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  • »dr@gon« ist der Autor dieses Themas

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Dienstag, 27. Mai 2014, 20:48

Zooplankton richtig anpassen

Hallo,

oft wird die Frage gestellt, ob und wie man Zooplankton richtig kultiviern kann.
Meistens werden im Onlineshop kleine Abfüllungen von Copepoden angeborten. Dabei können es 90ml oder auch 250ml Beutel sein.
Auf diesen Beutel befinden sich oft Aufkleber mit den darin enthaltenen Copeopden. Wer sich die Beutel ansieht, wird oft feststellen, dass es sich um Mischungen handelt verschiedener Arten. Also erwirbt man hier keine Reinkulturen, die die sind oft beachtlich teurer! Aber auch diese Beutelinhalte kann man kultivieren.

Vor der Kultivierung oder Verfütterung von Copepoden sollte man wissen, dass die oft angebotenen Verkaufsbeutel eine Dichte von ca. 1,010 haben. Wenn man nun diese Beutel direkt ins Becken eingibt, dann wird sich nicht viel Leben dort einstellen. Da wir in unserem Becken ja eine Dichte von ca. 1,023 haben, werden die Copepoden diese Veränderung nicht ungeschadet überstehen. Doch gerade wer Nachwuchs hat, der wird feststellen, dass gerade die kleinen Fohlen hinter lebender Beute agiler herschwimmen. Also sollten die Copepoden dann auch an die richtige Dichte angepasst werden.

Wie mache ich das?
1. Die Copepoden mit dem Beutel in ein Behältnis geben und dann das Beckenwasser einfüllen. Hierdurch werden die Beutel ersteinmal auf Beckentemperatur gebracht. Starke Temperaturschwankungen würden auch hier wieder das Aus bedeuten. Das gleiche gilt auch für käuflich erworbene Zuchtansätze. Um die Beutel vorzuwärmen nehme ich kleine Messbecher, welche ich in das Becken einhängen kann.
2. Das Wasser aus dem Meßbecher wird entfernt und nun wird der Beutelinhalt dirket in den Becher gegeben.
3. Nun nehme ich mir ein kleines Behältnis und fülle es mit Beckenwasser der richtigen Dichte (1,023)!
4. In dieses Behältnis wird nun ein 4-6mm Luftschlauch gehängt und am Ende ein Sperrventil angebracht. Nun lasse ich tropfenweise das Wasser in den Messbecher laufen. Der Dichtenausgleich sollte mehrere Stunden dauern! Nicht zu schnell, sonst ist der Verlust nicht auszuschließen!

Wenn man mehrere Beutel oder Zuchtansätze hat, dann sollte man ein größeres Gefäß nehmen. Aber wie schon beschieben sollte man sich viel Zeit lassen mit dem Angleichen!

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Signatur von »dr@gon« Gruss Michael

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Harald

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Dienstag, 27. Mai 2014, 20:58

dass die oft angebotenen Verkaufsbeutel eine Dichte von ca. 1,010 haben

Ja das habe ich auch schon feststellen müssen, und schwups war da nichts mehr mit Lebendfutter.
Beste Grüße
Harald

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  • »dr@gon« ist der Autor dieses Themas

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Dienstag, 27. Mai 2014, 21:01

Hallo

@Harald

die Kaufbeutel werden oft für Brackwasserfische gezüchtet. Außerdem sind bei einer geringeren Dichte die bakteriellen Belastungen geringer!
Signatur von »dr@gon« Gruss Michael

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Dienstag, 27. Mai 2014, 21:45

Hallo Michael,

ich finde deine ganzen Anleitungen zu den verschiedenen Themen hier im Forum: einfach großartig!!!
Gerade für mich als recht neuen Meerwasseraquarianer (ca.1Jahr) ist das sehr hilfreich. :)
Herzlichen Dank für die ganze Mühe die du dir machst. Dein Wissen leicht verständlich und kompakt weiterzugeben, ist :good:

LG
Marcel

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