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Harald

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  • »Harald« ist der Autor dieses Themas

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Mittwoch, 8. April 2015, 19:21

Wer jagt hier eigentlich wen?!

Wir alle kennen die Bilder aus Dokumentationen, in denen Haie Robben nachjagen und sie z.T. mit einem Biss verschlingen. Tatsächlich zeigen Beobachtungen aber, dass die Rollen von Jäger und Gejagtem vertauscht sein können. Südafrikanische Seelöwen wurde dabei beobachtet, wie sie Blauhaie jagen und fressen. Dabei halten sie nicht nur nach kleinen Jungtieren Ausschau, sondern erlegen auch Haie, die ebenso groß sind wie sie selbst.
2003 kam es in der Antarktis zu einem Zwischenfall, bei dem eine Meeresbiologin von einem Seeleoparden getötet wurde. Wenn man dann noch bedenkt, dass unsere in der Nordsee heimische Kegelrobbe auch gerne mal einen Schweinswal erlegt, wird einen schnell wieder bewusst, dass es sich bei Robben trotz ihrer niedlichen Knopfaugen und ernstzunehmende Raubtiere handelt.

Quelle: Sören Häfker Meeresbiologie studieren

Link zum weiter lesen.

Original Abstract und die PDF.
Beste Grüße
Harald

Marine Nachzucht ist eine Chance, wenn man den Mut aufbringt sie zu nutzen.
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SEG

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Donnerstag, 9. April 2015, 11:09

Yes, in deed!

Leider haben viele Menschen das verloren, was ich immer den heiligen Respekt vor der Kreatur nenne. Was letztlich auch einem Steve Irwine zum Verhängnis wurde...
Durch eine persönliche Mitteilung von Otto-Gremblewski-Strate, einem der Top-Ten Unterwasserfototgrafen aus Hannover, erfuhr ich davon, dass er am Handrücken von einer unscheinbaren grauen Nacktschnecke vernesselt wurde. (Von Wegen: GIfttiere sind nicht immer bunt!) Das Gewebe begann abzusterben, und er musste mit starken Antibiotika wochenlang behandelt werden...
Deswegen bin ich mit allem vorsichtig, was ich nicht genau kenne. Der Leichtsinn vieler Meeresaquarianer erstaunt mich immer wieder(und das schließt auch Biologen nicht aus!).

Um Seehunde und Kegelrobben würde ich auch immer einen Bogen machen - aber nicht aus Furcht, sondern weil ich die Tiere nicht würde stören wollen. Bedenklich finde ich es immer dann, wenn Wildtiere die natürliche Scheu vor dem Menschen nicht mehr haben. Wie etwa dieser streunende Wolf, der vor einigen Wochen für Schlagzeilen sorgte. Dann kann es schnell eng werden! :help:

Vor einigen Jahren starb im Zoo Hannover eine Tierpflegerin, weil ihr ein Gepard ins Genick gebissen hatte. Was hat sie falsch gemacht? Klar, sie dreht dem Tier den Rücken zu! Wie schlau muss man denn sein? Sogar Tigern kann man sich von vorne relativ gefahrlos nähern, da sie bevorzugt von hinten angreifen! Das sind eigentlich Dinge, die jeder Tierpfleger wissen sollte... :monster:

Auf jeden Fall: Danke für diesen interessanten Thread! Das mit dem Seeleoparden in der Antarktis war mir noch nicht bekannt, ist aber in jedem Fall denkbar, da es sich um die größte aller Robben handelt(bis 4 Tonnen schwer)... Aufgrund der Körpermasse kann so ein Tier mit Sicherheit auch Leute an Land zerquetschen, wenn man ihm zu nahe kommt. Und die Bullen haben ganz hübsche Hauer im Kiefer! :phat:

LG, Sven!

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Donnerstag, 9. April 2015, 12:08

Hallo

Warum eigentlich nicht, passiert ja öfter in der natur, die kleinen jagen die großen. : Drama :
Signatur von »DSB 05« Schöne Grüsse
Rolf :thumbsup: :drinks:

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Donnerstag, 9. April 2015, 14:17

Ja Seehunde sind so eine Sache für sich. Mir wurde von einem Meeresbiologen erzählt, wie er Spielball von Robben vor Helgoland wurde, als er dort zu forschungszwecken tauchen war. Anfänglich glaubt man noch, man spiele mit den Robben, muss aber schnell feststellen, dass es andersherum ist..

Auch ein Einbruch im Kieler Seehundbecken zeigte, dass diese Tiere nicht nur niedlich sind. Bei einer nächtlichen Mutprobe sind dort einige in das Gelände eingestiegen und soweit ich das verstanden habe in den Ruhebereich und ins Becken eingedrungen.. Fanden die Tiere nicht so gut und einer der Einbrecher verlor ein Stück Wade, da der Seehund hier mal zugebissen hat. Der Versuch des Täters hinterher das Aquarium zu verklagen auf Schmerzensgeld ist allerdings gescheitert.