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Harald

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Dienstag, 15. Oktober 2013, 20:22

Fischläuse (Branchiura) Unterklasse

Kurzbeschreibung

Eine Unterklasse der Maxillopoda
Die als Haut- und Kiemenparasiten der Fische in unseren Aquarien leider immer wieder eingeschleppt werden.

Artikel

Die Unterklasse der Branchiura (Fischläuse) umfasst ca. 150 Arten.
Sie kommen gleichermaßen im Süß wie auch im Meerwasser vor.
Die einzelnen Arten befallen unterschiedliche Bereiche der Fische.
Einige Arten befallen spezielle Regionen (Kiemen Hautstellen).
Andere Arten sind nicht besonders spezialisiert.
Eine Verbindung zu speziellen Wirten (Arten) ist nicht bekannt.

Anatomie
Fischläuse werden zwischen sind rund 2 mm Groß (Einige Ausnahmen können bis zu 10 mm Größe erreichen.)
Der Carpax (Brustsegment) ist in sich verwachsen und deckt einen Großteil des Körpers ab.
Somit ist eine Unterscheidung bei größeren Arten von Cymothoa (Fischasseln) leicht möglich.
Eine Eigenheit der Branchiura ist, dass das Naupliusauge auch im adultem Stadium erhalten bleibt.
Die beiden Antennenpaare sind zu Hacken umgeformt. Mit denen sich das Tier am Wirt festkrallt.

Symtome
Außer der Sichtbarkeit der Parasiten auf der Haut des Fisches, zeigt oftmals auch ein hektisches Scheuern der Kiemendeckel an Steinen oder dem Bodengrund einen Befall der Kiemen an. Oftmals drehen sich die Fische auch im Kreis um die Parasiten los zu werden.

Behandlung
Größere Tiere können mit einem Skalpell von der Haut entfernt werden.
Eine Entfernung aus den Kiemen ist wohl nur einem Spezialisten vorbehalten.
Eine Infektionsgefahr geht von den verbleibenden Kopfresten im speziellen nicht aus.
Die Fische kommen meist gut mit der Behandlung zurecht und die restlichen Gewebeteile werden verloren.

Behandelt man nicht, endet es oft tödlich, denn die Fische werden regelrecht ausgesaugt.

Empfehlung:
Allgemein sollten Fische nicht ohne putzende Arten gepflegt werden. Sogar stark befallene Fische werden vor allem von Lysmata amboinensis und Lysmata grabhami innerhalb weniger Wochen von den Parasiten befreit. Und sorgen dafür das bei operatiever Entfernung keine Infektionen aufkommen.
Beste Grüße
Harald

Marine Nachzucht ist eine Chance, wenn man den Mut aufbringt sie zu nutzen.
Ich entscheide mich für den Mut.


: seepferd : Mein Hippocampus reidi Würfel und hier die Vorgeschichte dazu. : seepferd :