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Henning

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Montag, 21. Dezember 2015, 21:38

SIFI 2015 Rückblick Workshop LED

Möchte hier für alle die nicht in SIFI teilnehmen konnten noch einen kurzen Abriss von meiner Seite geben. Werde hier auf das wesentliche in meinen beiden Workshops eingehen und das schöne Gesellige Treffen wo man dort auch hat mal neben an Stellen.
Bei dem Workshop ging es mir um ein paar wesentliche Punkte die ich den vielen Teilnehmer, aber auch Herstellern mit auf den Wege geben wollte und zum anregen und optimieren zu motivieren. Im Sinne unser Pfleglinge.

1. Flächige Ausleuchtung eine AQ mit LED
2. Tendenzen wo in falsche Richtung laufen


Da die LED-Beleuchtung auf dem Absteigenden Ast ist, aber nach meiner Meinung die Technik wen man sie Richtig anwendet trotzdem funktioniert habe ich mich Entschieden hier einen kleine Aufbau zu gestalten wo man dies ein wenig nachvollziehen könnte wie man sein Becken mit den am Markt vorhanden Modulen ausleuchten könnte.
An dieser Stelle möchte ich mich natürlich auch nochmals bei allen Herstellern die mich in irgendeiner Form mit Keramik, Kunstkorallen oder Modulen unterstütz haben bedanken.
Angeführt ARKA, rockzolid, aquaLED, Aqua Medic, AquaGrow, ATI, HypernovaLED, Giesemann, Onescape, Orphek, Zetlight.

Des Weitern bei Robert Baur für das Vertrauen einen Referent zu engagieren wo man nicht weiss wo es hinführt und was er wieder vom Stapel lässt.

Nach der kurzfristigen Absage von Armin Glaser galt es für mich innert einer Woche das ganze Rahmenprogramm noch etwas auszubauen und so habe ich mich am Anfang ein wenig noch über Lichtlenkung und die optimale Beckenausleuchtung ausgelassen.

Bei der Lichtlenkung ging es mir in erster Linie darum dem Teilnehmen mitzuteilen, dass man mit diesem seinen Eintrag ins Becken nochmals optimieren kann und es ein grosses Potenzial gibt um dies zu optimieren. Vergleich bei Linsen 90°/120° bis zu 30%, T5 Reflektoren bis zu 30% und der Reflektor bei ATI für die Sirius oder Hybrid LED bring alleine eine Effizienzsteigerung von 45%.

Ich ziehe hier ein Fazit das in der Lichtlenkung sehr viel Potenzial liegt, unseren Tieren noch mehr nützliche Energie auf günstigere Weise ins Becken zu bringen wo man zwingend nutzen sollte, damit wir unsere Stromkosten doch etwas mit dieser Technik reduzieren könnten.

Zur Beckenausleuchtung wollte ich eigentlich den Teilnehmern aufzeigen, warum die LED Technik bei vielen zu Aufgabe geführt hat, respektive am 1:1 Versuch im Anschluss aufzuzeigen was dies heissen könnte.
Hierbei haben wir sehr viele Module auf dem Markt gehabt oder immer noch, die nur von einem Punkt aus ihr Licht abgeben. Diese Lichtquelle Vergleiche ich hier mit dem HQI wo man im Einsatz hatte. Oder anders ausgedrückt bei einer Tomatenstaude die in der Küche am Fenster steht wächst diese auch nicht in die Küche sondern aus dem Fenster, wenn sie keine Scheibe hätte.
Hierdurch hat man bei vielen kleineren Becken wo man nur Mittig eine Lichtquelle hat die A…-Karte gezogen. Denn dies führt genau zu diesem Fenstereffekt unserer Korallen. Sie werden nur in diese Richtung wachsen und zudem für andere darunter stehenden Tieren grössere Abschattungen bilden.
Dies zu umgehen sollte man eine Flächige Beleuchtung anstreben wo auch möglich ist.
Also bei der HQI Beleuchtung haben die meisten ja auch eine T5 dazu genommen und genau da haben wir mit den meisten LED Modulen die bis Dato am Markt waren Probleme.

Nach einer kleinen Umfrage die Robert bei den Teilnehmern Startete, wer den ein Beleuchtung mit LED über seinem Becken hat, bin ich über die Ergebnisse sehr erstaunt gewesen.
Über 80% wo mit LED ihr Becken betreiben, dies hat mich erfreut. Ob sie es optimal und richtig machen, ob es funktioniert oder Rückschläge gegeben hat wird hier nicht gefragt. Was mich aber motivierte diese Problematik „LED-Beleuchtung“ nochmals Aufzuzeigen, denn warum kommen so viele LED Benutzer an so einen Workshop.
Bei meinen Workshop wurden hauptsächlich Modul eingesetzt, die zwischen ca. 100 – 200 Watt aufwiesen bei 100% Leistungsabgabe über dem Becken von 100x60x50cm zum Einsatz gebracht Wurden.
Hierbei hat man mit den Livemessung mal angeschaut was man für PAR-Werte des Modules an der Oberfläche, Wasserspiegel hätte. Im Weitern am Boden von ca. 50cm und an den Ecken im Bodenbereich oder auch mal direkt unter dem Modul.
Hier mal kurz eine Zusammenfassung/Fazit meiner Eindrücke über die Aufgelegten Module.

aquaLED PAD; 150W
Dieses Modul könnte ein Becken in dieser Grösse optimal ausleuchten. Weist annehmbar PAR-Werte Flächig auf und die Dioden werden nur mit 1W bestromt. Hier sind 120° Linsen verbaut. Dieses Modul muss ca. in 10 cm über dem Becken Platziert werden. Zudem hat es eine Längere Lebensdauer als andere Module wo im 2. Teil an Hand Verlusten noch aufgezeigt wurde.

AquaMedic spectrus 90; 180W
Hier haben wir ebenfalls ein Modul gehabt, das dieses Becken optimal ausgeleuchtet hat. Des Weitern sind die PAR-Werte einiges höher gewesen und das Spektrum mit dem Verbau von anderen Dioden nochmals optimaler für unsere Pfleglinge. Dieses Modul hat 90° Linsen und sollte min. 20cm über dem Becken aufgehängt werden.

AquaGrow EvuLED CoralSun; 150W
Bei diesem Modul handelt es sich um DIY Model wo im Spektrum etwas anders ist als die meisten anderen Präsentierten Module. Dieses Modul hat ebenfalls das Becken Flächig gut ausgeleuchtet und trotz den Verbauten nicht so Effizienten Dioden Farben super PAR-Werte aufgezeigt. Dies an der Wasseroberfläche wie am Beckenboden. Trotz den 90° Linsen kann man dieses Modul in etwa 15-20cm über dem Becken aufhängen.
Die PAR-Werte lagen hier ebenfalls über 400µmol/m2/sec und am Beckenboden bei ca. 130µmol/m2/sec

ATI Flex Röhrentyp rot; 108W
Bei diesem Modul wurde die Begeisterung der Teilnehmer geweckt und die ersten getrauten sich auch mal einen Live Ansicht direkt am Becken.
Die Flex hat das Becken noch nicht ganz optimal ausgeleuchtet, was ich auf die nur 108 Watt zurückführe, wären hier nochmals 2 Leisten mehr im Einsatz gewesen hätte man die optimale Ausleuchtung eines AQ’s super aufzeigen können.
Die PAR-Werte lagen auch bei diesem Modul in guten Bereichen mit knapp 400µmol/m2/sec an der Wasseroberfläche und auf knapp 100µmol/m2/sec am Beckenboden.

HypernovaLED; 136W
Diese Modul wo ich persönlich Top für Preis/Leistung und dem was ich effektiv brauche optimal abgestimmt ist. Kein Designer Meisterwerk aber auf den Punkt gebracht. Hier hat man gesehen, das für eine Flächige Beleuchtung eigentlich zwei dieser Module eingesetzt werden müssten. PAR-Werte unter den Modul sind aber ebenfalls in einem super Bereich.
Die Optimale Aufhängungshöhe dieses Moduls ist ca. 15cm über dem Becken.

Giesmann Vervve; 185W
Der neue Vervve von Giesemann, hat das Becken nicht optimal ausleuchten können, wird aber auch so angegeben. Wen man hier zwei Module quer über das Becken und dann noch leicht abgewinkelt hängen würden, könnte man das Becken ebenfalls optimal ausleuchten und müsste die Module lange nicht auf 100% einstellen sondern kämme hier mit der halben Leistung auch bereits durch. Die gemessenen PAR-Werte haben bei allen Modulen das Maximum aufgezeigt.

Onescape NextOne;
Hier Handelt es sich um ein zu kleines Module, wo aber zur Messe fertig geworden ist und mir viel Freude bereitet hat und vom Hersteller auch so definiert gewesen ist, das für diese Grösse zwei eingesetzt werden müssten. Dieses hat auch bei der Verschiebung auf eine Hälfte des Showbeckens klar gezeigt. Die PAR-Werte lagen auch hier bei schönen 400µmol/m2/sec an der Wasseroberfläche und im Bodenbereich noch bei gut 80µmol/m2/sec.

Orphek Atlantik V3, 180W
Bei diesen Modul handelt es sich um eines wo bei mir sämtliche Vorgänger Modele über meinem Becken Einzug gehalten haben und über mehrere Jahre im Test laufen. Die Grösse dieses Modules deckt zum Beispiel eine ATI x4 ebenfalls ab. Hiermit möchte ich sagen, dass die äussersten Dioden die Cluster der X4 überlagern wo aber bereits knapp 100 Watt mehr aufweist.
Dieses Modul sollte auch ca. 20-30cm über dem Wasserspeigel aufgehängt werden.
Die PAR-Werte an der Wasseroberfläche lagen hier ca. bei 450µmol/m2/sec und am Boden bei knapp 140µmol/m2/sec.

Was ich beim Ersten Teil des Workshops sehr schätzte, das sich die Hersteller mit in die Diskussionen eingebracht haben. Obwohl es für sie in solchen Situation nicht immer so einfach ist.
Da kommt so ein „Einer“ und hält mal kurz die Lampe drüber oder im „Hersteller vor“ und zeigt mal kurz die Vor-/Nachteile auf oder vor.
Da ich schon viele Module in den Fingern und auf dem Messtisch hatte, sehe ich mit wenigen Blicken was sie kann und wo dieses Modul ihre Vorteile hätte für eine optimale Becken Beleuchtung haben könnte. Nicht bezogen auf ein Spektrum.

So ist bei der Giesemann Vervve zB. möglich 2 Module mit Tieferer Leistung über dem Becken zu betreiben Preislich wie Ausleuchtungstechnisch eben würdig mit einer AquaMedic Spectrus 90 wo fast gleich Teuer ist. Auch wenn man hier die Aqua Illumination Hydra TwentySix HD richtig zum Einsatz bringt sind dies kleine Module, die eigentlich wie Punkte wirken aber durch die seitliche Anordnung eine annähernde Flächige konstante Ausleuchtung erzielen können.

Des Weiteren habe ich meinen obligaten Wunsch mal wieder unter die Leute, respektive Hersteller gebracht. Hier ging es mir um eine Aufklärung warum wir von einer Kelvinzahl von der HQL von irgend 5‘600K über die HQI uns bis gegen 20‘000K steigerten und die LED heute in einem Bereich von 40‘000k und viel höher bis zu nicht mehr Messbar liegen.
Das Blau im LED Bereich die Effizienteste Farbe für einen Hohen PAR-Wert ist, ist mir bekannt und vielleicht habe ich ja mal mit dieser Effizienztabelle den Bum in diesen Bereich gesteigert.
Doch liegt dieser Bereich (Blau Spektrum) wirklich in dem Bereich was unsere Pfleglinge wollen oder sind da noch andere Farben nm – Bereiche gefragt???

Im Abschluss des zweiten Teiles im Workshop ging es mir nochmals um die Verluste. Hierbei muss ich meine Aussage wo ich vor ein paar Jahren in SIFI gemacht habe revidieren.
Die LED Module halten länger als die 4 Jahr im Vergleich zu einer T5. Die Kurve hat sich nun nach 3 Jahren so abgeflacht, dass man bei einer täglichen Beleuchtungszeit von ca. 12Std. von ca. 7-8 Jahren ausgehen dürfte. Dies entspricht noch immer nicht ganz der Angabe der Dioden Hersteller von meist 50‘000 Betriebsstunden aber kommt der Sache doch einiges näher.

Dann ging es noch die Verschmutzung der Schutzscheiben bei den LED Modulen.
Hier wollte ich kurz aufzeigen was ein Spektrum in 2 Monaten für Verschiebungen erfährt wen man die Abdeckungen nicht reinigt.
Die schlimmste Farbe hierbei ist Weiss. Die meisten weisen hier einen stärkeren grünen/gelben Anteil auf, diesen gibt es nicht mehr und hat sich komplett ins Rot verschoben. Hiermit möchte ich nur Aussagen, dass es keine Rolle spielt wen man noch die beste Lampe mit dem optimalsten Spektrum für die Tiere hat aber die Schutzscheiben nicht reinigt. In dem Sinn sollte man diese Arbeit in sein Pflichtenheft aufnehmen wie einen Wassertest, Pumpenreinigung oder Reinigung der Scheiben.
Betroffen hierbei sind vor allem Module, die man knapp über der Wasseroberfläche in Betrieb hat.

An dieser Stelle möchte ich mich nochmals für die regen Diskussionen während, im Anschluss oder bei allen zusätzlichen Gesprächen bedanken. Es macht immer wieder Spass dem Endverbraucher die neusten Erkenntnisse weiter zu geben und bei den Herstellern die eine oder andere Trend in neue Richtungen zu leiten.
Signatur von »Henning« ><((((º> <º)))) ><

Salzige Grüsse
Henning


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Dienstag, 22. Dezember 2015, 02:47

Hi Henning,



Top Top!

Bitte weiter so! :hut: :hut: :respekt: :respekt:

LG Gerwin : fisch :

Nuby

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Dienstag, 22. Dezember 2015, 09:15

Danke Henning :good2:
Signatur von »Nuby« Liebe Grüsse
Bettina
:bye:

wasserlöwe

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Dienstag, 22. Dezember 2015, 10:24

Hallo Henning,
danke für Deinen ausführlichen Bericht und die viele Arbeit, die Du Dir machst!
Signatur von »wasserlöwe« Salzige Grüße
Sven. ><((((((*>

( Eheim,270l, 65x65x65, + Technikbecken, ATI Sirius X2, Maxspect 150, Nyos Quantum 120, Red Dragon Mini Speedy 3, UV JBL 36W, Ozon, Coral Box Mini Reactor 80 Pellets, ATI Essentials, Nopox)

Henning

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Dienstag, 22. Dezember 2015, 10:26

Danke euch bin ja noch nicht ganz fertig. :whistling:
Die Tage werden dann noch ein paar Bilder und Messungen folgen. ;)
Signatur von »Henning« ><((((º> <º)))) ><

Salzige Grüsse
Henning


efyzz

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Dienstag, 22. Dezember 2015, 13:19

Danke für den super Bericht, Henning!

Aber Deine Einleitung macht mich nervös:
Da die LED-Beleuchtung auf dem Absteigenden Ast ist

Ich bin gerade erst damit fertig, alle meine Becken umzurüsten (übrigens mit hervorragenden Ergebnissen). Ist das jetzt schon wieder alles alter Schrott?
Signatur von »efyzz« Gruß, Robert
__________________________________________________________________________
I) 460l Miniriff
Algenrefugium, 180W LED (DIY), Mondphasen- und Strömungssimulation, DIY-Wavebox, Balling, DIY-Aquariencomputer
II) 240l Nord-/ Ostsee / Mittelmeer - Anemonenaquarium
35g/l Salz, je nach Jahreszeit 10...20°C, gekühlt über Erdleitung, 30W LED
III) 200l Nord-/ Ostsee - Röhrenmäuler
60W LED, Wasserkreislauf verbunden mit II)

Holger

nitroxatmer

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7

Dienstag, 22. Dezember 2015, 16:33

Toller Bericht, Danke.

wo finde ich:
2. Tendenzen wo in falsche Richtung laufen
??

BG
Signatur von »Holger«
Wer ruhig leben will, der darf
nicht alles sagen, was er weiß und
nicht alles glauben, was er hört.
(aus China)

8

Dienstag, 22. Dezember 2015, 18:46

Hi
Nein auf dem absteigenden Ast nicht .
Muss nur feinjustiert werden .
Lg Ronny

Henning

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Dienstag, 22. Dezember 2015, 19:15

Hallo Robert

An solchen Veranstaltungen muss/darf man immer etwas traumatisieren.
So habe ich vor ein paar Jahren ja auch mal die Lebensdauer angekündigt.

Das eine Problem wo viele zur Aufgabe mit LED gebracht haben ist die Punktbeleuchtung, hiermit meine ich das man nur die HQI Strahler ersetzt hat mit LED aber die T5 vergessen hat. Sprich es fehlt die Flächige Ausleuchtung.

Das zweite wo mir bei all den Messungen aufgefallen ist, ist die Kelvinzahl.
Hier haben wir in den Anfangszeiten mit HQL bei 5-6‘000 K bewegt. Mit der HQI kam dann die Steigerung bis 20‘000K, wen ich mir nun die LED anschaue liegen die meisten bei 40‘000 aufwärts bis in nicht mehr Messbaren Bereich.

Ja und hier liegt die Punkte nach meiner Meinung das wir mit dieser Technik auf dem Absteigenden Ast sind. Daher ja auch das neue Projekt mit Ronny, wo wir mal schauen wollen was für ein Spektrum unsere Korallen eigentlich brauch/möchten. Ich denke das man hier wieder in nicht mehr so Tiefe Kelvinzahlen kommen und bei der Flächigeren Ausleuchtung tut sich ja schon sehr viel.

Aus diesem Grund besteht also kein Grund diese Technik für unseres schönes Hobby abzuschreiben. Es braucht nur zwischendurch mal einen kleines wach rütteln das es besser kommt.

@Ronny

Zitat

Muss nur feinjustiert werden.

Kurz und schmerzlos
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Salzige Grüsse
Henning


Henning

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Dienstag, 22. Dezember 2015, 19:39

Hier nochmal ein paar gemessene Farbkarten wo jeder selber seinen Kelvin Wert interpolieren darf.

AI Hydra 26 HD


AquaMedic Spectrus 60


ATI Sirius x1


AquaGrow EvulLED CoralSun


Kelo AO 100


Pacifik Sund Pandora Hyprion S


Giesemann Pulzar HO


Hypernova LED Hohe Effizienz


Orphek Atlantik V3


Tropic Marine SunaEco 500 Marine Blue
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Henning


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Dienstag, 22. Dezember 2015, 20:51

Guten Abend

Habe ja gesagt dass da noch ein paar Sachen folgen werden.

Also als erstes zur Lichtlenkung ein paar Grafiken
Hier die Sanrise 60 von StreamBiz, hier habe ich mal am gleichen Modul mit den 120° und 90° Linsen gespielt.

Vergleich mit Aqua Sanrise A005-60 - 90° - 120° Linsen und ohne.pdf

Dann bei T5 mit verschieden Reflektoren, aber immer mit den gleichen T5 Röhren.

Reflektor Vergleich mit T5.pdf

Ja und der Reflektor von der Sirius x1

ATI Hybrid Powermodul LED mit und ohne Reflektor Total.pdf

Das Haupt Thema ging ja aber um die Live Messungen, hier habe ich mit meinem Spektrometer wo ich via Beamer an die Wand projizieren konnte gemessen. Für die Veranschaulichung ist es hier mit einem ebenbürtigen Gerät gemacht worden.

Ich hoffe neben dem PAR-Wert auch ein paar Eindrücklich Abschattungen der einzelnen Module aufgezeigt zu haben.

Aquariumausleuchtung mit Diversen Modulen Teil 1.pdf
Aquariumausleuchtung mit Diversen Modulen Teil 2.pdf

Leider sind hier nicht alle an der Messe gezeigten Module dabei weil dies zum Teil an der Messe direkt zu Verfügung gestellt wurden und von den Herstellern auch wieder mitgenommen. Evtl. kann ich ja noch den einen oder anderen Hersteller dazu motivieren, mir für die Veranschaulichung einer Ausleuchtung sein Modul mir zuzustellen.
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Salzige Grüsse
Henning


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Dienstag, 22. Dezember 2015, 22:17

Gerne möchte ich noch den Beitrag von Robert Korallenriff.de einfügen.

Herausragend ist sicherlich die Arbeit die sich Henning Wiese mit dem Messen von LEDs gemacht hat. Auf keinen Fall darf ich Harald vom Gorgonien-Lexikon vergessen, er hat dabei tatkräftig mitgeholfen.

Alleine der Aufbau war schon mühselig und zeitaufwendig genug. Es ging nicht darum, die eine Leuchte mit der anderen zu vergleichen, nein es ging an sich vor allem darum zu schauen wie gut die Leuchten ein vordefininiertes Aquarium ausleuchten. Die Kunstlkorallen dienten hier einerseits als Deko, andererseits zur Dokumentation zur Abschattung durch Korallen.



Nach dem ersten Workshop gab es um 17 Uhr noch mal eine halbe Stunde "Leuchten zum angucken und anfassen". Das reichte aber scheinbar nicht, denn um 23.45 Uhr, also zum Ende der Abendveranstaltung standen schon wieder 10 Mann / Frauen um die Lampen herum und diskutierten über LED. Ein wohl immer noch so interessantes Thema, dass ich so schnell für Sindelfingen nicht abhaken kann.

Man kann hier getrost folgendes festhalten, zumindest ist das mein Tenor aus 3,5 Stunden Workshop an zwei Tagen.

Viele Hersteller bauen ihre Leuchten derzeit viel zu blaulastig, teils jenseits der gefühlten 25.000 K. Dies kommt nicht mehr wirlich unseren Tieren zu Gute, sondern nur noch dem Auge des Pflegers. Im Gegenteil, das schadet meistens sogar eher, als es hilft.

Es wäre geschickter wenn die Hersteller das Licht in der LED großflächiger verteilen, den LED Leuchten mit kleinen konzentrierten Spots in der Mitte sind eher im Stile einer HQI zu sehen, also viel Licht in der Mitte, daneben dann aber nicht mehr viel. Das zeigt auch die Messung von aktuell ganz neuen LED Leuchten.

Wünschenswert wäre zudem eine Leuchte wo man einzelne LEDs austauschen kann, ohne gleich die ganze Leuchte weggeben zu müssen. Wir finden schon, dass sich das die Hersteller nicht so einfach machen dürfen mit der Behauptung das nur noch LED mit viel Blau sich verkaufen lassen oder nachgefragt werden. Es gab hierzu einen interessanten Austausch zwischen Vertretern von den Firmen Aqua Grow, Giesemann und Steam Biz und natürlich dem Publikum und dem Referenten Henning Wiese. Vor allem ist noch der Moritz von Aqua Grow zu nennen, der viel Fachwissen vermittelte und an sich immer auch den Leuten bei Fragen zur Verfügung stand.

Interessant in dem Zusammenhang Licht war auch eine von mir gemachte Umfrage vor Ort.

Bei der Frage nach der Verteilung auf HQI, T5 und LED kam unter den Workshop Besuchern folgendes zu Stande.

Etwa 82% der Besucher haben bereits LED, 12% nutzen noch T5, und immerhin noch 6 % nutzen eine HQI Beleuchtung. So hoch hätte ich den LED Anteil nicht geschätzt, wurde aber eines besseren belehrt-





Beste Grüße
Harald

Marine Nachzucht ist eine Chance, wenn man den Mut aufbringt sie zu nutzen.
Ich entscheide mich für den Mut.


: seepferd : Mein Hippocampus reidi Würfel und hier die Vorgeschichte dazu. : seepferd :

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