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Helmut Strutz

unregistriert

1

Dienstag, 22. Oktober 2013, 22:07

Gedanken zur Fotografie

Hallo,
ich stelle jetzt mal einige Gedanken zur Diskussion, weil mich hier einige kennen und mit mir befreundet sind, so daß sie mir unverblühmt ihre Meinung sagen können.
Seit den 1980ger Jahren mache ich ja Diavorträge. Die mit Überblendung und Musik, Vorspann und Abspann. In letzter Zeit werden wir immer wieder mal schief angesehen, wenn wir unsere (wohlgemerkt- exellente) Technik aufbauen. In Österreich hat jetzt ein junger Mann unsere Diaprojektoren angeschaut, weil er sowas noch nie gesehen hat. Gut, nach dem Vortrag meinte er zu mir: "Solche Fotos habe ich noch nie gesehen:" Schön.
Nun habe ich diesen Vortrag mal digitalisiert und bin nicht glücklich damit. Natürlich habe ich Bilder nach dem scannen bearbeitet. Ich finde das nicht ehrlich! das hat mit Fotografie nicht mehr viel zu tun, aber mit Bildbearbeitung. Das was ich an der Digitalfotografie kritisiere habe ich nun selbst gemacht und fühle mich nicht wohl dabei. In den nächsten Wochen stehen noch zwei Vorträge an und ich werde Dias vorführen, meinem guten Gewissen zuliebe!
Wie seht Ihr das?
LG Helmut

Henning

...........

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2

Dienstag, 22. Oktober 2013, 22:17

Hallo Helmut
Meine Unterstützung hast du.
Gehöre da vielleicht auch noch zu einer Generation die mit Filmeeinlegen und dreimal Überlegen bevor man abgedrückt hat.
Ja und wenn dann der Film falsch eingelegt war oder man aus einem 36 38 oder 39 Bilder herausgebracht hat ist schon eine schöne Zeit gewesen.
Aus diesem Grund lasse dich von der neuen Technik nicht unterkriegen und mache deine tollen DIA Vorträge wo ich doch hoffe dass ich mir da auch mal wieder einen anhören darf.
Signatur von »Henning« ><((((º> <º)))) ><

Salzige Grüsse
Henning


Harald

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3

Dienstag, 22. Oktober 2013, 22:21

Tja Helmut was soll ich schreiben. Ist dein Ding und lass dich da nicht beeinflussen. Ich habe zwar schon lange keinen Diavortrag mehr gesehen, aber die ich gesehen habe, waren genau so gut, wie heute die Digitalen.
Beste Grüße
Harald

Marine Nachzucht ist eine Chance, wenn man den Mut aufbringt sie zu nutzen.
Ich entscheide mich für den Mut.


: seepferd : Mein Hippocampus reidi Würfel und hier die Vorgeschichte dazu. : seepferd :

Caren

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4

Dienstag, 22. Oktober 2013, 23:05

Moin Helmut,

mach das womit Du dich am wohlsten fühlst.

Lass die jungen Hüpfer doch über die "alte" Technik staunen ^^

LG
Caren
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5

Mittwoch, 23. Oktober 2013, 10:15

Hallo Helmut,

ich kann deine Ausführungen bestens nachvollziehen! Zwar sind meine div. Kameras seit Beginn des Jahrtausends digital, aber kritisch betrachtet trotz aller Fortschritte u. Vorteile längst nicht gleichwertig zu dem, was man "früher" so hatte...

Damals hatte ich sehr häufig eine Mittelformat-Kamera genutzt, die verschiedenen Diafilm-Fabrikate boten, je nach Verwendungszweck, einen Dynamik-Umfang, den die aktuellen Digital-Knipsen schlichtweg nicht erreichen können. War 'ne ziemlich kostspielige Angelegenheit damals, und die Resultate ließen sich nicht sofort überprüfen - aber das, was dann irgendwann mittels Projektor an Silberwände geworfen wurde, hatte eine andere Qualität als das, was heute auf irgendwelchen Bildschirmen zu sehen ist.

Ich hatte aus der damaligen Zeit 'ne ganze Menge unersetzlicher Aufnahmen, die ich dann auf Format "verstümmeln" mußte, um sie zu scannen - übriggeblieben sind letztlich nur Bildchen, die qualitativ überhaupt nicht an die Originale heranreichen konnten/können. Schade, but that's life...

Auch wenn's vorsintflutlich anmuten mag, ich ärgere mich immer noch, daß ich damals "unbedingt" auf Höhe der Zeit bleiben wollte und Dias samt Projektor in den Ruhestand geschickt habe - ich hätte es besser gelassen...
Signatur von »DieterG« Gruß, Dieter


Wie soll ich wissen was ich denke, bevor ich höre was ich sage...

quad

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6

Mittwoch, 23. Oktober 2013, 11:59

Hallo Helmut,

ich gebe Dieter vollkommen recht. Wenn ich mir meine alten Dias anschaue, die ich geknippst hatte und diese mit den Digitalfotos vergleiche, wünschte ich mir diese Technik zurück. Allein was es farblich ausmachte einige Dias etwas unter zu belichten... versuche das einmal mit einer DigiCAM, dann hast Du nur noch rauschen. Ich denke auch nicht, dass man die Bilder mit Bildbearbeitung - in adequater Zeit - so hinmanipuliert bekommt, dass die Bilder mit den Dias an der Leinwand vergleichbar sind. Heute zählt leider nur noch Quantität statt Qualität und Du wirst mit der "alten Techik" schief angesehen. Mach einfach Dein Ding!

Gruß Oliver

Helmut Strutz

unregistriert

7

Mittwoch, 23. Oktober 2013, 13:47

Hallo,
Ihr stärkt mir ja richtig den Rücken! Also mache ich mal weiter mit den Diavorträgen, bist mir die Schlepperei zu viel wird. Wobei, bisher hatte ich immer viele Helfer und mußte aufpassen überhaupt noch was tragen zu dürfen.

@Dieter, mußt Du ausgerechnet das 6X6 Format ansprechen?! Ich habe noch eine Pentacon six unter meinen Museumsstücken und auch eine Weltaflex (baugleich zur Rolleiflex) und habe schon lange überlegt ob ich mal... Die Projektoren für das Format sind ja auch im Preis im Keller. Aber ich werds wohl lassen. Was mich auch an die Diafotogrfie bindet ist meine Kamera. Als ich merkte, daß analoge gar nicht mehr hergestellt werden, habe ich mir im I-net noch schnell eine Canon Eos 1N gekauft. Und die ist ja wirklich der Hammer. Täte mir leid die auch noch in meine Vitrine zu stellen.

@Oliver.
die Qualität an der Bildwand hängt ja auch vom Beamer ab. Einer, den ich mir vielleicht noch leisten könnte, bringt die Qualität wohl nicht. Letztlich, in Tirol, war ein großartiges Gerät installiert, aber das hat man ja auch nicht immer. Meine Vorträge sollen vor allem auch die Schönheit der Meerestiere zeigen und da sind große Leinwände eine Grundvoraussetzung. Nur einmal bin ich mit einer winzigen Leinwand überrascht worden, aber die hatten es dann eben nicht anders verdient!
LG Helmut

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Helmut Strutz« (25. Dezember 2013, 08:15)


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8

Mittwoch, 23. Oktober 2013, 14:12

Hallo Helmut!

Meinen Erfahrungen nach kommt es vor allem auf die Inhalte und die Art des Vortrags an, dann erst auf die Medien! Einen exzellent vorbereiteten Diavortrag mit kurzweilig dargebrachtem Inhalt ziehe ich jederzeit einem mit allem technischen Schnickschnack überladenen PowerPoint- oder sonstwas-Referat mit durchschnittlicher Rhetorik vor! Nicht, dass die nun schon nicht mehr ganz so neuen Medien schlecht wären: Da tun sich einfach weitere Möglichkeiten auf. Die aber nicht notwendig sein müssen ;) Viele Redner verzetteln sich aber mal mit einem Zuviel an Digital-Technik, die - als Supergau - dann auch mal hängen kann. Vielleicht magst ja mal in einer ruhigen Stunde reflektieren, ob Digitalfotografie, Power Point etc. dir überhaupt einen persönlichen Mehrwert bieten bzw. worin der liegen würde... zwischenzeitlich wünsch ich dir weiterhin viel Freude am zweifelsfrei erprobten analogen Arbeiten!

Schöne Grüße

Christian
Signatur von »Obelix« Meine Becken:
Mixed Reef 'Mare Pannonium' 270l Schau- u. 120 l Technikbecken mit SPS, LPS, und Anemnonen
Flachwasser-Riff 125 l mit Anemonen, LPS und Zoas
Schreibtisch-Nano 20 l mit LPS

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Dietmar

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9

Mittwoch, 23. Oktober 2013, 15:29

Hallo Helmut,
erst einmal Glückwunsch dass Du die Diavorträge beibehältst, die sind sehr gut. Ich hatte schon mehrmals das Vergnügen mich an den sehr schönen Aufnahmen und an der liebenswerten Präsentation durch Dich zu erfreuen. Der Aufwand dafür ist beträchtlich; doch das ist nur ein Teil, der andere ist dazu reden zu müssen. Alles zusammen macht die Präsentation aus.
Powerpoint ist in der Darstellung und Auflösungsvermögen begrenzt, aber was ich an Powerpoint mag ist die Möglichkeit mittels Animationen einen Vortrag visuell und aktiv gestalten zu können. Dabei kommt es nicht nur auf die Bilder an sondern auf das gesamte Szenario. Ich benutze es um neben dem Vortrag auf bestimmte Schwerpunkte zu verweisen, die ein Mitdenken der Zuhörer und eine Diskussion während des Vortrages ermöglichen. Das hängt freilich auch von meiner Tagesform ab aber ich bin nicht ganz so streng auf Bilder angewiesen. Daher ist ein Powerpoint Vortrag mit einem Diavortrag nicht vergleichbar. Bei den Bildern gibt es natürlich den Vergleich und da ist ein Diavortrag einfach nicht schlagbar. Doch das wird sich ändern, wenn man die Möglichkeit hat 16:9 Darstellung oder 3-D Darstellung anzubieten und die Wiedergabetechnik wird besser. Natürlich muss man sehr hart daran arbeiten, bestes Material an Bildern zu bieten und das erfordert selbstverständlich einen enormen Aufwand in der Vorbereitung und Nachbearbeitung von Bildern um im Vergleich mit einem Diavortrag nicht zu schlecht abzuschneiden. Es ist immer die Frage was man machen will mit seinem Vortrag und eine Begrenzung oder Beschränkung auf das Wesentliche ist unglaublich schwierig, gerade wenn man eine Fülle an Fotos oder Dias zur Verfügung hat.
Digitale Fotografie verleitet unkritisch zu knipsen weil man Masse produzieren kann mit geringen Kosten. Ein Bild in Szene zu setzen ist eine hohe Kunst in der Fotografie. Diafotos sind von Natur her sehr viel besser und überlegter fotografiert, weil man nicht die Möglichkeit hat das Ergebnis sofort zu sehen, Chancen zur Wiederholung sind gering und teuer ist das ganze obendrein. Man geht ganz einfach anders damit um.
Christian, ich stimme Deinen Erfahrungen 100% zu; ich habe einige verkorkste Powerpoint kennengelernt und sicher auch selber produziert...
LG Dietmar
Signatur von »Dietmar« FG Meeresaquaristik Berlin-Brandenburg

Helmut Strutz

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10

Mittwoch, 23. Oktober 2013, 17:17

Hallöchen,
es ist schon erstaunlich, daß es niemanden hier gibt, der die analoge Fotografie ablehnt und als überholt bezeichnet. Logisch, daß ich das als angenehm empfinde! Natürlich ist die Präsentation eines Vortrages maßgebend. Als ich mit einem Freund in den 1980ern anfing, da haben wir uns viele Diavorträge namhafter Referenten angesehen und sind jedesmal zu dem Schluß gekommen - so machen wir es nicht. So ist dann unsere Handschrift entstanden und immerhin sind wir (heute macht meine Frau mit) die einzigen die Vorträge in dieser Art machen. Und um klarzustellen - ich mache keine Fachvorträge, ich bin kein Wissenschaftler und will auch nicht so tun!
Ich habe mittlerweile genug Bildmaterial um auch Poawerpoint oder ähnliches zu machen. Ich werds wohl mal in Angriff nehmen, dann aber auch das auf meine Art!
Ich danke Euch für den Zuspruch!!! :)
LG Helmut

Henning

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11

Mittwoch, 23. Oktober 2013, 18:49

Hallo Helmut
Ich bin da in den letzten Jahren ja durch die Unterwasserfotografie umgestiegen. Kann da nur so viel sagen, dass die digitalen Aufnahmen nicht besser sind als die anderen. Nur habe ich hier die Möglichkeit den grossen Ausschuss den man da leider unter Wasser produziert zu löschen und nicht einen neuen Film einzulegen.
Wen ich mir Vorstelle dass ich heute zwischen 70-130 Bilder in einem Tauchgang mache, wäre dies früher gar nicht möglich gewesen. Heute steht durch dies auch offen sich Objekte von verschieden Positionen aus Abzulichten. Da sich da auch die meisten Objekte bewegen hat dies schon sehr grosse Vorteile.
Denke da nur an mein Hippocampus bargibanti, ich habe glaube ich 30 Aufnahmen gebraucht bis ich da mit dem Makro, in der Strömung an der Gorgonie dieses 1cm Grosse Tier im Kasten hatte.

Ich habe da nun einen Vortrag vorbereitet mit Digi Aufnahmen in PowerPoint. Wird am Wochenende in Bad Griesbach gehalten.
Signatur von »Henning« ><((((º> <º)))) ><

Salzige Grüsse
Henning


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12

Donnerstag, 24. Oktober 2013, 07:28

Hallo Helmut!
aber auch das auf meine Art

Genau das ist der Punkt! Mit Authentizität hat man am ehesten Erfolg!

Schöne Grüße

Christian
Signatur von »Obelix« Meine Becken:
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