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  • »Garnelen-Freak« ist der Autor dieses Themas

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1

Mittwoch, 13. Mai 2015, 06:28

25 Liter Ostsee Becken

Hallo liebe Leute,
mein Name ist Konstantin und ich bin 17 Jahre alt.
Ich bin nun schon seit sieben Jahren Aquarianer und ich liebe dieses Hobby einfach. Ich habe mehrere Süßwasserbecken, halte dort CPO, Red-Bee Garnelen, Red-Fire Garnelen, Amanogarnelen, Dornaugen, Platys, Mollys, Schwertträger, Goldschmerlen, Antennenwelse, Metallpanzerwelse, Endler-Guppys, einen Kampffisch, blaue Neonfische und bald auch Perlhuhnbärblinge.

Nun möchte ich mir gerne auch ein Meerwasserbecken hinstellen, da ich jedoch noch nicht so die Ahnung von habe, wollte ich euch mal fragen, wie das denn so ist. Mein Plan wäre erstmal ein Ostsee Aquarium, mit Felsengarnelen, Schwebegarnelen, Seeternen, Einsiedlerkrebsen und evtl kleinen fischen wenn die in ein 25 Liter Becken passen.
Deshalb wollte ich mal fragen, wie ich das am besten anstellen soll: darf ich den Sand, die Pflanzen, das Wasser und die Tiere direkt aus der Ostsee entnehmen oder ist dies verboten (in Naturschutzgebieten ja sowieso)? Wie sieht das mit Wasserwechsel aus?
Eine Heizung denke ich brauch ich nicht unbedingt, das Wasser sollte ja eher kühl sein. Daher muss ich es auch noch extra im Sommer kühlen oder nicht?
Das Becken würde in einem etwas wärmeren Raum stehen. Fragen über Fragen aber ich hoffe mal ihr könnt mir da ein paar Tipps geben.

P.S.: Danke an Harald für die Einladung ins Forum :D

Harald

Technischer Ansprechpartner

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2

Mittwoch, 13. Mai 2015, 07:30

:will3: Konstantin

Herzlich Willkommen bei uns in der ig-meeresaquaristik.

Wir sind in der Tat das einzige Forum das sich auch intensiv mit der Kaltwasseraquaristik befasst.

Zum Einstieg empfehle ich dir, dich in unserem Wiki, Kategorie Kaltwasser-Atlantik-Ost-und-Nordsee einzulesen. Dort findest du auch den Bereich Ostseeaquaristik von Dietmar Schönfelder, selbst ein Mitglied dieses Forums.

Wenn du magst, das ein oder andere Süßwasseraquarium von dir kannst du gerne hier vorstellen.
Beste Grüße
Harald

Marine Nachzucht ist eine Chance, wenn man den Mut aufbringt sie zu nutzen.
Ich entscheide mich für den Mut.


: seepferd : Mein Hippocampus reidi Würfel und hier die Vorgeschichte dazu. : seepferd :

Henning

...........

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3

Mittwoch, 13. Mai 2015, 07:43

Hallo Konstantin

Ein herzliches :will2:

Danke für deine Vorstellung.
Signatur von »Henning« ><((((º> <º)))) ><

Salzige Grüsse
Henning


Steffi

Garnelensüchtling mit Algentick

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4

Mittwoch, 13. Mai 2015, 07:53

Hi Konstantin,
:will1: hier im Forum.
Signatur von »Steffi« Viele Grüße,
Steffi

Tropisches Nano
Aquarium für Caprella und andere kleine Critter (Nordsee)

Caren

Anemonensüchtige

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5

Mittwoch, 13. Mai 2015, 09:09

:hut: :will3:
Signatur von »Caren«

quad

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6

Mittwoch, 13. Mai 2015, 23:03

Hallo Konstantin,

willkommen im Forum! :hi:

Ich versuche schon einmal ein paar Punkte von Dir aufzugreifen:
Das Becken würde in einem etwas wärmeren Raum stehen. Fragen über Fragen aber ich hoffe mal ihr könnt mir da ein paar Tipps geben.
Eher das Gegenteil! Nicht in einen warmen, sondern in einen kalten Raum. Je nach Beleuchtung und installierter Technik wird das Wasser entsprechend aufgeheizt, für die meisten Tiere wird es auf Dauer zu warm. Deren Stoffwechsel fährt dann ständig auf Hochtouren. Wenn sie nicht an Hitzschlag sterben, werden die Tiere nicht besonders alt werden. Ausnahme hierbei sind hier die Palaemon elegans (hübsche Felsgarnele). Die gibt es auch im Mittelmeer und können auch mal in warmen Gezeitentümpeln überleben. Auch ansonsten scheinen sie sehr robust zu sein. Wenn das Wasser wärmer wird, bekommen sie noch hübsche, gelbe Punkte dazu. Also, die kann ich Dir nur ans Herz legen.

Für alle anderen Tiere (außer vielleicht noch den Strandschnecken), sollte das Becken im Sommer gekühlt werden.

Bezüglich Fische im 25 Liter Becken: Vergiss es! Ist schon zu klein für Warmwasser-Meeresfische, die Kaltwasser-Meeresfische benötigen nicht weniger Platz. Auch wenn Schwimmgrundeln nicht so groß werden, wäre es Tierqäulerei.

Zur weiteren Technik:
Wenn Du einen Abschäumer einsetzen möchtest, würde ich Dir empfehlen das Wasser aufzusalzen, auf "Nordsee-Niveau". Dann läßt sich das Becken besser abschäumen. Die Tiere müssen dann beim Einsetzen vorsichtig an den Salzgehalt gewöhnt werden. Seesterne sollen dabei Problematisch sein.

Licht solltest Du möglichst LED einsetzen, um den Wärmeeintrag zu verringern. Überhaupt solltest Du, wenn irgend möglich, versuchen Pumpen aus dem Becken zu halten. Ich werde bei meinem neuen Kaltwasserbecken ein Filterbecken einsetzen, bei der die Pumpe für das Zurückpumpen des Wassers, ausserhalb des Beckens platziert wird. Bei meinem ersten Becken waren die Pumpen im Hauptbecken und ich mußte gegen an kühlen.

Gruß Oliver

Dietmar

FG-Meeresaquaristik Berlin-Brandenburg

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7

Donnerstag, 14. Mai 2015, 09:03

Hallo Konstantin,
herzlich willkommen im Forum und viel Spass bei Deinem Ostseeprojekt.
Um es vorwegzunehmen, Ostsee ist aus meiner Erfahrung schwieriger wenn man die Dichte nicht auf Nordseeniveau bringt, soll heissen man hat mit hoher Dichte wesentlich weniger Probleme. Ein 25 Liter Aquarium macht hinsichtlich der Stabilisierung physikalischer Parameter Probleme, was dann die Auswahl der Tiere erheblich einschränkt. So wirst Du im wesentlichen auf Tiere der Gezeitenzone beschränkt sein, die Temperatur- und Dichteschwankungen ertragen können.
Große Probleme machen Algen der Ostsee denn die vertragen Schwankungen physikalischer Parameter nur wenig und wegen der Ionenanomalie des Brackwassers wird die Artenvielfalt auf wenige Gattungen beschränkt bleiben. Es sei denn, Du betreibst einen erheblichen technischen Aufwand? Nährstoff Verfügbarkeit ist im Ostsee Milieu immer ein Grenzgang, den oftmals die Blaualgen gewinnen... Brackwasser lässt sich mit modifizierten Abschäumern von Eiweißverbindungen aufbereiten. Das Prinzip ähnelt den der Süsswasserabschäumer- ich habe mir einfach ein paar Strohhalme in das Steigrohr eingebracht um mit geringen Mitteln das Problem zu lösen. Da Fische wohl eher nicht in Frage kommen (außer in ihrer juvenilen Form) empfehle ich einen Mattenfilter zu benutzen um etwas Nitrat für Pflanzen verfügbar zu machen. Außerdem siedeln Hefen und Pilze in den Filtermatten, die das Milieu des Aquariums für Blaualgen ungünstig gestalten können.
Für ein 25 Liter Aquarium kann man Naturmaterial nehmen ohne dass es Probleme geben wird (von Seiten der Behörden). In der Regel kommen Speisefische eh nicht ins Aquarium... Probleme könnten Deine Aktivitäten in Naturschutzzonen machen; das sind in der Regel die Reservate innerhalb der Bodden und einige Ostseebereiche.
Wenn Du Fische halten möchtest, dann plane ein gut strukturiertes und geräumigeres (mindestens 50 Liter) Aquarium.
Die Dekoration kann man mit Naturmaterial machen. Sinn macht das vor allem zu Beginn der Vegetationsperiode. Im Herbst sterben die meisten der Algen und bilden Sporen. Aus denen können sich im Frühjahr neue Algen bilden; für ein 25 Liter Aquarium werden allerdings nur sehr wenige Arten überhaupt dazu in der Lage sein.
Was gut haltbar ist, sind Miesmuscheln, Seepocken- sie eignen sich als "lebender Stein" sehr gut als Erstbesatz, wenn man eine kleine Kolonie einsetzt. Sandklaffmuscheln sind schon schwieriger und Herzmuscheln auch. Krabben als Einzeltiere sind auch ok aber das Aquarium muss sehr gut abgedeckt sein! Schnecken gibt es eine brauchbare Auswahl; bei Littorina ist das Aquarium ebenfalls gut abzudecken weil sie sich aus dem Aquarium ausbürgern. Palaemon Garnelen wurden schon benannt, ich hatte einige Zeit Erfolg mit Crangon, auch wenn ich sie nicht vermehren konnte. Schwämme gibt es auch in der Ostsee und einige Aktinien und dann noch einige Chordatiere die sich recht gut für das Aquarium eignen. Schwierig ist die Frage des richtigen Futters; hier kann man durchaus auf Phyto- und Zooplankton aus der Futterzucht zurückgreifen. Bakterienzugabe, Bierhefe und gelegentlich den Bodengrund aufwühlen ist auch eine Futtermethode für Filtrierer. Garnelen gibt man gelegentlich Muschelfleisch (gefrostet) und Artemia und Copepoden sollten öfter lebend gegeben werden. Falls Du an der Küste wohnen solltest, da würde ich an Deiner Stelle einen Planktonsammler benutzen. Da friert man nicht so wenn man sich frisches Futter beschafft.
LG Dietmar
Signatur von »Dietmar« FG Meeresaquaristik Berlin-Brandenburg

Edwin

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8

Donnerstag, 14. Mai 2015, 16:48

Hi Konstantin,

kennst ja die Lüfter, mein Doppelventi schafft 3 Grad Kühlung beim 30x20er Becken.
Mit einem HangOn hast du die Pumpe als Wärmequelle aus dem Wasser.
Bei mir läuft so ein Becken momentan auf der Fensterbank:


Etwas Styropor hilft natürlich auch noch zu dämmen.
Wenn du so bis 20-21 Grad im Sommer gelangst, kann man damit leben.

Auch wenn die Verlockung groß ist, versuche deinen Einstieg erst mit wenigen Tieren.
25 Liter sind nun wirklich nicht die Welt, aber damit läßt sich durchaus etwas gestalten.
Gute Erfahrungen habe ich gemacht, wenn FaunaFlora möglichst jung ins Becken gelangt.
Die Anpassung gelingt besser, gerade bei Makroalgen.

Hilfreich ist eine gute Handvoll Zeolith im HangOn. Meinen rühre ich einmal am Tag mit einem
Essstäbchen durch, damit die Filtrierer etwas bekommen. Zeolith bindet Ammonium.
Unterstützen könntest du das Zeolith auch noch mit DiakatB, für die Phosphatbindung.
Zeolith hole ich immer günstig bei ebay, es muß nicht dieses teure "Profizeolith" sein...

Den typischen Ostseesand-Bodengrund würde ich persönlich bei der Beckengröße sparsam verwenden.
Vielleicht etwas mit dem gröberen Sand/Kies vermengen, so wie man es am Spülsaum häufig vorfindet.
(wenigstens an der östlichen Kieler Förde).

Wünsch dir viel Erfolg bei deinen ersten Versuchen!
Bye :)
Edwin

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Wohnort: Fockbek

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9

Sonntag, 17. Mai 2015, 15:48

Dietmar kannst du den Planktonsammler genauer beschreiben?

SEG

Nordseespezialist

  • »SEG« wurde gesperrt

Beiträge: 542

Wohnort: Norden, Ostfriesland; etwa 3,5 Kilometer entfernt von der Nordsee.

Beruf: Schriftsteller, Autor & Journalist.

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10

Sonntag, 17. Mai 2015, 23:33

Hai,

es gibt einige Tiere, die sich auch bei Zimmertemperatur gut halten lassen. Wie etwa der Zwergeinsiedler Diogenes pugilator oder die Gespensterkrabbe Macropodia rostrata. Allerdings wäre mein grundsätzlicher Rat an Dich, ein größeres Becken aufzustellen. Kleine Systeme sind schnell überfordert; größere Becken können erheblich mehr Anfängerfehler kompensieren.
Am Wichtigsten ist für mich nicht eine extensive Technik, sondern eine gut funktionierende Beckenbiologie. Daher verwende ich in allen meinen Becken hohe Sandschichtungen, von denen ein geringer Teil originaler Wattboden ist. So baue ich mir den Bodengrund von vorneherein als Filter. Am Wichtigsten ist eine funktionierende Denitrifikation!
Ein Kaltwasserbecken in einem warmen Raum aufzustellen verbietet sich von selbst.
LED-Beleuchtung reicht völlig aus, solange man keine Blumentiere mit Zooxanthellen pflegen möchte (im Kaltwasserbereich gehören dazu die Wachsrosen der Gattung Anemonia).

Falls Du kleine und haltbare Besatztiere suchst, kannst Du Dich gerne per PM an mich wenden, da ich regelmäßig Tiere von Kuttern bekomme.
Auch kann ich Dir zu vielen Arten sagen, ob es sinnvoll ist, sie zu halten oder nicht. ;( :rolleyes:

LG, Sven! ;)

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