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Harald

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Montag, 10. November 2014, 19:44

Einfahrphase, mein möglicher Weg

Hallo Gemeinde

Ich möchte hier mal meine Gedanken zu einer möglichen Einfahrphase niederschreiben. Dieser Thread soll auch eine Weiterführung zu dem Artikel von Ben und mir sein, Eine kleine Hilfe für den Einstieg in die Meerwasser-Aquaristik.

Zunächst sollte man sich klarmachen, dass wir in der Regel einen Ausschnitt aus einem Riff darstellen wollen, also einem hochkomplexen Lebensraum mit einer Unzahl verschiedenartiger Organismen.

Jeder von uns, zu mindestens gehe ich davon aus, hat schon ein Buch über die Meerwasseraquaristik gelesen. Um auch das klar heraus zu stellen, so soll es sein um sich mit den Grundlagen vertraut zu machen, was auch gut so ist, aber bitte vor dem Start eines Meerwasseraquariums. Ich für mich persönlich habe festgestellt, dass der Anfänger von heute leider sehr wenig weiß, als noch vor ein paar Jahren. Vielleicht liegt es ja daran dass die schöne bunte Internetwelt dem Kunden einfach nur erzählt, dass man sich nur die richtigen Sachen kaufen muss und nach vier Wochen ist Friede Freude Eierkuchen. Die Industrie tut mit Ihren Wässerchen, Pülverchen und Mittelchen ein Übriges dazu, den Leuten eine solche Philosophie schmackhaft zu machen. Jeder der länger dabei ist, weiß eigentlich dass es so nicht ist, und das Abenteuer Meerwasseraquaristik endet in Frust und Enttäuschung. Vielleicht trägt diese kleine Abhandlung bei dem einen oder anderen zum besseren Verständnis bei, dann hat sich meine Zeit dafür in jedem Fall gelohnt. Um nochmal auf die Bücher zurück zukommen, eine wirklich gute Buchreihe ist das Korallenriff Aquarium von Nilsen / Fossa und das Buch Meerwasserchemie von A. Glaser. Sicher für den Anfang manchmal schwere Kost, aber wenn diese Bücher gelesen sind, ist es viel leichter mit dem Start eines Meerwasseraquariums.

Nun kommen wir zum Pudels Kern. Ich möchte aber gleich betonen dieser / mein Weg muss nicht allgemein gültig sein. Was ich gleich erwähnen möchte, wie schon oben geschrieben, vergesst aus meiner Sicht die ganzen Mittelchen die uns der Handel liebend gerne auf das Auge drücken möchte, bzw. in das Aquarium schütten möchte. Frisch angesetztes gutes Meersalz hat mit Sicherheit genug Spurenelemente, so dass ich diese in der ersten Zeit nicht benötige. Interessant ist auch in diesem Zusammenhang natürliches Meerwasser, das aber zurzeit wohl nur für die Nanoaquaristik bezahlbar ist. Weiter ist es aus meiner Sicht völlig unerheblich welches Gestein für den Start verwendet wird. Ich persönlich nutze nur Todgestein und einige Bröckchen Lebendgestein. Dieses Lebendgestein ist in der Regel mehr als genügend als Substratträger für unsere Korallen vorhanden, von daher braucht es nicht überteuert eingekauft werden. Was aber meiner Meinung nach von Anfang vorhanden sein sollte ist ein Phosphat und Silikatadsorber. Ich möchte auch kurz erklären warum.

Gehen wir an dieser Stelle auf die Organismen ein, deren Vermehrung wir uns wünschen und solche, die wir möglichst nicht haben wollen. Zum Zwecke der Übersicht stelle ich das relativ einfach vor.

BAKTERIEN
Zunächst entwickeln sich die Nitrifikanten, in sauerstoffreichen (oxischen) Verhältnissen lebende Bakterien, um Ammonium über Nitrit zu Nitrat zu oxidieren. Diese Bakterien produzieren Biofilme. Danach entwickeln sich die Denitrifikanten, Bakterien welche unter anoxischen Bedingungen Nitrat zu N2 umarbeiten. Beide Bakterienarten können in einem Biofilm existieren, die aerob lebenden im oberen Bereich, die anaeroben im unteren, wobei das zu verarbeitende Nitrat katalytisch in die untere Schicht vordringen kann.
Beide Bakterienformen verbrauchen Nährstoffe und verhindern anfangs, dass zu viele Algen wachsen. Lösen sich die Biofilme von der Oberfläche und gelangen in das freie Wasser, können sie durch Abschäumung aus dem System entfernt oder von Korallen als Nahrung aufgenommen werden.
VORTEIL: Sie stören nicht und entziehen dem Wasser die Nährstoffe (P;N;C) in einem natürlichen Verhältnis.
NACHTEIL: Mit ihnen kann kein Silizium ausgetragen werden und sie benötigen Kohlenstoff als Zugabe.
WICHTIG: Sie benötigen dazu kein Licht, mit Ausnahme von Cyanobakterien, diese wiederum benötigen keinen Kohlenstoff sondern können diesen durch CO2 Bindung selbst gewinnen, was über die Umarbeitung von N2 geschieht. In diesem Fall spricht man von Reinstwassercyanos.

ALGEN
Wir sprechen zunächst von einzelligen Aufwuchsalgen und beziehen Cyanobakterien ein, da sich diese genauso verhalten.
Diese möchten wir natürlich NICHT in großen Mengen im System haben, obwohl sie natürlich stets vorhanden sind. Sie bilden unschöne Beläge, die alles überwuchern und Stoffe an das Wasser abgeben, die andere Organismen, wie Korallen am Wachstum hindern.
Obwohl es unzählig viele Algenarten im Meer gibt, konzentrieren wir uns nur auf zwei Gruppen, die außer Cyanobakterien massenhaft in Aquarien auftreten können:

KIESELALGEN
Diese sind bei der Verwendung silikathaltigen Gesteins oder Riffkeramik immer vorhanden, und sie treten als Erstbesiedler immer wenige Tage nach Befüllen des Beckens auf.
Sie sind nicht gefährlich, aber ihr Vermehrungspotential ist enorm und bilden sehr unschöne braune Beläge. Ein Silikatadsorber ist also anfangs in jedem Fall anzuraten, auch bei Verwendung von Osmosewasser, denn Osmoseanlagen haben keine 100%ige Rückhalterate für Silikat.

GRÜNALGEN
werden hier zunächst nur in Form von Fadenalgen betrachtet, welche zwar nicht besonders schlimm sind, aber bei Massenvermehrung unangenehm. Allerdings entwickeln sich grüne Fadenalgen erst nach vielen Wochen, so dass man bei gut geglückter Einfahrphase eigentlich keinen nennenswerten Fadenlagenwuchs mehr zu befürchten braucht.

CYANOBAKKTERIEN
werden nur deshalb nochmals erwähnt, weil wir sie ebenfalls nicht im Aquarium in großen Mengen haben wollen und genau dieselben Voraussetzungen benötigen wie Aufwuchsalgen, weswegen sie auch als "Schmieralgen bezeichnet werden.

Alle diese unerwünschten Organismen haben eines gemeinsam:

Sie benötigen:

LICHT
PHOSPHAT
NITRAT oder SILIKAT (außer Cyanobakterien)

Will man also sein System erfolgreich starten, benötigt man lediglich einen Phosphatadsorber, und einen Silkatadsorber.

Jetzt kommt der größte Streitpunkt, der sofortige Besatz mit Korallen. Früher war das sicher nicht möglich, denn es gab keine zu kaufen. Aber in der heutigen Zeit machbar. Man muss auch nicht gleich sein Aquarium vollstopfen, was wahrscheinlich aus finanzieller Sicht nicht machbar ist. Aber wenn man vielleicht schon einen kleinen Bestand hat, Ableger von Bekannten bekommen kann, oder auch die ein oder andere Koralle erwerben kann, spricht nichts dagegen sein Aquarium sofort zu besetzen. DENN AUCH KORALLEN SIND EINE PERFEKTE NÄHRSTOFF KONKURENZ. Ein weiterer großer Vorteil, meist verhindern wir den oft gefürchteten Nitrit Peak. Einfach aus dem Grund weil Korallen Ammonium verwerten können, und somit erst kein Nitrit entstehen kann.

Zur Hilfe kommt einem auch der Besatz von Anfang an mit höheren Algen, auch diese sind große Nährstoff Konkurenten. Man sollte nur darauf achten, dass es Algen sind die gut zu kontrollieren sind. Wie zum Beispiel die wunderschöne Rotalge Halymenia.

Jetzt fragt sich natürlich jeder, wie kann das sein? Oder hat der Harald vielleicht einen an der Meise? Na ja ein wenig schon, halt eben Meerwasser verrückt. Ja und ich habe meinen / diesen Weg gefunden, dass es so geht oder besser ausgedrückt funktioniert. Bei einem schnellen Besatz gefällt mir dass man sofort auf alle Geschehnisse reagieren kann. Ich brauche nicht abwarten weil es sich von selbst reguliert, denn vieles reguliert sich eben nicht von selbst. Ich kann mein Becken sofort so gestalten wie ich es gerne hätte und habe nicht 2 Monate oder länger ein Aquarium da stehen was trostlos und leer ist.

Vielen Dank auch Dirk für die Korrekturen, und für die Erlaubnis von Torsten Luther von einigen Textpassagen.

Ausdrücklich möchte ich noch betonen, das meine Methode nicht die allgemein gültige ist. Jeder muss seinen eigenen Weg finden.
Beste Grüße
Harald

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Herbert_Wien

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Montag, 10. November 2014, 19:56

Hallo Harald,

danke für diesen ausführlichen Bericht! :good:
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Liebe Grüße aus Wien, :hut:

Herbert
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Montag, 10. November 2014, 20:20

:clapping: :good2:
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Bettina
:bye:

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Montag, 10. November 2014, 21:20

Hi Harald,
vielen Dank für den Bericht!
Das schnelle Besetzen befürworte ich ebenfalls, immer unter Beobachtung der relevanten Parameter Kh, Ca, NO3 und PO4.
Der Vorteil ist eben, wie schon erwähnt, die Nahrunskonkurrenz zwischen Korallen und Algen. Die klassische Einfahrphase, mit einer Wartezeit von 2-3 Monaten, könnte in Bezug des Nährstoffverbrauches zu einer Limitierung führen, wodurch der dann eingebrachte Besatz gleich in ein "Problembecken" einzieht, und dann möglicherweise akut gegen gesteuert werden müsste. So sollte bei schnellem Besatz gleich schon der Einsatz von Fischen bedacht werden, um die Nährstoffversorgung für die Zukunft zu gewährleisten. Allerdings sollte dazu der Nitritwert im Auge behalten, und erst nach einem Peak in Erwägung gezogen werden.
Meinen Beobachtungen nach fällt die Kieselalgenphase auch bei schnellem Besatz nicht aus, was aber in meinen Augen nicht wirklich störend ist. Ebenso konnte ich die Entwicklung von Fadenalgen beobachten, aber in wirklich minimalem Aufkommen, was eigentlich nicht erwähnt werden müsste...

amcc

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Dienstag, 11. November 2014, 07:42

Danke Harald für diese ausführliche Darstellung und die nachvollziehbaren Gründe, warum man etwas tun oder auch nicht tun sollte/könnte.
Ich habe meine Becken bislang immer "klassisch" eingefahren (gut; hab' jetzt auch länger keins mehr neu gestartet ;) wobei... es steht immer noch 'n leerer 50er WÜrfel unterm Dach... :rolleyes: ).
Ich würde es bei nächsten Mal aber denke ich auch mal anders versuchen.
Mit LS bin ich eigentlich ganz gut gefahren. Ich würde allerdings weniger nehmen (und überlege gerade, aus meinem etwas raus zu schmeissen); die Ausführungen u.a. von Jörg Kokott bzgl. nicht besiedelbarer Flächen erscheinen mir durchaus nachvollziehbar.

Oder hat der Harald vielleicht einen an der Meise?

Um unser gemeinsames Hobby auszuüben müssen wir glaube ich alle leicht einen an der Waffel haben :D
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Salzige Grüße
Achim

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Dienstag, 11. November 2014, 17:51

So sollte bei schnellem Besatz gleich schon der Einsatz von Fischen bedacht werden, um die Nährstoffversorgung für die Zukunft zu gewährleisten. Allerdings sollte dazu der Nitritwert im Auge behalten, und erst nach einem Peak in Erwägung gezogen werden.

Hallo Dirk

Darüber hatte ich ehrlich noch nicht nachgedacht, und vielen Dank für deine ergänzenden Angaben bzw. Korrekturen.

warum man etwas tun oder auch nicht tun sollte/könnte.

Ja Achim sollte/könnte. Wie geschrieben für mich ist das ein/der Weg, für einen anderen vielleicht nicht. Und wie geschrieben wenn die Grundlagen auf Dinge zu reagieren nicht vorhanden sind, wird es mit einem Schnellstart und auch mit einem klassischen Start nichts. ;)
Beste Grüße
Harald

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Mittwoch, 12. November 2014, 10:18

Einfahr Phase.

Hallo Harold.

Du hast Dir ja richtig Mühe genommen und alles gut erklärt. Grundsätzlich stimme ich Dir zwar zu, obwohl ich nach wie vor der Meinung bin, eine längere Einfahrt Phase zu wählen. Zum Nitrit. Als Anfänger habe ich mich auch davor gefürchtet. Aber Nitrit verschwindet nach eine gewissen Zeit immer von selbst. Ich habe immer gemessen und war total am Boden wegen zuviel Nitrit. Aber wie schon erwähnt nach kurzer Zeit war es dann maximal " nur " Nitrat. Jeder Besatz in der Nitrit Phase ist aber laut meiner Meinung ein Risiko und eine Belastung für den schnellen Besatz. Ein Silikat Absorber macht aber sofort Sinn, da ja leider in den meisten Fällen das Wasser bei uns belastet ist und man auch von den Wasserwerken nur ungern richtige Informationen dafür bekommt. Bei Lebensgestein ist wenig " gutes " besser als eine Menge " schlechtes ". Hier sollte man sich wegen der Qualität am besten von einem Erfahrenen beraten lassen. Zu erkenne was gut oder schlecht ist, ist leider nicht so einfach.

Obwohl man immer hört, wie toll ein Becken sich entwickelt, wenn man es sofort besetzt hat. Man hört aber oft nichts mehr, wen es daneben gegangen ist. Viele scheuen sich dann, so etwas zu berichten. Daher halte ich die alte Methode mit Geduld nach wie vor für die bessere. Ich habe schon viele Abstürze mit den " schnellen " erlebt, aber eher wenig, wenn man sich richtig Zeit gelassen hat.

Grüße Dieter

PS: Deinen Hinweis, auf die " Mittelchen " zu verzichten, finde ich ganz super.

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Mittwoch, 12. November 2014, 11:59

Hallo,

Danke Harald für deine Erläuterungen. Ich selber fahre im Moment mein 900 Liter Becken nicht in der klassischen Weise ein. Ich habe 80% totes Riffgestein verwendet. Morgen kommen schon die ersten Fische rein. Korallen sind schon seit über einer Woche drin. Die Werte sind für die Einfahrphase sehr gut. Ich benutze aber Microbe Lift Produkte.
Signatur von »Tiegars« Grüsse

Javi

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Dienstag, 9. Dezember 2014, 10:24

Super interessanter Beitrag Harald....ganz lieben Dank
Signatur von »Jagdschlumpf« liebe Grüße
Heidi

Herbert_Wien

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Dienstag, 9. Dezember 2014, 13:45

Lieber Harald,

danke für diesen interessanten Beitrag! :good:
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Dienstag, 9. Dezember 2014, 21:28

VORTEIL: Sie stören nicht und entziehen dem Wasser die Nährstoffe (P;N;C) in einem natürlichen Verhältnis.
Hallo Harald,

vielen lieben Dank für Deinen Beitrag. Mal sehen ob ich das einmal ausprobieren werde. Eine Frage habe ich dann doch noch einmal. Wie das mit der N und C Reduzierung über Bakterien funktioniert, das hatte ich schon verstanden(an anderer Stelle). Kannst Du mir auch die Phosphatreduzierung durch die Bakterien auch noch erklären? Wird das Phosphat weniger, weil es in die Biomasse der Bakterien übergeht? Wenn ja, geht das dann nicht wieder ins Wasser über, wenn die Bakterien absterben? Die Filme wachsen ja nicht unendlich weiter. Deshalb schlägst Du ja auch einen Phosphatabsorber vor - richtig?

Wir hatten hier auch schon einmal an anderer Stelle auch schon einmal die Phosphatreduzierung mittels Maximal-Filtersystem. Ist es dort das gleiche Prinzip?

Gruß Oliver

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Mittwoch, 10. Dezember 2014, 14:26

Wir hatten hier auch schon einmal an anderer Stelle auch schon einmal die Phosphatreduzierung mittels Maximal-Filtersystem. Ist es dort das gleiche Prinzip?

Hallo Oliver

Das kann ich dir nicht beantworten, dazu müsste aber Rolf (DSB05) eine Antwort haben.

Wird das Phosphat weniger, weil es in die Biomasse der Bakterien übergeht?

Ja so kann man es auch schreiben, obwohl es eher die Biofilme sind, die ständig abreißen und vom Abschäumer erfasst werden. Daher funktioniert auch wenn nur im geringen Maße eine Phosphatreduzierung über den Abschäumer. Weil das aber gering ist, setze ich zusätzlich auch noch einen Adsorber ein.
Beste Grüße
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Freitag, 9. Oktober 2015, 15:57

Einfahrphase

Hallo Harald und Meerasserfans,


ich denke da sich im LS jede menge Leben tummelt und es auch überlebt, kann es nicht falsch sein von Anfang an auch einige Weichkorallen wie z.B. Xenien mit einzusetzen, bei mir haftet eine am LS und bisher geht es ihr gut.
Selbst bei Joe´s riet man mir gleich zu beginn Einsiedler und Seeigel mit einzubringen. :wow:
Signatur von »Regina« alles Liebe wünsche ich
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Harald

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Freitag, 9. Oktober 2015, 16:52

Hallo Regina

Ich lasse es ja jedem frei wie er es handhabt. :)

Stelle uns doch bitte auch dein Aquarium vor, Einfahrphasen sind so oder so immer spannend. :yes:

Vielleicht magst du dich ja auch im entsprechenden Forum vorstellen.
Beste Grüße
Harald

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