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1

Dienstag, 10. Juni 2014, 23:05

Strahlungsstress bei Korallen

Hallo Zusammen!
Hat vielleicht jemand eine definitive Aussage, wie sich Strahlungsstress, insbesondere durch zu hohen Blauanteil, an Korallen zeigen kann?

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2

Dienstag, 10. Juni 2014, 23:37

Das interessiert mich auch...

Ich hab im Moment keinen Schimmer ob es zu hell oder zu dunkel ist...
Bzw zu viel blau oder nicht...

3

Mittwoch, 11. Juni 2014, 05:33

Guten Morgen.
Im Artikel von Simon garret wird das beschrieben.
LG ronny

AlexU

Miniriffhirte

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4

Mittwoch, 11. Juni 2014, 13:34

mir ist mal eine montipora auf der oberseite "verbrannt" es hat sich das gewebe auf der oberseite aufgelöst. Wenn wenig nährstoffe da sind und zusätzlich zu wenig spurenelemente (eher seltenes Problem), sind die Auswirkungen von zu viel licht schlimmer. Wenn die Nährstoffe ausreichen, und stark beleuchtet wird, kann sich die koralle schützen indem:

sich mehr zooxanthellen bilden, die über die fotopgmente die energie des lichts sozusagen "wegfangen"
oder sich mehr farbpigmente bilden, die an sich nichts anderes als schutzmoleküle sind.

(ganz grob formuliert)

Grüße
Signatur von »AlexU« Liebe Grüße und immer stabile Wasserwerte :Ich bin so fröhlich:

Alex

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5

Mittwoch, 11. Juni 2014, 13:51

Ich glaube nicht, dass die Zooxanthellen in dieser Richtung direkt etwas mit Lichtschutz zu tun haben, im Sinne einer funktionalen Symbiose. Zooxanthellen vermehren sich bei günstiger Nährstofflage, weshalb Steinkorallen auch eindunkeln, wenn viel Nitrat und Phosphat im Wasser ist und irgendwann "ersticken". Starklichtexponierte Korallen finden sich meistens in sehr nährstoffarmem (oligotrophem) Milieu, das heißt: Viel Licht, wenig Zooxanthellen. Und hier kommen dann die Farbpigmente ins Spiel, die tatsächlich einen Lichtschutz darstellen. Insofern kann man durch durch Spurenelemente "körper"eigenen Lichtschutz der Korallen tatsächlich verbessern.

Ich hatte bis vor einer Weile tatsächlich das Gefühl, dass einige Korallen zu viel Licht abbekommen (zum Beispiel Seriatopora-Arten). Die hatten über den Tag ein sehr schwaches Polypenbild und sind dann im Abendlicht aufgeblüht. Dasselbe konnte ich auch schon für Äste, die etwas schattiger wachsen, während des Tages feststellen. Seit einer Woche dosiere ich jetzt zusätzlich das nutri-spur HED von Sangokai, das eben den höheren Bedarf von Spurenelementen für die Chromoproteinbildung decken soll. Und ich habe wirklich das Gefühl, die Korallen kommen mit dem Licht weit besser klar.
Signatur von »Wombat« Liebe Grüße,
Florian

Tigerente76

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6

Mittwoch, 11. Juni 2014, 14:52

Ich glaube nicht, dass die Zooxanthellen in dieser Richtung direkt etwas mit Lichtschutz zu tun haben, im Sinne einer funktionalen Symbiose. Zooxanthellen vermehren sich bei günstiger Nährstofflage, weshalb Steinkorallen auch eindunkeln, wenn viel Nitrat und Phosphat im Wasser ist und irgendwann "ersticken". Starklichtexponierte Korallen finden sich meistens in sehr nährstoffarmem (oligotrophem) Milieu, das heißt: Viel Licht, wenig Zooxanthellen. Und hier kommen dann die Farbpigmente ins Spiel, die tatsächlich einen Lichtschutz darstellen. Insofern kann man durch durch Spurenelemente "körper"eigenen Lichtschutz der Korallen tatsächlich verbessern.

Eben! Wenn man schon bei den braunen Flaschen ist, soll der Flascheninhaber was dazu sagen dürfen ^^ .

Link

LG
Carsten
Signatur von »Tigerente76« Icke habe kehne

AlexU

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7

Mittwoch, 11. Juni 2014, 15:26

Eben! Wenn man schon bei den braunen Flaschen ist, soll der Flascheninhaber was dazu sagen dürfen ^^ .

ich habe keinen blassen schimmer, was das bedeutet.
Signatur von »AlexU« Liebe Grüße und immer stabile Wasserwerte :Ich bin so fröhlich:

Alex

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8

Mittwoch, 11. Juni 2014, 15:32

Dass der Sangokai-Großmeister sich ausführlich mit dem Thema beschäftigt und einige - für den Laien natürlich nur viel mit Mühe verstehbare - Abhandlung zum Thema Farbgebung verfasst hat (siehe Link) :thumbsup: !
Signatur von »Wombat« Liebe Grüße,
Florian

9

Mittwoch, 11. Juni 2014, 20:15

Hi Alex.
Daumen hoch. So sieht s aus.
Dunkle korallen gibt es in weniger gut beleuchtete Becken und such in Stark beleuchteten.
Im dunklen lagern korallen mehr zoxanthelken ein um jedes photon umsetzen zu können.
Ei starkem lich und ausreichend nâhrstoffe sieht es genauso süß. Doch dabei bilden sie ihre plakativen Farben aus.
Korallen aller pohl wirst du in der Natur nicht finden. Sicherlich sind die etwas heller am riffdach aber nicht so.

Zu hoher blau oder strahlungsanteil führt weniger zu Verbrennungen, eher zu stoffwechselfehlfunktionen. Daher gewebeverlust.
Wenn korallen nur weiss werden aber nicht sterben hatte einen einfachen Grund.
Die zoxanthelken passen einfach nicht um das Licht zu verstoffwechseln. Die korallen stösst sie ab und zu tauschen.
Im aquariums sind aber keine geeigneten freiwasserzoxanthellen zu einlagern da.
Also wird auf Futter umgestellt wenn es geht.
Sobald man das Licht verändert, kann es durchaus sein das die korallen diezoxanthelen wieder aufnimmt, und Dan passt es wieder.

Ideale Werte sind 260-580 Apar nicht verwechseln mit Hennings Werten.
Diese ergeben sich aus Hennings Werten die ppfd darstellen und par werten.
Ist alles schwer zu erklären.
LG ronny

Harald

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10

Mittwoch, 11. Juni 2014, 21:58

Die zoxanthelken passen einfach nicht um das Licht zu verstoffwechseln. Die korallen stösst sie ab und zu tauschen.

Hi Ronny

Ich glaube ganz so einfach ist es nicht mit den Zooxanthellen. Siehe auch hier.
Beste Grüße
Harald

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11

Mittwoch, 11. Juni 2014, 22:10

http://aquanet.de/AquaPedia/Detail.aspx?…db-585215089ec0
Hi Harald.
Da steht doch eh alles was man wissen soll.schöner Bericht go dir.
:)

12

Mittwoch, 11. Juni 2014, 22:19

Hallo Zusammen!
Lieben Dank für die vielen Ausführungen, die mir aber irgendwie etwas vom Thema abweichen...?
Was ich herausgelesen habe, zeichnet sich dauerhafter Strahlungsstress durch Gewebeauflösung aus?
Ich meine eben keine kurzfristige Strahlungsintensität, welche mit Verbrennungen daher kommen!

Harald

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13

Mittwoch, 11. Juni 2014, 22:30

Hi Ronny

Oberflächig betrachtet stimmt es, was im Link steht.

Die spezifischen Wirkungen des Lichtes sowie die Anpassung von Toleranzgrenzen und Leistungsvermögen an variable Lichtverhältnisse und die Konsequenzen für Energiebudgets, Leistungsniveaus und Lebensstrategien sind bei vielen Korallen meiner Meinung nach immer noch unzureichend verstanden und auch erforscht? In vielen Fällen sind Einzelphänomene gar nicht oder nur unzureichend in ein Gesamtbild integriert. Als integratives Konzept wurden für die Korallen Tiere bisher das der Sauerstoff- und die kapazitätslimitierten Temperaturtoleranz erarbeitet. Licht und Strahlungsstress fehlt mir da. Zu mindestens habe ich so etwas in wissenschaftlichen Verzeichnissen noch nicht gefunden.
Beste Grüße
Harald

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Harald

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14

Mittwoch, 11. Juni 2014, 22:34

die mir aber irgendwie etwas vom Thema abweichen...?

Finde ich nicht Dirk, weil es eben ein sehr komplexes Thema ist, gehört meiner Meinung nach das bisher geschriebene absolut dazu.
Beste Grüße
Harald

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15

Mittwoch, 11. Juni 2014, 22:46

Zitat

weil es eben ein sehr komplexes Thema ist, gehört meiner Meinung nach das bisher geschriebene absolut dazu.

Jo, Harald, aber es beantwortet NOCH nicht die Frage...

Harald

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16

Mittwoch, 11. Juni 2014, 22:48

Jo, Harald, aber es beantwortet NOCH nicht die Frage...

Das ist es ja, siehe meine Post 13.
Beste Grüße
Harald

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17

Mittwoch, 11. Juni 2014, 22:53

Hi Harald. Doch der von simon garrett kommt da ganz gut hin.
In hatte mal was gelesen.
Aber frag mich jetzt nicht wo. Ich schau morgen mal weil ich heute ko bin.
LG ronny

18

Mittwoch, 11. Juni 2014, 23:17

Ui jetzt aber
Äh wollte je PDF einfügen hat aber 3,5 MB.
Bitte googelt kampmann Arbeit Uni köln

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