hab noch nie in dieser richtung aufgepasst und die caulerpabestände in früheren tagen waren ja nicht von pappe.
Signatur von »korallenfarm joe« ansonsten schönen gruß
joe

Steffi

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Mittwoch, 10. Februar 2016, 14:38

Moin...
Ich kann mich Joe nur anschließen. Wenn ich mein kleines Hang-On-Refugium am Nano ernte, reiße ich die C. taxifolia einfach raus. Da ist bisher nix passiert, gut, ich habe nur Wirbellose.
Früher habe ich es wie Dietmar gemacht und die Stelle noch etwas abgedrückt.

Was ich für kritischer ansehe, ist es wenn man die taxifolia nicht regelmäßig einkürzt, dann ist die Gefahr m.M. nach wesentlich größer, dass sie sich spontan auflöst. Dabei ist bei mir zwar auch noch nie wirklich was passiert, aber die Nährstoffe schießen erstmal hoch.
Signatur von »Steffi« Viele Grüße,
Steffi

Tropisches Nano
Aquarium für Caprella und andere kleine Critter (Nordsee)

coffeebox

hippofan

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Mittwoch, 10. Februar 2016, 19:07

Hallo Steffi,
hallo Joe,
hallo Dietmar,

vielen Dank für eure Ausführungen. Damit kann ich etwas anfangen.

Jetzt hat Steffi noch das Auflösen angesprochen. Wie erkenne ich das rechtzeitig erkennen bzw. gibt es einen zeitlichen Rhythmus (z.B. alle 20 Tage)?
Signatur von »coffeebox« langsam ist sicher + sicher ist schnell :good2:

Dietmar

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Mittwoch, 10. Februar 2016, 19:46

Hallo Klaus,
einen ausgeprägten Rhythmus wirst Du nicht erkennen können. Eher eine Stagnation in der Ausbreitung. Irgendwann werden von den Spitzen beginnend die ersten Blätter durchsichtig und das Gewebe zerfällt. Das breitet sich recht schnell auf die meisten Algen aus. Man kann das zum Teil beeinflussen, wenn man regelmäßig die Algenmatten auslichtet. Das sogenannte ausbluten kann verschiedene Ursachen haben- meist ist es das Alter. Die meisten Algen haben bis auf wenige Tage Unterschiede alle das gleiche Alter und sterben damit fast gleichzeitig.
Aber es gibt auch Krankheiten bei Caulerpa, z.B. ein Pilz. Das sieht dann so aus, dass einzelne Blätter eine Art Krüppelwuchs haben und eine abweichende Pigmentfärbung gegenüber gesunden Algen. Dann kann man manchmal gelbe Streifen in den Algen erkennen. Der Pilz sitzt an den Leitbahnen innerhalb der Alge und entzieht der Alge die Wachstumshormone. Irgendwann bricht der Fruchtkörper des Pilzes hervor und der Pilz beginnt sich zu verbreiten. Die Alge ist insgesamt verloren, auch wenn einige noch ganz gut aussehen. Im Aquarium bleiben die Pilzsporen lange lebensfähig und können neue Algen lange Zeit nachdem diese ausgerottet wurde, erneut befallen. Der Pilz versucht einen neuen Wirt zu finden, einige Korallen- vor allem Weichkorallen und Gorgonien können durchaus ein Unbehagen zeigen.
Dann gibt es noch einige Tiere die fressen Algen. Im Tierpark gibt es ein Aquarium mit einer sehr großen Fläche C. prolifera. Eines Tages war man der Meinung das erheblich auszudünnen und seitdem lassen die vorhandenen Fische die Algen nicht mehr aufkommen. Die Algenfläche existiert nicht mehr. Sehr schade, denn als Ersatz einer Seegraswiese sah das ganz gut aus und hat eine Unmenge an Kleingetier hervorgebracht. Das ist nun vorbei.
LG Dietmar
Signatur von »Dietmar« FG Meeresaquaristik Berlin-Brandenburg

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Algen, Caulerpa, Vergilftung

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