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Sonntag, 2. November 2014, 15:09

Erfahrungen mit ATI Natürliches Meerwasser

Hallo Gemeinde

hat jemand von Euch Erfahrung mit diesem Wasser?

Welche Vor und Nachteile bringt es?

Ist es bei NanoCubes von Vorteil da man bei dem Wasserwechsel nicht so sehr die Werte ändert?

Bleiben dadurch KH CA MG stabil?

Wie sieht es mit Fütterung der Korallen aus? Ist in dem Wasser alles vorhanden was die Korallen brauchen?

Fragen über Fragen

Freue mich auf eure Antworten
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Bettina

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Harald

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Sonntag, 2. November 2014, 16:21

Hallo Bettina

Natürliches Meerwasser im Nanobereich ist sicher gerade noch so im erschwinglichen Bereich. Das es Vorteile hat soll von meiner Seite her unbestritten sein.

Was den Verbrauch der Elemente angeht, du wirst nicht drumherum kommen, die Werte regelmäßig zu überprüfen. Je nach Besatz kann ist dir auch ein Wasserwechsel alleine nicht helfen. Verbrauchte Elemente müssen genau so wie sonst auch nachdosiert werden.
Beste Grüße
Harald

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Dietmar

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Sonntag, 2. November 2014, 20:06

Hallo Bettina,
Naturwasser, ein ewiger Streitpunkt der Aquarianer... Wenn Du Wert auf Planktonorganismen legst, dann leben die nicht sehr lange weil sie kein Futter finden. Von den chemischen Voraussetzungen ist das Wasser gegenüber dem was wir aus Salzmischungen herstellen etwas anderes. Im Naturwasser ist eine Überdosierung von Spurenelementen nicht vorhanden, es ist gut geeignet für das Aquarium. Magnesium, Calcium usw. wird von den Tieren verbraucht und ist mit der Zeit zu ersetzen.
Bleibt die Frage des Entnahmegebietes; es wird in der Regel in der Küstennähe sein. Hier kann es örtlich zu Abweichungen in der Dosierung einzelner Elemente kommen. Für das Aquarium spielt das nach meinen Erfahrungen keine Rolle. Große Schauaquarien welche Naturwasser beziehen können, nutzen das ohne weiteres seit vielen Jahren. Das Meeresmuseum Stralsund hatte sich zu DDR Zeiten von der Hochseeflotte Naturwasser liefern lassen, wie es heute ausschaut weiss ich nicht. Ich kann mir aber vorstellen, dass es immer noch so gehandhabt wird.
Worüber man sich bisher wenig Gedanken gemacht hat (zumindest in einigen Meerwasserforen), sind organischen Bestandteile wie Hormone, Hefen, Pilze, Chelatoren usw. Deren Einfluss auf das Aquarium ist jedoch erheblich und man kann es durchaus an den Tieren sehen, wenn man Naturwasser zugibt.
Noch was zur Brauchbarkeit oder Lagerfähigkeit von Meerwasser. Ich hatte voriges Jahr auf dem Balkon Ostseewasser gelagert und kurz bevor der Frost kam, mich dem erinnert. In der 5 Literflasche lebten immer noch 2 Asseln der Gattung Jaera, also auch ohne Plankton haben sie ihr Leben fristen können. Dieses Wasser habe ich ohne Probleme für das tropische Aquarium eingesetzt.
Abgesehen von den hohen Kosten befürworte ich Naturwasser zu nutzen. Möglicherweise ist die Pflege der bis heute als nur schwierig haltbar geltender Organismen über diesen Weg erfolgreich.
LG Dietmar
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Sonntag, 2. November 2014, 21:34

Abgesehen von den hohen Kosten befürworte ich Naturwasser zu nutzen. Möglicherweise ist die Pflege der bis heute als nur schwierig haltbar geltender Organismen über diesen Weg erfolgreich.
LG Dietmar

vielen dank dietmar für die ausführliche erklärung :)
da ich nur 3 liter alle 10 tage wechsel, hält sich das bei mir noch in der waage.
ich werde es nun mal versuchen, wenn es kommt werde ich direkt 10L wechseln, am 15.11. nochmal 10L un dann bin ich unterwegs bis 28.11. wo von der nachbarin nur verdunstungswasser in form von osmosewasser aufgefüllt wird.
dann werde ich noch einen weiteren kanister verwenden der dann 2 monate hält. in dieser zeit werde ich einmal die woche messen vor und nach dem wasserwechsel und buch führen.
mal sehn wie sich die werte dann verhalten
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Bettina

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Mittwoch, 19. November 2014, 12:56

so.... habe gestern zum ersten mal 10 l ww mit nmw gemacht.

der sichtbare effekt war extrem bei der caula. so weit offen und aufgeblasen hab ich sie noch nie gesehen.
auch die euphyllia hat extrem dicke tentakel bekommen.
bei der milka bin ich der meinung, dass die polypen grösser waren als sonst.
bei den krusten, zoas, scheiben, anemonen und auch der bartkoralle hab ich keine veränderung bemerkt.

allerdings mußte ich die dichte etwas korrigieren, da sie zu niedrig war.
bin mal gespannt, wie es heute aussieht :-)
Signatur von »Nuby« Liebe Grüsse
Bettina
:bye:

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Mittwoch, 19. November 2014, 13:44

bin mal gespannt, wie es heute aussieht :-)

Ja bitte weiter berichten Bettina.
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Harald

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Hecht

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Mittwoch, 19. November 2014, 14:08

bei mir sieht es so aus, das ich schon seid langer Zeit NSW benutze. Hier hab ich immer einige 20ltr. Kanister stehen und das mehrere Monate, wenn ich dann reinschaue existiert da eine menge Leben
Röhrenwürmer Copepoden etc.

Hauptsächlich nutze ich es zur Brachionenzucht für Artemia und falls mal ein TB undicht wird, da braucht man dann in der Hektik des aufwischens kein Salz ansetzen :phat:
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Harald

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Mittwoch, 19. November 2014, 17:18

da braucht man dann in der Hektik des aufwischens kein Salz ansetzen

Auch ein Argument. :thumbup:
Beste Grüße
Harald

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Donnerstag, 20. November 2014, 08:02

leider hatte ich gestern nicht viel zeit zum messen, aber einen längeren blick konnte ich ins becken werfen.
die caula war immer noch grösser als früher, auch die euphyllia hält sich noch gut. die polypen der sps sind ebenfalls noch vergrössert.

dann habe ich gestern noch neue ableger bekommen, die sofort als sie im wasser waren, aufgemacht haben.

also der unterschied zu normalem aufgesalzenen wasser ist bei mir definitiv sichtbar.

einzig die frage, wie ich den kanistermüll vermeiden kann, läßt mich noch etwas zweifeln, ob ich das wasser weiter verwenden werde.
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Bettina
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Donnerstag, 20. November 2014, 09:05

Hi Bettina,

gibt es bei dir in der Nähe keinen Händler, der sich ein 1000 Literfaß von ATI bestellt hat, oder bestellen möchte? Da könntest du die Kanister dann immer wieder auffüllen und der Literpreis sollte nebenbei auch sinken.
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Gruß,


Ben

Nuby

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Donnerstag, 20. November 2014, 09:23

hallo ben,

das ist eine gute idee. da werde ich mal nachfragen.
unser shop hat grad eh eine neue geschäftsführung bekommen.
vielleicht ist der "neue" dafür ja aufgeschlossen.
Signatur von »Nuby« Liebe Grüsse
Bettina
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Donnerstag, 20. November 2014, 09:29

Ich mache zwar schon ewig keine Wasserwechsel mehr, habe allerdings auch keine zu großen Verbraucher.. Allerdings plane ich jetzt mal wieder einen bzw 2 im Abstand von 4 Wochen. Bei diesen Erfahrungen bestärkt sich mein Wille, das Wasser aus der ostsee zu nehmen und nur noch ein bißchen aufzusalzen

Ben F.

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Donnerstag, 20. November 2014, 10:31

Hi Julian,

ist das Ostseewasser denn sauber, von guter Qualität?
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Gruß,


Ben

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Donnerstag, 20. November 2014, 22:40

Grundsätzlich ja. Da ich in Flensburg wohne ist die Nähe zur Nordsee doch ein Vorteil.. Es kommt hier nicht so viel Mist an wie im östlichne Teil. Allerdings werde ich schon aus Faulheit wohl nicht alle Wechsel so machen. Aber jetzt 1-2 mal kann nicht schaden, denke ich..

Bernd K.

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15

Donnerstag, 20. November 2014, 23:57

Hallo,

über das Thema gab es in einem Nachbarforum heftige Diskussionen, wobei viele erfahrene Aquarianer und auch bekannte "Profis" in der Mehrzahl dagegen argumentiert haben. Für Leute nahe der Meere ist es eine echte Alternative, aber für "Binnenländler" wohl eher nicht. Dafür ist es viel zu teuer (ein neues Zusatzgeschäft für manche Händler) und im Ergebnis auch nicht besser als Wasser aus synthetischen Salzen. Dies kann man z.B. im Vergleich großer Meerwasserinstitutionen gut beobachten (Ozeanografisches Museeum Monaco im Vergleich zur sehr erfolgreichen Willhelma in Stuttgart oder Naturkundemuseeum Karlsruhe).
Die Probleme bei der Verwendung im Binnenland sind der lange Transport, die Aufbewahrung beim Händler und der Kanistertransport zum Kunden, Probleme an der Entnahmestelle (küstenfern und entfernt von Verschmutzungsbereichen der Schifffahrt?), Transporttankfahrzeuge (speziell gereinigt?) usw..Zoo-und Phytoplankton dürfte zum großen Teil den langen Weg zum Kunden nicht überstehen, dafür aber möglicherweise abgestorben das Wasser belasten. Nützliche Mikroorganismen oder Bakterien wird man damit kaum ins Becken bringen (Bakterien und viele andere sind ohnehin substratgebunden).
Vielleicht noch ein Hinweis: Wir haben in den 70er Jahren, als es noch kaum synthetische Salzmischungen im Handel gab, nach Rezepten von de Graaf die Mischungen selbst herstellen müssen. Weil dies teuer und umständlich war, haben wir mehrfachWasser von der ligurischen Küste am Mittelmeer geholt. Das Ergebnis war mehr als ernüchternd!

Letztlich muss jeder selbst entscheiden was er macht. In Nanobecken mag es kein so großer Kostenfaktor sein, aber auch hier muss nachgemessen und nachdosiert werden. Mit guten synthetischen Salzmischungen hat es von jahr zu Jahr mehr herausragende Haltungs-und Zuchterfolge gegeben. Mir ist bisher kein einziger Fall bekannt, in dem dies nur mit natürlichem Meerwasser der fall war.

Gruß

Bernd

Nuby

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16

Freitag, 21. November 2014, 07:56

hi,

da ich nur ein nano habe, kann ich mir die kosten hierfür leisten.
natürlich werde ich auch künftig messen und bei bedarf nachdosieren.

aber wie schon geschrieben, hatte ich einen deutlich sichtbaren effekt.
was vielleicht auch daran liegt, dass ich bisher keinerlei mittelchen zugefügt habe.

ich werde das jetzt mal eine weile machen und beobachten und dann entscheiden, ob ich das so weiter betreiben möchte.
es ist auf jeden fall praktisch, fertiges mw schnell zur hand zu haben.

lg
bettina
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Bettina
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Freitag, 21. November 2014, 08:48

Moin,
ich hatte mein Wasser ja bei der WM gewonnen und per Versand zugestellt bekommen, insgesamt 88 Liter.
Der letzte Kanister ist jetzt noch halbvoll und die Cops rudern immer noch drin herum ^^

Ich werde mir bei meinem Händler alle ab und an 2 22-Liter-Kanister abzapfen lassen und damit die Hälfte meiner Wasserwechsel bestreiten.
Signatur von »Steffi« Viele Grüße,
Steffi

Tropisches Nano
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Ben F.

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Freitag, 21. November 2014, 18:40

NSW ist nicht gleich NSW.

Wenn wir seber zum Meer fahren, aussteigen, die Kanister unter den Arm packen, nach einem mehr oder weniger langen Spaziergang unsere Zehen ins Wasser strecken können und dann die Kanister mit NSW befüllen, dann wird dies auch nicht so gut funktionieren als wenn wir ein paar km mit dem Schiff aufs offene Meer fahren, um dort unser Wasser zu zapfen. Der Grund hierfür sind Schwebstoffe und Verunreinigungen die sich mit unter in küstennähe konzentrieren. Meerwasser wird in verschiedene Kategorien unterteilt und das was wir verwenden sollten ist klar, ohne partikuläre Verunreinigung, in optimaler chemischer Zusammensetzung und beinhaltet Organik.

Ich habe schon recht häufig mit NSW gearbeitet und ich habe ausschließlich gute Erfahrungen damit gemacht. Glücklicherweise gab es das bei uns um die Ecke zu einem Literpreis von 35 cent. Wie Steffi schon beschrieben hat, waren auch bei mir nach monatelanger Lagerung an Land noch Copepoden im Wasser enthalten.

In besagtem Nachbarforum wurden alle möglichen Standpunkte gegen NSW ausgesprochen. Ich meine dies wurde von einem Salzhersteller getrieben, bin mir aber nicht ganz sicher. Das beste Argument war meiner Meinung nach, dass NSW die Gefahr von Fischparasiten birgt :-) Wenn ich als Forscher Fischparasiten aus NSW isolieren müsste, dann wäre ich innerhalb kürzester Zeit arbeitslos. Fischparasiten sind in 99% der Fälle in ... Fischen. Wenn ich also keine Fischparasiten haben möchte, dann schaffe ich mir am besten keine Fische an :-))))))

Die chemische Mischung der Meersalze ist selbstverständlich in den letzten Jahrzehnten immer besser geworden, jedoch bleibt ein Restrisiko bestehen, einen Eimer zu erhalten, indem sich ein riesiger KCL-Knubbel befindet, der mir die Werte durch einen WW ruiniert und zum Tod von Tieren führt. Dieses Risiko gehe ich mit natürlichem Meerwasser nie ein. Da sich das beschriebene Problem auf kleine Becken drastischer Auswirkt als auf große Aquariensysteme, tendiere ich bei dem aktuellen Preis allerdings auch nur zu einer regelmässigen Anwendung in Nanoaquarien.
Signatur von »Ben F.«
Gruß,


Ben

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Freitag, 21. November 2014, 20:15

Hallo

Was gibt es schöneres als natürliches Seewasser, da ist in der Tat was dran. Sicher wird auch mal ein Schluck aus küstennahen Gebieten dem Aquarium keinen Schaden zufügen. Aber einen kompletten Wasserwechsel würde ich wegen den Verunreinigungen küstennaher Gewässer auch nicht wagen. Dann doch ein Wasserwechsel wo ich sicher gehen kann, das Wasser kommt aus einem Meeresgebiet das als sauber zu betrachten ist. Gut finde ich daher auch dass das Wasser bevor es in den Handel kommt einer Laboranalyse unterzogen wird. Schlecht finde ich aber daran, ich weiß nicht welche Analyse kann ich dem gekauften Kanister zuordnen. Das finde ich stark verbesserungswürdig. Auch finde ich man sollte nicht so ein Geheimnis von der Zapfstelle machen, viele mögliche Anwender möchten schon wissen, wo das Wasser her kommt. Atlantik ist groß, und ich glaube kaum wenn die Zapfstellen bekannt sind, dass jemand dahin rudert und selber zapft.

Wäre dann noch die Aussage die mir persönlich sehr negativ aufstößt:

Zitat:

Natürliches Meerwasser

- ideal für den Neustart
- Sofortige positive biologische Wirkung
- 100% natürliche Wasserzusammensetzung
- Direkter Besatz mit Korallen und Fischen möglich
- Gleicht Defizite im Aqaurium zuverlässig aus

Das suggeriert doch auch gerade vielleicht dem Anfänger, ach so einfach ist das. Gerade direkten Besatz mit Korallen und Fischen halte ich für sehr gefährlich.

@Ben

33 Cent pro Liter ist es wirklich ein guter Preis, aber die unverbindliche Preisempfehlung für den Handel sieht in Realität doch etwas anders aus. So habe ich gerade noch gesehen 22 Liter Kanister für 19,90€ oder 10 Liter 11,90€
Beste Grüße
Harald

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Bernd K.

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Freitag, 21. November 2014, 20:16

Hallo Ben,

der eher unsinnige Verdacht mit den Fischparasiten kam da nicht von einem Salzhersteller, sondern von einem Vertreiber von Riffkeramik, der allerdings selbst nahe der Ostsee arbeitet. Bei dem von Dir wohl gemeinten nachdrücklichsten Skeptiker handelt es sich um einen der profiliertesten und kompetentesten Fachleute und Entwickler in der Meeresaquaristik. Aber auch andere nachgewiesene Spezialisten waren kritisch, während auf der Pro-Seite vorwiegend der Vertreiber und ein paar unbekanntere Anwender mit zumeist Nanobecken argumentiert haben.
Im Hinblick auf die Entnahmestelle hat der Vertreiber herumgeeiert, sie liegt aber offensichtlich nicht im offenen Meer.

Wer die Möglichkeit hat, sein Meerwasser an einer geeigneten Stelle selbst zu entnehmen und keine allzu langen Transportweg-/zeiten hat, ist damit nicht sicher nicht schlecht bedient. Kaufen würde ich dies nie, denn neben dem extremen Preis (wohl ein neues Supergeschäft) hat man wirklich außer Versicherungen des Händlers, und da bin ich bei Werbeaussagen generell vorsichtig (es gibt welche, die vertreiben sogar ihr Altwasser aus dem Becken als "biologisch eingefahrenes Wasser") keine Gewissheit. Ein paar unverwüstliche Copepoden im Wasser sagen auch nicht viel über das Plankton insgesamt aus. Die züchte ich in einem Eimer Altwasser sogar im Winter im Freiland. Der größte Teil des Zoo-und Phytoplanktons ist dagegen wirklich nicht so hart und langlebig.

Allerdings muss man auch wissen, dass es bei synthetischen Salzmischungen immer einmal wieder zu ein paar Mischproblemen gekommen ist. Billigprodukte würde ich daher auch nicht kaufen, wobei auch Markenprodukte nicht zu 100% davor gefeit sein. Es macht daher auch Sinn der altbwährten Praxis zu folgen, mehrere verschiedene Produkte im Wechsel zu verwenden. Echte "Katastrophen" sind mir in diesem Zusammenhang in meiner über 40 jährigen Praxis aber noch nicht bekannt geworden.

Ich persönlich verwende seit längerer Zeit (habe da Keine Aktien!) AMA Royal Natur, allerdings nicht ganz billig.

Gruß

Bernd

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