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quad

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Mittwoch, 10. September 2014, 22:00

"Trockener Versand"

Hallo zusammen,

ich hoffe das Thema ist hier richtig aufgehoben, ansonsten bitte verschieben...

Nachdem die letzten Versandversuche mit der Post in einer Katastrophe endeten und ich jetzt Kaltwasser-Tiere versenden wollte, habe ich die Idee des "Trocken Versandes" wieder ausgegraben. Einsiedler aus dem Mittelmeer sollen ja sowieso schon trocken transportiert werden, d.h. in einem feuchten Tuch eingeschlagen. Irgendwo habe ich dann auch einmal gelesen (ich glaube im A Forum), das Aktinien auch so transportiert werden können. Wachsrosen sollen auch so funktionieren.

Der Vorteil wäre, dass genügend Sauerstoff zur Verfügung steht, auch wenn der Versand ins stocken geraten sollte. Im Wasser wäre dieser Sauerstoff bald aufgebraucht, ausserdem werden die Giftstoffe, sollte ein Tier verenden, gleichmäßig auf alle Tiere über das Wasser verteilt. Sollte ein Tier im Trockenversand eingehen, wäre der Schaden begrenzt.

Wer von euch hat da schon Erfahrung mit dieser Art von Transport / Versand? Reicht es, die Krebse und Anemonen einfach in feuchtes Küchenpapier einzuwickeln? Wie lange halten die Tiere so durch?

Gruß Oliver

Harald

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Mittwoch, 10. September 2014, 22:23

habe ich die Idee des "Trocken Versandes" wieder ausgegraben

Hallo Oliver

Diese Art von Transport kenne ich eigentlich nur von Steinen, aber auch da überleben ja viele Tiere die im Gestein sind oder auch außerhalb anhaften. Bin auch gespannt ob jemand über Trockenversand mehr weiß.
Beste Grüße
Harald

Marine Nachzucht ist eine Chance, wenn man den Mut aufbringt sie zu nutzen.
Ich entscheide mich für den Mut.


: seepferd : Mein Hippocampus reidi Würfel und hier die Vorgeschichte dazu. : seepferd :

Edwin

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Donnerstag, 11. September 2014, 05:36

Hallo Oliver,

Aktinias und Wachsrosen würde ich ohne Tuch etc. versenden.
Ich fülle immer eine Tasse Wasser hinzu und habe damit gute Erfahrungen gemacht.
Die Luftfeuchtigkeit ist ja sowieso gesättigt.
Bei den Krebsen kann ich mir gut vorstellen, das sie vielleicht froh über etwas festen Halt sind?
Jedenfalls bei Garnelen...vieleicht denken Einis ähnlich?

Mein Maximalerlebnis waren damals meine allerersten Actinias aus England.
5 Tage Reise, etwa 10 Stück in einer kleinen Tüte voll Wasser.
Überlebt haben alle, aber es war eine einzige große Schleimerei.

Tschüß :)
Edwin

Holger

nitroxatmer

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Donnerstag, 11. September 2014, 07:36

An Erfahrung kann ich "nur" beisteuern, dass regelmäßig aus lebenden Steinen Krabben überlebt haben- wobei der Großteil aber tot war.
Allerdings ist das Lebendgestein immerhin sicher fast ne Woche unterwegs, bis es bei uns hier ankommt....

Im Urlaub habe ich schon oft durch Gezeiten trocken liegende Korallen und Anemonen gesehen.Die kommen damit also klar.

Allerdings würde ich sie nicht in Küchenpapier einschlagen. Aber worin dann ? Keine Ahnung.

BG
Holger
Signatur von »Holger«
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(aus China)

Tigerente76

Acropora Wachstumsbeschleuniger

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Donnerstag, 11. September 2014, 09:37

Hallo,

bei den Importen werden Krustenanemonen, sowie die meisten Weichkorallen, lebende Steine etc. "trocken" verschickt um einfach Gewicht im Flugzeug zu sparen, was natürlich sich finanziell widerspiegelt. Die übersättigte Luft in den Transportboxen reicht da für gute 48 Stunden aus (z.B. Australienimport).

Der heikelste Moment/Zeitraum dabei ist die Entnahme aus der Korallenstation bis zum Flieger(müssen gefühlt werden), da in den Export-Ländern Temperaturen weit über 30 Grad Standart sind. Im Flieger und dann bis zur Haustür haben sie es schön klimatisiert ggf. unterstützt z.B. mit heatpack.

LG
Carsten
Signatur von »Tigerente76« Icke habe kehne

quad

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Freitag, 12. September 2014, 20:23

Hallo zusammen,

danke für eure Antworten. Hat noch jemand etwas beizusteuern? Habe im Riffaquaristik.at Forum nur einen Beitrag zu Aktinien gefunden. Die Einsiedler sollen in einer wenig mit Wasser gefüllten Flasche transportiert werden sollen. Wenn keiner etwas zu den Wachsrosen weiss, werde ich die etwas "nasser" verschicken.

Gruß Oliver

efyzz

Elektroangler

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Freitag, 12. September 2014, 20:53

Hallo Olli,
also ich habe schon mal Aktinien in feuchtem Küchenpapier bekommen. War kein Problem.

Ich weiß, Du bist vorgeschädigt, aber ich glaube, Du machst Dir viel zu viel Gedanken ;)
Anemonen und Einsiedler sind dafür aisgelegt, mal trocken zu fallen.
Signatur von »efyzz« Gruß, Robert
__________________________________________________________________________
I) 460l Miniriff
Algenrefugium, 180W LED (DIY), Mondphasen- und Strömungssimulation, DIY-Wavebox, Balling, DIY-Aquariencomputer
II) 240l Nord-/ Ostsee / Mittelmeer - Anemonenaquarium
35g/l Salz, je nach Jahreszeit 10...20°C, gekühlt über Erdleitung, 30W LED
III) 200l Nord-/ Ostsee - Röhrenmäuler
60W LED, Wasserkreislauf verbunden mit II)

Dietmar

FG-Meeresaquaristik Berlin-Brandenburg

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Freitag, 12. September 2014, 22:32

Hallo Olli,
bei den Mittelmeereinsiedlern gibt es Transport empfindliche Arten, die für einen trockenen Transport ungeeignet sind und ihre Gehäuse verlassen und sterben wenn man sie aus dem Wasser nimmt. Dazu gehört der Eupagurus anachoretus,der immer mit Wasser transportiert werden muss! Andere Arten sind weniger empfindlich; auch Krabben kann man feucht transportieren. Bei den meisten Aktinien ist ein Transport in feuchtem Papier oder Tuch möglich, auch bei Schnecken funktioniert das gut. Vor allem Tiere aus der Gezeitenzone können einige Zeit recht gut überstehen. Unter anderem auch Röhrenwürmer, wenn ihre Röhre verschlossen wird. Garnelen dürfen nicht zusammen mir Fischen transportiert werden, auf keinen Fall trocken und sie sollten etwas haben, wo sie sich festhalten.
Ich drücke die Daumen, dass alles klappt.
LG Dietmar
Signatur von »Dietmar« FG Meeresaquaristik Berlin-Brandenburg

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