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efyzz

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Sonntag, 8. November 2015, 00:11

Seenadeln kränkeln - UVC?

Nabend,

bei meiner einen Ostsee-Grasnadel fault allmählich die Rückenflosse weg. Es fing an mit ein paar weißen Flecken auf der Flosse, inzwischen ist die Flosse fast vollständig "zerfressen". Da ich keine bessere Lösung hatte, habe ich das Tier spontan in ein Quarantäne-Becken gesetzt und eine Überdosis Tetra MarinOopharm (hatte ich zufällig da) reingehauen. Der Seenadel geht's jedoch nach einer Woche unverändert (wenigstens ist sie nicht gestorben).

Heute habe ich an einer anderen Seenadel eine weiße Beule am Kopf entdeckt. Evtl. derselbe Erreger?!

Daher dachte ich mir nun, dass ich mal meine UVC-Anlage raushole... Könnte das sinnvoll sein?
Und wenn ja, wie schließe ich sie an?

Habe gelesen, dass es nicht viel Sinn machen soll, das Wasser hinterm Überlauf durch die UVC zu pumpen, da evtl. zu erwischende Schwärmer sich nicht an der Oberfläche, sondern eher in Bodennähe aufhalten. Eine zusätzliche Pumpe möchte ich jedoch vermeiden, da es nicht einfach ist, diese gegen die kleinen Seenadeln zu sichern.

Eine weitere Möglichkeit wäre noch ein der beiden Leitungen, die meine Kaltwasserbecken verbinden. Vorlauf vom Seenadel- ins andere Becken oder Rücklauf vom anderen ins Seenadelbecken (in den Überlaufkasten mit niedrigerem Wasserstand). Diese Möglichkeiten halte ich jedoch für am wenigsten Sinnvoll, da die potentiellen Erreger ja scheinbar hauptsächlich im Seenadelbecken vorhanden sind. Also sollte dort vermutlich angesaugt und auch wieder reingepumpt werden.

Was denkt ihr?
Signatur von »efyzz« Gruß, Robert
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Sonntag, 8. November 2015, 03:10

Hallo Robert...

Krankheiten bei Röhrenmäuler erkennen und richtig behandeln ist schwer. Vor allem ohne Bilder ist es oft schwer sich einen Krankheitsverlauf wirklich vorzustellen.

Bei deiner Schilderung kann es sich um eine bakterielle Erkrankung handeln. Oftmals kennt man dieses Symptom aus der Süßwasseraquaristik. Hier wird es als Flossenfäule bezeichnet. Ich kenne dieses Problem aus meiner Süßwasserzeit auch noch bedingt. Hier gab es dann ein frei käufliches Medikament "Sera baktopur" oder auch "Tetra General Tonic" , womit man sehr gute Ergebnisse erzielen konnte.

Die hauptfrage ist dann aber stets woher die bakterielle Erkrankung kommt. Oftmals spielt die Wasserqualität eine sehr große Rolle, wo die Erreger im Freiwasser dann auf Tiere übergreift, welche bereits Immun geschwächt sind. Hier kann es dann schnell zu einem Befall wie in deine Fall kommen.

Immunschwäche:
- Hier kann man mit einer abwechselnden und auch Nährstoff und Vitamin reichen Nahrung vorbeugen
- Zugabe von Vitaminen (flüssig unter das Futter mischen z.B.: AlVital)
- Futter einmal wöchentlich mit Garlic anreichern (dient auch zur Vorbeugung von Darmparasiten)

Wasser:
- Einsatz einer leistungsstarken UV-Klärung (geringe Durchflussmenge und starke UV-Lampe)
- hier werden nur Bakterien etc. im Freiwasser abgetötet
- Einsatz von Ozonanlagen (Vorsicht beim Einsatz in Räumen... Bitte Gefahrenhinweise vorher lesen)
- Wasserwechsel in regelmäßigen Abständen
- gute Beckenumwälzung (keine toten Ecken, da hier sich schnell Bakterien vermehren können)
- Fütterung beachten (viel Futter bleibt im Bodenbereich liegen, wo es dann vergammelt und zu einem Problem heranreif!
- Wasserwerte verändern: PH-Wert versuchen auf 7,5 senken, Salzdichte auf 28 senken, Wassertemperatur max. 22 Grad


UV-Anlagen:
- nicht im Bereich Überlauf anbringen, da hier oft Verwirbelungen entstehen
- gegenüber Überlauf anbringen und nur geringe Durchflussmenge einstellen (somit kann das Wasser und Bakterien etc. auch wirksam geklärt werden)

Achtung:
Das Einbringen von Medikamenten kann in vielen Fällen dazu führen, dass man eine "Nahrungsquelle" für Bakterien schafft. Am besten wäre es betroffene Hautpartien abzutupfen oder mit einem Wattebausch Sekret zu entnehmen. Hierzu eine Diagnose über einen Tierarzt oder Tierklinik einholen, da sie die genauen Erreger bestimmen können. Oft kann dann auch das richtige Medikament dazu gesagt werde. Leider haben viele Tierärzte keine Kenntnisse über Röhrenmäuler. Bisher hat es sich immer gut gemacht die Hälfte der angegebenen Dosierung einzusetzen. Tritt eine Besserung ein, dann kann man gegebenenfalls die Dosierung leicht erhöhen.

Einsatz von Medikamenten:
Tiere die mit Medikamente behandelt werden, sollten separat in Quarantänebecken behandelt werden. Hier sollte eine Heizung nur bedingt eingesetzt werden. Bakterien vermehren sich extrem schnell bei hohen Temperaturen. Das Wechselwasser sollte über Aktivkohle gefiltert werden, bevor man es weggießt. Damit werden Medikamente gebunden!
Signatur von »dr@gon« Gruss Michael

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Sonntag, 8. November 2015, 10:34

Hallo Michael,

vielen Dank für die ausführliche Erklärung!

Das sind allerdings die Grundlagen, die mir im Prinzip auch bekannt sind. Bei mir ist es jedoch spezieller, da es sich um Kaltwasser handelt (22°C wären Sauna für die Tiere) und ich ein spezielles Strömungssystem habe, an dem sich nicht mal eben was ändern lässt. Wie gesagt würde der Einsatz einer zusätzlichen Pumpe die Seenadeln gefährden.

Schmuddelecken und Futterreste gibt es sicherlich einige. Gestern habe ich jedoch schon Großputz gemacht, das sollte also erst mal beseitigt sein.

Da es sich um Wildfänge aus der Ostsee handelt (sowie die vollständige Einrichtung), habe ich sicherlich auch den ein oder anderen Erreger mitgebracht.

Wie Du schon sagtest, einen Tierarzt zu finden, der sich mit Fischen auskennt, ist schwierig bis unmöglich... Aber ich werde mal Fotos machen.

Bleibt die Eingangsfrage: Ist die UVC wirkungslos, wenn sie hinterm Überlauf sitzt?
Signatur von »efyzz« Gruß, Robert
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Steffi

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Sonntag, 8. November 2015, 11:01

Hi Robert,
hast du einen Zoo mit Meerwasser-Abteilung in der Nähe?
Dort sitzen kompetente Tierärzte.

Ansonsten würde mir noch eine Tier-Uniklinik, z.B. die in Giessen einfallen, die haben auch eine Abteilung für Fische.
Signatur von »Steffi« Viele Grüße,
Steffi

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Sonntag, 8. November 2015, 15:46

Hallo,
meines Wissens nach sollte ein UVC- Klärer zur Entkeimung schädlicher Bakterien (wie bspw. die Verursacher von Pünktchen)mind. 36 Watt haben.
Bei mir führt das zu einer Wassererwärmung, nicht signifikant, aber dennoch (läuft immer mind. 0,5 Grad wäremer als vor Nutzung in dem 270lBecken).

Ich habe meinen UVC an verschiedensten Dtellen laufen lassen: absaugen im Becken nahe dem Boden, überlaufschacht, Technikbecken- er war immer wirksam, ohne UVC gab es wieder Pünktchen.
Am wirksamsten war es mit Ansaugung in Bodennähe, aber wirksam war er immer.
Signatur von »wasserlöwe« Salzige Grüße
Sven. ><((((((*>

( Eheim,270l, 65x65x65, + Technikbecken, ATI Sirius X2, Maxspect 150, Nyos Quantum 120, Red Dragon Mini Speedy 3, UV JBL 36W, Ozon, Coral Box Mini Reactor 80 Pellets, ATI Essentials, Nopox)

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Sonntag, 8. November 2015, 21:21

Pünktchen habe ich mit meiner 18W Funzel am 460l Becken auch schon erfolgreich bekämpft und zwar in der Rückförderung vom Algenbecken, mit gut 2000 l/h ;)

Habe jetzt jedenfalls eine zusätzliche Pumpe mit 300l/h in Bodennähe installiert... Jetzt kann ich nur noch hoffen.
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Samstag, 14. November 2015, 00:06

Nabend,

allmählich werden immer mehr Seenadeln befallen und inzwischen gab es auch schon 2 Todesopfer, trotz installierter UV-Anlage ;(
Selbst der Lump (Seehase) hat jetzt kleine Pünktchen auf der Schwanzflosse.

Gibt es nicht ein Mittelchen, das auf jeden Fall wirkt, auch wenn man nicht genau weiß, was es ist?
Es ist kein Problem die Tiere rauszufangen und in Quarantäne zu behandeln. Also müsste das Mittel nicht Korallen/Stachelhäuter-verträglich sein.

Wenn ich mal so durch die Online-Shops surfe, kämen Ektomor oder Dessamor (=Fungimarin) in Frage. Beide wirken laut Beschreibung breitbandig gegen Bakterien und Pilze.
Aber was ist nun besser geeignet?

http://www.aquarium-munster.com/de/meerw…l/dessamor.html
http://www.aquarium-munster.com/de/meerw…el/ektomor.html

Ich tendiere eher zum Ektomor, das klingt universeller 8)
Was meint ihr?
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Samstag, 14. November 2015, 08:17

Morgen,

Also wenn sich wirklich ganz klar weiße Pünktchen erkennen lassen, die sich deutlich von der Haut abgrenzen,
würde ich mich für Protomor entscheiden. Dann scheint es doch eher in Richtung Parasitenbefall wie
Oodinium ocellatum oder Cryptocaryon irritans zu gehen. Ansonsten als Allround-Lösung würde ich ebenfalls
zum Ektomor tendieren, auch wenn das nicht alle Pünktchenerkrankungen abzudecken scheint.


Gruß Frank
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Samstag, 14. November 2015, 10:42

Moin,

die klassischen "Pünktchen" schließe ich aus. Erstens sieht es anders aus (bei meinen Seenadeln fressen sich inzwischen richtige Löcher in die Flossen und bei einer sogar ins Maul. Jedes Tier hat aber immer nur eine "große" Wunde und nicht viele kleine Pünktchen), zweitens wirkt das UVC absolut null, es werden immer mehr Tiere befallen und drittens wirkte eine Überdosis Tetra MarinOopharm im Quarantänebecken auch absolut null.

Ich vermute mal, dass Ektomor auf Ozon basiert oder? Vielleicht sollte ich lieber gleich einen Ozonisator anschaffen?!
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Donnerstag, 19. November 2015, 10:04

Hier mal ein kleines Update:

die Wirkung der UVC ist noch nicht eingetreten. Nach meinen neuesten Erkenntnissen auch kein Wunder, bei der hohen Konzentration an Gelbstoffen in meinem Becken. Denn diese filtern UV-Licht besonders gut ;)

Am Wochenende bin dann endlich mal auf die Idee gekommen, ordentlich Aktivkohle in den Außenfilter zu stopfen. Das hätte mir schon viel früher einfallen sollen :dash:
Der Erfolg zeigte sich prompt: Meine Mittelmeer-Meerhand, die ich eigentlich schon abgeschrieben hatte, zeigt seit Wochen zum ersten Mal wieder ein paar Polypen :D

Außerdem habe ich gestern mit der Ektomor-Behandlung angefangen.
Weiß jemand, ob das Zeug identisch ist zu Ektozon N von Hobby? Da steht nämlich in der Anleitung, dass man die Dosierung alle 24 h wiederholen kann. Die Anleitung vom Ektomor ist nahezu identisch, doch dieser Hinweis fehlt.

Weiterhin habe einen Ozonisator bestellt, wie ihr sicherlich in dem Parallelthread gelesen habt.

So, dann kommt mal her, ihr Krankheitserreger! :sniper:
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Donnerstag, 19. November 2015, 12:49

Hallo Robert,
Du sagst die Wirkung von UVC ist noch nicht eingetreten. Ich glaube doch, das Problem dabei, UVC schädigt nur die DNA der vorbeiströmenden Keime, alles was sich am oder im Boden und den Einrichtungsgegenständen befindet hat Glück. Durch UVC werden also nicht alle Keime abgetöet, aber sie werden in ihrer Vermehrung gebremst und stark reduziert. Es ist aber auch gar nicht nötig und wünschenswert alle Keine abzutöten, dadurch würde das Immunsstem geschwächt. Damit Keime eine Infektion auslösen, müssen sie in bestimmter Menge (in Abhängigkeit vom Allgemeinzustand des Lebewesens) Vorhanden sein. Der Einsatz von Ozon in Kombination mit UVC erhöht natürlich die Keimreduktion, ist aber auch keine Wunderwaffe. Ozon, also dreiatomiger Sauerstoff, ist sehr reaktionsfreudig und instabil erreicht aber auch die Keime im restlichen Becken. Problem hier, die Keime die im Gewebe sind, werden wohl verschont, so dass ein krankes Tier wohl trotz Ozon und UVC in den Fischhimmel schwimmen kann. Aktikohle ist auf Grund seiner großen Oberfläche ein interessanter Filterstoff, aber tötet keine Keime ab. Sie werden zurückgehalten, leben aber auf und in der Kohle weiter.

Jedes Tier hat aber immer nur eine "große" Wunde


Nach Deiner Beschreibung kann man wohl davon ausgehen, das wes sich um Gewebe zersetzende Bakterien handelt. Versuche doch bitte, ein Bild reinzustellen, oder schau mal hier. http://gallery.seahorse.org/main.php?g2_…m&g2_itemId=919
Wenn dem so ist mußt Du wohl größere Geschütze auffahren um zu gewinnen.

LG
Ralf

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Donnerstag, 19. November 2015, 13:14

Ozon ... erreicht aber auch die Keime im restlichen Becken.

Damit sind wir wieder bei meiner Ausgangsfrage aus dem Ozon-Thread.
Wie soll denn das Ozon ins Becken kommen, wenn es direkt nach dem Abschäumer von Aktivkohle aufgehalten wird?
Oder bist Du auch dafür, gar keine Kohle hinterm Abschäumer einsetzen? Die Meinungen gehen da ja auseinander ...

so dass ein krankes Tier wohl trotz Ozon und UVC in den Fischhimmel schwimmen kann

Das stimmt wohl. Oberste Priorität hat aber natürlich, dass keine weiteren Tiere angesteckt werden.

Nach Deiner Beschreibung kann man wohl davon ausgehen, das wes sich um Gewebe zersetzende Bakterien handelt. Versuche doch bitte, ein Bild reinzustellen, oder schau mal hier. http://gallery.seahorse.org/main.php?g2_…m&g2_itemId=919
Wenn dem so ist mußt Du wohl größere Geschütze auffahren um zu gewinnen.

Und welche wären das?

Ich vermute auch, dass es Bakterien sind. Auf den Bildern Deines Links finde ich allerdings kein passendes Beispiel. Ich versuche mal Fotos zu machen ...
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Donnerstag, 19. November 2015, 19:51

Weiß jemand, ob das Zeug identisch ist zu Ektozon N von Hobby?

Ich beantworte mal meine Frage selbst, für den Fall, dass es sonst noch jemanden interessiert:

100g Ektomor enthalten:
580 mg Natriumperoxoborat-Trihydrat
58 mg Magnesiumperoxid

100g Ektozon N enthalten:
580 mg Natriumperborat-Trihydrat (Tippfehler in der Anleitung?)
58 mg Magnesiumperoxid

Noch Fragen? :D
Also werde ich heute die Dosierung wiederholen.
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Donnerstag, 19. November 2015, 21:18

Hier ein paar Bilder der Seenadel, bei der sich ein richtiges Loch ins Maul gefressen hat. Auch an der "Lippe" ist ein kleiner weißer Fleck entstanden.
Ebenso der Lump hat ein paar weiße Flecken an der Schwanzflosse.

Leider beides keine typischen Bilder für die Krankheit :(
Denn am meisten sind/waren die Rückenflossen einiger Seenadeln betroffen. Davon konnte ich jedoch keine Fotos machen, da kaum erkennbar.
Ist die Frage, ob dies ein Zeichen dafür ist, dass die Rückenflossen der Seenadeln bereits heilen oder ob die betroffenen Tiere einfach schon gestorben sind ;( Zwischen dem Seegras ist es schwer, den Überblick zu behalten.

Die Seenadel mit dem Loch im Maul sah jedenfalls schon mal besser aus. Vor 2 Tagen war tatsächlich nur noch das Loch zu sehen, ohne weißen Rand drum herum. Heute ist der weiße Rand wieder da :(

Bei den Seenadeln mit betroffenen Rückenflossen zerfledderten diese teileweise richtig. Ich würde es mal "Flossenfäule" nennen.

Weiterhin lag ein Seestichling vorgestern nur noch auf dem Grund und hatte einen extrem dicken Bauch ("Bauchwassersucht"?). Heute schwimmt er jedoch wieder rum, als wäre nichts gewesen.

Das alles sieht für mich nach Bakterien aus. Bleibt die Frage: Wenn die bisherigen Maßnahmen (Großreinigung, UVC, Aktivkohle, Vitamine und Knoblauch im Futter, sowie Ektomor) nicht helfen, was kann ich dann noch einsetzen?
»efyzz« hat folgende Bilder angehängt:
  • IMG_0076.JPG
  • IMG_0078.JPG
  • IMG_0079.JPG
  • IMG_0092.JPG
  • IMG_0084.JPG
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Donnerstag, 19. November 2015, 21:20

Noch Fragen?

Nö, aber ich wäre bei Süßwasserprodukten eher etwas skeptisch. :wink:
Beste Grüße
Harald

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Donnerstag, 19. November 2015, 21:37

Harald, da sagste ja wieder was...

das hier habe ich bestellt:
http://www.shop-meeresaquaristik.de/Heil…50g::12570.html

Bekommen habe ich Ektomor (wird beim Hersteller auch in der Kategorie Meerwasser geführt):
http://www.aquarium-munster.com/de/meerw…el/ektomor.html

Und in der Anleitung steht, dass es für Süss- und Meerwasser anwendbar ist. Vielleicht gab es früher einfach nur 2 verschiedene Verpackungen für dasselbe Produkt?

Trotzdem machst Du mich jetzt wieder unsicher ... :S
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Donnerstag, 19. November 2015, 21:43

War nicht meine Absicht Robert, und vielleicht gab es wirklich nur zwei verschiedene Verpackungen.

Aquarium Münster sollte man eigentlich vertrauen können.
Beste Grüße
Harald

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Freitag, 20. November 2015, 13:35

Hallo Robert,
auf den Bildern ist alles gut zu erkennen. Vergleiche sie doch bitte mal, mit den Bildern aus meinem Bericht Vibrionen? Behandlung erfolgreich. .
Er steht unter Röhrermäuler Krankheiten. Die Schädigungen sehen für mich verdammt identisch aus. Der Einsatz von Ektozon, ist wohl schon ein Weg in die richtige Richtung. Aktikohle würde ich weglassen.

LG
Ralf

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »tenrek« (20. November 2015, 14:29)


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Freitag, 20. November 2015, 15:25

Wofasterial zur Desinfektion von Melkanlagen und Eutertüchern :D
Ich hau mich weg! Wie kommt man denn auf sowas?

Wieso keine Aktivkohle? Siehst Du da ein Problem bzw. eine unerwünschte Wirkung?
Bei dem hohen Gelbstoffanteil in meinem Becken würde ich ungern darauf verzichten. Die Kohle hat ja auch sofort Wirkung gezeigt - meine Meerhand zeigt wieder Polypen :-) Hätte ich sofort Aktivkohle eingesetzt, wäre es vielleicht gar nicht so weit gekommen, dass die Fische krank werden ...
Nach der Fangtour an der Ostsee war die Wasserbelastung natürlich extrem hoch durch mitgebrachte und anschließend absterbende Pflanzen und das viele Futter, bis sich die Wildfänge ans FroFu gewöhnt hatten. Echt doof, dass ich nicht sofort Kohle eingesetzt hatte!

Gerade eben ist mein Ozonisator gekommen. Ich mache aber erstmal ein paar Tage mit Ektomor weiter, bevor ich ihn aktiviere.
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Freitag, 20. November 2015, 19:54

Hallo Robert,
Wofasteril wird in der Erwerbsfischzucht und bei einem Zierfischimporteur erfolgreich eingesetzt. Geh mal auf die Seite von Kessla, da gibt es interessante Berichte. Meine Becken konditioniere ich jetzt regelmäßig.
Aktivkohle kann die Wirkung von Medikamenten reduzieren, ausserdem muss sie regelmäßig ausgewechselt werden, ein Eiweißabschäumer beseitigt Gelbstoffe mindestens genau so gut und ist im Endeffekt wirtschaftlicher. Temporär setze ich Aktivkohle kurzzeitig schon ein, habe es aber schon lange nicht gemacht.
Versuch do
ch ruhig mal die Wunddesinfektion mit Jod.

LG
Ralf

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