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Donnerstag, 22. Mai 2014, 21:09

Larvenfalle mal anders

Hallo Leute

ich habe in den letzten Jahren viele Probleme mit Larvenfallen gehabt. Wenn die Larven plötzlich da sind, dann muß man auch immer die nötige Zeit haben. Da ich jedoch auch in drei Schichten arbeiten muss, habe ich oft nicht die Möglichkeit mich um die schlüpfenden Larven zu kümmern. Bisher war da oft ein sehr großes Problem. Wer kennt das nicht?

1. Variante - Luftschlauch
- Mit einem dünnen Luftschlauch werden die geschlüpften Larven aus dem Elternbecken abgesaugt!
Probleme:
- Die Larven werden durch die austretende Geschwindigkeit am Schlauchende gegen die Gefäßwand geschleudert und verletzen sich.
- Bis alle Larven abgeschöpft sind, geht es im Becken wie in einem Karussel zu. Die Larven sterben dann oft an Streß!

2. Variante - abschöpfen
- Mit einem Gefäß werden die Larven vorsichtig aus dem Elternbeken abgeschöpft
Probleme:
- Sehr zeitaufwendig da viele Larven auch in Intervalle freigelassen werden.
- Funktioniert oft nur bei phototrophen Larven die sich dem Licht hingezogen fühlen.

3. Variante - Larvenfallen
- Verschiedene Larvenfallen funktionieren mit Lufthebern, wobei die Larve zuvor vom Licht angelockt wird
Probleme:
- Durch die eingesetzten Luftheber werden die Larven durch aufsteigene Luftperlen, welche das Wasser transportieren eingesaugt!
- Hier werden die Larven im Luftheber oft verletzt.
- Zu wenig Wassertransport im Luftheber und es ist für die Larven wie Achterbahnfahrt!

Hier mal eine Larvenfalle, welche vielleicht schonender aber effizient arbeitet!
In meiner Larvenfalle sind die Seitenwände mit blauen Hartschaumplatten verklebt. Dadurcht tritt kein Licht aus der Larvenfalle nach außen. Eine Platte kostet bei einer Größe von 50x50cm 6,90 Euro. Die Rückwand besteht aus Acryl und ist 4mm stark und durchsichtig. In die Frontplatte werden unterhalb der Wasseroberfläche Bohrungen angebracht, durch die dann die Larven hineingezogen werden. In den Kasten wird dann eine Trennwand eingezogen. Hier wird eine Aussparung vorgenommen, wo ein Netzgewebe aufgeklebt wird. Hier sollen die Larven vor dem Luftheber geschützt werden. In die entstehende kleine Kammer wird dann ein Luftheber eingebaut. Dieser soll das Wasser aus dem Kasten wieder in das Elternbecken transportieren. Durch den Wasseraustausch entsteht an den Löchern in der Frontplatte ein kleiner Sog. Die Larven gelangen dann sofort vom Licht und Sog angezogen in der Larvenfalle. Durch den ständigen Wasseraustausch in der Falle, werden die Larven mit notwendigem Frischwasser und auch Sauerstoff versorgt!

Bauzeit incl. verkleben: 40-45 Minuten

Einsatz der Falle:
Die Falle wird innen in das Elternbecken gehängt. Mit zwei Reinigungsmagnete wird dann die Falle an der Wasseroberfläche befestigt. Nun läuft die Falle mit dem Wasser aus dem Elterbecken voll. Die Bohrungen befinden sich ca. 1-2cm unterhalb der Wasseroberfläche. Nun schließen wir den Luftheber an eine Luftpumpe an und lassen das Wasser abtransportieren. Nun wird von außen an das Becken ein kleines abgewinkeltes Plastikstück an das Becken eingehängt. Hier kann man dann zwei Mini-LED Lampen anhängen, welche dann auf die Löcher in der Frontscheibe gerichtet werden. Hier werden dann die Larven vom Licht abgelockt!
Kostenpreis: gesamt ca. 10 Euro für die gesamte Falle, incl. Beleuchtung

© by Michael Vorwerk und Markus Johannes Bühler
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Henning

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Donnerstag, 22. Mai 2014, 21:17

Hallo Michael
Herzlichen Dank für diese Anleitung einer Larven Falle.
Habe da ja schon in diversen Foren und Links Fallen gesehen.
Doch dieses erscheint mir sehr simpel und wird auch Funktionieren.
Habe wie du leider abends keine Zeit mich auf die Lauer zu legen bis ich dann die Tier abschöpfen kann.
Muss mir unbedingt so eine Falle Bauen. :)
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Salzige Grüsse
Henning


Caren

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Donnerstag, 22. Mai 2014, 21:19

:thumbsup:
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Herbert_Wien

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Donnerstag, 22. Mai 2014, 21:20

Hallo Michael,

danke für die ausführliche Erklärung und Bauanleitung! :good:
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Liebe Grüße aus Wien, :hut:

Herbert
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Zucht von H. reidi, H. barbouri, H. erectus & H. zosterae

Fischerjoe

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Donnerstag, 22. Mai 2014, 21:21

hallo michi,

cool wie meine kleine box. kleine frage warum hast du so ein kurzes rohr von der weiter strömung. meine sind 10 cm länger.

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6

Donnerstag, 22. Mai 2014, 21:22

Hallo

@Henning

bisher hatte ich sie bei meinen Nemos im Einsatz und da hat sie fehlerfrei funktioniert! Morgends nur die Falle entnehmen udn den gesamten Inhalt in das Aufzuchtbecken geben! Fertig ohne große Mühe. Die Knopfzellen für Lampen gibt es bei Ebay für 10 Stück 1 Euro. Reichen bei mir für zwei mal Falle einsetzen!
Signatur von »dr@gon« Gruss Michael

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Donnerstag, 22. Mai 2014, 21:27

Hallo Joe,
hallo michi,

cool wie meine kleine box. kleine frage warum hast du so ein kurzes rohr von der weiter strömung. meine sind 10 cm länger.
Die Rohre sind in der Mitte der Box angebracht, damit aus der Wassermitte das Wasser angesaugt wird. Zu tiefes Rohr und es entsteht ein Sog unterhalb des Bodens, wobei die Larven dann schon wieder gegen den Boden gezogen werden können!
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Henning

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Donnerstag, 22. Mai 2014, 21:36

bisher hatte ich sie bei meinen Nemos im Einsatz

Hi Michael
Du willst mir hier aber nicht sagen das ich meine 20 jährigen Nemos noch Anfangen soll in die Falle zu locken :rolleyes:
Sie sind im Hauptbecken in einer Tiefe von ca. 75cm.
Laichen ist noch immer Tagesordnung :D
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Salzige Grüsse
Henning


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Donnerstag, 22. Mai 2014, 21:44

Hallo

@Henning
deine Oldies dürfen ja im Becken bleiben... nur die Larven die an die Wasseroberfläche steigen bevorzugen dann die Falle! Nicht das du versuchst die Elterntiere durch die Löcher zu pressen!!! Bitte nicht... es ist eine Larvenfalle und keine Siebpresse! ?( 8o :diablo:
Signatur von »dr@gon« Gruss Michael

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Henning

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Freitag, 23. Mai 2014, 05:17

@Henning
deine Oldies dürfen ja im Becken bleiben... nur die Larven die an die Wasseroberfläche steigen bevorzugen dann die Falle! Nicht das du versuchst die Elterntiere durch die Löcher zu pressen!!! Bitte nicht... es ist eine Larvenfalle und keine Siebpresse!

Hi Michael
jetzt habe ich so eine schöne Bauanleitung und es geht nicht ;(

Ja Deutsch für Schweizer ist noch immer eine Fremdsprache ;).
Signatur von »Henning« ><((((º> <º)))) ><

Salzige Grüsse
Henning


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Freitag, 23. Mai 2014, 15:05

Hallo Michael

Was du da machst sieht alles sehr professionell aus und bei dieser einstellung klappt das auch mit der zucht.
Ein lob muß mann ja mal aussprechen.
Hallo Henning
Das schweizerich ist für deutsche wie russisch für chinesn. :scare2:
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Rolf :thumbsup: :drinks:

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Samstag, 4. Juni 2016, 00:32

Hallo zusammen,

nachdem eine umgekehrter-Trichter- in-Topf-Larvenfalle nicht tat, habe ich das Modell von Michael nachgebaut (siehe Fotos).

In der ersten Nacht habe ich gegen 3:00 9 Amphiprion ocellaris Larven rausnehmen können (500L Gesellschaftsbecken) und dabei gesehen, dass die Larven die Falle durch die Löcher in der Front wieder verlassen konnten/könnten.
Also habe ich den Luftheber ein wenig optimiert, um mehr Strömung zu erzeugen.

In der nächsten Nacht habe ich um 4:00 nachgeschaut und 1 lebende und 7 tote, auf dem Boden der Falle liegende, Larven gefunden!?

Zu viel Strömung? Zu lange gewartet? Zu viele Löcher in der Front?
Was kann ich bis Ende Juni optimieren bzw. verändern, um dann mehr lebende Larven "abzufischen"?


Im Becken geht von 23:00 auf 0:00 die Nachtbeleuchtung ganz aus und kurz nach 0:00 schalten sich alle Förder- und Strömungspumpen ab.


(Keine von den 10 Larven hat es geschafft - aber da frage ich noch in einem anderen Thread nach Tipps...)


Grüße und besten Dank im Voraus,
Markus
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Signatur von »Meeerwasser« Grüße,
Markus

Guido

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Samstag, 4. Juni 2016, 08:09

Moin,

ich hänge mich mal mit der Frage dran ob irgendetwas gegen eine kleine Pumpe anstatt des Lufthebers spricht, diese haben ja leider den Nebeneffekt durch die zerplatzenden Blasen ziemlich rumzusauen.

Gruß Guido
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Samstag, 4. Juni 2016, 19:01

Hallo Guido,

nunja, ich habe mich am Originalbauplan orientiert...
Der Luftheber "pustet" ja zur Seite, ins Dunkle, auf die Wasseroberfläche weg, d.h. die Larven kommen mit den Blasen nicht in Berührung.

Bestimmt geht auch eine Pumpe (die macht dann wahlweise noch mehr "Umpf"), allerdings muss dann der gesamte Kasten wohl etwas größer werden. Die Luftheberkammer ist bei mir nur 46mm breit und 49mm tief.


Grüße,
Markus
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Markus

Henning

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Samstag, 4. Juni 2016, 19:15

Könnte mir auch Vorstellen wen man da eine Pumpe zum Einsatz bringt, das am Schluss alle Larven am Netz hängen, dies wäre auch nicht Sinn und Zweck.
Ist aber nur eine Vermutung Guido. :wink:
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Salzige Grüsse
Henning


Guido

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Samstag, 4. Juni 2016, 19:28

Hallo zusammen,

ich habe bei den Blasen ehrlich gesagt gar nicht an die Larven gedacht sondern an die Umgebung rund ums Becken.

Bei mir stand mal kurzfristig ein 40er Würfel mit Luftheber auf dem Schreibtisch, fand ich nicht optimal, also vorsichtig ausgedrückt.

Letztendlich kommt es doch auf den Volumenstrom an, ist dieser bei Luftheber und Pumpe gleich sehe ich keinen Unterschied, mir fehlen aber da die Vergleiche.

Wenn ich mich richtig erinnere setzt Josef auch Minipumpen ein.

Gruß Guido
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Henning

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Samstag, 4. Juni 2016, 19:49

Letztendlich kommt es doch auf den Volumenstrom an, ist dieser bei Luftheber und Pumpe gleich sehe ich keinen Unterschied, mir fehlen aber da die Vergleiche.

1:0 :wink:

Da muss ich dir auch wieder Recht geben.
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Salzige Grüsse
Henning


Harald

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Samstag, 4. Juni 2016, 20:15

Wenn ich mich richtig erinnere setzt Josef auch Minipumpen ein.

Richtig Guido aber nur da wo die Larven nachher aufwachsen.

Bei den Zebranadeln kannst du auch nicht mit einer Larvenfalle arbeiten, zumindestens habe ich das so von Josef verstanden. Um möglichst viele Larven zu erhalten benutzt er ja eine Blackbox. Damit das Männchen die Larven nicht sieht.
»Harald« hat folgendes Bild angehängt:
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Beste Grüße
Harald

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Ich entscheide mich für den Mut.


: seepferd : Mein Hippocampus reidi Würfel und hier die Vorgeschichte dazu. : seepferd :

Guido

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Samstag, 4. Juni 2016, 20:56

Hallo Harald,

es ging ja nur ums Prinzip, die Blackbox kenne ich, ich war ja schon zweimal bei Josef zu Besuch.

Gruß Guido
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Sylvio

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Sonntag, 5. Juni 2016, 08:05

Hi

Ich möchte mich hier mal einklinken und euch zum nachdenken bewegen.

Ihr könnt die beste Larvenfalle nachbauen , wenn die Larven zu schwach sind wird keine einzige überleben.

Oder Larven die schon frühzeitig schlüpfen und zu Boden sinken.

Man kann ganz schnell und total simpel eine Larvenschonende Falle bauen .

Leider hab ich keinen Zugriff mehr auf meine damaligen Bilder sonst könnte ich sie euch zeigen.
Von Prinzip aber kurz erklärt:

Man nehme einen dunklen Plastebehälter
schneidet ein Stück Styroporplatte aus das der Behälter schwimmt und bohrt unter der Wasseroberfläche Löcher
Einen Deckel mit Lampe oben drauf fertig.

Hier mal mein damaliger Post von 2007

Hi Gemeinde

Ich spielte schon lange mit den Gedanken eine Larvenfalle zu bauen wo man die Larven ganz behutsam umsetzen kann. Das ist ganz wichtig bei empfindlichen Arten.
Da für mich die klassische Methode der Larvenfalle (mit Pumpe und Gaze) nicht in Frage kam,da ich der Meinung bin das so die Larven schon einen wegbekommen.


Anlass mir intensive Gedanken zu machen, war der Artemiatag. Völlig geschafft stand abends noch ein Wurf A. ocellaris an.
Zunächst waren die Larven noch so agil das sie sich zwar im Licht sammelten aber sobald ich mit den Schlauch kam flüchteten sie. Da ich dazu gar keine Lust mehr hatte stellte ich einfach den Eimer weiter runter das ein stärkerer Sog entsteht.
Schon nach dem Umsetzen sah ich das sehr viele vor Stress taumelten, am nächsten Tag lebten leider nur noch 5 Stück.


Es musste eine andere Lösung her. Nach vielen Stunden grübeln auf dem Salzeimer kam dann die Idee.
Da ich nicht wusste ob es überhaupt funktioniert, suchte ich mir ein paar Materialien die ich gerade so zur Hand hatte zusammen.
Bild

Bild

Nach einer halben Stunde Bauzeit wurde es gleich mal getestet. Die Schwimmeigenschaften waren sehr gut .
Und ich war sehr zuversichtlich das es funktinieren könnte.
Bild

Beim rausheben des Eimers bemerkte ich da es ganz schön matschen könnte wenn ich die Larven zum Aufzuchtsbecken transportiere. Aber auch da fiel mir was ein, ein etwas größerer Eimer sollte Abhilfe schaffen.
Mir war klar das alles passen musste da es beim fangen der Larven im Raum dunkel ist.
Bild
Die Falle wurde kurz bevor das Licht ausgeht startklar gemacht.
Eine Stunde später schaute ich vorsichtig ob sich schon was tut.
Und da waren schon einige zu sehen.
Schnell die Taschenlampe auf die Falle gesteckt.
(Die Lampe sollte etwas straff im Styropor sitzen nicht das sie ins Wasser fällt.) :mrgreen:
Kurze Zeit später schwammen die ersten Larven in der Eimerfalle.
Es hatte wirklich funktioniert .Die Larven schwammen durch die Löcher in den Eimer.

Und hier die Falle in Action.

Bild

Da nur ein Teil des Geleges gechlüpft ist hatte ich nur etwa 100 Larvengefangen.
10 -20 Larven haben auch nicht den Eingang gefunden .
Nun gilt es das ganze zu optimieren und die sogenanten Kinderkrankheiten abzustellen.
1. Die Falle muss schwarz werden so das absolut nur zu den Löchern das Licht heraus scheint.
2.Die Bohrungen müssen exakt an der Wasseroberfläche sein und nicht wie bei mir 1cm unter der Oberfläche.

Das heraus nehmen der Fall war einfacher als ich dachte .Ich war mir nicht sicher ob es einige Larven wieder herausspült
wenn ich die Falle aus dem Wasser nehme.

Aber wenn man die Lampe ausmacht sammeln sich die Larven sofort am Boden der Falle .
So konnte ich ganz behutsam die Larven ins Aufzuchtsbecken überführen.
Vorausgesetzt der Eimer der Falle passt auch ins Aufzuchtsbecken. :D
So kann man den Eimer langsam ins Aufzuchtsbecken tauchen und ganz vorsichtig und langsam unter Wasser ausschütten.

Viel Spass beim Nachbau


MfG Sylvio
Signatur von »Sylvio« Dem Tatendrang immer eine Spur voraus

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